Rezept für Traipen (Wurst aus Luxemburg)


Mitglied seit 28.01.2005
42 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo NG!

Vielleicht kann hier jemand helfen hechel... . Mein Schwiegervater ist pensionierter Metzger und möchte für den Hausgebrauch ein paar Traipen-Würste selbst herstellen BOOOIINNNGG.... . Leider finde ich nirgendwo ein Rezept Sicher nicht!
Ich hab schon gegoogelt und intensiv rumgesucht.

Vielleicht beherrscht hier jemand Luxemburgerisch oder Französisch und kann vielleicht damit mal suchen? Vorschlag / Idee Vielleicht findet man auf den fremdsprachlichen Seiten was. Mit Englisch kommt man in diesem Fall nicht weiger Was denn nun?

Wär schön, wenn jemand was finden würde...

Danke und Gruß
Susele
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Mitglied seit 26.03.2006
447 Beiträge (ø0,09/Tag)

Hallo Susele

In einem anderen Tread hab ich was gefunden, das ev. helfen könnte:

Pfeil nach rechts
Das Rezept der „Traipen“:

Schwein schlachten.Oberes Kopfstück, Blut, Lunge, Herz, Fleisch welches beim Zerteilen des Schweines abfällt, Grieben vom ausgelassenen Federfett, Weißkohl, Lauch, Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Muskat „Treipenkraitchen“ (Bohnenkraut), in Wasser oder Brühe geweichtes und fest ausgedrücktes Brot.

Das Fleisch wird in der Brühe mit Salz und Suppenkraut weichgekocht und durch die Fleischmaschine getrieben. Lauch und Zwiebeln werden in Fett glasiert und mit gedämpften Weiskohl und Grieben durch die Fleischmaschine gedreht. Zuletzt gibt man das angewärmte Schweineblut hinzu und vermengt tüchtig. Würzen, abschmecken.

Diese Fleischmischung wird in gereinigte Schweinedärme gefüllt. Beide Enden abbinden. Die Würste in kochendes Salzwasser geben und langsam ziehen lassen, bis sie gar sind. Dies ist der Fall, wenn die Würste an die Oberfläche steigen. Beim Herausnehmen muss man vorsichtig sein, sie auf einem Besenstiel zwischen zwei Stühlen aufhängen und trocken lassen. Pfeil nach links

Den ganzen Beitrag findest Du hier 05.12.07 um 19.23

Gruss Hantajo
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Mitglied seit 11.09.2004
10.819 Beiträge (ø1,9/Tag)

Hallo Susele,

ich habe alles menschenmögliche in meinen Wurstbücher durchsucht, ich habe mich auch über Google informiert, also nichts genaues weiß man nicht, hier sollte man sich eventuell mit einem luxemburgischen Metzger zusammen tun.

Das Einzige wovor ich Dir abraten würde, ist der Rat von Hantajo die Würste ins kochende Wasser zu geben, ich denke hier werden sie schneller aus dem Darm sein als Du sie hergestellt hast. Maximal mit 80° C und dann pro mm Durchmesser des Darmes ca. 1 Minute brühen. Auch würde ich die Würste in den Kessel tun in dem Du auch schon die fleischigen Sachen gekocht hast.

Desweiteren kann ich mir auch sehr gut vorstellen das diese Kesselbrühe wenn auch noch die Wurst darin gebrüht wurde als gute Suppengrundlage dienen kann.

Was ich aus diesen englischsprachigen Rezepten noch herausgefunden habe ist, das man die Wurst mit einer Nadel anstechen soll und darauf achten soll das eine helle Flüssigkeit heraus kommt.

Dieser Trick gilt auch für die deutsche Blutwurst, hier soll ebenfalls helle Flüssigkeit, sprich Fett herauskommen und kein Blut.

Durch die Zugabe von Kohl und Brot, schätze ich einmal das diese Wurst auch nicht lange haltbar sein wird, wird eher zum sofort Essen gedacht sein.

So nun bin ich selber einmal gespannt ob es noch jemand gibt der dieses Rezept beisteuern kann.

"Gut Wurschtel" + LG Hobbyko wo bleibt das ...

Rezept Traipen Wurst Luxemburg 1017601898

Hobbyko’s Leitspruch:

Ich mache mir nicht viel, .................aus wenig zum Essen !!
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Mitglied seit 27.03.2002
25.082 Beiträge (ø3,81/Tag)

Halo

Fier enn Letzburger Traip zee maachen mießt eech mool noo siehn woo eech mit meim kommpel konferieren kann .

LG annelore
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Mitglied seit 28.01.2005
42 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo!

