Kaufdiät am Dienstag, den 02.06.2020 TT: Nachhaltigkeit

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Mitglied seit 06.11.2007
3.282 Beiträge (ø0,71/Tag)

Guten Morgen !

Da heute ja noch Pfingstferien sind, habe ich für Euch die Frühstücksfee engagiert, die Eure kulinarischen Wünsche erfüllen wird. Außerdem wartet der magische Putzlappen auf seinen Einsatz, so dass Ihr Eure Freizeit hoffentlich genießen könnt.

Ich habe schon immer viel gelesen, und als Kind habe ich die Bücher von Erich Kästner ( 1899 - 1974 ) geliebt. Neben den bekannten Büchern wie „Das fliegende Klassenzimmer“, „Das doppelte Lottchen“ oder „Pünktchen und Anton“ hat mich sein Buch über seine Kindheitserinnerungen „Als ich ein kleiner Junge war“ total fasziniert. Wahrscheinlich, weil er nur ein paar Monate älter war, als meine Oma...
Jahre später Habenichts dann in der Schule ein Gedicht von ihm gelesen, das ich bis heute auswendig kann und schön finde:


*Aus urheberrechtlichen Gründen ist es besser, die Sachliche Romanze so zu lesen*



Michi erläutert Euch gleich das Tagesthema und bringt Euch die blauen Texte, und dadede kümmert sich wie immer um die Liste.

Habt alle einen schönen Tag !

LG marina02
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Mitglied seit 23.06.2013
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Hallo, 👋🏻👋🏻👋🏻

Kaufdiät Dienstag 02 06 2020 TT Nachhaltigkeit 1174774814


TT: Nachhaltigkeit

Auch und gerade kleine Dinge können nachhaltig sein.
Habt ihr Tipps, wie man durch kleine Veränderungen nachhaltige Effekte erzielen kann?
Möchtet ihr etwas verändern und wisst nicht wie? Fragt nach - vielleicht findet ihr eine Lösung oder auch Inspirationen und Ideen.

LG Michi


"Wer etwas nicht will findet Gründe, wer etwas will findet Wege!"
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Mitglied seit 23.06.2013
4.940 Beiträge (ø1,92/Tag)

Kaufdiät Dienstag 02 06 2020 TT Nachhaltigkeit 1174774814 Kaufdiät in einem SatzKaufdiät Dienstag 02 06 2020 TT Nachhaltigkeit 1174774814

Im Alltag spare ich an Dingen, die mir nichts bedeuten,
um mir die Dinge leisten zu können, die mir etwas bedeuten!


Gründe und Motive hier zu sein:
Am Monatsende ist das Geld immer knapp.
Der Dispo ist bis zum Anschlag ausgereizt.
Verbindlichkeiten müssen erfüllt werden und lassen wenig Haushaltsgeld übrig.
Man möchte endlich einen Durchblick über die Einnahmen und Ausgaben haben.
Einkommen verringert sich aufgrund von Rentenantritt, Krankengeld, Arbeitslosigkeit oder Ähnlichem.
Größere Anschaffungen stehen im Raum und müssen realisiert werden.
Bisher rinnt euch das Haushaltsgeld aus der Börse, und ihr wisst nicht wohin. 
Ihr habt nie wirklich den Umgang mit dem Geld gelernt.
Ihr möchtet nachhaltiger leben und konsumieren.
Ihr sucht nach erprobten Spartipps.
Ihr wünscht euch Gleichgesinnte, denn im täglichen Leben spricht es sich so schlecht über Geld, insbesondere über das was nicht vorhanden ist. Ihr dürft aber auch eure ganz individuellen Gründe haben, warum ihr hier gelandet seid, wenn euch die Thematik anspricht.

Die Kaufdiät ist:
Seit Gründung der Kaufdiät verändert sich dieses Forum, es lebt von den Beiträgen, Meinungen, Fragen und Antworten, es lebt dank des aktiven Teams dahinter, welches die Tageseröffnungen formuliert und einstellt, Tagesthemen findet und für den Tagesthread aufbereitet, und die KD lebt von der Beteiligung der Schreiber*innen, die ihr Schwarmwissen teilen und anderen so mit viel Rat und Erfahrung helfen können. Jede*r darf hier mitschreiben, es gibt keine Bedingungen oder Regeln, die eingehalten werden müssen, dennoch gilt die Netiquette.

Wichtig:
Unser täglicher Thread hier ist öffentlich im Forum "Günstig kochen - günstig leben" ohne Anmeldung lesbar. Also schreibt hier nur Dinge, die ihr unter eurem persönlichen Datenschutz veröffentlichen möchtet. Hauptthema ist natürlich die Kaufdiät.
Nebenthemen und Sammlungen unseres Wissens findet Ihr in der öffentlichen Gruppe .
Wer sich bewusst und intensiv mit den Grundlagen auseinander setzt und sein Konsumverhalten hinterfragt, dokumentiert und bereit zur Veränderung ist, kann viel erreichen, was sich in barer Münze auszahlt.
Wir sind keine Sekte, keine Konsumverächter, keine Nachhaltigkeits-Freaks, sondern Menschen mit besonderen Herangehensweisen zu einem besseren *Auskommen mit dem Einkommen*.

