getrocknete Pilze kochen


Mitglied seit 29.08.2011
75 Beiträge (ø0,03/Tag)

Hallo zusammen
Ab und zu verwende ich getrocknete Shiitakepilze oder Judasohren.
Das ist mir aber immer mehr verleidet, da ich die Pilze (trotz richtigem Einweichen) im Gericht nicht weich kriege.

Was mache ich falsch? Hat mir jemand einen Tipp wie die Dinger weich werden?

Besten Dank für Eure Rückmeldung.
Ich wünsche einen angenehmen Nachmittag
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Mitglied seit 10.02.2014
795 Beiträge (ø0,39/Tag)

Judasohren etrocknet hatte ich auch mal gekauft, fand sie leider vollkommen geschmacksfrei, war offenbar die falsche Wahl, und habe mich danach nicht weiter damit beschäftigt.
Shiitake sollten, ob frisch oder getrocknet, ohne Stile verwendet werden. Und sie werden meines Erachtens, wenn einmal getrocknet, nie wieder so, dass sie ein wirklich tolles Mundgefühl ergeben. Ich verwende sie zum Beispiel eingeweicht für Füllungen, fein gehackt oder auch püriert. Koche sie in Brühen mit (dann direkt die getrockneten, die ich dann wieder rausfische) oder geben sie recht klein geschnitten unter andere, frische Pilze, wenn ich zum Beispiel ein Pilzgulasch mache.

Zusammengefasst: getrocknete Pilze dienen mehr der Aromatisierung, ihr Biss ist nicht wirklich toll. das gilt meines Erachtens auch für andere getrocknete Pilze, für manche (wie Shiitake) mehr als für andere.
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Mitglied seit 10.07.2018
593 Beiträge (ø1,47/Tag)

Hallo,

ich nehme auch nicht so gern Trockenpilze, da mir die Konsistenz nicht wirklich zusagt. Ich habe es mit einweichen und auch ohne versucht, da habe ich keinen Unterschied festsstellen können. Jetzt benutze ich sie lediglich für Jägergulasch oder ähnlichem. Da kommen sie ein wenig zermörsert bzw. ganz kleingeschnitten gleich mit rein und werden mitgekocht. Gibt es ganz tolles Aroma, aber so im ganzen sind sie mir auch einfach zu hart.

LG
Verena
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Mitglied seit 10.01.2015
1.478 Beiträge (ø0,88/Tag)

Ich verarbeite diese genauso wie ihr, fein gehackt oder püriert. Ja und wenn es schnell gehen soll aber ich benötige den Geschmack, dann lege ich sie ganz rein und entnehme diese letzendlich wieder.

eisbobby
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Mitglied seit 29.08.2011
75 Beiträge (ø0,03/Tag)

Hallo zusammen
Besten Dank für eure Hinweise.
Zwar werden meine Pilze nicht weicher, aber mit euren Tipps wird es doch richtig gut.
Nochmals Danke - ich wünsche einen schönen Abend.

Nuk
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Mitglied seit 10.01.2015
1.478 Beiträge (ø0,88/Tag)

Danke, dir ebenfalls und gutes Gelingen beim Brutzeln und Kochen.
eisbobby
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Mitglied seit 11.03.2006
4.919 Beiträge (ø1/Tag)

Moin Nuk4810,

wir sammeln immer unseren Wintervorrat an Pilzen, und zum Teil trocknen wir auch . Getrocknete Pilze lassen sich gut in Schmorgerichten verwenden, wenn ich nicht lange schmoren will, nehme ich Pilzpulver, also pulverisierte getrocknete Pilze. Die benutze ich auch gerne für Muffins.

Wir trocknen Herbsttrompeten, Steinpilze, andere Röhrlinge, eingefroren werden kleine Steinpilze und Maronen, Semmelstoppler. Insbesondere Goldröhrlinge gewinnen beim Trocknen an Geschmack.

LG Anne
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Mitglied seit 10.01.2015
1.478 Beiträge (ø0,88/Tag)

Hallo Anne,
trocknet ihr die Pilze im Ofen oder fädelt ihr diese auf und trocknet die dann an der Luft?

eisbobby
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Mitglied seit 12.09.2016
1.231 Beiträge (ø1,15/Tag)

grias di

die Pilze werden bei uns auf Rahmen / Schubladen mit Fliegengitterboden verteilt und die werden in eine passiv Darre auf dem Dachboden eingeschoben. Lediglich ein Lüfterrad springt ( bei hoher Luftfeuchtigkeit) alle 3/4h für ungefähr 5min an. Im Sommer / Herbst geht es ohne Lüfter, dann funktioniert das Ganze wie ein Kamin und wird nur durch den (Durch-)Zug belüftet / getrocknet.

pfits enk
wolfgang
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Mitglied seit 10.01.2015
1.478 Beiträge (ø0,88/Tag)

Danke für deine Erklärung, das ist ja enorm und eine lukrative Sache.
eisbobby
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Mitglied seit 05.01.2007
22.863 Beiträge (ø4,96/Tag)

Huhuu!

Ich finde auch, dass Pilzmehl besser würzt.
Meine Pilze sammle ich selbst, trockne auch. Aber nicht nur Rörlinge. Auch viele Blätterpilze nehm ich zum Trocknen. Zwar zerbröseln diese schnell, aber wenn ich eh Pilzmehl daraus mache...
Auch zähe Stiele mancher Arten ( Hallimasch, Parasol etc. ) lassen sich trocknen und zu Pilzmehl verarbeiten. Warum wegwerfen?
Vor allem sehr aromatische Arten finden u.a. pulverisiert Anwendung. Z.B. Riesenbovist, , Toten- bzw. Herbsttrompeten, Maronenröhrling, Paprikapilz, Nelken- und Knoblauchschwindling....
Die Vielfalt machts. Ich sammle quer durch den Wald. Sortenreine Trockenpilze - ob nun in Scheiben oder zermahlen - wären mir irgendwie zu langweilig.

Trockenpilze z.B. für Saucen, koche ich in heißem Wasser/Brühe oder Rotwein ca. 5 min auf und lasse sie dann mindestens eine Stunde darin liegen. Dann nochmal kurz in der Sauce mitkochen. Dabei verwende ich auch die Einweichflüssigkeit mit.

lg Küchenkay
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Mitglied seit 05.01.2007
22.863 Beiträge (ø4,96/Tag)

Ach so.
Trockenpilze bewahre ich in festschließenden Blechdosen im Küchenschrank auf.
Da sie trotzdem immer wieder etwas Feuchtigkeit ziehen, trockne ich sie in unregelmässigen Abständen auf dem Backblech nach. ( Restwärme... )

oben bei den besonders aromatischen noch vergessen: Pfefferröhrling!

lg Küchenkay
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