Kann man Eicheln essen?!

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Mitglied seit 11.08.2004
198 Beiträge (ø0,03/Tag)

Hallo!


Habe gerade was hier gelesen

http://www.chefkoch.de/forum/2,1,103117/forum.html

da antorteteicher :\"wie wär´s mit Eicheln..zum Knabbern\"

Jetzt meiner dumme Frage:
Kann man Eicheln wirklich essen?!? BOOOIINNNGG....
Dachte die seien giftig oder?
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Mitglied seit 29.09.2005
1.047 Beiträge (ø0,18/Tag)

Hallo Izzy!

Also ich bin mir auch nicht so sicher, aber auch ich dachte bisher immer das eicheln giftig sind.

Gruß Smarty
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 17.01.2002
16.002 Beiträge (ø2,22/Tag)

Giftig sind sie nicht, enthalten aber sehr viele Gerbstoffe, die nicht jeder so gut verträgt.

Es gibt verschiedene Sorten, von denen man manche tatsächlich gut roh geniessen kann. Die heimische Sorte sollte man allerdings so lange in immer wieder frischem Wasser kochen, bis sie keine Farbstoffe mehr abgeben. Danach kann man sie ähnlich wie Maronen verwenden. Z.B. mit viel Zucker als Mus für Kuchen oder als Brotaufstrich oder grob gehackt für Füllungen oder als Suppeneinlage.

Ansonsten kann man wohl auch noch einen Kaffeersatz daraus herstellen.
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 02.03.2002
30.076 Beiträge (ø4,19/Tag)

Hai!


Wenn du ein Wildschwein bist....oder ein Reh..... oder so: Ja!

Als Mensch lässte besser die Finger davon!


Gruß
Brigitte





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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 21.07.2003
30.667 Beiträge (ø4,6/Tag)

hallo

ich dachte das bekommen die schweine und wildtiere als winterfutter.

lg

Angelika (die 151. im Club der bleibenden User)

\"Man kann einen Menschen mit guten Saucen ebenso unter die Erde bringen wie mit Strychnin, nur dauert es länger.\"
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 17.01.2002
16.002 Beiträge (ø2,22/Tag)

Zum Schälen verfährt man ähnlich wie bei Maronen, also in der Pfanne unter rühren rösten, bis die Schale aufplatzt. Dann die Schale abpellen und danach wie oben beschrieben die Gerbstoffe auskochen.
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Mitglied seit 29.09.2005
1.047 Beiträge (ø0,18/Tag)

War mal eben auf Wikipedia und da steht, Wortwörtlich: Alle Teile der Eichel, besonders unreifen Eicheln, sind wegen der enthaltenen Gerbstoffe giftig
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Mitglied seit 11.08.2004
198 Beiträge (ø0,03/Tag)

Hm, als doch giftig?

Aber bender schriebt man kann sie verarbeiten...

Hats den schon jemand versucht????
(naja und wenn die doch giftig waren, werde wirs eh nicht erfahren na dann... )
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Mitglied seit 11.12.2005
30.242 Beiträge (ø5,22/Tag)

Hallo zusammen!


@ Izzy, gib sie Deinem Schwein, schlachte es anschließend, und Du kannst den Schinken essen!

So einfach ist das!! Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen


LG Emmy - Ly
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 17.01.2002
16.002 Beiträge (ø2,22/Tag)

Eicheln kann man definitiv essen. Z.B. einfach mal nach \"Eichelmehl\" googeln oder nach \"Eicheln Rezepte\". Im Mittelalter und in Kriegszeiten stand sie bei vielen Menschen auf dem Speisezettel. Gerbstoffe, die übrigens auch in Kaffee oder Tee vorkommen) sind in grösseren Mengen giftig aber nicht lebensgefährlich. Wenn man die Gerbstoffe nicht wie oben beschrieben auskocht kann man schon mal recht unangenehme Magen-Darnm-Probleme bekommen.

Eichelmehl habe ich selber schon benutzt, ist aber nichts was man unbedingt probiert haben muss.
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Mitglied seit 23.05.2002
5.293 Beiträge (ø0,75/Tag)

Hallo Izzy!
Hast Du Dir den Namen des Users angeguckt, der diese Antwort gegeben hat ?
Das sagt doch schon alles, oder ?
Das war IRONIE !



[COLOR=orange-red]Sonnige Grüsse

Eicheln essen 2920961913

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
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Mitglied seit 31.05.2006
2.174 Beiträge (ø0,39/Tag)

Hallo, meine Lieben!

