Die erste Blutwurst selbst gemacht.

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Mitglied seit 05.02.2012
89 Beiträge (ø0,03/Tag)

Hallo Wurstler Freunde,

ich habe mich mal an Blutwurst gewagt und bin für das erste Mal, in gewisser Weise recht zufrieden.

Jetzt werden sicher einige sagen, oh mein Gott, wenn Holger Blutwurst macht, das geht doch sicher in die Hose - nein ging es" fast " nicht.

Nachdem ich mir hier im Forum bereits ein Rezept ausgesucht hatte, fuhr ich zu meinem Schlachtebedarf und kaufte ein, Blut, butte, Mitteldarm und gleich das ganze Fleisch mit dazu.

Ich zeigte Ihm das Rezept, er meinte er würde seine Wurst anders machen, gab mir sein Rezept und genau nach dem habe ich die Wurst gemacht.

Fleisch:

Kutterbauch : 1800 Gramm

Schwarte : 800 Gramm

Leber : 385 Gramm

Herz : 300 Gramm

Speck 280 Gramm

.......................................

Gewürze ( auf 1 Kg gekochtes Fleisch berechnet ) :

NPS ( Nitritpökelsalz ) - 21 Gramm

Pfeffer ( schwarz / gemahlen ) - 4,8 Gramm

Kümmelpulver : - 1,7 Gramm

Majoran : - 5,5 Gramm

Zimt : - 0,7 Gramm

Piment ( gemahlen ) : 0,7 Gramm

Zwiebel ; - 40 Gramm ( vorher angeschmort in Pfanne )

Die Gewürzangaben sind wie von der Feinwaage abgelesen, klar das man da aufrunden kann.

.....................................................

Ich nahm eine grossen Topf und gab alles Fleisch hinein ( ausser den Speck ). Dieses habe ich dann gekocht, bis alles
schön weich / durch war, wobei die Leber vorher raus musste, da sie nicht so lange brauchte.

Die letzten 5 Minuten, habe ich den Speck, welchen ich in 5 x 5 mm Würfel geschnitten hatte, mittels eines Siebes mit
in das Wasser getaucht, die Leber kam auch noch ein paar Minuten mit rein, da sie ja schon erkaltet war.

Jetzt alles raus aus dem Topf, soweit abkühlen lassen, so das ich das Fleisch anfassen konnte, ohne mir dabei die Hände zu verbrennen.

Das Herz habe ich in 1 x 1 cm Würfel geschnitten und beiseite gestellt.

Ebenfalls vom mageren Bauch, habe ich etwa 250 Gramm in 1 x 1 cm Stücke geschnitten und beiseite gestellt.

Den Rest in Gulasch große Stücke und in einer Schüssel mit den Gewürzen gut vermengt.

Dann alles durch den Wolf mit der 3 mm Scheibe.

Die Herz-und Bauchfleischstücken hinzu gegeben, ebenfalls das angewärmte Blut und alles gut vermischt.

Jetzt habe ich es in 3 Butten und 2 Mitteldärme gefüllt und in den Topf mit Wasser gegeben.

Nun kommt aber der eher traurige Teil, denn 4 von 5 Würsten sind geplatzt, die Temperatur war wohl zu hoch.

Egal, eine Wurst konnte ich retten, diese hat sehr lecker geschmeckt, siehe Bild.

Der Rest ergab eine vorzügliche Wurstsuppe, ein Traum. ( gut war eine sehr teure Wurstsuppe, sei es drum )

Nun ich bin bis auf das Platzen der Würste dennoch mit der Qualität sehr zufrieden, klar ist es eine Blutwurst mit weniger
Speckstückchen drin wie sie sonst sind, aber genau das mögen meine Frau und ich sehr.

Viele Grüsse
Holger

Ps: ich vergas zu erwähnen, das ich die Därme natürlich vorher eingeweicht und gespült hatte.

Da ich keinen Wurstfüller hatte, sah das Befüllen natürlich lustig aus, aber es ging dennoch.
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Mitglied seit 17.01.2002
11.036 Beiträge (ø1,69/Tag)

Hi Holger

....nicht ganz nachvollziehbar : du berechnest die Gewürze auf das gekochte Fleisch - wenn ich Blutwurst mache wird alles gewürzt also die Gesamtmasse auch das Blut, das du unterschlagen hast.

Platzen : du brauchst noch einen Einkochaperat da kannst du die Temperatur einstellen : Blutwurst 80-85°

Gruß
Werner
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Mitglied seit 05.02.2012
89 Beiträge (ø0,03/Tag)

Hallo Werner,

ja da hast Du wohl Recht, hatte ich wohl Glück, das es geschmacklich dann doch passte, okay war ein Fehler von mir.

Ja so ein Teil brauche ich wohl ist mit Einkochtopf und Thermometer doch sehr anstrengend.

