Magenschonende und einfache Rezepte


Mitglied seit 09.07.2018
3 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo liebe Chefkoch-Mitglieder!
Ich bin mal so ehrlich und sage, dass ich meinen Magen allem voran durch meine Magersucht (Purging-Typ, also ähnlich Bulimie nur mit Untergewicht) in den letzten Jahren wahrscheinlich ziemlich belastet habe. Seit einiger Zeit wird mir von fast allem, was ich zu mir nehme schlecht, was meiner Genesung nicht unbedingt zuträglich ist. Was noch funktioniert ist Skyr, Suppen und etwas Brot, Smoothies mag ich auch gerne, aber habe wegen der Fruchtsäure Angst, später Sodbrennen zu bekommen oder mich übergeben zu müssen. Jetzt suche ich Gerichte, die magenschonend, nicht allzu teuer (Viel Fisch fällt da leider weg …) und auch nicht die allergrößten Kalorienbomben sind, weil ich mich da wahrscheinlich nicht rantrauen werde. Ich bevorzuge Deftiges, habe hier auch schon bei meiner Suche die Idee mit Rührei mitgenommen, was ich definitiv häufiger machen werde. Über eure Vorschläge wäre ich sehr dankbar!
Liebe Grüße!
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Mitglied seit 22.09.2017
2.799 Beiträge (ø3,7/Tag)

Wenn du Angst vor Fruchtsäure hast mach dir einfach herzhafte Smoothies, die sind deutlich ärmer an Säure.
Karotte, frische Rote Beete, Fenchel, Zucchini, Kürbis - was auch immer - dazu etwas Wasser, eine Fettquelle wie Leinsamen (falls dein Mixer die knacken kann), Avocado oder Nussmus. Schmeckt lecker und sättigt angenhm.

Du kannst dir auch Gemüse(creme)suppen machen. Mal mit Roten Linsen, mal mit Weißen Bohnen.. mal Kartoffeln, oder Reis als einlage. Das sind alles durchaus nährstoffreiche gut verdauliche und preiswerte Optionen.

Kartoffelbrei kann man auch auf sehr unterschiedliche arten zubereiten und mit einem grnen Salat als Hauptmahlzeit essen.
Zb mit etwas Zitronensaft und Olivenöl stampfen, angeröstete Pinienkerne und getrockenete Tomaten dazu und frisches Basilikum unterheben. Oder deftig mit angeschmorten Zwiebeln und gerösteten Brotwürfeln..

Pellkartoffeln mit Kräuterquark kann man auch schön abwandeln, mal Paprika oder Radieschen in den Quark schnibbeln.. mal Frühlingszwiebeln drüber streuen und und und....

Ich würde wohl eher auf fettarm- und Kohehydratlastige Ernährung achten, die sättigt gut ohne wie ein schwerer Klops im Magen zu liegen und neigt auch nicht dazu so schnell Sodbrennen zu verursachen.

Viele Grüße 🍂
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Mitglied seit 09.07.2018
3 Beiträge (ø0,01/Tag)

Vielen Dank, FräuleinHerbstlaub, ich hätte ehrlich gesagt gar nicht so fix mit einem so hilfreichen Beitrag gerechnet! :)

Mixer gibt es hier leider gar nicht, ich hole immer fertige Smoothies aus dem Supermarkt, allerdings wird dort das Angebot an grünen und allgemein Gemüsesmoothies auch breiter, habe mich aber bis auf an ein paar klassische grüne (Die sehr gut waren) noch nicht immer rangetraut. Meistens kaufe ich aufgrund des knappen Budgets das, was heruntergesetzt ist, aber da sollte ich in meinem Lidl bei den Smoothies sogar Glück haben.

Gemüsecremesuppen, da hab ich mich bislang an Kartoffel- und Spargelsuppe nach meiner Oma oder wenns schnell gehen musste einer fertigen Pilzcremesuppe versucht. Alles mochte ich recht gerne, auf weiße Bohnen wäre ich aber ehrlich gesagt gar nicht gekommen - Bei Linsen hätte ich schon wieder Angst, dass es bläht oder ist das nach dem Pürieren nicht mehr der Fall?