Aus Erzählungen meiner Vorfahren weiß ich, dass Eicheln im vollausgereiften Zustand verwendet wurden, aber nur in sehr harten Kriegszeiten und dann selbst da, nur in der Außnahme!

Bitte laßt doch den Waldtieren in den \"noch\" vorhandenen Wäldern auch noch etwas zum Fressen!

Wenn es so eine nützliche Frucht wäre, hatte die bestimmt schmal mal irgend Jemand als eßbare \"Nutzpflanze\" gezüchtet.

Gruß Heidi!
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Mitglied seit 08.12.2002
10.213 Beiträge (ø1,48/Tag)

Kommt aus den sonstigen Kochrezepten.

Liebe Grüße,
Schasti




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Mitglied seit 26.04.2005
1.994 Beiträge (ø0,33/Tag)

Hallo,

hab bei meine Rezepten folgende Rezepte mit Eicheln gefunden.
Sie sind allerdings noch nicht selbst nachgekocht.


Eichelmehl

Eicheln in eiserne Stilpfanne schütten (nicht zu viel auf einmal).
Auf gutem Feuer leicht rösten! (hin und wieder umschaufeln!) Platzen
der Eichelkerne nach 8 - 10 Minuten. Danach Schalen entfernen.
Eichelkerne im kalten Wasser 1 Stunde wässern. (hin und wieder
umrühren) Auf einem Sieb die Eichelkerne abtropfen lassen, danach
durch den Wolf drehen. (Je weniger in den Wolf hineingegeben werden,
um so leichter das Durchdrehen!) Das grobkörnige - helle Eichelmehl
nach Belieben durchsieben. (Grobe Rückstände sind ein zweites Mal
durchzudrehen!) Praktische Winke: Für den jeweiligen Wochenbedarf
an Eichelmehl sind die Eicheln mit einem Male durchzudrehen.

WICHTIG! EICHELMEHL MUSS, UM VERDAULICH ZU WERDEN, 10 MINUTEN LANG
GEKOCHT WERDEN!




Eichelbrot

Zutaten:
500 Gramm Mehl
2 Essl. Salz
25 Gramm Hefe
1/2-3/4 Ltr. Wasser, lauwarm; ca.
500 Gramm Eichelmehl

Zubereitung:
Mehl und Salz vermischen. Hefe in wenig Wasser auflösen und
unterrühren.

1/2 - 3/4 l lauwarmes Wasser nach und nach einrühren. Den Teig gut
rühren und an warmer Stelle 2 Stunden aufgehen lassen.

Das Eichelmehl einkneten, gut durcharbeiten! (Der Teig muss sehr
fest ausgeknetet werden, er läuft sonst auseinander!) Ein
längliches Brot formen, auf das bemehlte Blech legen. Mit bemehltem
Messer obenauf 4 x einkerben. Brot nochmals aufgehen lassen.

In vorgeheiztem, heißem Backofen einschieben , bei mittlerer Hitze
60
- 80 Minuten abbacken. Backprobe machen: Spitzes Hölzchen einpieken!
Klebt Teig am Hölzchen: weiterbacken! Ist das Hölzchen trocken: Brot
gar! (Die Backzeit richtet sich nach der Beschaffenheit des Mehles.)




Eichelkaffee

Zutaten: Eicheln

Zubereitung:
Im Herbst die zu Boden gefallenen Eicheln sammeln, die Schalen
entfernen und die Früchte kleinshneiden. In einer Pfanne rösten,
aber nicht schwarz werden lassen. In einem Mörser zu grobem Pulver
zerstoßen. Gut verschlossen aufbewahren. Auf eine Tasse Wasser gibt
man 1 gestrichenen Teelöffel des Pulvers. Kurz aufkochen, mit Zimt
oder Kardamon würzen und mit Milch trinken.

Dem Eichelkaffee kann man die doppelte Menge Roggenkaffee und etwas
Zichorienkaffee zufügen. Man erhält einen wohlshmeckenden und
gesunden Hauskaffee. Für die Zubereitung des Roggenkaffees weicht
man Roggen über Nacht in kaltes Wasser ein und gießt das Wasser am
folgenden Morgen wieder ab. Nun gibt man den Roggen in einen Topf,
füllt mit frischem, kaltem Wasser auf und bringt alles zum Sieden.
Wenn die Körner aufgesprungen sind, seiht man wieder ab. Die Körner
im Sieb lassen und zweimal kochendes Wasser darübergießen. Gut
abtropfen lassen. Auf einem Backblech ausbreiten und im Ofen gut
trocknen, bis die Körner dunkelbraun geworden sind. Die Körner
zerstoßen und mit dem Eichelkaffee vermischen. Der Kaffee schmeckt
aromatischer, wenn die Körner und Eichelstückchen erst kurz vor der
Kaffeezubereitung zerstoßen werden.

