Französische Küche" Non Plus Ultra"???

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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 15.11.2003
13 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo Ihr Küchenköche, schon längere Zeit finde ich es merkwürdig, das in der Presse , in Kochbüchern (Pauli,Junger Koch....) sowie auf chefkoch.de die französische Küche meist als \"non plus Ultra \" gehandelt wird! Abgesehen von der Küchensprache, um die ja wohl keiner herum kommt,bin ich der Meinung ,das die französische Küche nicht den Stellenrang hat der ihr zugeschrieben wird. Allein in Europa
gibt es genug Kulturkreise, deren Kochkunst der französischen längst das Wasser reichen.
Ich hoffe auf einen lebhaften Meinungsaustausch HAR HAR HAR

Na wat iss Lachen

assai
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Mitglied seit 17.01.2002
10.397 Beiträge (ø1,6/Tag)


heftige zustimmung meinereiner...grins.....
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Mitglied seit 08.12.2002
10.192 Beiträge (ø1,65/Tag)

Mir ist die italienische Küche entschieden lieber. Viel leichter als die klassische französische Küche.
Liebe Grüße,
Schasti
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Mitglied seit 11.02.2004
14.112 Beiträge (ø2,46/Tag)

hallo,

auch mir ist die ital. küche lieber. die französiche
küche ist mit zu fett, zu arbeitsintensiv, zu kompliziert.

ich besitze ein riesen welzer über die regionalen
franz. küche und daraus habe nicht noch garnicht gechocht.
wenn ich schon lese: für 4 pers. nehmen sie 500g butter, 500g mehl,
1 liter sahne, 10 eier.......dann höre ich sofort auf weiter zu lesen.

mag sein, dass sie teilweise sehr fein und geschmackvoll ist, aber ich
esse lieber leichte kost. zugegeben sie hat natürlich eine zeit lang
die meditterrane küche sehr stark geprägt, aber die italienische
ist mir doch lieber.

ciao alberto
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Mitglied seit 17.01.2002
7.488 Beiträge (ø1,15/Tag)

Hallo,

die frz. Küche ist heute nicht mehr das 0+ultra! Ich finde sie ist im Ganzen gesehen stehen geblieben und nur wenige frz. Köche haben eine neuen frischen Stil gefunden. Es gibt sie schon die frz. Neue Küche, aber nur sehr spärlich.Im Gegensatz dazu ist die Deutsche Küche weit unterbewerte und ich spreche hier nicht von Jägerschnitzel, sonder unsere kreativen Köche an, die aus der ehemaligen Witzigmannküche entstanden sind und sich inzwischen vervielfälltigt haben.
Daneben finde ich die ital. Küche immer noch in der Masse gesehen als die Beste, denn dort kochte man schon immer undauch heute noch nach den Regeln des Angebotes vom Markt, auch im einfachen Sinn (Ausnahmen bestätigen die Regel).
Gruß grappola
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Mitglied seit 06.01.2004
826 Beiträge (ø0,14/Tag)

Hallo zusammen,

Ein wesentlicher Punkt wurde bereits erwähnt. Die französische Küche WAR führend. Heute findet man in fast ganz Europa Köche mit einem Niveau, wie man es früher praktisch nur in Frankreich fand. Zwei Dinge darf man nicht übersehen:

Der Stellenwert eines guten Essens für die BREITE Bevölkerung ist im französischen Sprachraum noch immer wesentlich höher als im deutschen Sprachraum. Die Folge: der Wettbewerb auf allen Niveaus ist höher, das beflügelt auch die Köche.

Die europäische Spitzenküche hat ihre Wurzeln nach wie vor in Frankreich. Auch die Jungen Wilden tun nichts anderes, als das weiterzuentwickeln, was Bocuse und Konsorten mal als Nouvelle Cuisine begonnen haben.

Ich liebe die italienische Küche. Gleichzeitig muss man anerkennen, dass die Italiener kulinarisch die grössten Chauvinisten sind. Die halbe Welt spottet über die deutschen Würstelbuden auf Mallorca, aber habt ihr schon Italiener im Ausland erlebt? Im Vergleich zu denen sind die deutschen Touristen extrem offen gegenüber anderen Esskulturen.

