Herr Lafer schließt sein Restaurant

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Mitglied seit 05.02.2013
5.628 Beiträge (ø2,55/Tag)

Hallo

TV-Koch Johann Lafer (61) hat sein Sterne-Restaurant "Val d’Or" auf der Stromburg im Hunsrück geschlossen. "Aber die Stromburg wird weiter ein Ort des Genusses bleiben", sagte er in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwoch). "Ich will volksnäher werden und mich stärker konzentrieren, auf das, was mir schon immer wichtig war: nachhaltige Produkte, gute Verarbeitung und ein unprätentiöser Service."👈

Ich denke er hat eingesehen das die absolut übertriebene Art der Sterneköche kein Geld mehr bringt. bzw. das es für die erlauchte Kundschaft ein viel zu großes Angebot an Sternenrestaurants gibt. Zurück zur Bodenständigkeit.
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Mitglied seit 15.03.2002
37.963 Beiträge (ø6,13/Tag)

Denke ich auch.
Er ist ja auch nicht der Erste der keinen Bock mehr auf den Sternezirkus hat.

Und um sich selbst noch grün zu beweihräuchern, faselte er noch etwas von Fischen die ein Sternerestaurant anbieten müsse, aber nicht mehr ökologisch korrekt seien. YES MAN

"Volksnäher" will er auch werden.na dann...
War es auch schon Volksnähe als er den Fiskus beschi**en hat und seitdem vorbestraft ist? mhmmmh hmmhmhmmmmhhh Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

VG
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Mitglied seit 05.02.2013
5.628 Beiträge (ø2,55/Tag)

Moin

War es auch schon Volksnähe als er den Fiskus beschi**en hat und seitdem vorbestraft ist?👈

Wie war das mit dem ersten Stein? Hat nicht jeder schon mal versucht das FA zu hintergehen? Und wenn es nur die Quittung aus dem Buchhandel ist die besagt das man ein Buch gekauft hat das als Lehrmittel genutzt wird, obwohl es ein Unterhaltungsroman war, oder versucht hat den Arbeitsweg geltend zu machen obwohl man mit einer Fahrgemeinschaft unterwegs ist?
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Mitglied seit 10.04.2006
49.530 Beiträge (ø10,54/Tag)

Er ist nicht der erste bei uns in RLP, der das macht.

Vor drei Jahren hat der Mainzer Spitzenkoch Frank Buchholz seinen Michelin-Stern abgegeben und sein Gourmet-Restaurant in Gonsenheim geschlossen.
Nachvollziehbar ist sein Schritt auf jeden Fall


katir
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Mitglied seit 15.03.2002
37.963 Beiträge (ø6,13/Tag)

1 Jahr Haft auf 5 Jahre Bewährung ist aber mal ne andere Hausnummer.

Und hinterher jaulen die Angestellten, die das Spiel auch mitgemacht haben, einem die Ohren von ihrer "Altersarmut" voll.
Davon kenne ich mehr als genug. müde

VG
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Mitglied seit 30.10.2003
88 Beiträge (ø0,02/Tag)

Die Angestellten werden das schwächste Glied sein und mitgemacht haben, weil sie den Job haben wollten oder mußten. Es handelte sich um jahrelangen systematischen Sozialbetrug, aber er hat die Strafe akzeptiert und sicher auch bezahlt.
Wird wohl das Ende eines Zuschussgeschäfts sein, wie schon vermutet wird.
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Mitglied seit 30.08.2015
7.465 Beiträge (ø5,87/Tag)

als ich mich neulich für das Bistro interessierte, hiess es, das würde umgebaut, oder renoviert. gibts das denn noch?
lg
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Mitglied seit 30.08.2015
7.465 Beiträge (ø5,87/Tag)

@Smut
vor Jahren habe ich bei Lameloise in Chagny gegessen, das waren Kalbsnieren in Senfsauce in Wohnzimmeratmosphäre.
grade habe ich mir den Umbau und die Speisekarte angesehen, beides zeugt nicht von Bodenständigkeit.

Man darf gespannt sein, was Lafer sich einfallen lässt.
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Mitglied seit 05.02.2013
5.628 Beiträge (ø2,55/Tag)

Moin

Er wird auf der Stromburg das Restaurant weiterbetreiben, aber nicht im Sternebereich mehr wollen. Nun wird es dort wahrscheinlich wieder Schweinebraten und Co., natürlich in absoluter Spitzenqualität, geben. Ein Jedermannrestaurant mit speziellen Events dazu ist ins Auge gefasst.

👉1 Jahr Haft auf 5 Jahre Bewährung ist aber mal ne andere Hausnummer. 👈

Die Höhe der Strafe wird so ab und zu bei Prominenten hochgeschraubt, so als Abschreckung. Wenn alle so bestraft würden hätten wir eine Menge Unternehmer weniger.
Mit der Mindestlohnregelung ist vergessen worden die 450 € Regelung ebenfalls zu erhöhen. Statt bisher 51 Std. Arbeitszeit steht dem Arbeigeber die Aushilfe nun mehr 46 Sdt. zur Verfügung. Und das bei extremen Fachkräftemangel gerade in der Gastronomie.
Im Abschlußgespräch einer Betriebsprüfung sagte der Prüfer: Herr xxxx sie haben doch 7 Personen mit xxx Stunden als Aushilfe. Dafür könnten sie doch 2 Personen in Festanstellung nehmen, das wäre doch Abgabenmäßig bedeutend günstiger für sie.

