Wie habt ihr es eigentlich gelernt, günstig zu haushalten?

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Mitglied seit 13.02.2008
238 Beiträge (ø0,05/Tag)

Haben Euch das Eure Eltern beigebracht oder wie seid ihr drauf gekommen? Ich selbst habe von Haus aus eigentlich "nur" gelernt, dass "keine Kohle" Verzicht bedeutet (kein Obst, kein Joghurt, billigstes Duschgel, mittags nur nen Brühwürfel in Wasser, Tütensuppen etc., kein "Luxus" wie Bodylotion, Gummihandschuhe und Zahnseide...) und private Bedürfnisse (insbesondere die der Kinder) in diesem Fall unbedingt zurückzustehen haben.

Aber wie man billig und gesund kocht, das eigne ich mir hier an oder aus (spar)kochbüchern. ich google auch gerne mal seiten zum Energiesparen etc. So Dinge wie dass man kaputte Absätze unter Umständen noch kleben kann, weiß ich auch noch von früher, wo das einzige Paar Straßenschuhe oft zwei Jahre, also acht komplette Jahreszeiten, durchhalten musste.

Wenn ich manchmal sehe, dass zb meine Schwiegermutter für sich plus Hund (für welchen sie jeden Tag frisch kocht) laut eigenen Angaben oft nur 15 - 20 Euro in der Woche braucht und alles frisch zubereitet (also keine Fertiggerichte etc.) und auch nicht hungert, frage ich mich oft, wie sie das auf die Reihe kriegt. Sie ist allerdings der Meinung, dass das keine Kunst wäre. Dazu muss ich aber sagen, sie ist im Krieg geboren und musste zwangsläufig eine sparsame Lebensführung lernen.

Wie habt Ihr das Sparen gelernt?
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Mitglied seit 16.06.2007
11.826 Beiträge (ø2,17/Tag)

Das Sparen lernen die meisten wohl eher unfreiwillig, sei es durch das Elternhaus oder magere Zeiten, die sie irgendwann durchleben. Na!




LG Brutzel

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Mitglied seit 21.02.2006
6.642 Beiträge (ø1,12/Tag)

Hallo,
am schnellsten lernst du es, wenn du wenig Geld zur Verfuegung hast.


LG Youtas
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"Man muss die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen kann."
(Zitat von Mark Twain)
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Mitglied seit 16.12.2003
55.533 Beiträge (ø8,25/Tag)

das Sparen hab ich gelernt, nachdem ich mit 18 von zu Hause ausgezogen war ... YES MAN

Kochen konnt ich damals nicht besonders gut, aber ich kann Rechnen und Lesen, das hilft ungemein - und gucke schon immer gerne anderen Leuten in den Kochtopf - wie man mit Wenig extrem Leckeres zaubert habe ich von afrikanischen & südamerikanischen Nachbarn im Studentenwohnheim gelernt...

die Kriegsküche meiner Omas half mir wenig weiter, weil die aus Zutaten bestand, dies entweder so gar nicht mehr gibt - oder die ich nicht immer essen mag...das war doch sehr karg, Mehlsuppen & Co, eine Notküche eben, so wollte ich mich selbst mit sehr knapper Kasse nicht ernähren...
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Mitglied seit 31.01.2010
294 Beiträge (ø0,07/Tag)

Bei uns war das Geld nie wirklich knapp in der Kindheit.

ABER meine Gróßmutter hat halt auch Krieg und entbehrung mitbekommen und dies an Kinder und Enkelkinder weitergegeben, auch wenn es manchmal wieder in Vergessenheit geriet, die Grundzüge sind doch vorhanden und das schlechte Gewissen, wenn zb etwas in den Abfall wandert, weil es übersehen wurde zu verarbeiten, essen,...

Aber ich glaube, wenn man das nicht von klein auf mitbekommt (ich sag nur "da himivata dadat schimpfa!" - Übersetzung "Gott würde schimpfen!" wenn man etwas verschwendet (ok, gläubig wurde ich nicht dadurch, aber schlechtes gewissen macht sich breit)) ist es einfacher, aber wenn man will/es sein muss, kann man sich (mühsam) sicher einiges aneignen und vieles lernen.

lg
Blue
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Mitglied seit 16.12.2003
55.533 Beiträge (ø8,25/Tag)

selbst Sparstrategien zu finden muss nicht mühsam sein, Blue...

Omas Sparmassnahmen waren ua, um 20 Uhr ins Bett zu gehn - das spart Strom & Heizung, sagte sie immer... Na! -

ich spare lieber, indem ich mir genau ausrechne, wofür ich Geld ausgebe - und wo Punkte sind, bei denen ich mit wenig Verzicht wirklich sparen kann...meine Leselampe nach 20 Uhr ist KEIN Faktor, mit dem ich lohnenswerte Beträge einsparen könnte...
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Mitglied seit 28.01.2010
9.643 Beiträge (ø2,14/Tag)

Hallo!

