Welches Huhn für Frikassee?

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Mitglied seit 02.06.2004
80 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo.

Ich habe vor kurzem mein 1. Hühnerfrikassee gemacht. Und an und für sich war es auch sehr lecker.
Nur das Huhn das ich dafür gekauft habe war im wahrsten Sinne des Wortes ein Gummihuhn.
Ich habe es geschlagene 3,5 Stunden kochen lassen damit es gar wird. Das ist doch nicht normal oder?
Ich habe laut Rezept ein Suppenhuhn gekauft.
Jetzt ist meine Frage was für ein Huhn ihr immer nehmt und wie eure Erfahrungen damit sind. Was könnt ihr mir empfehlen und was überhaupt nicht.

Schon mal im vorraus vielen Dank für eure Hilfe.
Liebe Grüße Ramona
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Mitglied seit 06.10.2005
13.802 Beiträge (ø2,81/Tag)

Hallo,

ich nehme immer eine Poularde ca. 1200-1300 Gramm, das Fleisch ist schön zart.
Hatte auch mal so einen alten Gockel der nicht weich werden wollte.
Deshalb Poularde
LG Biggi
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Mitglied seit 02.06.2004
80 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo Biggi.
Danke für deine schnelle Antwort.
Dann werde ich mir das gleich mal notieren und das nächste Mal eine Poularde nehmen.
Danke und liebe Grüße Ramona
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Mitglied seit 21.10.2002
2.688 Beiträge (ø0,45/Tag)

hallo Ramona,

ich verwende immer ein Suppenhuhn und bereite es so zu:

1 Suppenhuhn, darf schon mit Fett sein, zerteilt in Brust, Keulen und Karkasse.
Als erstes wandert die Karkasse in den Topf mit Wurzelgemüse, Gewürzen (einige ganze Pfefferkörner, Lorberblatt, 1 Pimentkorn) und Wasser, so dass alles gerade bedeckt ist. Kein Salz! Die Karkasse gibt so sehr viel Geschmack ab und wird völlig ausgelaugt. Nicht sprudelnd kochen, sondern ganz leicht simmern lassen, es dürfen nur ganz wenige Kochbläschen aufsteigen. Dann bleibt die Brühe schön klar.

Nach ca. 1 - 1,5 Stunde gebe ich die Keulen dazu, evtl. noch etwas Wasser und nach einer weiteren guten halben Stunde die Hühnerbrust. Wenn die Hühnerbrust gar ist nehme ich die Keulen und die Brust heraus und verarbeite sie weiter, je nachdem, was ich zubereiten möchte. Z.B. die Hühnerbrust für einen Salat, die Keulen für einen Hühnereintop enthäuten und das Fleisch würfeln ...

Die Brühe lass ich meist noch etwas weiterköcheln um auch den letzten Geschmacksfitzel aus der Karkasse und den Wurzelgemüsen herauszuholen, dann wird abgesiebt und manchmal auch durch ein Tuch passiert. Die Brühe entfetten. Karkasse und das Gemüse verwerfen, da ist kein Geschmack mehr drin.

Wenn ich das Fleisch für Frikassee verwende mache ich die Brühe am Vortag und lasse das Fleisch in der entfetteten Brühe abkühlen und stelle es dann bis zum nächsten Tag in den Kühlschrank. Dann bleibt das Fleisch schön saftig. Das Fett von der Brühe nicht wegwerfen! Damit wird die helle Sauce für das Frikassee zubereitet.

LG
Ilo
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Jeder Mensch ist ein Clown

aber die wenigsten zeigen es Lala
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Mitglied seit 02.06.2004
80 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo Ilo!
Vielen Dank auch für deinen Tip.
Ich schätze nach deiner Beschreibung werde ich dem Suppenhuhn nocheinmal eine Chance geben.
Danke und Liebe Grüße Ramona
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Mitglied seit 11.12.2005
30.242 Beiträge (ø6,23/Tag)

Hallo Ramona!


Ich nehme Hühnerbrust und koche die für Frikassee. Das ist zwar nicht klassisch, aber es erspart eine Menge Abfall und Fett.



LG Emmy - Ly


Eine gute Köchin hat mehr Fett an den Händen als auf den Hüften!
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Mitglied seit 26.10.2003
15.293 Beiträge (ø2,72/Tag)


Hallo Ramona,

ich mache es wie Emmy-Ly allerdings koche ich die Brust nicht vorher sondern schneide sie in Würfel und brate sie ganz leicht in etwas Butter an. Dann wie gewohnt die restlichen Zutaten dazu und mit Hühnerbrühe auffüllen und ca. 45 Min. köcheln lassen. Bei mir schwimmen im Frikassee meist noch ein paar Garnelenschwänze und Spargel.