Grüsse
Holger
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 05.02.2013
5.919 Beiträge (ø2,37/Tag)

Hallo Werner

Es scheint ihm aber trotzdem geschmeckt zu haben
Pfeil nach rechts du brauchst noch einen Einkochaperat da kannst du die Temperatur einstellen Pfeil nach links

In der Lehre hatten wir einen holzbeheizten Kessel, einen sogenannten Viehpott. Da waren wir "Stifte " für die Temperatur verantwortlich. Immerhin hatten wir ein Kesselthermometer und eine Uhr zur Verfügung. 80° bei 1 Minute pro Kaliberangabe war die Vorgabe. Nur durch passende Feuerung und kaltem Wasser so ungefähr haltbar.Nur neben dem Pott stehen und aufpassen war bnicht drin, es gab ja auch noch andere Arbeiten zu tun. Für jede geplatzte Wurst gab es dann die damals passende Belohnung vom Meister. Heute würde jeder Ausbilder dafür ein Gerichtsverfahren kassieren.
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Mitglied seit 17.01.2002
11.036 Beiträge (ø1,69/Tag)

@ DerSmut

hi, meine ersten Wurstversuche allerdings nur Hausmacher durfte ich erfahren mit einem 120 ltr Kessel (habe ihn noch immer) ..... Zugluft --Tür auf ....Tür zu ...kalt Wasser nachschütten usw. eben so dass die Temperatur passte,
da war einer nur beschäftigt die Temperatur zu halten - heute arbeite ich mit 2 Einkochapperaten, stelle natürlich viel weniger auf einmal her und bin relativ sicher dass es klappt.

Gruß
Werner
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Mitglied seit 26.11.2015
2 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo Holger,
das ist mir in der Lehre mal passiert, die Temperatur war o.k..
Zu fest gefüllt hab ich sie. Der Alte hat mich sowas von gefaltet, danach war ich dann gaaaanz vorsichtig mit den Sch.... Därmen.
Bei den Einkochautomaten sollte nach der Anschaffung nicht blind darauf vertraut werden das die Temperatur stimmt, meinen hatte ich beim ersten benutzen auf 74 Grad eingestellt und gemessen hab ich 92 Grad .....nachdem die Wiener geplatzt sind.

Gruß
Holger
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Mitglied seit 13.04.2016
4 Beiträge (ø0/Tag)

hallo Holger,
wieder Zeit zum Wurstmachen.Werde auch wieder Blutwurst herstellen nach Werners Rezept.Eine kleine Menge werde ich nach deinem Rezept probieren,obwohl mich Herz und Leber etwas irretiert.Auf alle Fälle werde ich darüber berichten.
Bis dann Gerd
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Mitglied seit 17.01.2002
11.036 Beiträge (ø1,69/Tag)

Hallo Gerd

mit Leber in der Blutwurst kann ich mich auch nicht anfreunden.

Gruß
Werner
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 05.02.2013
5.919 Beiträge (ø2,37/Tag)

Moin

Gehört beides definitiv NICHT in die Blutwurst.
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Mitglied seit 11.09.2004
10.810 Beiträge (ø1,94/Tag)

Hallo,

da muß ich Smut Recht geben, denn dann muß sie sich Mengwurst nennen, kenne bei uns einen Metzger der diese Sorte im Programm hat.

"Gut Wurschtel" + LG Hobbyko wo bleibt das ...

(Gefundene Dreckfuhler dürft Ihr verkaufen)

Plane Deine Zeit, aber lasse Freiräume für Überraschungen.
(Von einem irischen Kalender, Verfasser unbekannt)
erste Blutwurst selbst gemacht 2082051811
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Mitglied seit 10.01.2010
302 Beiträge (ø0,08/Tag)

Hallo,
" Gehört beides definitiv NICHT in die Blutwurst ", wo bitte steht das geschrieben. Ich könnte euch auf Anhieb 5 Rezepte aufschreiben wo Leber und Herzen in die Blut-bzw.Rotwurst kommen.Die Rezepte sind von namhaften Wurstelbuchautoren nieder geschrieben und wir in unserer Gegend machen es auch so.Es ist also regional überall anders und wem es schmeckt der soll es so machen.
LG jägermeister 61
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Mitglied seit 25.11.2007
3.603 Beiträge (ø0,82/Tag)

Hallo hobbyko
Du hast doch auch das Buch "Würste, Sülzen, Pasteten" Schau doch mal da auf Seite 78 was da unter Thüringer Rotwurst steht.
LG charly
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Mitglied seit 11.09.2004
10.810 Beiträge (ø1,94/Tag)

Hallo Charly,
das ist meine persönliche Meinung und da gehe ich mit Smut, ich streite nicht ab das es dafür Rezepte gibt, ich schreibe ja das sie sich dann Mengwurst nennen sollte.

"Gut Wurschtel" + LG Hobbyko wo bleibt das ...

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(Von einem irischen Kalender, Verfasser unbekannt)
erste Blutwurst selbst gemacht 2082051811
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Mitglied seit 17.01.2002
11.036 Beiträge (ø1,69/Tag)

Hallo

bei uns kommt nur Blut, eventuell Milch od. Kesselbrühe, Schwarten, Speckwürfel und etwas gekochtes Fleisch in die Blutwurst und bei manchen nur Blut / Schwarten / Speckwürfel.

Gruß
Werner
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Mitglied seit 25.11.2007
3.603 Beiträge (ø0,82/Tag)

Hallo
Ihr beide habt ja Recht! Ich selbst würde soetwas auch nicht Herstellen wollen, nicht mein Geschmack.
LG charly
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