Rinderrouladen anbraten?

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Mitglied seit 27.10.2015
10 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo,
Ich hab schön öfter mal Roulanden gemacht, Ergebnisse waren nicht immer positiv. Manchmal war das Fleisch hart. Jetzt hab ich grad auf Youtube ein Video über die Zubereitung gesehen, da wurden die Rouladen nicht angebraten mit der Begründung, da wird das Fleisch hart.
Ich kennst bisher so, scharf anbraten, Wurzelwerk zugeben, ablöschen und schmoren lassen.
Mein Größtes Problem war immer die Soße. Ich möchte ohne Päckchen und künstliche Bindemittel auskommen, hab aber immer keinen Geschmack. In einem Chefkoch Video wird das Herstellen von dunklen Soßen erklärt, das hätte ich als nächstes probiert.
Angedacht ist bereits 1 Tag vorher die Soße herzustellen, da sie sehr Zeitaufwendig ist.
Oder was gibts für alternativen?
Was könnt Ihr mir empfehlen? Wie bekomm ich das Fleisch weich? Bleibt es für 1,5-2 Stunden im Topf bedeckt mit Soße, oder kommen die in die Röhre?

ma
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Mitglied seit 01.07.2007
13.377 Beiträge (ø3,5/Tag)

Hallo

Versuch es doch mal so:

Rouladen bei mittlerer Hitze von allen Seiten nett braun anbraten. Fleisch raus, Platte höherstellen, das ganz fein gewürfelte Gemüse scharf anrösten, wenn das dunkler wird, etwas Tomatenmark dazu, kurz weiterrösten, mit etwas Rotwein ablöschen, wenn der weg ist noch mal mit etwas Rotwein ablöschen, kurz vor dem Verkochen des Rotweins Hitze runter und etwas Brühe dazu, Rouladen rein und mit Deckel schmoren lassen.
Die Rouladen sollten so 2/3tel in der Flüssigkeit liegen, alle halbe Stunde mal drehen. Garzeit ca. 2 1/2 bis 3 Std.

Die Sauce ist bei richtig klein geschnittenem Gemüse schön sämig eingekocht und braucht eigentlich nur noch mit Salz, Pfeffer und evtl. etwas Paprika abgeschmeckt werden.

Und wenn das Fleisch dann noch 'hart' ist, brauchst du einen anderen Metzger. Na!



Gruss Javanne
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Mitglied seit 08.02.2003
16.176 Beiträge (ø2,98/Tag)

Hallo,

wenn du auch Rauchfleisch, Tiroler Speck oder ähnliches zum Füllen nimmst, dann kannst Du auch den Rand (Schwarte) mit reingeben, macht einen sehr guten Geschmack, Senf und Essiggurken übrigens auch. Man kann auch etwas vom Gurkenwasser mit in die Soße machen, kommt auch gut.


Rosalilla

Wenn Niemand perfekt ist,
dann bin ich Niemand!
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Mitglied seit 16.11.2013
4.236 Beiträge (ø2,85/Tag)

Hallo,

ich unterschreibe bei Javanne. Schmorgerichte brauchen einfach Zeit und Geduld - gaanz viel Zeit und Geduld Na! Ich würde die Sauce nie separat kochen, weil ich für herzhaften Geschmack der Sauce die Röststoffe unverzichtbar finde. Deshalb brate ich das Fleisch stets scharf an. Rotwein verwende ich jedoch nicht zum Ablöschen - nehme lieber Fond und auch Brühe.

Schau doch Mal in der Rezeptsuche unter dem Stichwort "Rouladen" (klassisch) - und such dir das für dich passende Rezept - da gibt es so viele - jeder hat eine andere Vorliebe.

Wenn deine Rouladen oft hart sind, liegt es vermutlich an mangelnder Schmorzeit - ansonsten hat Javanne auch Recht - dann hast du minderwertiges Fleisch gekauft.

Schmorgerichte bereite ich übrigens immer am Abend vor dem Essen vor - heißt, dass ich den geschmorten Braten im Sud über Nacht ziehen lasse und erst am Essenstag fertig zubereite.

