Brathuhn war nicht geniesbar....

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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 01.10.2012
3 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo zusammen,

meine Frau und ich wollten uns was gutes tun und kauften ein frisch geschlachtes Huhn vom Bauern! Alles sieht dort recht geplegt aus, etc.

Wir hatten uns für das berühmte "Bier-Huhn" entschieden. Ist ja hier ein Rezept mit Bierdose im Huhn. Soweit so gut.

Wir hatten das Huhn knapp eine dreiviertel Stunde bei 150-160° im Ofen bei Umluft. Außen war die Haut nur teilweise knusprig und das Fleisch schmeckte irgendwie zu fest. Es war einfach nicht geniesbar.

Was meint ihr warum das passieren konnte? ab und zu haben wir das Huhn mit einer Marinade eingepinselt.

Es ist nämlich echt ärgerlich, das Huhn wurde extra für uns geschlachtet und flatterte noch ein paar Stunden bevor wir es in den Ofen schiebten, außerdem bezahlten wir 11 Euro, was ich aber gerne mach, wenn ich weiß was es isst und es ein normales Leben führen konnte.

Eigentlich müsste das Huhn doch super gut schmecken, aber leider war das ein Reinfall. ich vermute, dass wir das Huhn nicht lange genug im Ofen haten, aber dann wär es ja noch trockener, was meint ihr?
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Mitglied seit 06.02.2011
1.995 Beiträge (ø0,72/Tag)

Hallo

Ganz einfach das Huhn war viel zu frisch! Geflügel sollte man nach dem Schlachten einige Tage kühl abhängen dann schmeckt es auch und ist schön zart. Leider findet man dieses Wissen nicht mehr in unseren heutigen Standartkochbüchern wenn Du aber zum Bsp ein Davidis in der Originalausgabe zur Hand nimmst so um 1900 herrum dann findest Du auch die genauen Angaben vieviele Tage welches Geflügel abhängen sollte damit es schmeckt. Vielleicht hat ja jemand hier eines im Bücherschrank? Meines steht leider einige Hundert Kilometer weiter weg im Ferienhaus Welt zusammengebrochen

LG
Mamacanis
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Mitglied seit 14.08.2011
749 Beiträge (ø0,29/Tag)

Tja,da seid Ihr wohl vom Discounter Hähnchen " verwöhnt.
Bio- Fleisch ist meistens fester,da in den meisten Fällen die Tiere artgerecht gehalten werden und dadurch mehr Muskelmasse haben.
Die anderen haben eben einfach nur Masse Lachen
Ihr habt bestimmt auch zu oft gepinselt.
Ich lege lieber das ganze Hähnchen auf den Rost und brate es im Ofen.Zum Schluss noch mal Oberhitze für die Kruste,fertig!
Mit Hähnchen auf der Dose habe ich nicht so gute,knusprige Ergebnisse gehabt.
Lg,Knofiqueen
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 01.10.2012
3 Beiträge (ø0/Tag)

also länger abhängen lassen, wie bei einem Rumpsteak z.B.?
falls dem so ist, hätten die mir das ruhig sagen können... :-/
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Mitglied seit 15.12.2009
11.833 Beiträge (ø3,69/Tag)

Moin!

Naja, krass ausgedrückt... es muss ja erstmal die Leichenstarre weg. na dann... Na!

LG Andrea
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Mitglied seit 18.06.2010
14.322 Beiträge (ø4,74/Tag)

Hola,

sorry aber die Bemerkung "nicht geniesbar" ich schon etwas grenzwertig. Der eine mag das Fleisch fester , beim anderen muss es von Knochen fallen. Dazu kommt, dass kein Vogel ...... gleich ist, es gibt also keine "verbindliche Garzeit" Ein bisschen sollten bei solchen Rezepten schon Erfahrung , Auge und auch Gefühl mit entscheiden wann der Garpunkt erreicht ist.

Saludos, Carco
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Mitglied seit 27.10.2008
7.308 Beiträge (ø2,02/Tag)

Hi,

mal abgesehen davon, dass an der Sache mit dem "kühl abhängen" sicher was dran ist und ein Freilandhuhn wirklich ein festeres Fleisch als ein "Industriemasthuhn" hat: knapp 45 min bei 150°/160° C Umluft ist zu kurz und von der Temperatur her auch zu niedrig. Ca. eine Stunde bei 180° C Umluft wäre ok gewesen - hängt natürlich aber auch davon ab, wie schwer denn der Gockel ist...

Bzgl. des Austrocknens musst Du Dir beim Beer-Butt-Chicken keine großen Sorgen machen; schließlich wird es ja von innen intensiv mit Dampf befeuchtet...

VG, turbot
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Mitglied seit 21.02.2007
28.209 Beiträge (ø6,66/Tag)

mehr als 24 h (okay, evtl. vielleicht auch mal 48h) muss Geflügel nicht reifen. Sollte es m. E. auch nicht, weil es leicht verderblich ist.