Der Zichorienkaffee war einmal ein sehr bekanntes Getränk. Zur Zeit
der Kontinentalsperre. Als keine englischen Waren auf dem Festland
eingeführt werden durften, war auch der Kaffee knapp geworden. Man
besann sich damals einer sehr schönen blauen Blume, der Wegwarte
oder Zichorie. Der Kaffee aus dieser Wurzel wurde zum gängigsten
Kaffeesurrogat.

Es ist ein wenig mühsam, sich die Wurzeln für einen großen Vorrat
Zichorienkaffe zu sammeln. Die Wurzeln stecken oft tief im steinigen
Boden. Sie werden im Frühjahr oder Herbst ausgegraben, gereinigt,
kleingeschnitten, geröstet und zu Pulver zerstoßen.

Wer schon einmal in eine Eichel gebissen hat, der kann sich noch gut
an den bitteren, zusammenziehenden Geschmack erinnern. So hat es
mich auch gewundert zu erfahren, dass für die Indianer Nordamerikas
die Eicheln eine wichtige Nahrungsquelle waren. Sie hatten Methoden
entwickelt, um die bitteren und giftigen Stoffe aus den Eicheln zu
entfernen.

Ich durfte in Amerika einer Indianerfrau über die Schultern schauen,
als sie die mühsame Prozedur vollzog, Eicheln zuzubereiten.

Sie schälte die frisch gesammelen Eicheln und zerrieb sie in einem
Steinmörser. Dieses Eichelmehl füllte sie nun in einen sehr fein
geflochtenen Korb und stellte ihn im nah gelegenen Bach so auf, dass
Wasser von oben in den Korb floss, durch das Mehl hindurch und nach
unten wieder abfließen konnte. Zwei Tage stand der Korb im Wasser,
bis sie ihn wieder herausnahm. Sie drückte das Mehl aus und breitete
es in einem flachen Korb zum Trocknen aus. Mit diesem Mehl backte
sie Pfannkuchen und Brot, kochte Suppen und Süßspeisen. Meistens
mischte sie es zu gleichen Teilen mit Mais- und Weizenmehl. Gerichte
aus Eichelmehl haben einen wüzigen, nussartigen Geschmack.

Wieder zuhause, habe ich in einem alten deutschen Kräuterbuch fast
dasselbe Rezept entdeckt. In Notzeiten scheint man auch hier die
Eicheln zum Brotbacken verwendet zu haben. Man hat sie dafür
geschält, kleingeschnitten und mit Wasser übergossen. Dann ließ man
sie über Nacht stehen und goss das Wasser ab. Dies sollte so oft
wiederholt werden, bis das Wasser hell abläuft. Nachdem man sie im
Ofen getrocknet hatte, wurden sie zermahlen und mit gleichviel
Roggenoder Weizenmehl vermischt. Aus dieser Mehlmischung wurde dann
ein Sauerteigbrot gebacken.




Eichelkuchen

Zutaten:
MÜRBTEIGBODEN:
50 Gramm Zucker
50 Gramm Puderzucker
200 Gramm Mehl
100 Gramm Butter; in Stücken
1 Prise Salz
1 Eigelb
1 Teel. Milch; falls nötig
BELAG:
200 Gramm Eichelpüree
300 Gramm Joghurt
4 Essl. Honig
50 Gramm Rosinen
100 ml Milch
2 Eiweiß
Zimtpulver

Zubereitung:
Für den Mürbteigboden Zucker, Puderzucker, Mehl, die Butterstückchen
und Salz mit den Händen zu feinen Streuseln verreiben und dann mit
dem Eigelb verkneten. Falls nötig, ganz wenig Milch zugeben. Den
Teig zu einer Kugel formen und 30 Minuten zugedeckt kalt stellen.
Den Teig auf wenig Mehl ausrollen und in eine mit Backpapier
ausgelegte Springform legen.

Die Eicheln einschneiden und einige Minuten in Wasser kochen, damit
sie sich besser schalen lassen. Die geschälten Eicheln klein hacken
und mehrmals hintereinander in jeweils frischem Wasser abkochen, bis
alle Gerbstoffe und jeglicher bitterer Geschmack vollständig
entfernt sind und das Wasser beim Kochen klar bleibt (solange in den
Eicheln noch Gerbstoffe enthalten sind, färbt es sich
schokoladebraun).