Manche nennen es Mantras, aber frag dich mal:
Brauche ich das wirklich oder will ich es nur?
Wenn ich es nicht gesehen hätte, hätte ich es dann auch gewollt?
Was passiert, wenn ich das jetzt nicht kaufe?
Was ermöglicht mir die Einsparung der Ausgabe?

Schritt für Schritt:
Verhalten lässt sich nicht über Nacht ändern, Übersicht lässt sich selten auch in kurzer Zeit gewinnen, wenn die Papiere noch ungeordnet auf einem Stapel liegen. Geld lässt sich aber ab dem ersten Einkauf sparen, wir empfehlen hierzu in der Einstiegsphase das Wirtschaften mit einem
Wochenbudget (WB)
Als Anhaltspunkt sollte das Budget nicht unter 35 € pro Person für die Woche liegen. Gesundheit und Genuss sind bei diesem Betrag nur mit viel Übung und viel Planung möglich.
Ihr müsst definieren, welche Ausgaben darin enthalten sein sollen. Die Lebensformen und Ernährungsformen sind zu vielfältig.
Basierend auf unserer freiwilligen Umfrage unter den jeweils aktiv schreibenden Teilnehmer*innen liegt das wöchentliche Budget zwischen 25 € und 85 € pro Person. Die Spanne zeigt, wie individuell der Betrag ist. Bitte bedenkt, eure Bedarfe und eure Quellen wie Gartenerträge, TGTG, Nutzung von Foodsharing u.a. – verschafft euch hierzu dringend einen Überblick über die Ausgaben. Notiert sie in einem Haushaltsbuch oder in einer App. Vergleicht die Preise der Güter des täglichen Bedarfs in eurer Nähe.
Ziel ist nicht, mit dem geringsten Budget auszukommen, sondern das individuell passende Budget zu ermitteln und einzuhalten.
Wer mag, kann sich für die Budgetliste eintragen. Für einige Beteiligte ist sie Kontroll-Organ und spornt an im Budget zu bleiben, immer sonntags ist Kassensturz und Meldung. Die Listenregeln kann man hier nachlesen.
Wochenspeiseplan (WP)
Er hilft wirklich im Budget zu bleiben, baut eure Vorräte ein, orientiert euch am saisonalen und regionalen Angebot. In der Datenbank lassen sich diverse Rubriken finden. Ihr dürft aber auch jederzeit eure Problemzutat im TT schreiben – kochen müsst ihr selbst, aber Ideen gibt es zahllose. Schreibt den Plan nach euren Möglichkeiten.
Hier könnt Ihr Euch Anregungen holen! Beachtet eure Termine und zeitlichen Möglichkeiten – selbst kochen, vorbereiten, einkaufen spart gegenüber Fertiggerichten und Bestellportalen, aber es kostet Zeit.
 Erstellt zumindest für 3 Tage einen Wochenspeiseplan (WP), besser als „spontan“ zu viel zu kaufen!
Geht nie ohne Einkaufszettel (EKZ)
Notiert möglichst genaue Mengen und nicht nur Warengruppen, schreibt ihn in Laufrichtung, teilt in für unterschiedliche Geschäfte ein, falls dies Sinn macht, aber vermeidet Übermengen, unnötige Wege und versucht die Einkäufe generell zu beschränken und seid ruhig mal etwas streng zu euch – es geht mit etwas weniger von allem. Das Licht im Kühlschrank ist der Spot auf euer Eingespartes.

Meist einmal in der Woche bieten wir eine freiwillige Inventuridee an. Manche wissen um jede Zutat, andere brauchen den sanften Druck, um mal wieder genauer hinzuschauen und insbesondere Lebensmittel vor dem Verderb noch einzusetzen und hierzu auch notfalls den angedachten Wochenplan zu ändern. Also schaut bei den Inventuren, was ihr habt. Überlegt auch, was ihr statt einer nicht vorhandenen Zutat nutzen könnt.

Wenn es eine zeitlang mit dem Wochenbudget gelungen ist, zeitgleich hierzu die Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben (KD-Finanz/Budgetübersicht) vollständig ist, ist es je nach Ausgabentyp Zeit für Ansparungen in selbst festgelegte Budgets.

Regelmäßig tauchen die Basispunkte im Tagesthema auf, Ideen und Wünsche für eine Diskussion sind immer willkommen.

Um tiefer in die Kaufdiät einzusteigen möchten wir euch den Leitfaden für Neuankömmlinge Leitfaden für Neuankömmlinge in der Gruppe ans Herz legen. Ebenso die Schritt für Schritt Anleitung. Oder wer sich nicht anmelden mag, der findet viele Informationen rund um die Basics auch hier in der Kaufdiät Bibliothek.