Wenn ich ein Suppenhuhn habe mach ich es wie Ilo.




LG vom



Welches Huhn Frikassee 263415131

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Du musst nur toleranter sein, dann trinkt die Welt auch Äppelwein.
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Mitglied seit 31.07.2005
884 Beiträge (ø0,18/Tag)

Hallo Ramona,

kaufe immer einen Sonntagshahn, ca 1700 g.

Heißt wirklich so.

Hat soviel Geschmack, wie ein Suppenhuhn, ohne zäh zu sein.

Teile das gekochte Suppenvieh für Hühnersuppe und Frikassee, da sehr viel Fleisch daran ist.

(ca 50 - 60 Min. Schnellkochtopf, ohne Würze)

Danach beginnt erst die eigentliche Verarbeitung - Fleisch wird abgedeckt, damit keine trockenen Stellen entstehen.

Brühe entsprechent geteillt.
Suppengemüse zum einen Teil..., restliches als Sauce.

Mehl, Eigelb, Kapern etc.


Gruß



Xundance
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Mitglied seit 02.06.2004
80 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo.
Also das mit der Hühnerbrust kannte ich auch noch nicht. Wird aber auf jedenfall mal getestet.
Von einem Sonntagshahn habe ich auch noch nichts gehört, aber das wird sich noch ändern und getestet.
Vielen Dank für eure Tips.
Liebe Grüße Ramona
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Mitglied seit 08.01.2005
2.029 Beiträge (ø0,39/Tag)


Hallo,

ich nehme wegen der Kalorien auch immer Putenbrust oder Hähnchenbrust. Mein Göga liebt zwar das nicht so und schwärmt von dem Frikassee meiner Freundin, die das nämlich mit einem Fleischhähnchen zubereitet, aber da muß er durch. Lachen

Liebe Grüße
Mona

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Mitglied seit 02.06.2004
80 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo Mona.
Deine Idee mit der Putenbrust find ich klasse, muss ja nicht immer Huhn sein,wird auf jedenfall auch mal getestet.
Danke für deinen Tip.
Liebe Grüße Ramona
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Mitglied seit 09.05.2007
3.456 Beiträge (ø0,8/Tag)

Hallo,

ja wie xundance es schrieb. Ein Suppenhuhn ist da nicht zwingend erforderlich. Die Karkassen einer Packung Hühnerklein geben auch sehr viel Geschmack her.

LG

Oliver
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Mitglied seit 08.12.2002
10.182 Beiträge (ø1,71/Tag)

Hallo,

auch bei mir muss es ein Suppenhuhn sein. Lange bei niedriger Temperatur simmern lassen - das ergibt eine unvergleichliche Brühe, die zum Teil für die Sauce vom Frikassee verwendet wird, der Rest wird gehamstert, man braucht ja ständig gute Brühe.

Da das Huhn mich beim Kochen nicht braucht, ist es mir auch egal, ob es 2, 3 oder 4 Stunden benötigt, um weich zu werden. Auch eine ausgediente Legehenne wird irgendwann weich. Das Fleisch hat ein viel besseres Aroma als die rasch aufgezüchteten Brathühner.

Liebe Grüße,
Schasti


Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
(Karl Valentin)



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Mitglied seit 27.03.2002
25.082 Beiträge (ø4,04/Tag)


Hallo

Also da gebe ich Schasti aber voll und ganz Recht .

Der Fehler bei den Meisten ist , das es nicht lange genug simmern gelassen wird .

Das Huhn macht das ganz allein im Topf ,der Besitzer davon muß halt nur Geduld haben

LG annelore

Liebe ist Blind ,aber sie sieht von weitem.
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Mitglied seit 30.11.2002
4.768 Beiträge (ø0,8/Tag)

Hallo.

Nach dieser Methode wird das Huhn garantiert gar:

Huhn in kochendes Wasser geben.
Wasser wieder zum Kochen bringen.
Zehn Minuten kochen lassen.
Platte abstellen, den Topf zugedeckt eine Stunde auf der Platte ruhen lassen.
Nach einer Stunde kann das Huhn weiter verarbeitet werden.

Ausfuehrliches Rezept fuer Frikassee hier:

http://www.chefkoch.de/rezepte/647001165929820/Huehnerfrikassee-a-la-Lazarus.html

Gruss aus Connecticut,

LazarusLong
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