Gruß
ritschi
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Mitglied seit 21.07.2003
30.292 Beiträge (ø5,76/Tag)

Hallo

1,5 - 2 Stunden is viel zu kurz, Rouladen brauchen Zeit, ca 2,5 -3 müssen es sein. Ich brate meine auch an und giesse dann mit Brühe auf. Rotwein kommt bei mir nicht rein.

Der Tip von Ritschi ist gut, man kann dann auch noch das Fett abnehmen - ein angenehmer Nebeneffekt (für mich)

Viele Grüße von der Waterkant

Angelika

Katzenerziehung ist gar nicht so schwer, nach ein paar Tagen haben sie uns beigebracht was wir machen müssen.

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Mitglied seit 18.10.2009
4.123 Beiträge (ø1,38/Tag)

Sehe ich wie die anderen, zum einen bekommen die Rouladen eine schöne Farbe und die Röstaromen machen die Sauce lecker.

Wenn sie angebraten und aufgegossen sind, kannst du sie natürlich auch ins Rohr schieben, meine aber daß der Stromverbrauch viel zu hoch ist, wenn du nicht gerade für eine Fußballmanschaft kochst.

Ich mache die immer in einer hohen Pfanne mit Deckel.

Schweinerouladen bereite ich meist nicht vor, Rinderrouladen hingegen schon zumindest soweit, daß man sie am nächsten Tag nur fertiggaren muß.

Die reine Garzeit von Rinderrouladen schätze ich etwa auf 2-3 Stunden, kommt halt auch immer darauf an, wie groß sie sind oder wie Dick man sie füllt.

Auch wenn das Fleisch nicht so toll ist, bekommt man es dennoch weich, nur wird es meist trocken.

LG, Marcel
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Mitglied seit 16.04.2008
3.897 Beiträge (ø1,1/Tag)

Hallo,

da gebe ich mal mein Rezept ein: Rouladen ganz anders
Das Innenleben und die Sauce sind natürlich anders, aber die Grundzubereitung bleibt. Anhand der vielen Zutaten werden viele abgeschreckt Na! , aber das Ergebnis ist wirklich herausragend.
Voraussetzung: hervorragende Fleisch Qualität!!! Kein Supermarkt, kein 0815 Metzger. Ordentlich abgehangenes Rindfleisch. Der etwas höhere Geldeinsatz lohnt.
Mathias
P.S. man kann bestimmt auch ohne Anbraten garen. Ich würde aber dann nach dem Schmoren die Rouladen kurz scharf anbraten, da eine leichte Röstschicht schon lecker ist.
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Mitglied seit 22.01.2013
3.461 Beiträge (ø1,94/Tag)

Hi,

harte Rouladen hatte ich noch nie. Ich mache meine gerne im Schnellkochtopf, da hab ich dann eher das Problem, dass sie fast zerfallen. Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

LG
Schnürzel
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Mitglied seit 21.04.2006
1.992 Beiträge (ø0,47/Tag)

Hallo,

ich mache meine Rindsrouladen so ähnlich wie Javanne auch. Gerade bei Rindsrouladen fehlt mir geschmacklich etwas, wenn sie nicht angebraten wurden, aber möglich ist es sicherlich ohne. Gulaschfleisch brate ich nie an und das wird auch ohne gut.

Das Röstgemüse besteht bei mir aus reichlich Zwiebeln, wenig Möhren (die geben eine süßliche Note, die kann leicht zu viel sein), etwas Sellerie und Petersilienwurzel. Wenn das gut angeröstet ist und das dauert so seine Zeit, kommt noch Lauch dazu, aber der darf nicht dunkel werden sonst wird er bitter. Dann Tomatenmark und ich gebe noch einige grob gemörserte Pfefferkörner dazu und röste die etwas mit an, mit Rotwein aufgießen, wenn gewollt, sonst einfach weglassen und nur Brühe nehmen. Da ich meine Rouladen mit Senf, Speck, Gurken, Möhren und Zwiebeln fülle, kommt sowohl Speck als auch etwas von den Gewürzgurken zur Sauce. Dann die Rouladen in den Topf und für die nächsten 2 - 3 Stunden was anderes tun, nur hin und wieder mal nachsehen, ob noch alles in Ordnung und genug Flüssigkeit im Topf ist. Die Rouladen sollen nicht kochen, nur schmoren, d.h. es steigt ab und an ein Bläschen auf aber es brodelt nicht im Topf.
Wie lange man die Rouladen schmoren sollte, hängt zum einen davon ab, wie dick das Fleisch geschnitten ist, das wird regional sehr unterschiedlich gehandhabt, und wie stark man sie füllt. Da ich sie eher dünn geschnitten bevorzuge, komme ich mit der Zeit hin, muß dafür allerdings beim Einkaufen aufpassen oder sie selbst schneiden.