Und hier noch unsere Abkürzungen, damit man uns besser versteht:
TT: TagesThema/TagesThread, KNT: KaufNixTag, KWT: KaufWenigTag, WEK: WochenEinkauf, EKZ: EinKaufsZettel. VAT: VielArbeitsTag. Anhalter: Dinge, die man kauft, obwohl sie NICHT auf dem Einkaufszettel stehen uns aber aufgrund ihrer Präsentation angehalten haben.
TGTG: Too good to go – Essensrettung übers Onlineportal/Kauf
FS: Foodsharing – Essenrettung und kostenfreie Verteilung

Ihr seid hier richtig.Gründe durchzuhalten gibt es genauso viele wie Erfolgsgeschichten!

Als Schlusswort zwei Zitate:
Von Viniferia: Die Werkzeuge hier sind keine Herren sondern ergebene Diener.
Von capuccino1: Es geht mehr als man denkt.

Bewusste Grüße
Eure Kaufdiätler

"Wer etwas nicht will findet Gründe, wer etwas will findet Wege!"
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Mitglied seit 11.06.2014
2.562 Beiträge (ø1,15/Tag)

Hallo Ihr Lieben,
seit Freitag habe ich "digital detox" probiert, eine komische Erfahrung. Aber es war gut so.Da ich mich seit Mitte März informativ auf allen Kanälen fit gemacht hatte, habe ich gemerkt, dass das nun nicht mehr dran ist. Alles muss seine rechte Stellung bekommen, und meine Lebenzeit muss ich danach aufteilen.
Ich musste nur zweimal meinen Komplettverzicht unterbrechen (Mails, die wichtig waren) - und nun habe ich nach einem gemütlichen Grillabend mit Freunden wieder den Kontakt zur digitalen Welt aufgenommen. Ich habe also keine hessischen Statistiken verfolgt, wie sich der Virus in Hessen austobt, habe keine Wetterprognosen gesehen, keine KD gelesen (fiel mir schwerer als beides vorherige), habe mich nicht mit Corona in anderen Ländern beschäftigt, habe mich nicht über X und Y geärgert, habe stattdessen ein für mich anspruchsvolles Büchlein über das Vaterunser weitergelesen, habe mich ohne irgend einen Zweck gesonnt,habe mich wahnsinnig über meine Kinder und unsere Familie gefreut ... Unser Corona-Projekt "Familiäres Skatlernen" ist weitergekommen - wir haben nun alle Spielvarianten durchgenommen, also auch Null und Grand. Wir haben echt viel gelacht.

Und nun bin ich wieder im normalen Zustand: Nachrichten aus allen möglichen Zeitungen, die beunruhigenden Meldungen über die momentane Trockenheit, ..... können mich wieder erreichen. So ist es normal, aber so wird es auch Grenzen bekommen: Zeitfenster für die Nutzung der Informationen im Internet mit Zeitfenstern "digital detox" wird es geben, und zwar deutlich mit dem Akzent auf "digital detox".

Wie genau ich mit diesen Begrenzungen umgehen werde, werde ich morgen für mich entscheiden.

@ Marina, wie schön hast Du diese Eröffnung geschrieben! Eine "in die Jahre gekommene Ehe" wartet auf ??? Erich Kästner ist mir auch sehr lieb.

TT Dienstag
Kleine Nachhaltigkeiten? Kleenex-Tücher habe ich ersetzt durch alte Lappen aus Bettlaken. Putzmittel habe ich selber gemacht, das Wasch-Ei ist normaler Bestandteil unserer Wäsche, im Garten dominieren Perma-Kultur-Gedanken, öko-bio-fair sind Leitlinien beim Einkaufen, Fahrradfahren hat viele Kilometer bei uns ersetzt, die wir im Auto verbracht hätten, .... Natürlich fällt mir noch mehr zu diesen Fragen ein, z.B. die Nutzung des ÖPV's - aber das ist aktuell bei uns kein Thema, da wir nicht in Urlaub fahren werden, der Verzicht auf Flugreisen, die Grundfrage, ob eine Anschaffung nötig ist oder etwas Verwendbares schon im Hause ist. Ich denke, es kommt den Tag über hier eine Menge an Impulsen zusammen.

Seid ganz herzlich gegrüsst für den neuen Tag!

LG
Alina
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Mitglied seit 30.01.2017
907 Beiträge (ø0,72/Tag)

Guten Morgen alle zusammen.

Niedersachsen meldet tolles Wetter, aber es ist - wie überall- viel zu trocken.

Herzlichen Dank für die Einleitung.🌺

Dann mal zum TT:

Nachhaltigkeit ist für mich in erster Linie Achtsamkeit. Und das zieht sich durch alle Bereiche, von Klamotten , Lebensmittel bis hin zum Plastikverbrauch oder dem ausgeschalteten Lichtschalter.
Wünschen würde ich mir hier ein besseres Verkehrsnetz. Wir wohnen auf dem platten Land, zwar mit einer sehr guten Dorfstruktur, aber wenn ich mit dem Bus in die nächste Stadt möchte ( immerhin 12 km weit weg) brauche ich über eine Stunde mit dem Bus. Weil der dermaßene Umwege durch jedes Dorf fährt. Da bin ich mit dem Rad schneller. Aber in Winter und bei schlechtem Wetter?
Folglich hat hier so gut wie jeder mindestens ein Auto. Es geht anders hier nicht.
Wir tun in kleinen Schritten was, auf das Gesamte betrachtet. Fs ist ein Teil davon. Die Heizungsanlage ist zeitgesteuert. Sie heizt Wasser nur zweimal am Tag, reicht. Photovolatikanlage auf dem Dach. Wege innerhalb des Ortes oft mit Rad.