Ansonsten ist es halt ein Unterschied ob man so einen Discounter-Vogel oder ein Freilandtier zubereitet. Dazu sind ja nun schon einige Tipps gekommen.


LG Carrara
Selbst das beste Werkzeug kann mangelndes Know-how nicht ersetzen!
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Mitglied seit 08.10.2008
6.714 Beiträge (ø1,85/Tag)

hallo!

du hast aber kein altes suppenhuhn gekauft, oder? für €11 bekommt man nämlich hier nur ein solches in bio qualität.

lg
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 01.10.2012
3 Beiträge (ø0/Tag)

danke für die Tipps!
ich werde dem ganzen nochmal eine Chance geben. Ich kaufe mir dort wieder ein Huhn. Freitags ist dort Schlachttag, d. H. das ich es im Kühlschrank dann einfach bis Samstag liegen lasse und erst dann zubereite, und das bei 180° und mind. 1 Stunde?!

Was findet ihr besser, Ober/unterhitze oder Umluft?

danke und Gruß
Matthias
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Mitglied seit 05.01.2010
10.529 Beiträge (ø3,31/Tag)

Hallo!

11€ für ein Bio-Hähnchen? Wo kriegst Du so günstige Preise?

Dass das Fleisch abhängen muss und das Freilandhähnchen wirklich sehr (!) viel festeres Fleisch haben wurde ja schon gesagt. Um das Fleisch weicher zu bekommen kannst Du es marinieren. Zum Beispiel mit Kiwi, Ananas oder Papaya. Aber nur kurz, sonst wird es zu weich.

Mir macht es nix aus das man Fleisch von glücklichen Tieren länger kauen muss Na!

LG Mina
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Mitglied seit 27.10.2008
7.308 Beiträge (ø2,02/Tag)

Hi,

die Frage von grumbirn mit dem Suppenhuhn ist schon berechtigt... Hoffentlich hast Du ein Brathähnchen oder eine Poularde gekauft?

Wie schon gesagt wurde, ist das a) eine Gefühlsfrage mit der Bratzeit und hängt b) auch vom Gewicht des Tieres ab... Ich persönlich brate ein Hähnchen mit Ober-/Unterhitze bei 180° - 190° Grad - ohne Umluft.

VG, turbot
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Mitglied seit 14.02.2010
6.260 Beiträge (ø1,99/Tag)

Hallo,

beim Lesen kam mir erstes auch der Gedanke, dass es ein Suppenhuhn gewesen sein könnte.

7 - 9 Euro zahle ich auch im Hofladen für ein Brathähnchen mit ca. 1 kg. Es ist nicht bio-zertifiziert.

Frag doch beim nächsten Mal nach Empfehlungen für die Zubereitung. Im persönlichen Gespräch kann man vieles klären. Der Bauer hat sicher Interesse an zufriedenen Kunden.

LG
Cacao_noir
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Mitglied seit 07.07.2008
12.013 Beiträge (ø3,22/Tag)

Bonjour,
auch Gefluegel muss abhaengen... dies nicht nur fuer 24 h... jedenfalls ist es bei Spitzenware wie z.B. von Miéral oder Sjoerd Kok so... zum richtigen Abhaengen muss dasTier fachmaennsisch "praepariert"sein...
Es nutzt nix, wenn man ein glueckliches Huhn hat, welches dann nach der Schlachtung nicht adaequat behandelt wird... gilt nicht nur fuer Huehner...

Zu den Garzeiten... es gibt Rassen, die vertragen keine hohe Temperaturen...
Ganz allgemein: Je groesser und schwerer ein Tier, desto niedriger und laenger sollte man die Garzeit waehlen...
Meine Tiere werden immer deutlich unter 150 Grad gegart....


LG
Ornellaia,
die nur Freihlandhuehner verarbeitet und diese immer soft auf die Teller bekommt...mit knuspriger Haut...
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Mitglied seit 15.03.2012
505 Beiträge (ø0,21/Tag)

Hallo Ornellaia,

Pfeil nach rechts Meine Tiere werden immer deutlich unter 150 Grad gegart.... Pfeil nach links

Gar keine Frage, dass man Geflügel auch bei niedrigen Temperaturen zubereiten kann, auch wenn ich mich für "normale" Brathähnchen an die Methode ca. 180°-200° C für ca. 1h halte (egal ob Rost, Bräter, Hähnchensitz, BBC).

Beim Fragesteller passen, auch mMn, die niedrige Temperatur und kurze Garzeit nicht zusammen.

Würdest Du mir/uns bitte noch verraten, bei welchem Gewicht Du welche Garzeiten rechnest (natürlich nur ca.) und mit welchem Gerät Du dabei arbeitest?

Benutzt Du für die Knusprigkeit abschliessend Grill oder Salamander?

Herzlichen Dank
LG Chancy
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