Zöliakie - Laktoseintoleranz - Fruchtzuckerunverträglichkeit

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Mitglied seit 28.08.2004
22 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo alle zusammen!

Ich habe die unglückliche Kombination von Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) - Laktoseintoleranz - Fruchtzuckerunverträglichkeit und wolllte mal wissen, ob es da draussen in der CK-Welt noch jemanden gibt? na dann...

Ich suche nach einem guten Rezept für Brot, das gluten-, laktose- und fruchtzuckerfrei ist. Wie tut euch ihr beim Kochen und Backen?

LG, Dani
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Mitglied seit 31.07.2004
42 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo und ein herzliches Aloha Dani82!

Die Kombination ist ja echt mies... traurig
Ich kenne leider kein Rezept für Dich, aber ich wollte an dieser Stelle erst mal nachfragen, wie Du diese drei Zutaten aus Deinem Leben raushalten kannst.
Einige aus meiner Familie (Schwester und Cousine) sowie unser kleiner Nachbarssohn (1 3/4) haben auch eine Lactoseunverträglichkeit. Die gehen dann den Umweg über Sojamilch oder Milch ohne Lactose.
Aber kannst Du das Mehl nicht durch ein anderes ersetzen? Ich habe grade mal ein wenig gegoogelt und bin auf der Seite der \"Deutschen Zöliakie Gesellschaft e. V.\" gelandet. Dort gibt es Infos darüber wie die Diät aussehen soll und auch einige Rezepte...
Wenn Du willst, bleibe ich an dem Thema dran. Es wäre schön wenn Du mir etwas mehr über dieses Thema erzählen könntest. Die puren Fakten finde ich übers Netz aber das was sonst noch dahintersteht ist doch das eigentliche...

Liebe Grüße,
Katjos
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Mitglied seit 31.07.2004
42 Beiträge (ø0,01/Tag)

Aloha @Dani82!

Ich habe jetzt die beiden Rezepte von der \"Deutschen Zöliakie Gesellschaft e. V.\" herausgesucht:

Brot, Grundrezept

500 g glutenfreie Mehlmischung mit
1 TL Salz mischen.
1 Würfel Hefe hineinbröckeln.

Eine Tasse von
ca. 375-400 ml Wasser, lauwarm zugeben und unterkneten, dann nach und nach in kleinen Portionen das restliche Wasser zugeben und unterkneten. Der Teig soll geschmeidig und elastisch sein und darf nicht kleben, bei zuviel Wasser wird er weich und klebrig.

Nach dem Kneten ca. 20-30 Minuten zugedeckt an einem warmen und feuchten Ort stehen lassen.


Dann den Teig nochmal kurz kneten und in eine gefettete Kastenform füllen. Nochmal ca. 30 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 250 Grad vorheizen.

Nach der Gehzeit die Form in den Ofen schieben und eine Tasse Wasser auf den Boden des Backofens schütten, um Dampf zu erzeugen, dann den Backofen schnell schließen.

Die Hitze auf 200 Grad herunterstellen und das Brot ca. 45 Minuten backen.


Das Brot kann durch Zugabe von Sonnenblumenkernen, Sesam u.a. glutenfreien Körnern sowie durch eine andere glutenfreie Mehlmischung variiert werden.


Kartoffelbrot

200 g glutenfreie Mehlmischung (z.B. Hammermühle Mehl-Mix rustikal) mit
100 g Maismehl

1 TL Zucker

1 TL Salz und
1Pg. Trockenhefe oder
1/2 Würfel Frischhefe, zerbröselt vermischen.

Nach und nach
350-400 ml lauwarmes Wasser zugeben und mit dem Rührgerät unterarbeiten, dann
175 g geriebene Kartoffeln (am Vortag gekocht) und
50 g zerlassene Butter oder 40 g Öl unterkneten (der Teig ist relativ weich, er hat die Konsistenz eines Rührteiges!)

In eine gefettete Kastenform füllen und ca. 30-40 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen, dann das Brot ca. 60 Minuten backen.


Dieses Rezept funktioniert auch im Backautomaten (evtl. sind ein paar Versuche nötig, um die richtige Wassermenge herauszufinden):

300-320 ml Wasser,

1 TL Salz und
50 g zerlassene Butter oder 40 g Öl in die Backform geben.
300 g glutenfreie Mehlmischung (oder 200 g glutenfreie Mehlmischung und 100 g Maismehl) mit
1 TL Zucker mischen und dazugeben,
1 Pg. Trockenhefe oder 1/2 Würfel Hefe darüberstreuen.

Im Schnellprogramm starten, wenn die Zutaten gleichmäßig durchmischt sind
175 g geriebene Kartoffeln (am Vortag gekocht) zugeben.
Bei manchen Backautomaten funktioniert dieses Rezept noch besser, wenn man die Zutaten abends spät einfüllt und dann mit Timer arbeitet, so daß das Brot am nächsten Morgen fertig gebacken ist! Dazu evtl. die geriebenen Kartoffeln mit dem Mehl mischen, die Hefe dann als letztes auf das Mehl streuen.