Über die Schweiz möchte ich mich an dieser Stelle nicht äussern, da bin ich Partei. Ich beschränke mich auf eine Aussage, da man aussagekräftig finden, oder mit einem müden Lächeln abtun kann: Die höchste \"Mützendichte\" Europas hat die Region Genf.

Gruss aus dem Röstiland

Gotthart

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Mitglied seit 29.02.2004
20 Beiträge (ø0/Tag)

Ich denke, dass die gepflegte Küche hier in Deutschland preislich höher angesiedelt und deshalb weniger verbreitet ist als in Frankreich. Anders gesagt: in der \"Kneipe um die Ecke\" hat man in Frankreich eine größere TrefferQuote für gutes Essen als in Deutschland.

Das fängt schon beim Einkauf an: man vergleiche einen normalen deutschen Supermarkt mit einem französischen. OttoNormalverbraucher kann für deutlich weniger Geld in Frankreich qualitativ besser einkaufen (z.B. Fleisch) und ich als Mietkoch muss ganz schön rumsuchen, bis ich in Deutschland gescheite Ware zum anständigen Preis bekomme.

Was die Küche als solche angeht, profitiere ich als \"QuerEinsteiger\" sowohl von der traditionellen französischen Küche, die ich, wie Ihr auch, als Grundlage sehe, als auch besonders von den genialen Beiträgen hier in diesem Forum. Herzlichen Dank!
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Mitglied seit 20.06.2003
1.946 Beiträge (ø0,33/Tag)

Vorschlag / Idee Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen
da muss ich den gotthart total rechtgeben!
ich liebe nudelgerichte ,aber noch lieber esse ich gescheite kartoffeln.*ggg* und am ende denke ich das die beste küche die spanische ist,wenn man sie mit den anderen internationalen küchen vermischt auch die portugisisch ist nicht schlecht ,ah und die cinesische, die russische ah und sogar die amerikanische ,wenn sie gut gemacht ist finde ich klasse.

kochen
*hat ihre Wurzeln nach wie vor in Frankreich!
ist ja logisch ,rungis gibt es nur in frankreich ,und sein ruf und seine position fürs beste vom besten ist und wird eine zeitlang noch unbestreitbar bleiben .
und wenn man an der quelle des besten sitzt kann man auch nur das beste zaubern.

wenn einer meiner landsleute (deutschland)in einem palast über 150€ pro kopf zahlt jammert er \"oh war das teuer\".
wenn ein franzose über 300€ in einem palast zahlt ,jammert er \" oh war das klasse \"

und was es den köchen betrifft und der küche !
ab einen gewissen superlativen niveau ,egal wo und in welchen land ,können sich diese supremen chefe absolut die hand reichen ,und sagen wir sind eins und wir machen eins .nähmlich kunst den gaumen zu erfreuen .

und die \"cuisine nouvelle\" die gehört in frankreich schon seit langem zu den antiquitäten.(wobei ich glaube in meiner heimat soll sie IN sein)
die inspiration der aktuellen küche ist so international das man da gar nicht mehr bezeichnen /behaubten kann was ist was und wer.

und dann vieleicht das wichtigste,
lernt mal oder schaut einmal ein bischen nach ,wie die französische küche entstanden ist ,und ihr werdet erstaunt sein ,wie viele von den leckereien aus den nachbarländern in frankreich vor 200-300jahren eingeführt wurden und zum extrem feinsten sich entwickelten .
\"weil\"- der franzose sagt ja nicht das er die beste küche hätte ,sondern das er weis wie man die gerichte am raffiniertesten ,und mit \"harmonie\" zubereitet.
und zum schluss wer kocht denn besser als die eigene mama oder oma ,krouniche boutwöscht oder schaschlick .hÄ bestimmt nicht die \"haut cuisine\" frankreichs
sondern die imbissbude um\'s eck
Lachen Lachen Lachen
karl



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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 17.01.2002
823 Beiträge (ø0,13/Tag)

Hallo Ihr Lieben,

ich kann mich Karl weitgehend nur anschließen. Er hat eigentlich alles gesagt.

Es geht auch gar nicht darum, wer / was besser oder schlechter ist. Das ist ohnehin Geschmacksache. Von diesem Denken kann man sich getrost verbaschieden, ohne daß einem dabei etwas fehlen würde.