Danke für eure Bemühungen! Lachen Das Rezept aus dem andren Tread hatte ich auch gefunden. Nur - WIEVIEL wovon zu nehmen ist, steht nicht drin. Welt zusammengebrochen
Mein Schwieva macht seine Bratwurst auch immer selbst (ich hab ihm sogar schon dabei helfen dürfen YES MAN aber sein Rezept hat er einfach nicht rausgerückt Sicher nicht!

Vielleicht verrät ers mir wenn ich ihn mit dem Traipen-Rezept locke? HAR HAR HAR

LG
Susele, die seeehr gespannt ist ob jemand einen Luxemburger Metzger kennt Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen
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Mitglied seit 17.02.2009
2 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo Susele

So wie hantajo das beschrieben hat, stimmt es schon Lachen , er hat bloss die Schwarten (ca. 1 kg) vergessen, die auch gekocht werden und dann 2mal durch den Fleischwolf gedreht werden.Lauch und Zwiebeln werden roh gemahlen. Anstatt Kränze zu drehen, kann man auch sofort kleine Würste abdrehen, sie sind nachher einfacher zu handhaben.

Der Kochsud darf allerhöchstens 75-80° haben und die Träipen werden etwa 15-20 Minuten gebrüht. Dabei werden sie im Auge behalten, denn sonst platzen sie evtl. auf.

Am Besten sind natürlich frisch, aber man kann die Träipen sehr gut einfrieren, wobei sie sich 1 Jahr gut lagern lassen. YES MAN

Die Träipen wurden traditionell in der Pfanne auf dem Holzherd gebraten und mit Salzkartoffeln mit "Gréiwen"(Speckgrieben) und Apfelmus gegessen. Alternativ dazu brate ich sie im Backofen. Schmecken lecker und es ist weniger Geruch im Haus Na!

übrigens stellen wir jedes Jahr unsere eigenen Träipen her, die letzten jetzt im Januar ...

Viel Spass beim Herstellen

Chrisiatne
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Mitglied seit 17.01.2002
2.822 Beiträge (ø0,42/Tag)

Hallo Chrisiatne

wenn du das Rezept kennst, wäre es sehr schön, wenn du uns die genauen Mengenverhältnisse verraten würdest.

Gruss
HFis
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Mitglied seit 03.06.2008
270 Beiträge (ø0,06/Tag)

Hey,

auf jeden Fall guten Apetitt :))))))

Traipen..... mjam mjam mjam :9


Gruss aus Lxb
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Mitglied seit 17.02.2009
2 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo

Also, wenn wir das Schwein, das im Schlachthaus geschlachtet wird, abholen, wird alles Fleisch wie Schinken,Judd, Gesolpertes, Kotelett,Schnitzel,Ragout und Gehacktes verarbeitet.

Am nächsten Tag werden dann alle Fleischreste, Lunge, Knochen, die Kopfteile die man nicht in den Jhelli getan hat, den Schlund, das Herz, wenn das nicht anderweitig verwenden kann, die Nieren, alles wofür man keine spezielle Verwendung hat, wird mit Gewürzen und Suppengrün gar gekocht.Dann wird alles Fleisch von den Knochen gepult, ACHTUNG HEISS,die Lunge wird von den Luftröhrchen befreit.

Das ganze Fleisch und die schon 1mal gemahlenen Schwarten tut man zusammen in einen grossen Eimer wo man den grob gehackten und gegarten GRüNKOHL ,ersatzweise Weisskohl, ca 1 Gemüseseiher voll.2 Dopppelhände voll mit Grieben, 4-5 Zwiebeln und das Weisse von 3-4 Lauchstangen und das eingeweichte Brot dazutut. Das Ganze wird dann im Fleischwolf gemahlen der dann noch mit 1Suppenlöffel Brühe nachgespült wird. Wir stellen die Mischung in eine Wanne mit heissem Wasser damit die Masse nicht abkühlt. Das handwarme Blut,ca 2 Liter, wird hinzugefügt alles wird mit den Händen gut vermischt und gut mit Salz,Pfeffer,Muskat,gemahlenen Nelken und einer Handvoll Bohnenkraut gewürzt.

Die fertige Masse dann wie schon oben angegeben in die Därme füllen und wie beschrieben fertigen.

Genaue Mengenverhältnisse kann ich leider nicht liefern , weil das alte Familienrezepte sind wo das von den älteren auf die jüngeren weitergegeben wird.Das klappt auch so und die kleinen Abweichungen sind nicht schlimm.

Ich hoffe, dass ich das jetzt einigermassen verständlich rübergebracht habe

Libe Grüsse Chrisiatne
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