Kartoffelbrei erinnert mich immer etwas an frühere Krankenhausaufenthalte, aber da gab es diesen auch meist zu Fisch mit einer Senfsoße, was bei mir mittlerweile ein Bild des Grauens ist. Darauf, dass man da womöglich mit zusätzlichen Zutaten was aufpeppen kann, wäre ich gar nicht gekommen, weil ich ihn eigentlich von vorneweg ausgeschlossen habe, aber eröffnet mir natürlich nochmal ein ganz neues Feld (Nur bei Öl und angeschmorten Zwiebeln bin ich mir nicht sicher, wie ich darauf reagiere, aber die Tomaten und Pinienkerne sind eine sehr schöne Idee).

Kohlenhydrate waren für mich früher ein No-Go, ich habe mich bis auf Obst und Haferbrei fast nur von Quark und Eiern ernährt, weil mich das zu meiner restriktiven Zeit trotz geringer Mengen am längsten am Laufen gehalten hat :D
Daran muss ich mich langsam wieder gewöhnen.
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Mitglied seit 22.09.2017
2.799 Beiträge (ø3,7/Tag)

Hülsenfrüchte wie Linsen verträgt jeder anders.. es gibt aber ein paar kniffe um die bekömmlichkeit zu steigern. Vor dem kochen sollten Hülsenfrüchte (egal ob getrocknete oder aus der Dose) immer sehr sehr gut abgespült werden bis das Wasser klar ist bzw nicht mehr schäumt. Diese Saponine begünstigen eher einen unruhigen Magen.. vielleicht hilft es dir etwas die vorher gut abzuwaschen.
Auch gut sind kombinationen die den Bauch eher etwas beruhgen.. Kümmel in das Kochwasser geben zb, Cumin schmeckt orientalisch und ist auch gut für die Verträglichkeit. Ein Tee mit Fenchel zum abschluss ist auch immer gut und schmeckt auch eiskalt im Sommer superlecker.

Auf Kohenhydrate zu verzichten halte ich persönlich für den falschen Weg.. es geht ja gar nicht darum kiloweise Zucker zu futtern sondern gute stärkebasierte Nahrungsmittel zu integrieren. Kartoffeln verdienen definitv beachtung, die verträgt fast jeder, die haben halbwegs viele Minderalstoffe und sind nicht so schwer wie Nudeln oder Reis.
Außerdem kann man damit ohne Ende viele sachen machen... Gemüsepfannen mit Kartoffeln zb gibt es in hunderten variationen.. oder auch zusammen mit Ofengemüse.. das sind alles tolle, gesunde und sättigende Speisen die auch noch kostengünstig sind.

Ich persönlich würde auch definitv versuchen irgendwie die 30€ für einen Mixer zu sparen, der macht dir das Leben schon leichter in sachen Suppen und Soßen. Auch ist es um ein vielfaches Günstiger Smoothies selber zu mixen als die kleinen abgepackten Fläschchen zu kaufen. Musst du aber selber wissen ob und was du dir leisten magst.

Ich würde aber halt wirklich immer schön viel Gemüse integrieren damit du mal wieder so was wie eine funktionierende Darmflora aufbauen kannst nach all dem Verzicht. Je besser bzw gesünder die Darmflora ist, umso besser wirst du auch dein Essen vertragen, also immer schön schön quer den regenbogen essen.. Gemüe, Obst.. Vielleicht knabberst du auch mal ein paar Nüsse.. so was halt.