@ viniferia: 26 kg Honig sind auch für uns viel zu viel. Wir verkaufen ihn zum Großteil. Ein Teil geht an unsere Familie. Der muss dann ins Paket, mein Bruder wohnt in Berlin. Und ein Teil wird auch verschenkt und es sind immer sehr gern gesehene Mitbringsel. Ich verschenke gerne Selbstgemachtes. Vom Essig über den Honig. Das kann man wenigstens verbrauchen und es sind keine Stehrumchen.
Wir bekommen dieses Jahr noch eine Ernte Sommerhonig und so kommt wenigstens etwas Geld wieder rein. Imkerei ist gerade im ersten Jahr eine Materialschlacht und dementsprechend teuer. Wir haben im letzen Jahr einen kleinen vierstelligen Betrag für Material und Co gebraucht ( und es stand keine 1 oder 2 davor). Dieses Jahr wird es finanziell wesentlich entspannter, was die Imkerei angeht.
Das meiste Material haben wir jetzt. Schleuder werden wir uns nicht kaufen. Aus zwei Gründen. Man muss das Teil irgendwo unterbringen und man braucht sie zwei mal im Jahr. Ich kann sie für 10 Euro samt allem zusätzlich Nötigen ( Siebe und Entdecklungsgeschirr) leihen. Dafür brauche ich dann keine 1000 Euro ausgeben.
Evtl. müssen wir noch einige Beuten nachkaufen. Unser Plan war eigentlich die Ableger von diesem Jahr an die Neuimker weiterzugeben und ihnen somit zu einem Start zu verhelfen ( uns hat man damals auch geholfen) . Aber sämtliche Imkerkurse sind coronabedingt abgesagt, somit gibt es keine Neuimker. So wir gehen dann mit 10 Völkern in den Winter. Diese sind im nächsten Jahr dann Wirtschaftsvölker und liefern den ersten Honig. Und sie brauchen Platz.. und keine kleinen Absatzbeuten.. Du siehst, man kann mit Vergnügen Geld loswerden😉.

@ dracu: Sehr ärgerlich. Manchmal ist halt der Wurm drin.

So, Ihr Lieben.. die Kaninchen warten. Kommt gut in den Tag.

Mia
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Mitglied seit 18.10.2007
1.589 Beiträge (ø0,34/Tag)

Guten Morgen,
ich experimentiere mit vielen kleinen Änderungen in Richtung nachhaltig. Oft poste ich das auch auf Instagram, falls wer Interesse hat unter @zerowaste_babysteps
Ein Punkt dabei ist Plastikvermeidung / Reduzierung von Einwegplastik. Ich halte jetzt immer nach, wieviel Plastikmüll im Monat anfällt. Es sind bei mir zwischen 300 und 800 g pro Monat. Der Durchschnittsdeutsche produziert das in einer Woche. Aber da ist noch sehr viel Verbesserungsspielraum.
Leicht umzusetzen und absolut bewährt hat sich bei mir der Verzicht auf Mülltüten aus Plastik - ich nehme jetzt selbst gefalteten Papiertüten aus alten Zeitungen. Die Zeitungen rette ich aus dem Altpapier im Büro. Die Tüten sind recht klein, für meinen Single-Haushalt reichen die aber.
Natürlich trenne ich Müll auch vernünftig und versuche zu recyceln. Glas geht in den Glascontainer, Batterien werden in der Drogerie abgegeben, alte Korken kann man bei Alnatura loswerden etc.
Von meinen neuen Wildkräutersammlungen habe ich hier ja schon berichtet. Auch alle Versuche in Richtung Einmachen/Haltbarmachen haben für mich etwas mit Nachhaltigkeit zu tun. Alles was ich selbst produziere, kaufe ich nicht im Handel. (Jetzt vom dafür benötigten Gelierzucker mal abgesehen).
Im Bad will ich auch umstellen. Aber da bin ich noch in der Verbrauchsphase. Es wird konsequent nicht nachgekauft, sondern erstmal das ganze alte Zeug verbraucht.
Das Wasch-Ei ist bei mir auch eingezogen und hat sich bewährt, und ich experimentiere ab und an mit Kastanien. Efeu will ich auch noch probieren. Alles aber eher bei farbiger Wäsche, weisse Wäsche bekommt einen Grauschleier. Getrocknet wird die Wäsche schon immer an der Luft auf dem Wäscheständer.
Das gibt da noch unendlich viele andere Baustellen. An manches kann ich mich sofort gewöhnen oder habe es sogar immer schon gemacht. Anderes fällt mir schwer und braucht seine Zeit. Jeder kleine Schritt ist wichtig
lG, hueppi
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Mitglied seit 11.06.2014
2.562 Beiträge (ø1,15/Tag)

https://netzfrauen.org/2020/06/01/corona-3/#more-69761

Hallo,
der Link oben führt zu einem echt guten Artikel der Netzfrauen. Es geht sehr um die Nachhaltigkeit und die Akteure der Weltbühne, die alles andere als Nachhaltigkeit anstreben.
In dem kurzen Satz, dass nur Verrückte und Wirtschaftswissenschaftler an unendliches Wachstum in einer endlichen Welt glauben können, ist er recht gut zusammenfassbar.
Seit 1972 (Club of Rome) hat sich zwar einiges getan, aber die politischen Akteure fördern diese Entwicklungen nicht, sondern sind eher blockierend.