Liebe Grüße,
Katjos


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Mitglied seit 31.07.2004
42 Beiträge (ø0,01/Tag)

Aloha Dani82!

Wegen Deiner Fructoseintoleranz wollte ich Dich fragen ob Du auch Sorbitol/Gluciol auch nicht verträgst. Wie hast Du bisher Deine Lebensmittel gesüßt? Geht vielleicht Malzzucker?

Lieber Gruß,
Katjos ...
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Mitglied seit 18.09.2003
637 Beiträge (ø0,1/Tag)

hallo Dani !

Mit laktosefreien Sachen könnt ich dir weiterhelfen ... das andere wird etwas schwieriger....

Schau mal zu http://www.libase.de Dort gibt es auch im Rezeptbereich Rezepte die Gluten und Laktosefrei sind. Manche davon sind bestimmt auch Fructosefrei.

@ katjos Traubenzucker sollte gehen bei Fructoseproblemen. Der kann normal verarbeitet werden ....

Malzzucker weiß ich jetzt nicht ....

LG Indiangirl
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Mitglied seit 28.08.2004
22 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo nochmals!

Danke für eure Antworten!

@ Katjos: Sorbitol geht leider auch nicht, von Malzzucker hab ich noch nichts gehört, aber Traubenzucker ist meine grosse Hilfe. Bei den Mehlen enthalten manche glutenfreie Mehle leider Laktose, sodass ein Teil davon wegfällt.

Wie das so abläuft? Naja, die glutenfreie Diät halte ich strengstens ein, da die Spätfolgen gravierend sein können (im allerschlimmsten Fall Darmkrebs). Bei der Laktose und Fruchtzucker ist es nicht so tragisch, aber mit Darmkrämpfen, Durchfall und Blähungen ist auf jeden Fall zu rechnen.

Es ist aber doch manchmal frustierend wenn man vor dem glutenfreien Regal im Supermarkt steht, und vielleicht 10 verschiedene Süssigkeiten zur Auswahl hat, aber 7 davon ausfallen, weil sie Laktose oder viel Fruchtzucker enthalten. zum Heulen

Beim Fruchtzucker funktioniert es so, dass mein Körper keinen Transporteur für den Fruchtzucker hat, und der somit im Darm liegen bleibt und Beschwerden verursacht. Wenn ich doch mal Erdbeeren oder Honig essen möchte, esse ich dazu ein bisschen Traubenzucker, der dann die Rolle des \"Transporteurs\" übernimmt. Aber genauso wie bei den Lactasetabletten hilft dies nicht 100%ig und ich muss mit Bauchschmerzen rechnen.

Ansonsten muss man sich einfach dran gewöhnen und versuchen es zu akzeptieren, ich denk mir immer dass es nicht mehr viel schlimmer kommen kann. Na!

Vielen Dank für die Rezepte, ich werde es nochmals versuchen (nachdem meine ersten Brotbackversuche arg in die Hose gegangen sind!). Ich werde mich auch weiterhin nicht davon abbringen lassen, all die tollen Rezepte im CK auszuprobieren (nachdem ich sie auf gluten-laktose-fructosefrei geändert habe)!

LG, dani
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Mitglied seit 18.09.2003
637 Beiträge (ø0,1/Tag)

hallo dani !

Es stimmt nicht 100 %ig daß man bei Laktose und Fructose Intoleranz keine Spätfolgen zu erwarten hat.

Der eine hat später noch Probleme, der andere eher nicht.
Die große Gefahr ist meistens, daß man sich durch die Nichtbeachtung von LI und FM häufiger noch andere Allergien einfangen kann.

Der Darm enthält ja einen Teil des Immunsystems und dieses wird gestört wenn man die unverträglichen Sachen weiter zu sich nimmt.
Deshalb sollte man es sich gut überlegen.

Natürlich muß es nicht zwingend so sein, daß weitere probleme auftauchen. Aber ich z.B. habe durch die lange Zeit der Nichtbeachtung noch einiges mit eingefangen.
Seither bin ich vorsichtig geworden und kann das nur jedem raten, der damit zu kämpfen hat.

LG Indiangirl
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 26.10.2003
3.053 Beiträge (ø0,5/Tag)

Hallo,

bei mir wurde letztes Jahr endlich festgestellt, warum es mir so schlecht geht. 54 Jahre bin ich von Arzt zu Arzt gelaufen und niemand konnte mir sagen warum mein Gesundheitszustand so schlecht ist. Inzwischen weiß ich, dass ich schon seit meiner Geburt eine \"Fructoseintoleranz\" (Fruchtzuckerunverträglichkeit) habe. Es ging mir immer schlecht und niemand kam drauf was die Ursache dafür ist. Nun versuche ich möglichst fructosearm zu leben, doch zu 1oo% gelingt es mir nicht. Im Urlaub klappt es zum Beispiel auch nicht immer. Ich wollte nie Obst essen und mußte als Kind dafür Schimpfe von den Eltern ertragen. Sie meinten immer, dass mir Vitamine fehlen. Säfte mußte ich trinken und danach war mir immer soooo schlecht. Heißer Kakao war auch die Hölle. Aber es konnte ja niemand wissen was ich für eine seltene Erkrankung habe. Bauchschmerzen und Durchfälle waren oft unerträglich. Auch der Blähbauch schmerzte enorm.