Wenn es gelingt, zu akzeptieren, daß alles, was einem Menschen schmeckt ganz subjektiv für ihn/sie gut oder auch hervorragend ist, dann wären wir ein ganzes Stück weiter. Es sind übrigens keineswegs Franzosen, die behaupten, sie hätten die beste Küche der Welt. Das kommt - meiner Erfahrung nach - im Regelfall von Nicht-Franzosen. Da verschwendet ein Franzose, nach meiner Beobachtung, keinen Gedanken daran. Hauptsache: etwas bereitet ihm Vergnügen (im Sinne von Lebensart) und da zählt der subjektive Geschmack. Alles andere ist zweitrangig.

Mit anderen Worten: wir können getrost damit aufhören, zu vergleichen und etwa vorhandene \"Komplexe\" zu pflegen. Freuen wir uns lieber an den schönen Dingen des Lebens, woher sie auch immer kommen. Das ist viel sinnvoller und bringt uns weiter. An allem herum zu nörgeln, auf andere zu schielen und Leute zu beneiden, die vermeintlich mehr oder etwas anderes haben, wirft uns dagegen dauerhaft zurück.

Unser Leben kann so einfach sein. Machen wir es uns also nicht schwerer als es ist.

Mit lebensfrohen Grüßen


Rainer
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 17.01.2002
823 Beiträge (ø0,13/Tag)

Hallo Ihr Lieben,

ich kann mich Karl weitgehend nur anschließen. Er hat eigentlich alles gesagt.

Es geht auch gar nicht darum, wer / was besser oder schlechter ist. Das ist ohnehin Geschmacksache. Von diesem Denken kann man sich getrost verbaschieden, ohne daß einem dabei etwas fehlen würde.

Wenn es gelingt, zu akzeptieren, daß alles, was einem Menschen schmeckt ganz subjektiv für ihn/sie gut oder auch hervorragend ist, dann wären wir ein ganzes Stück weiter. Es sind übrigens keineswegs Franzosen, die behaupten, sie hätten die beste Küche der Welt. Das kommt - meiner Erfahrung nach - im Regelfall von Nicht-Franzosen. Da verschwendet ein Franzose, nach meiner Beobachtung, keinen Gedanken daran. Hauptsache: etwas bereitet ihm Vergnügen (im Sinne von Lebensart) und da zählt der subjektive Geschmack. Alles andere ist zweitrangig.

Mit anderen Worten: wir können getrost damit aufhören, zu vergleichen und etwa vorhandene \"Komplexe\" zu pflegen. Freuen wir uns lieber an den schönen Dingen des Lebens, woher sie auch immer kommen. Das ist viel sinnvoller und bringt uns weiter. An allem herum zu nörgeln, auf andere zu schielen und Leute zu beneiden, die vermeintlich mehr oder etwas anderes haben, wirft uns dagegen dauerhaft zurück.

Unser Leben kann so einfach sein. Machen wir es uns also nicht schwerer als es ist.

Mit lebensfrohen Grüßen


Rainer
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 17.01.2002
823 Beiträge (ø0,13/Tag)

Hallo Ihr Lieben,

ich kann mich Karl weitgehend nur anschließen. Er hat eigentlich alles gesagt.

Es geht auch gar nicht darum, wer / was besser oder schlechter ist. Das ist ohnehin Geschmacksache. Von diesem Denken kann man sich getrost verbaschieden, ohne daß einem dabei etwas fehlen würde.

Wenn es gelingt, zu akzeptieren, daß alles, was einem Menschen schmeckt ganz subjektiv für ihn/sie gut oder auch hervorragend ist, dann wären wir ein ganzes Stück weiter. Es sind übrigens keineswegs Franzosen, die behaupten, sie hätten die beste Küche der Welt. Das kommt - meiner Erfahrung nach - im Regelfall von Nicht-Franzosen. Da verschwendet ein Franzose, nach meiner Beobachtung, keinen Gedanken daran. Hauptsache: etwas bereitet ihm Vergnügen (im Sinne von Lebensart) und da zählt der subjektive Geschmack. Alles andere ist zweitrangig.

Mit anderen Worten: wir können getrost damit aufhören, zu vergleichen und etwa vorhandene \"Komplexe\" zu pflegen. Freuen wir uns lieber an den schönen Dingen des Lebens, woher sie auch immer kommen. Das ist viel sinnvoller und bringt uns weiter. An allem herum zu nörgeln, auf andere zu schielen und Leute zu beneiden, die vermeintlich mehr oder etwas anderes haben, wirft uns dagegen dauerhaft zurück.