Habt dennoch eine schöne Woche!
LG
Alina
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Mitglied seit 18.10.2007
1.589 Beiträge (ø0,34/Tag)

Ich schaue gerade das Moma - und komme da noch auf einen Nachhaltigkeitsaspekt:
"weniger Fleisch" - mehr vegetarisch essen
Wobei ich die im Moma-Report erwähnten Fleischersatzprodukte meide. Ich nutze dafür lieber aktiv Hülsenfrüchte.

Bislang bin ich erst bei einem festen Veggie-Tag pro Woche, immer der Mittwoch.
Aber es wird insgesamt weniger Fleisch. Nicht mehr so oft: kein Fleisch beim Frühstück und nur seltener Wurst und Schinken. zum Abendbrot. Und kleinere Portionen. Dafür hochwertigeres Fleisch, oft Bio - was für die Tiere und die Nachhaltigkeit auch besser ist.

lG, hueppi
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Mitglied seit 11.04.2013
4.054 Beiträge (ø1,53/Tag)

Guten Morgen Ihr Lieben,

Seht es mir nach, ich muffele mal so nebenher noch mein Müsli, heute wirds noch stressig.

@Princessflower: Danke, Du Liebe! Aber alles gut, das haut mich noch lange nicht aus den Latschen.

Heute morgen habe ich schon bei mildem Wetter um halb sechs meine Teekräuter gepflückt und zum ersten Male den Zeitungsboten gesehen.
Die letzte Maschine Wäsche habe ich auch schon zu Wasser gelassen, ganz dekadent mit Wasser aus der Leitung und dies geheizt durch die Maschine. Ich kam mir so verschwenderisch vor! Na! Man kann auch mit kleinen Dingen ein Gefühl des Luxus haben.

TT:
Nachhaltigkeit ist mein zweiter Vorname und ich bin immer noch dabei bei uns möglichst viel zu verbessern. Das hört wahrscheinlich nie auf.
Aber heute soll es ja um kleine Schritte gehen. Und dazu passt mein erster Tipp, der irgendwie auch ein ultimativer ist: Einfach nicht kaufen.
Das spart ungemein Geld und mittelfristig auch Ressourcen, weil die Industrie uns nur das bastelt, was wir auch kaufen wollen. Wenn es das Vierundvierzigste ist, dann ist auch ein umweltschonend hergestelltes, fair gehandeltes T-Shirt ein Umweltfrevel.
Das Tolle am "Nicht-Kaufen" ist, dass wir es immer und überall tun können, wir brauchen kein besonderes Wissen dazu, wir müssen uns nicht mit den Alternativprodukten auseinandersetzen, es kostet keine Anschaffungskosten. Wir könne es vom Sofa aus tun, in der Bahn, auf dem Fahrrad, sogar bei Karstadt in der Damenabteilung. (Gibt es Karstadt eigentlich noch?).

Als Mülltüten nehme ich wie Hueppi Zeitungspapier oder auch mal eine anfallende Tüte von Nudeln oder Ähnlichem. Zeitungen sind hier für vieles ein Allzweckmittel und landen, nachdem drei Parteien sie gelesen haben, bei uns. So wische ich fettige Pfannen zuerst mit Zeitungspapier aus, das dann beim nächsten Mal als Ofenanzünder genutzt wird.

Ein weiterer kleiner Schritt in der Küche ist das Verwenden des ganzen Lebensmittels.Vom Blumenkohl schmecken auch der Strunk und die Blätter, die Blätter von Radieschen kann man zu einer feinen Suppe oder zu Pesto verarbeiten, Kohlrabiblätter ergeben ein leckeres Gemüse. Lauch, Zwiebeln, Möhren, Sellerie und vieles mehr, kann man aus den Strunken nachziehen, teils sogar zum Blühen bringen und daraus dann wieder Saatgut gewinnen. In einem Gartenbeet befinden sich Lauchzwiebeln, die schon seit vier Jahren darin wohnen und gerade wieder trefflich blühen. Die Röhren schneide ich regelmäßig ab. Möhren treiben aus dem Köpfchen nach, ein halber Zentimeter genügt und treiben üppiges Grün, das essbar ist und irgendwann blühen auch diese Pflänzchen.
Gemüse kaufe ich, wo immer es geht, unverpackt und transportiere es lose oder in meinen eigenen Beutelchen. Putzmittel fabriziere ich selbst und habe keinen Unterschied zu herkömmlichen Supersprays festgestellt. Nach wie vor sind diese allerdings in Plastikflaschen, weil die einfach schon seit Jahren im Haus sind und nachgefüllt werden.. Die wollen und wollen einfachh nicht kaputt gehen.