Viele Grüße 🍂
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Mitglied seit 03.06.2017
1.702 Beiträge (ø1,96/Tag)

Salü Epi,

beim Kostaufbau würd ich Reis einbauen, mit mildem Gemüse wie Möhren oder Kürbis, wer keinen Milchreis mag einfach Normalreis mit paar Löffelchen Quark und vielleicht Zimt oder geriebenem Apfel mischen.
Dips mit Frischkäse sind günstig und abwechslungsreich...Schnittlauch, Gurkenwürfelchen auch mal leichtsüss z.B.mit Aprikosen dazu Brot oder Brötchen oder Rohkost.
Pellkartoffeln mit Quark sind bekömmlich und leicht, übrigens lässt sich Geld für Skyr sparen - er ist gleichauf mit Magerquark.

Ich bin ne Suppenliese ..und das heilt/hilft mir...egal ob Hühnerbrühe oder gemüsig:
Kartoffel-Karotte
Spargel auch mal mit Croutons
Kürbis
Erbsen mit Minze und Klecks Frischkäse
Plus hier..Du kannst Portionen einfrieren, statt Mixer vielleicht einen Pürrierstab anschaffen, damit geh'n auch Smoothies.

LG Mara
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Mitglied seit 09.07.2018
3 Beiträge (ø0,01/Tag)

@FräuleinHerbstlaub
Gut, ich versuchs mal mit dem Abwaschen, danke für den Tipp!

Kartoffeln mag ich auch sehr gerne, nur am liebsten in jeglicher krossen Form, das ist ohne viel Öl dann meist schwer. Suppe war bereits ein guter Ansatz, hin und wieder habe ich auch leicht gewürzte Backofenchips mit Quark gemacht.

Der Mixer steht schon länger auf der Wunschliste, leider kam es bislang nicht dazu, teils auch weil es mir ein Graus war, den immer reinigen zu müssen. Allerdings bekam ich zu meinem letzten Geburtstag eine kleine Tischgeschirrspülmaschine, damit sollte das kein so großes Problem mehr darstellen.

Danke für deine Anregungen ☺

@MARAlyra
Für Kürbis ist es noch nicht Saison, oder doch? Ich hatte mal einen Kalender am Kühlschrank, aber nachdem mir ein Topf samt Inhalt abgestürzt ist, sah der nicht mehr ganz so frisch aus.
Milchreis hatte ich schon länger nicht mehr, ich denke hin und wieder wäre das gar keine schlechte Idee, solange ich Sojamilch verwende. Ich bin nicht ganz laktoseintollerant (Joghurt und Quark gehen problemlos), nur sobald irgendwo pure Milch hineinkommt (Bechamel, Kakao, teils auch selbst gekochter Pudding), kanns Probleme geben.

Ich habe mich früher hauptsächlich von Magerquark ernährt, ich kenne da die Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten (Und liebe auch Magerquark, aber der ist mir mittlerweile unverdünnt etwas zu klobig). Abseits von den Nährwerten und der Konsequenz gibts aber auch geschmacklich ein paar Unterschiede. Ich mag aber auch den Skyr von Lidl am liebsten, der gibt sich preislich nicht allzu viel zum Quark :)

Pürierstab habe ich schon, damit habe ich die Suppen bisher gemacht - Einfrieren muss ich definitiv mehr, wurde nur leider so erzogen, dass alles aufgegessen werden muss, was nachher dann die Misere begünstigt hat, weil ich meist alles oder nichts gegessen habe ... Bis ich mir das abgewöhnen kann, muss ich noch versuchen passend und in kleineren Portionen zu kochen.

Liebe Grüße!
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Mitglied seit 22.09.2017
2.799 Beiträge (ø3,7/Tag)

Nen Mixer zu reinigen ist kein Akt.. Schluck wasser rein, paar Tropfen vom Spülmittel und kräftig durchmixen, dann klar durchspülen - fertig. Dauert bei mir in der täglichen Anwendung keine 20 Sekunden zum saubermachen.

Kürbiszeit geht so um den September los je nach Wetter auch mal etwas früher oder später.