Die gekochten Eicheln zu Mus zerdrücken. Dieses Püree mit dem
Joghurt, dem Honig und den Rosinen mischen und die Milch unterrühren.
Das Eiweiß zu Schnee schlagen und vorsichtig unterheben. Mit
Zimtpulver verfeinern.

Die Eichelmasse auf dem Teigboden verstreichen und den Kuchen eine
halbe Stunde bei 180oC backen.

Wenn man ein Eichelpüree haben sollte, das noch zu viele
Bitterstoffe enthält, ist diese Rezept ein besonderer Tip, denn die
Proteine der Milch und des Eiweißes verbinden sich mit den
Gerbstoffen und neutralisieren sie.


Eichelpastete

Zutaten:
250 Gramm Eicheln
50 Gramm Pflanzenfett
2 Essl. Olivenöl
75 Gramm Schwarze Oliven in Öl
1 klein. Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 Eier; getrennt
Salz
10 Wacholderbeeren

Zubereitung:
Die Eicheln einschneiden und einige Minuten in Wasser kochen, damit
sie sich besser schalen lassen. Die geschälten Eicheln klein hacken
und mehrmals hintereinander in jeweils frischem Wasser abkochen, bis
alle Gerbstoffe und jeglicher bitterer Geschmack vollständig
entfernt sind und das Wasser beim Kochen klar bleibt (solange in den
Eicheln noch Gerbstoffe enthalten sind, färbt es sich
schokoladebraun). Die gekochten Eicheln zu Mus zerdrücken und mit
dem Pflanzenfett, de, Olivenpöl, den entsteinten Oliven, den
gehackten Zwiebeln, dem Knoblauch und den Eigelb vermischen. Mit
Salz und Wacholderbeeren abschmecken, dann den locker geschlagenen
Eischnee unterheben. Die Masse in eine Backform geben und im Ofen
bei 180oC 40 Minuten backen.

Die Pastete schmeckt am besten kalt und kann mehrere Tage aufbewahrt
werden.



Eichelbrotaufstrich

Zutaten:
1 Essl. Margarine
2 Essl. Mehl
3 Essl. Eichelmehl
1 Tasse Wasser
25 Gramm Hefe
1 1 Essl. Margarine
1 Zwiebel, gerieben oder
Meerettich, gerieben oder
Majoran, Kümmel
Kräuter, feingewiegt

Zubereitung:
Ein El Margarine mit den 2 El Mehl in einer Pfanne anbräunen, mit
dem Eichelmehl und dem Wasser glattrühren und aufkochen, von der
Flamme nehmen.

Die Hefe und 1 El Margarine in die heiße Masse unterrühren.

Mit geriebener Zwiebel oder geriebenem Meerrettich oder mit Majoran,
Kümmel, feingewiegten Kräutern abschmecken, erkalten lassen.



Eichelauflauf

Zutaten:
10 Scheiben Brot (ca. 500 g Brot)
400 Gramm Eichelmehl
500 Gramm Mohrrüben, roh gerieben
-- oder
500 Gramm Zuckerrübenrückstände
Zucker
Gewürze

Zubereitung:
Die Brotscheiben in kaltem Wasser einweichen, durchdrehen oder mit
einer Gabel zerdrücken. Das Eichelmehl mit den Moorrüben oder mit
den Zuckerrübenbeständen vom Sirupkochen vermischen. Mit Zucker und
Gewürzen abschmecken. Das Gemisch in eine ausgefettete und
ausgebröselte Form einfüllen. Bei guter Hitze etwa 40 Minuten backen.

Variante: Auflaufteig nicht mit Zucker sondern mit Salz und Gewürz
abschmecken.

Tip: Passende Beigaben: Pikante Kräutersauce, Saure Gurke, Salat



So Izzy, wünsche dir jetzt viel Spaß beim Eichelsammeln Lachen

lg
Monddrache
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Mitglied seit 29.11.2002
9.142 Beiträge (ø1,32/Tag)

Hallo,

nix für ungut, aber ich halts mit Bender: Eichelmehl muß man nicht unbedingt probieren. Es schmeckt noch eigenartiger als pures Buchweizenmehl. Und Eichelkaffee... die Rösterei hat das Haus mit Sicherheit ungezieferfrei gemacht. *Schüttel*

VG
m2k
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