Im Bad sind wir bis auf des Hausherren Shampoo plastikfrei und nahezu zukauffrei. Pro Stück Seife spart man sich mindestens eine Plastikflasche, das ist doch ziemlich bemerkenswert.

Ein weiterer Tipp ist das Wiederverwenden von Dingen, die einem die Post ins Haus liefert. Umschläge von ADAC, Krankenkasse oder den diversen Versicherern nutze ich als Umschläge, eigentlich ganz einfach. Briefmarke drauf und mit einem Stück Papier die Adresse überkleben.
In den fünf Notierstationen des Hauses, Küche, Esszimmer, zwei Arbeitszimmer und Nachttisch, befindet sich eine einfache, kleine Mappe mit zurechtgeschnittenem Papier, was die gleichen Versorger mit den Umschlägen frei Haus liefern. Als Druckerpapier nehme ich ebenfalls dieses Papier. Auch das Finanzamt bekommt solcherlei Post und hat sich noch nie beschwert.

Das Waschei habe ich mittlerweile seit zwei Jahren, Wäsche wurde selbst in Großfamilienzeiten nie in den Trockner gegeben, den ich auch gar nicht erst hatte.

Öfter einmal Schusters Rappen zu benutzen oder den ollen Drahtesel aus der Garage zu bemühen ist gut für Laune, Figur und die Umwelt. Alles, was unter 20km entfernt ist, wird mit dem Rad erledigt, soweit es darauf transportierbar ist. Auch Bigbags passen gut festgebunden auf Fahrradanhänger und so fahre ich hier teils äußerst abenteuerlich durch die Landschaft. Das Auto wird nur noch in absoluten Notfällen bewegt oder dann eben für die Italienfahrten.
Ach ja, das Zweiteinfachste unter den Tipps zu mehr Nachhaltigkeit ist Leitungswasser. Strenger kontrolliert als MIneralwasser aus der Pulle, meist sogar aus den gleichen Quellen und ohne weiteren Energieverbrauch, sei es durch Abfüllung, Flasche, Transport oder eigenes Armschmalz auf dem Weg in den vierten Stock, ist es unschlagbar nachhaltig.

Aber jetzt muss ich ans Werk, die Sense wartet. Ich wünsche allen einen guten Arbeitswochenstart.

LG
Gnossienne
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Mitglied seit 18.04.2010
247 Beiträge (ø0,07/Tag)

Guten Morgen,

Wenn ich das alles von euch lese, dann muss ich anerkennen, dass ich noch sehr viel Luft nach oben habe was die Nachhaltigkeit betrifft 🥴 Respekt vor so viel Einsatz 👍🏻👍🏻👍🏻
Es gibt hier so einige, die gut als „Nachhaltigkeitsberater“ arbeiten könnten. Wenn jeder Haushalt auf Potential in Sachen Nachhaltigkeit „gescannt“ würde, könnten ein enormer Fortschritt erzielt werden. Gibt es eigentlich sowas wie Checklisten, in denen alle Dinge gelistet sind, am besten mit einer Art Kosten (Aufwand) und Nutzen Bilanz? Zum Beispiel:

Joghurt selbst machen: 1/2 h Arbeit + Energieaufwand => spart x Gramm CO2 / Plastik o.ä.

Heute stand in der Zeitung ein Bericht über ein Start up, wird Lebensmittel wie Nüsse in Mehrweggläsern verkaufen will. Zuerst dachte ich: gute Idee. Doch sehr schnell wurde mir klar, dass ich das für wenige Produkte vielleicht noch leisten kann, aber wenn ich viele Produkte so kaufen könnte, wäre mir die Schlepperei und die Logistik schnell zu viel. Auf dem Land haben wir keinen unverpackt Laden, ich bin mir nicht sicher ob ich auf Dauer alle Einkäufe so tätigen könnte, wenn einer das wäre. Das kostet alles Zeit ... und so wie ich gehört habe, sind die Produkte auch teuer.

Wir leisten uns gerade eine Biokiste, macht deutlich weniger Müll als der Kauf von Gemüse im Supermarkt. Weil ich gerade nicht arbeiten muss, kann ich es mir leisten, mich um das Abkochen von frischer Milch vom Hof und um die gleichzeitige Verarbeitung zu Joghurt und Pudding zu kümmern. Mit einer 50 Stunden Woche könnte ich das sicherlich nicht ...

Für viele ist es sicherlich schon zu schwierig, im Alltag frisches Essen auf den Tisch zu bringen (aus welchen Gründen auch immer), wo soll da noch Nachhaltigkeit Platz haben? Es gibt sicherlich viele Dinge, die ganz einfach sind, aber die man einfach nicht sieht, weil man so viele Fäden einfach nicht in der Hand halten kann. Im Bild gesprochen: Hier im Forum sieht man, wie einige einen Zwölfspänner durch einen schwierigen Parcours lenken, während ein Großteil kein Pony an Führzügel bändigen kann. Und nein, das soll ausdrücklich keine Kritik sein.

Und im ersten Moment denke ich: hey, das muss die Schule doch in den Lehrplan integrieren! Und im nächsten: Schon wärs, aber wo soll das alles hin und was streichen wir dafür? Da gibt es ja noch so viele andere Dinge die schon nicht rein passen ...