Von daheim hab ich den Grundsatz zu allen finanziellen Dingen mitbekommen, dass man keine Schulden macht. Einzige Ausnahme: Immobilien. Selbst Autos wurden nie finanziert, sondern erst dann angeschafft, wenn das Geld dafür zusammengespart war.

Auch ökologisch korrektes Verhalten war bei uns daheim immer schon ein Thema. Müll trenne ich seit ich denken kann, für angelassenes Licht und Co. beim Verlassen des Zimmers gab's Ärger, Wasser verschwendet man nicht, ebenso wenig Papier und andere Rohstoffe. Ich glaub, allein über diese ökologische Denkweise stecken bei mir so einige Spartipps in Fleisch und Blut.

Was ich erst lernen musste, war geplantes, günstiges Einkaufen bei Lebensmitteln. Da es uns (zumindest in der Zeit, wo ich es bewusst mitbekommen hab) finanziell nie so richtig schlecht ging, wurde einfach eingekauft, worauf man gerade Lust hatte. Meine Mutter hat zwar gekocht, aber da ich von mir aus kein Interesse daran zeigte, hat sie mich da auch nicht zum Helfen gezwungen. Dadurch hatte ich keine Ahnung vom Kochen und vom günstigen Lebensmitteleinkauf, als ich auszog ;). Aber das hatte sich ganz schnell erledigt, als ich mit knappem Studentenbudget den ersten Einkauf gemacht und viel zu viel Geld ausgegeben hatte. Da ging dann das Planen, Preise vergleichen, No-Name-Produkte kaufen und so weiter los. Und ist ja auch nicht schwer, wenn man die Grundrechenarten beherrscht.

Kochen kann ich mittlerweile, planen auch. Aber bewusst günstig koche ich nach wie vor nicht. Das passiert automatisch :). Ich bevorzuge einheimische Obst- und Gemüsesorten, stehe nicht so sehr auf Fleisch und insgesamt bevorzuge ich "handfeste" Gerichte, keine "Schischi-Küche" mit exotischen, teuren Luxuszutaten. Und da mein Schatz alles mag, isst und auch kein Problem mit der Abwesenheit von Fleisch auf dem Teller hat, kann ich da auch "meinen Stiefel" durchziehen.

Bei mir war es also eine Mischung aus Grundsätzen von daheim und eigenem Denken/Lernen.

GLG, Elphi
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Mitglied seit 03.06.2007
21.584 Beiträge (ø3,95/Tag)

Hallo,

mir ging es wie Grisou.
Ich bin mit 19 aus meinem Elternhaus ausgezogen, gleich mal einige hundert Kilometer weit weg fürs Studium.
Mit einem Studentenbudget, dass von den Eltern nicht nach belieben aufgestockt wird und einem Studium, welches nur begrenzte Zeit für Jobs übrig läßt, lernt man zwangsläufig, sein Geld zusammenzuhalten.

LG Anne

Courage ist gut, aber Ausdauer ist besser. Theodor Fontane
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Mitglied seit 21.02.2007
29.110 Beiträge (ø5,23/Tag)

Bei mir war es exakt so wie bei Anne und Grisou --- fern der Heimat (600 km), 18 Jahre jung und geringes Budget.

Allerdings ging es damals sehr vielen Mitstudenten ebenso und wir haben uns gegenseitig beim Kochen und Sparen was abgeguckt.

LG Carrara

Auch das beste Werkzeug kann mangelndes Know-how nicht ersetzen!
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 15.08.2007
15.117 Beiträge (ø2,8/Tag)

Hallo,

meine Großmutter selig hat schon immer gesagt: "Reich wird man nicht von dem Geld, das man verdient, sondern von dem, das man nicht ausgibt."

Also muss man einfach schauen, was man zur Verfügung hat, was für feste Ausgaben verplant werden muss. Den Rest kann man sich dann ja nach den persönlichen Vorlieben einteilen. Also entweder an Kosmetik sparen, am Auto, am Handy oder eben am Essen. Außerdem gehörten auch in meinem Elternhaus regelmäßig sehr preiswerte Gerichte zum normalen Speiseplan: Kartoffelpuffer, Quarkkläße, Pellkartoffeln mit Quark, Linsensuppe, Kartoffelgulasch... Und das gab es nicht mal, weil gespart werden musste, sondern weil es schmeckte.

Liebe Grüße
Salvy

"Wer nichts weiß, muss alles glauben" (Marie von Ebner-Eschenbach)
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Mitglied seit 05.01.2010
10.500 Beiträge (ø2,32/Tag)

Hi!