Ich würde die Sauce zu einem Schmorgericht nie extra machen, schmeckt ja sonst immer gleich.
Abgeschmeckt wird die Sauce bei uns mit etwas Senf, Salz und Pfeffer, mehr braucht es in der Regel nicht, manchmal noch etwas Essig aber nur tropfenweise. Insbesondere Salz ist wichtig, zum einen weil bisher ja noch keins drin ist und auch weil man die benötigten Mengen Anfänger oft unterschätzt.

Solltest Du deine Rouladen aus Schweinefleisch machen, passt, je nach Füllung, Bier statt Rotwein besser und die Schmorzeit ist natürlich auch deutlich kürzer. Die kürzere Schmorzeit gilt auch für Kalb, Pute oder Huhn.

Liebe Grüße Claudia
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Mitglied seit 24.03.2008
13.711 Beiträge (ø3,86/Tag)

anbraten und rausnehme, Zwiebeln und etwas Suppengrün dazu, 1-2 Lorbeerblätter, paar Pimentkörner, Salz, Pfeffer, Tomatenmark alles etwas schmurgeln lassen, mit Wasser und/oder etwas Wein ablöschen. Rouladen dazugeben und 2,5 - 3 Stunden schmoren. Soße durch ein Sieb gießen, Gemüse dabei ausdrücken. Eine Mehlschwitze zubereiten und mit dem Schmorsud aufgießen. Einen Schuss Sahne ö.ä. und fertig ist die Soße.
.
LG Lollo
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Mitglied seit 16.10.2015
8.260 Beiträge (ø10,47/Tag)

Hallo miteinander,
auch ich braten meine Rouladen scharf an, dann werden sie im Schnellkochtopf schön weich und man spart außerdem noch Zeit.
Da gebe ich Schnürzel recht, harte Rouladen hatte ich auch noch nicht. Meine Rouladen werden gesalzen und gepfeffert, mit Senf eingestrichen,
dann kommen noch Speck und Zwiebel rein - aufrollen fertig. Meistens mache ich sie einen Tag eher, damit sie noch "durchziehen" können.

LG Kasi52
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Mitglied seit 16.11.2013
4.236 Beiträge (ø2,85/Tag)

Na! Ja Angelika, ich nehme auch meist zumindest ca. 1/3 des abgesetzten Fettes ab.

LG
ritschi
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Mitglied seit 25.01.2006
7.019 Beiträge (ø1,62/Tag)

Nimm einfach dieses Rezept. Das Hackfleisch kann man weglassen, die Schmorzeit verlängern. Der Saucenbinder ist überflüssig. Das Ergebnis überzeugt.
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Mitglied seit 02.07.2005
3.427 Beiträge (ø0,75/Tag)

Hallo,

wichtig ist erstmal für mich, die Füllung der Rouladen, dazu gehört scharfer Senf,Zwiebeln und durchwachsener Speck,
mit Pfeffer und Salz gewürzt.

"Ich kennst bisher so, scharf anbraten, Wurzelwerk zugeben, ablöschen und schmoren lassen. "

Das mache ich genauso, aber Rouladen brauchen Zeit ! Na! , wie Angelika schon beschrieben hat.

Zum Anbinden gibt es das als
Vorschlag.

lg
Pitty
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Mitglied seit 28.01.2010
9.572 Beiträge (ø3,33/Tag)

Hallo!

Meine Oma gab mir für Schmorgerichte noch den Tipp, dass die Flüssigkeit kochen sollte, wenn man das Fleisch wieder rein gibt. Gibt man es in zu kalte Flüssigkeit, dann kann es wohl zäh werden, trotz ausreichend Schmorzeit. Habe mich immer dran gehalten und hatte noch nie Probleme mit zähem, hartem oder sonst irgendwie misslungenem Schmorfleisch aller Art :).

GLG, Elphi
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