Ich verbleibe in der Hoffnung, dass der Mensch lernfähiger ist als Einstein dachte...

Mailied
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Mitglied seit 22.09.2012
5.400 Beiträge (ø1,89/Tag)

Hallo
Es ist warm. Ich war zu dick angezogen. Schwitz...
Wek ist erledigt. Ich hab mir eine Avocado gegönnt. 99 Cent geht ja eigentlich.
@Marina Dankeschön. Ich guck gleich nochmal, weil heute lädt wieder alles so schlecht.💙💛💙💛💙
@TT
Ich benutze alle Umverpackungen noch weiter. Entweder als Tupperware oder als Mülltüte oder als Schreibpapier.

Es geht mehr als man denkt.
Etwas ist besser als nichts.
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Mitglied seit 03.06.2017
2.347 Beiträge (ø2,07/Tag)

Hallo am Dienstag,

das Vorhaben nachhaltiger, bewusster, einsparender zu leben muss zu mir passen, da kann ich noch so viele Ratgeber lesen, Vorgehensweisen Anderer hoch hängen aber als Augenöffner kann man schon mal den ökologischen Fussabdruck durchrechnen.

Für uns zwei passt folgendes und die Hauptziele sind:

Einkauf so verpackungsarm wie möglich dazu regional, saisonal
wir sind kurz vor null Wurst
wir essen/kaufen keine hochverarbeiteten und dekorativ verpackten "Lebensmittel"
Verzicht auf Palmöl, Soja, Ersatzsüssungsmittel, Alkohol
ausgewähltes (regional, Bioland) Fleisch max. 1 - 2 pro Woche
Ich kaufe auf Vorrat nur TK Gemüse und Glasware, Glas liegt im co2 Rechner höher wg. der Verpackung, ich verwende aber die Schraubgläser weiter ( zum einfrieren, sortieren, lagern).

Wohnfläche um 2/3 reduziert, dazu gute Energiebilanz beim Wohnen incl. neuer Grossgeräte
Pure Küchenausstattung ohne viele stromabhängige Geräte
Stofftaschentücher, Stoffservietten, Stoff MNS 🙄
Investition in reparierbare Schuhe/pflanzliche Gerbart
Stoffverschenksäckel statt Glitzerfolie und drumrum
Bleistift statt den 20. (Werbe-)Kuli
Bücher print 80%Gebrauchtkauf
Kleiderstoffe nur BW, Leinen...kein Fleece, kein Fastfashion
Printzeitung auch als Mehrfachnutzung und nach 5 Leseaugenpaaren
Re-Growing in kleinem Rahmen
lieber Frostschlaf als Einkochen
Umnutzung vorhandener Dinge Beispiel Glaskaraffe als Vase
minimale Medienausstattung, noch nie DVD oder Video, oder X Box usw. besessen
Smartphone dem Nutzerprofil gemäss ausgesucht
Fahrzeugtausch in 2019
leihen statt kaufen ( Koffer bei Freunden, Geschirr, Baugeräte, Kärcher Baumarkt usw.)
Talente "tauschen" statt Dinge kaufen

und sicher noch mehr...LG Mara
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Mitglied seit 18.10.2007
1.589 Beiträge (ø0,34/Tag)

@Mailled: Joghurt selber machen ist so eine Sache, die nicht praktiziere.
Ich müsste da ja die Milch kaufen. Und entweder kommt die aus dem Tetrapack, oder sie ist extrem teuer (die in der Pfandflasche). Da nehme ich doch lieber gleich den Joghurt im Pfandglas.
Frische Milch vom Hof kriege ich hier nicht. - Und das passt, wie du ja auch schreibst, eh nicht zu meinem Vollzeitjob.
Übrigens: Energieaufwand bei der Joghurtproduktion ist =0, wenn du nicht den Elektro-Joghurtbereiter nimmst (habe ich gar nicht), sondern eine Styroporbox. Da gibt es in den Biomärkten ein Set mit Anleitung.

Nüsse in Mehrweggläsern interessieren mich auch nicht.
Dafür habe ich im Keller aber noch Walnüsse in Originalverpackung - in eigener Schale.

Biokiste nehme ich übrigens auch. Schon seit Jahren immer wieder 😀
Morgen kommt die nächste - mit regionalem Gemüse und internationalem Obst.

lG, hueppi
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Mitglied seit 12.11.2011
12.055 Beiträge (ø3,81/Tag)

Moin, Ihr Lieben!

Nachhaltigkeit: Ich fürchte, bei uns ist noch viel Luft nach oben. Was wir tun: Müll konsequent trennen, auf TK-Beutel zum Einfrieren verzichten, so weit das möglich ist oder wie z. B. für Brot immer wieder verwenden, Müllbeutel reduzieren, Einkauf von Plastik reduzieren - ich meine auch Dosen, Becher, Mikrowellengeschirr und so etwas. Da gibt es nur noch das Nötigste. Wenn etwas kaputt geht, wird z. T. durch Glasformen ersetzt, gerade für das Einfrieren von Mahlzeiten brauche ich immer etwas Spielraum. Zwei Tage mit vegetarischem Mittagessen/Woche - da zieht mein Mann leider nicht so mit, aber die drei Jungs sind schon daran gewöhnt.