Unser Leben kann so einfach sein. Machen wir es uns also nicht schwerer als es ist.

Mit lebensfrohen Grüßen


Rainer
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Mitglied seit 17.01.2002
10.397 Beiträge (ø1,6/Tag)

moment mal...kochen hat die wurzeln in frankreich??

das ist ja wohl nicht wahr! wenn wurzeln...dann italien....katharina von medici brachte die italienisch küche nach frankreich...als diese eigentlich noch brei und braten assen. dass sie die küche dann weterentwickelt haben...ist unbenommen...klar...

aber die wurzeln liegen in italien.

mattigruss
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Mitglied seit 20.06.2003
1.946 Beiträge (ø0,33/Tag)

hy matti
stimmt die catharina brachte die küche an den französischen hof ,aber ihre köche kamen aus ungarn, östereich , und den orient
Na!
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Mitglied seit 20.06.2003
1.946 Beiträge (ø0,33/Tag)

und einer der grösten aller zeiten war eh der hier
\"Fritz Karl WATEL, d\'origine suisse\"
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Mitglied seit 26.02.2004
846 Beiträge (ø0,15/Tag)

Hallo zusammen,

mein Geschmack ist recht international. Ich stamme aus einer Familie, in der das Geniessen - besonders im kulinarischen so wie im musischen Sinne einen sehr hohen Stellenwert hat und ich habe schon in vielen Ländern sehr sehr gute Esserfahrungen gemacht...
Auch ich schätze sowohl die Französische wie auch die Italienische Küche sehr, aber auch u.a. Indien hat, wie ich finde durchaus eine recht spannende und vielfältige Küche zu bieten.

Aber den bisslang für mich ungetoppten kulinarischen Overkill im positiven Sinne habe ich in Thailand erlebt. Ich hätte den ganzen Tag nur essen können! (was auch durchaus vorkam)
So viele stilistisch verschiedene Richtungen und eine solch überirdische Vielfalt an Zutaten, Aromen und Zubereitungsarten hatte ich zuvor noch nirgendwo anders in diesem Ausmass erlebt. Auch ist mir nie zuvor ein solch verfressenes Volk begegnet - und das ist nur im positivsten Sinne gemeint.
- Wohin man dort auch blickt, es wir gekocht und gegessen... - I LOVE IT!!! ...

Das einzige Land, in dem ich wirklich ernsthafte Schwierigkeiten mit der Küche hatte war Ägypten. Da war mir schlicht alles zu fettig, schwer und einfallslos. Aber es kann sein, dass ich da bei der Restaurantauswahl einfach eine anhaltende Pechsträhne hatte. Einzig den Ägyptischen Rotwein fand ich erstaunlich erträglich.

Aber insgesamt möchte ich mich der Meinung anschliessen, dass die Franzosen in der Masse definitiv nach wie vor einen unglaublich viel höheren Anspruch an das kulinarische haben als das Gro der Deutschen. Allein der Besuch eines für französische Verhälltnisse ganz normalen Supermarktes wie z.B. einem \"Cora\" im Elsass zeigt ganz unverblümt, wie immens gross der Qualitätsunterschied bei Nahrungsmitteln nach wie vor ist. Alleine bei den Stichworten Rohmilchkäse, Salami, Pasteten, frischem Fisch, frischem Meeresgetier im Allgemeinen, Geflügel usw. usw. bin ich immer wieder beschämt wenn ich da an das hiesige Angebot denke.

Seit wir hier in Freiburg einen Migros haben (der aber halt auch - trotz des spürbar gehobenen Standards - leider vieles nicht hat), haben gleich zwei wichtige Feinkostgeschäfte aus wirtschaftlichen Gründen dicht gemacht. Gerade suche ich eine Fleur de Sel Quelle und laufe mir bisslang ohne Erfolg die Hacken wund... zum Heulen

Aber ich habe trotz alledem das Gefühl, dass sich in Deutschland gerade viel tut und konträr zur sich immer weiter ausbreitenden Kochfaulheit (Knorr, Maggi, ander Hilfsmittel usw.) glaube ich gibt es auch eine konstant wachsende Bevölkerungsgruppe, die immer mehr Wert auf authentisches, genussvolles und gutes Essen legen.

Grüsse, Abhi
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