Wir waren eigentlich nie wirklich verschwenderisch, aber richtig sparen hab ich vor zwei Jahren gelernt. Da hatten wor im Monat zu zweit mit Hund auf einmal 70€ zum Leben. Also hab ich mir einen kleinen Job gesucht, das waren dann nochmal so 60€ im Monat. Wenn man davon leben, tanken und den Hund versorgen muss, lernt man ganz schnell Brot zu backen, Kaffee ohne Milch zu trinken, den kleinen Fleischrest, der überbleibt, als Aufschnitt zu essen. Nach zwei Monaten war's vorbei und es hat uns nicht geschadet. Seitdem überleg ich zweimal, ob ich mir ein Müsli kauf oder ob statt Schweinefilet nicht auch ein Schnitzel reicht.
Und man wird erfinderisch, die lustigstens Reste-Suppen entstehen. Hungern mussten wir trotzdem nie, nur wenn der Tank zur neige ging war's ein unangenehmes Gefühl(das Auto braucht meine Mama für die Arbeit).

Ich würde auch sagen, das die Not einen das Sparen lehrt.

LG Mina
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Mitglied seit 21.02.2007
29.110 Beiträge (ø5,23/Tag)

ach ja, das hatte ich allerdings schon zu Hause gelernt: Lebensmittel und sonstige Konsumgüter wurden so gut wie nie weggeworfen.
Ich verarbeite wirklich von gaaaaaanz wenigen Ausnahmen abgesehen, alles was als Rest bleibt.
Außerdem falle ich auch nicht auf Sonderangebote rein, bei denen man hinterher Riesenmengen von irgendwas hat, gegen die man nicht an kommt.

LG Carrara

Auch das beste Werkzeug kann mangelndes Know-how nicht ersetzen!
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 21.02.2008
486 Beiträge (ø0,09/Tag)

hallo,
Na! 20,00 euro für eine ganze woche, eine person und hund, und immer frisch gekocht halte ich für ein märchen.
grüsse
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Mitglied seit 12.10.2007
1.770 Beiträge (ø0,33/Tag)

Hi,

meine Mutti war ganz lieb und konnte mit Geld umgehen wie nichts....nur mir hat sie es leider nicht beigebracht Welt zusammengebrochen

Als Hausfrau und Mutter ohne Berufsausbildung war ihr Mantra: Kind, lerne, lerne, lerne...alles andere mache ich schon.

Schön: als ich mit Anfang 20 zu meiner "großen" Liebe hunderte von Kilometern weit weg zog hatte ich absolut keinen Plan vom Haushalt führen und sparsam haushalten. Nur das Kochen ging dank entsprechender Literatur meistens ganz flott von der Hand....bis auf die wenigen Male, bei denen ich uns beide fast vergiftet hätte *ups ... *rotwerd*

Dann hat sich meine fast erste Schwiegermama ein Herz gefasst und mich unter ihre Fittiche genommen: und auf einmal klappte es auch mit dem Haushalt, dem günstig einkaufen und dem nicht für jeden Fleck ein entsprechendes Mittelchen kaufen. Nur meine Aversion gegen das Bügeln von Hemden und Blusen konnte auch sie mir nicht austreiben.

Eins hat meine Mutter jedoch an mich unbewusst weiter gegeben: das Hamstersyndrom. Wenn ich über genügend Mittel verfüge wird die Speisekammer und die Gefriertruhe gut gefüllt und hilft mir bei Engpässen ungemein. Vorausgesetzt, der Nachwuchs hat sich nicht schon vorher "bedient" HAR HAR HAR

Also ist die Quintessenz auf gut neudeutsch: learning by doing Na!

Liebe Grüße

knobi
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Mitglied seit 05.08.2007
14.250 Beiträge (ø2,64/Tag)

Ich hab das sparen schon als Kind gelernt, wir konnten zwar von dem was wir hatten leben, aberMarkensachen z.B. waren nicht drin.
Aber wenn das Geld knapp ist, lernt man ganz schnell zu sparen. Wir richten unseren speiseplan oft nach dem angebot, da wir im Ort keinen Discounter haben. an Milch und Eiern wird allerdings nicht gespart, das darf es ruhig Bio sein bzw. die eier aus dem Freiland.
Im sommer z.b. gibt es bei uns ganz einfache dinge wie Hüttenkäse mit Tomate und Gurke. Oder einfach nur einen großen gemischten Salat.


Lesen bedeutet, sich der Gefahr auszusetzen, einem Einhorn zu begegnen.



Alle Rechtschreibfehler sind voll beabsichtigt und dienen zu eurer belustigung.


Katzen sitzen immer an der falschen Seite der Tür. Lässt man sie raus, wollen sie rein - lässt man sie rein, wollen sie raus (verfasser unbekannt)
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