Gibt es hier noch ein Ckler der ebenso mit Fructoseintoleranz zu kämpfen hat?

Liebe Grüße

Cindy54
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Mitglied seit 21.09.2004
3 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo,

soviel meiden zu müssen ist sicher ziemlich doof. Es gibt da noch den link www.glutenfrei-kochen.de da sind auch viele Rezepte, welche laktose frei sind. Vielleicht hilft Dir das...

LG Isamadrid
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Mitglied seit 06.10.2004
2 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo schon mal Damin von Loprofin versucht? Ist für Zölis und PKU geeignet, kommt ev. auch für dich in Frage.


LG
Lis
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Mitglied seit 10.01.2005
54 Beiträge (ø0,01/Tag)

Mir geht es ähnlich... traurig

Habe eine Unverträglichkeit gegen Gluten, Milch (nicht \"nur\" Lactose - vertrage auch keine Lactosefreie Milch), Nüsse, Bananen und weißen Zucker.

Die Ernährungsumstellung war/ist die Hölle, weil plötzlich nichts mehr \"richtig\" (=gewohnt) schmeckte... Welt zusammengebrochen

Kannst dich ja mal melden, so zum Erfahrungsaustausch...

LG Nina
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Mitglied seit 21.01.2005
1 Beiträge (ø0/Tag)


Hallo,

ich kann dir leider nur einen sehr guten Spezial-Diät-Bäcker ( Poensgen ) empfelen.
Schau mal unter www.poensgen-brot.de! Liefert schnell und mit UPS, kostet
zwar ein wenig aber ob man jetzt selber backt oder nicht kommt fast auf selbe raus!
Hoffe konnte dir ein wenig helfen.

Machs gut
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Mitglied seit 05.02.2005
5 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo, bin durch Zufall in dieses Forum gestoßen. Bei mir wurden auch sämtliche \"Unverträglichkeiten\" festgestellt. Also Glukose, Fruchtzucker, Kuhmilchunverträglichkeit, Weizenallergie usw. Nächste Woche gehe ich zur Bioresonanztherapie und lasse meine Weizenallergie \"behandeln\". Meine Frage: Welcher Arzt u. wie ist bei euch die Unverträglichkeit festgestellt worden? Welche Symptome habt ihr? Entschuldigt bitte, für euch ist es schon wieder fast ein \"altes\"Thema, ich kämpfe jedoch mit Speiseplänen u. naja auch etwas \"Unverständnis\" der übrigen Welt.
Über Antwort würde ich mich sehr freuen!

LG Eli50
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Mitglied seit 18.09.2003
1 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo Eli50,

ich bin von Geburt an LI und konnte bis vor ca. 2 Jahren aber noch Joghurt und Käse essen. Als ich mich von meinem Mann getrennt habe, ist die LI immer schlimmer geworden und mittlerweile kann ich fast nichts mehr essen. Weiterhin habe ich das Gefühl auf immer mehr zu reagieren und kann aber nicht orten, woher es kommt. Meine Ärztin wollte mich bereits in eine Klinik zur Analyse schicken - aber das sind 3 Wochen und ich will kein Versuchskaninchen sein. Mittlerweile ist es soweit, dass ich so gut wie keine Lust mehr auf Essen habe. Für mich stellt sich jetzt die Frage, wie habt ihr herausgefunden auf welche Stoffe ihr noch reagiert.

Danke für eure Hilfe & Liebe Grüße
fayecat
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Mitglied seit 05.02.2005
5 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo fayecat

Bei mir haben sich die Allergien an den Beinen gezeigt. Ich bekam Ausschlag, der immer größer wurde. Die Hautärztin hat Salben verschrieben, jedesmal eine andere, Pilzkulturen angesetzt, Gewebeproben entnommen. Alles negativ! Nach einem 3/4 Jahr bin ich zu einem Heilpraktiker gegangen, der mit mir einen Muskeltest (Kinesiologie) durchgeführt hat, auf was ich allergisch bin. Der hat mir dann geholfen. Anschließend bin ich noch zu einer anderen Ärztin gegangen, die Bioresonanztherapie macht, um die Allergien zu löschen (mal einfach ausgedrückt). Jetzt geht es mir gut, ich eß wieder alles. Schau ma mal, wie lang es anhält.
Vielleicht gibt es einen Heilpraktiker in Deiner Nähe, der Kinesiologe ist, würd´ich auf jeden Fall probieren!

LG Eli50
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