Ja Chef hör ma. Ich gebrauche xx Personen gleichzeitig für ca. 4 Stunden zu den Wochenenden am Abend. Was soll ich da mit 2 Festangestellten die sich den Rest der Woche die Füße plattstehen und im Hochbetrieb die Arbeit nicht schaffen.
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Mitglied seit 18.11.2016
206 Beiträge (ø0,25/Tag)

Generell dürfte Hr Lafer nach den gesetzlichen Regeln als unbestraft gelten, wenn man die Tilgungsfristen des Gesetzes berücksichtigt. Zum Thema an sich hat DerSmut schon, wie zumindest ich finde, zutreffend geschrieben.

Generell ist es aber sinnvoll, wenn man als Inhaber rechtzeitig beschließt den aktuellen Weg nicht weiter zu verfolgen.

Insgesamt ist es so, dass schon aus steuerrechtlichen Gründen exorbitante Events, Geschäftsessen etc. nur beschränkt berücksichtigungsfähig sind, was auch der „HighEnd-Gastronomie“ seit langem erkennbare Schwierigkeiten bereitet.

Wir sind früher gerne sehr oft und manchmal wirklich teuer essen gewesen. Irgendwann fragt man sich dann aber angesichts der Möglichkeiten schon mal, ob es sinnvoll war xxx € in wenigen Stunden zu verbraten.

Zudem hat ein sichtbarerer Wandel von Produktqualität zulasten des Showeffektes stattgefunden, den man als Gast nicht zwingend akzeptiert.

Es ist schlicht auch oft so, dass der Aufwand der getrieben werden muß, um hohe Leistungen erbringen zu können, vom zahlenden Gast nicht mehr gewürdigt wird in Gestalt eines angemessenen Preises.
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Mitglied seit 30.08.2015
7.465 Beiträge (ø5,87/Tag)

m.E. macht das Auftauchen von Vernebelung und Rauch das Gericht um Längen teurer- der Gag-Effekt.
Wobei er nicht überall auftaucht. Und da finde ich die Preise angemessen, es ist preiswert, im Wortsinne.
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Mitglied seit 05.02.2013
5.628 Beiträge (ø2,55/Tag)

Hallo

Ich denke Herr Lafer hat den Weg der Sternekochzukunft eingeschlagen. Diese Spitzengastronomie mit den aussergewöhnlichen Speisen und Köchen die diese Arbeit auf sich nehmen wollen und auch können verliert so langsam das Interesse der Kundschaft, zumal es auch immer mehr Köche gibt die in die Spitze aufsteigen. Noch vor 20 Jahren mußte man doch suchen um so ein Sternerestaurant in der Umgebung zu finden, heute ist die Dichte so hoch das man füßlaufig um jeder Ecke etwas findet.Das ist aber auch ein Zeichen von hoher Ausbildungsqualität der Köche. Es wird kaum noch einen Gasthof geben wo Oma noch selber das Zepter in der Küche schwingt. Selbst der kleinste Dorfgasthof der Speisen anbietet kann nicht mehr auf einen gelernten Koch verzichten.Dadurch steigt selbst in den kleinsten Häusern auch die Qualität und man ist nicht mehr auf diese überkandidelten Sachen der Sterneküche angewiesen wenn man mal gut Essen gehen möchte. Die gute Ausbildung basiert natürlich auch auf die Arbeit der Sterneköche.Das animierte doch einige Jugendliche den Beruf Koch zu erlernen.
Fazit. Der Kundenkuchen bleibt gleich groß, nur die einzelnen Stücke werden kleiner.
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Mitglied seit 15.03.2002
37.963 Beiträge (ø6,13/Tag)

Pfeil nach rechts Die Höhe der Strafe wird so ab und zu bei Prominenten hochgeschraubt, so als Abschreckung.

Dann hat man das bei Hoeneß anscheinend vergessen...

Mir ist vollkomen egal warum der Grinsekoch das gemacht hat.
Nur sich jetzt als Saubermann hinzustellen ist wirklich in Witz.

Erschreckender finde ich eher, dass das ansonsten folgenlos blieb, weil es anscheinend mittlerweile als normal gilt seine Mitmenschen im größeren Stil zu betuppen. Zeigt sich ja auch hier.

Das lässt den "Bildungsauftrag" der Öffentlich Rechtlichen auch in einem anderen Licht erscheinen.
So jemanden einfach weiter zu beschäftigen transportiert doch schlicht und ergreifend die Botschaft:
Lüge und betrüge-Dir passiert bei uns nix, solange die Quoten simmen.
Armes Deutschland. Die Ehrlichen werden immer mehr zu den Deppen der Nation.na dann...

VG
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Mitglied seit 30.08.2015
7.465 Beiträge (ø5,87/Tag)

Der Kuchen wird nicht kleiner. Kinder, die zuhause eine ambitionierte Küche genossen und sie schätzen gelernt haben, werden bei guter Ausbildung ihr Geld wieder in die Küchen guter Köche tragen.
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Mitglied seit 01.07.2007
14.087 Beiträge (ø3,31/Tag)

Pfeil nach rechts Erschreckender finde ich eher, dass das ansonsten folgenlos blieb, weil es anscheinend mittlerweile als normal gilt seine Mitmenschen im größeren Stil zu betuppen. Zeigt sich ja auch hier. Pfeil nach links

Eva, du hast jetzt ausreichend kundgetan, was du von Herrn Lafer hältst. Er hat eine Geldstrafe in Höhe von 370.000 Euro gezahlt, er hat eine Strafe bekommen; es ist also nicht 'folgenlos' für ihn geblieben ...

Damit ist diesem Nebenthema wohl Genüge getan.


Gruss Javanne
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