Viele Grüße 🍂
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Mitglied seit 23.05.2007
28.971 Beiträge (ø6,39/Tag)

Du könntest auch Süsskartoffeln nehmen. Die schmecken als Suppe oder gebraten oder auch als Salat. Man kann sie auch füllen z.B. mit Zucchini und Frischkäse oder eben auch als Püree. Da gibt es viele Möglichleiten, sie sind gesund und lecker.
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Mitglied seit 03.06.2017
1.702 Beiträge (ø1,96/Tag)

Beim Lidl-Angebot kann ich nicht mitreden. Das ist einer der Läden die ich boykottiere.

...ganz mild ist auch Kartoffel-Petersilienwurzelpüree..kleines Rührei dazu...

Blattspinat zart dünsten mit etwas Käse schmeckt das auch toll auf kräftigem (nicht körnigen) Brot...

Pfannkuchen..aus Dinkelmehl mit oder ohne Milch, kann man vegetarisch oder süss erweitern...


Magerquark pur ist mir auch zu "sandig" ich rühr den mit Sprudel cremig.

LG Mara
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Mitglied seit 04.11.2009
502 Beiträge (ø0,14/Tag)

Hallo liebe Epiphora,

ich finde es toll, dass du hier nachfragst und ehrlich bist. Daumen hoch dafür!

Was ich bisher nicht gelesen habe und dir daher ans Herz legen möchte: Aus Knollensellerie in Kombination mit Kartoffeln kann man auch prima Gerichte zaubern, sei es Püree oder Suppe. Ofengemüse (Zucchini, Fenchel, Süßkartoffeln, ... leicht mariniert mit etwas Öl, Gewürzen) mit Kräuterquark funktioniert auch immer gut bei einem "bösen" Magen.
Eines meiner Lieblingsrezepte hier von Chefkoch ist dieses Gratin *klick*, das fast ausschließlich aus bekömmlichen Zutaten besteht. Die einzige Fettzufuhr ist das gesunde Olivenöl, die Menge an Fetakäse (wenn gewünscht) kannst du variieren.
Was Kohlenhydrate betrifft, so kannst du auch mal auf Dinge wie Quinoa oder Bulgur zurückgreifen. Diese Rezept *klick* mit Quinoa ist sehr lecker, sehr bekömmlich und wenn du evtl. Bedenken wegen der Champignons hast, kannst du die auch einfach weglassen.

Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg!

Viele Grüße
traumkochen
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Mitglied seit 04.11.2009
502 Beiträge (ø0,14/Tag)

P.S.: Was das Aufessen-Müssen betrifft, so habe ich das vor vielen Jahren bei einer Freundin erlebt. Sie kannte keine Portionsgrößen und war durch ihre Essstörung nicht in der Lage, "normale" Volumen abzuschätzen. Entweder aß sie (wie du) aus Angst nichts oder sie kochte so ausladend, dass 4 Erwachsene davon hätten satt werden können. Eingefroren oder aufbewahrt hat sie davon nichts... Die Gründe kannst du dir denken.

Ihr half im Rahmen einer Therapie ein "begleitetes" Kochen und Essen, bei dem auch größere Portionen zubereitet wurden. Noch vor dem Essen wurden dann verschiedene Mengen des Essens auf Tellern angerichtet: Kleine Portion (Kindergröße), mittlere Portion (Erwachsene mit geringem bis mittlerem Tagesumsatz), große Portion (Erwachsene mit mittlerem bis großem Tagesumsatz). Sie musste entscheiden, welche Portion hiervon für sie "sinnvoll" ist. Das war wirklich kognitiv-psychologisches Training. Der Rest des Gerichts wurde sofort, noch vor dem Essen, in Tupperdosen portioniert, beschriftet und für den Kühlschrank bzw. die Tielfkühltruhe vorbereitet. Erst dann hat sie gegessen und dann natürlich auch ihm Rahmen der Therapie gelernt bzw. reflektieren müssen, was ein "gesundes" Sättigungsgefühl ist. Das dauerte lange, hatte aber Erfolg.

Ich will dir an dieser Stelle nicht zu nahe treten, aber deine Beschreibungen zu Beginn haben mich direkt an meine Freundin erinnert.

Alles Liebe für dich
traumkochen
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