Fischotter !!!!!!!


Mitglied seit 08.10.2004
221 Beiträge (ø0,04/Tag)

Bei Henriette Davidis, der Grande Dame der Hausfrauenküche des 19. Jahrhunderts (praktisch so etwas wie das Dr.OetkerKochbuch nach dem Krieg) fand ich in ihrem:

\"das praktische Kochbuch
für die gewöhnliche und feinere Küche
mit besonderer Berücksichtigung
der Anfängerinnen und angehenden Hausfrauen\"

das Rezept für Fischotter!!!:

Der Fischotter ist nicht gerade beosnders wohlschmeckend, doch findet er als Fastenspeise verwendung. Nachdem derselbe gereinigt ist, wird er mit Salz, Pfeffer und gestoßenen Nelken eingerieben, mit ein paar Lorbeerblättern und Zitronenscheiben belegt, mit Essig übergossen und über Nacht hingestellt. Am nächsten Tag wird der Kopf abgehackt, der Fischotter in ein mit Butter bestrichenes Papier gebunden, in eine bratpfanne eingelegt, 125 g Butter, eine in Scheiben geschnittene Zwiebel, ein Lorbeerblatt und einige Pfefferkörner, einige ganze Pfferkörner und Gewürznelken, ein paar Eßlöffel Essig und ein halber Fülllöffel Fleischbrühe dazu gethan und der Fischotter während des Bratens fleißig mit der Sauce begossen. Dann macht man 1/2 Eßlöffel Mehl in Butter braun, zerrührt es mit der Sauce, läßt es durchkochen, richtet den Fischotter auf einer erwärmten Schüssel an und gibt die Sauce in eine Sauciere, auch nach belieben Senf dazu .

Viel Spass bei der Rohstoffbeschaffung und guten Appatit
Enrique
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Mitglied seit 20.12.2002
19.545 Beiträge (ø3,09/Tag)


Hallo Enrique,



sei mir bitte nicht böse, aber das hatten wir schon mal:


Uraltes Kochbuch




gruß schorsch

Moderator / Forenbetreuer im Kochforum




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Mitglied seit 02.07.2003
981 Beiträge (ø0,16/Tag)

Und ich glaube der Genuß wäre strafbar! Die Tierchen stehen unter
Naturschutz.

Gruß Sanne
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Mitglied seit 08.10.2004
221 Beiträge (ø0,04/Tag)

Hallo Sanne,

klar, ich hab das nur reingestellt, weil ich das so skurril fand.

Und wie sich die Zeiten ändern: vor längerer Zeit las ich z.B. einen Bericht über eine Art frühen Tarifvertrag für Hauspersonal im 19. Jahrhundert, in dem geregelt war, dass selbigem nicht öfter als drei oder vie Mal in der Woche Lachs zugemutet werden dürfe. Und zu der Zeit gab es noch keine Massenlachsaufzucht, sondern wurde frisch z.B. aus dem Rhein gefischt. Ein arme-Leute-Essen also. Wie sich die Zeiten ändern.

Grüße
Enrique
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Mitglied seit 08.10.2004
221 Beiträge (ø0,04/Tag)

Hallo Sanne,

klar, ich hab das nur reingestellt, weil ich das so skurril fand.

Und wie sich die Zeiten ändern: vor längerer Zeit las ich z.B. einen Bericht über eine Art frühen Tarifvertrag für Hauspersonal im 19. Jahrhundert, in dem geregelt war, dass selbigem nicht öfter als drei oder vie Mal in der Woche Lachs zugemutet werden dürfe. Und zu der Zeit gab es noch keine Massenlachsaufzucht, sondern wurde frisch z.B. aus dem Rhein gefischt. Ein arme-Leute-Essen also. Wie sich die Zeiten ändern.

Grüße
Enrique
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