Athen des Nordens :) verbindet rote Bete, Tomaten und Aromen


Mitglied seit 17.01.2002
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Hallo liebe Suppenköche

Diese Suppe habe ich neulich gebastelt, und da sie wirklich gut angekommen ist, poste ich hier mal das Rezept. Da die Suppe stark griechisch angehaucht geraten ist (der Auslöser war ja die Erinnerung, wie ich litauische kalte rote Bete Suppe in Griechenland zubereitete), rote Bete hier fast ein Nationalgemüse ist und meine Stadt Vilnius sich in manchen Zusammenhängen gerne mal mit der Bezeichnung Athen des Nordens schmückt, traue ich mir, das Rezept mit diesem stolzen Namen zu taufen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen .

Nord-Athen-Suppe

für 4 Portionen:
2 Fleischtomaten (ca. ½ kg)
2 große Zehen Knoblauch
etwas Öl und Butter
1 Bund junge rote Bete (ca. 5 tischtennisgroße Knollen) samt Blättern
1 Zwiebel
½-3/4 l Gemüsebrühe
1 TL grüne Pfefferkörner, eingeweicht
großzügige Prise Koriander, gemahlen, Prise Paprika, rosenscharf, ein Hauch Zimt, ca. ½ TL Kreuzkümmel, gemahlen, Salz

Knoblauch mit Messerrücken ausdrücken, Tomaten halbieren, den Stunk entfernen, mit Öl besprenkeln, Knoblauch auf der Schmittfläche verteilen, in ein feuerfestes Gefäß mit der Schnittfläche nach unten geben. Ein Stück Alufolie mit etwas Öl bepinseln. Von roter Bete die Blätter und Stiele abschneiden, nur wenig Stielansatz anlassen, die Knollen gut waschen, in die Folie einwickeln. Die Tomaten und rote Bete für ca. 15 Min. in heißen Ofen schieben. Anschließend etwas auskühlen lassen. Die Tomaten durch ein Sieb streichen. Die rote Bete häuten und zerkleinern.
Die Zwiebel klein würfeln. Die rote Beteblätter und -stiele in Streifen schneiden. In einem Topf einen EL Öl erhitzen und etwas Butter auslassen, Zwiebel darin glasig und duftend werden lassen, die Stiele und Blätter zugeben, etwas zusammenfallen lassen. Grüne Pfefferkörner, rote Bete, Koriander und Zimt zugeben, mit aromatisiertem Tomatenpüree und Gemüsebrühe ablöschen zum Kochen bringen, Hitze extrem runterschalten und ca. 10 Min. zugedeckt köcheln lassen. Nun alles pürieren, mit Kreuzkümmel und Salz abschmecken, eventuell die Konsistenz durch etwas Gemüsebrühe oder Wasser korrigieren. Zugedeckt gute 10 Min. ruhen lassen (eventuell durch ein Sieb streichen), wenn die Suppe warm gegessen wird, oder ganz auskühlen lassen, wenn man die Suppe kalt servieren will.
Mit Kräuterblättchen und zerkrümeltem Schafskäse garnieren. Sehr schön passen dazu auch dekorative Blätterteigstangen, mit Kreuzkümmel und Koriander bestreut.


grüße
imbieras
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Mitglied seit 19.11.2004
263 Beiträge (ø0,06/Tag)

Hallo Imbieras,

Rote Beete und Tomaten – hört sich nach meiner Lieblingskombi an – und dann noch all diese köstlichen Gewürze! Das muss ich mal ausprobieren, ich würde die Suppe wahrscheinlich am liebsten gekühlt essen.

Aber ein paar Fragen hab ich noch?
Welchen Vorteil hat denn die Rote Beete mit der Tomate im Backofen? Bekommt das einen speziellerern Geschmack, als wenn ich beides im Olivenöl anbrate? Und ist eine Viertelstunde nicht sehr kurz? Da hat sich meine Rote Beete sonst im Ofen gerade mal ein wenig angewärmelt…

Vielen lieben Dank,
Stefanie
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Mitglied seit 17.01.2002
2.601 Beiträge (ø0,45/Tag)

@ Stefanie

Wenn man besondere Vorliebe für Pfannen hat Lächeln , geht Anbraten natürlich auch. Garen im Ofen ist für mich aber (aroma)schonend und zeitsparend.
Rote Bete bleibt besonders aromatisch im Ofen - ob älter, oder jung. Die blütet auch nicht, wie beim Kochen, und gegarte rote Bete ist viel einfacher zu schälen - beim leichten Druck häutet sie sich von selbst.
Tomaten und Knoblauch verbindet sich auch besonders aromatisch im Ofen.
15-20 minuten (habe nicht sooo genau gemessen) sind für junge rote Bete genau das Richtige - wenn die Knollen größer sind, braucht man allerdings bsschen länger. Ich bin aber eh \"weniger Kochzeit ist beim jungen Gemüse mehr\" Befürwörterin Lachen .
Der Ofen muss schon heiß genug sein - die Temperatur darf gerne bis 200 Grad steigen.

gruß und gutes Gelingen
imbieras
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Mitglied seit 19.11.2004
263 Beiträge (ø0,06/Tag)

Hallo Imbieras,

vielen Dank für Deine Info. Dann werde ich Dein Rezept mal testen – aber ich denke, erst mal in der Pfanne, da es mir sonst, so wie ich mich kenne, zu aufwändig wird…

Mit dem Aroma aus dem Ofen hast Du natürlich recht, ich esse die Rote Bete auch gerne aus dem Ofen in Alufolie mit Knoblauch, sehr lecker intensiv. Wenn man aber die Pfanne nicht allzu heiß einstellt und die Rote Bete Würfelchen bei kleiner Flamme schmurgeln lässt, finde ich das auch gar köstlich.

Und mein Trick: Ich schäle die Rote Bete mit Einmal-Handschuhen… Lachen

Ich werde berichten, wie es geschmeckt hat!

Viele Grüße von
Stefanie
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