Wir haben viel Kinderkleidung gebraucht gekauft und einen großen Teil der Kleidungsstücke haben alle drei getragen. Ich fand es als zweite Tochter ja immer furchtbar, (fast) nur getragene Kleidung von meiner Schwester zu bekommen - meine Söhne haben die Kleidung, aus der der Nächstältere herausgewachsen war, immer gern getragen. Mit Stolz, würde ich sagen, weil sie endlich groß genug dafür waren. 😄 Wir sind sparsam mit Kleidung und Schuhen, verwenden keinen Weichspüler mehr und die Wäsche wird immer an der Luft getrocknet - es gibt keine andere Möglichkeit. Außerdem sammeln wir Regenwasser für die Bewässerung des Gartens, verwenden generell wenig Dünger und Pflanzenschutzmittel nur für die Hecke, in der immer wieder die Sitka-Laus haust. Wir versuchen, unseren Garten insekten- und vogelfreundlich zu gestalten. Mehr fällt mir gerade nicht ein, außer vielleicht noch die Nutzung der Bibliotheken, vor allem durch Mann und Kinder.

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

LG, ashala
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Mitglied seit 06.06.2009
998 Beiträge (ø0,25/Tag)

Hallo zusammen,

Ich hab früher immer mal wieder mitgeschrieben und wollte jetzt mal aus der Versenkung heraus liebe Grüße in die Runde schicken. Hier hat sich einiges verändert, mit Haus, Hof, Mann und Kindern plus Vollzeitjob nutze ich die vorhandene Zeit doch weitesgehend offline. Durch eine Corona-bedingte "Zwangspause" auf vielen Ebenen, bin ich mal wieder hier gelandet zum mitlesen. Das Thema heute regt mich aber nun zum mitschreiben an.

TT: Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit spielt in unserem Leben eine, wie ich finde, große Rolle und trotzdem sehe ich natürlich in erster Linie die Dinge die nicht gut laufen und noch verbesserungswürdig sind. Beispielsweise fahren wir einen Bulli, zwar ein neues Modell aber trotzdem Diesel und sicher nicht sehr nachhaltig. Nur wollen und müssen die Kinder irgendwie transportiert werden, auf dem platten Land und mit kaum verhandenen Nahverkehr. Und mit Verlaub - ich bin nicht sportlich genug drei Kinder unter vier im Radanhänger mit mir rum zu ziehen...

Aber Dinge die gut zu verändern sind und in meinen Augen viel ausmachen: Leitungswasser trinken (alternativ aufsprudeln), lokal einkaufen, unverpackt einkaufen. Unverpackt geht mittlerweile bei Obst und Gemüse auch schon im Discounter. Wir haben keinen direkten Unverpacktladen, aber die zwei örtlichen Bauern/Bioläden bieten schon viele Möglichkeiten, ansonsten frage ich auch häufig nach, wie wir die Verpackung nochmals minimieren können. So füllt "mein Bauer" mir auf Anfrage mein Mehl direkt in mein mitgebrachtes Gefäß (aus großen Säcken) und ich muss kein von ihnen abgepacktes kg-Päckchen kaufen. Klassischer Fall von "Kleinvieh macht auch Mist".
Weiterhin legen wir viel Wert darauf mit unseren Ressourcen sinnvoll umzugehen. Beispielsweise kommen für uns Flugreisen nicht mehr in Frage. Damit sparen wir schon reichlich ein. Kleine Dinge im Alltag bestehen dann darin, Regenwasser für den Garten aufzufangen (in großen Mengen, sofern es dann regnet), auf Permakultur und nachhaltigen Anbau zu achten (da gibt es für mich noch viel zu lernen), eigenes Obst und Gemüse anzubauen, ebenso Eier von den eigenen Hühnern. Wir nutzen das Grauwasser sinnvoll, haben Warmwasser durch Solarthermie und in diesem Frühjahr auf dem Garagendach eine selbstgebaute Solaranlage installiert, das ganze aus gebrauchten Teilen und mit viel Basteleinen (zugegeben, das macht mein Mann).
Wäsche wird auf der Leine getrocknet, Lebensmittel werden sinnvoll und vollständig verwertet und alles was manuell geht, wird auch so gemacht. Nachts geht der Router bei uns mit Zeitschaltuhr aus (spart Strom und Geld) und jeder Stecker der nicht zwingend ist, ist gezogen.
Nachhaltigkeit mit kleinen Kindern: Unsere Ausstattung ist und war sehr minimalistisch. Gewand gab und gibt es gebraucht und wird auch aufgetragen, Stoffwindeln statt Plastikwindeln und die weitere Austattung wurde gebraucht oder erstmal gar nicht gekauft. Auch nach drei Kindern vermissen wir kaum etwas - egal wie sehr es in Fachmärkten angepriesen wird.

So ein Roman und sicherlich fehlen tausend Kleinigkeiten.

Ich schicke euch liebe Grüße,
Smartie!
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