Scheidung Kosovo

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Mitglied seit 21.04.2018
8 Beiträge (ø0/Tag)

hi alle zusammen hätte da mal ein paar fragen kennt sich jemand mit der Scheidung im Kosovo aus?
ich bin seit April 2013 Verheiratet wir haben damals unten geheiratet er lebt heute noch unten und ich in Deutschland.
Jetzt ist es so er will die Scheidung nicht unterschreiben und darf auch hier in Deutschland nicht einreisen.Mein Anwalt meinte ich soll in den Kosovo gehen und da unten die Scheidung durch ziehen kennt sich da jemand aus wie lange dauert das? wie viel wird mich das ugf kosten? danke im vorraus.
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Mitglied seit 16.12.2003
56.295 Beiträge (ø8,13/Tag)

nach einer gewissen Trennungsdauer geht Scheidung doch auch ohne dass der Andere zustimmt ? Zum Scheidungstermin muss er auch nicht nach Deutschland einreisen - da gibts Möglichkeiten.

Wenn eine Scheidung in Deutschland rechtlich möglich ist (und darüber entscheidet NICHT das Land in dem die Ehe geschlossen würde) würde ich ganz sicher nicht in den Kosovo reisen um mich dort scheiden zu lassen - bist du sicher dass du von deinem jetzigen Anwalt gut beraten wirst - hat der Erfahrung mit solchen Fällen ???
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Mitglied seit 24.03.2008
14.561 Beiträge (ø2,72/Tag)

ich würde mich mit einer Beratungsstelle für binationale Partner in Verbindung setzen.z.B. hier

.
LG Lollo
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Mitglied seit 05.04.2013
2.606 Beiträge (ø0,74/Tag)

Halloh,

dies ist kein Forum für Rechtsrat - dafür sind Anwälte zuständig, deshalb nur soviel:
Die Scheidung muss nicht "unterschrieben" werden, sie wird vom Gericht ausgesprochen.
Von welchem ?
Einfach mal nachsehen im Internet - Stichwort "internationale Scheidung" - hier gibt es Seiten von Kanzleien, die darauf spezialisiert sind -
normalerweise kann der Antrag bei einem deutschen Gericht gestellt werden, wenn einer der Beteiligten hier Wohnsitz hat;
kompliziert wird es, wenn Kinder im Spiel sind - aber das ist offenbar nicht der Fall.
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Mitglied seit 16.12.2003
56.295 Beiträge (ø8,13/Tag)

"dies ist kein Forum für Rechtsrat - dafür sind Anwälte zuständig"

nunja - der wurde ja ,konsultiert - und seinen Rat finde ich etwas - seltsam, gelinde gesagt. Denn jetzt mal abgesehen davon dass man sich auf das Scheidungsrecht eines anderen Landes einlassen muss muss die Scheidung danach noch in Deutschland anerkannt werden. Das wird sie nur wenn im Kosovo alles richtig gelaufen ist - es kommt vor dass solche Scheidungen dann eben NICHT anerkannt werden.

Ich denke dass mit "Scheidung unterschreiben" der Scheidungsantrag gemeint ist.

Nebn einer Organisation die sich mit binationalen Scheidungen befasst die schon von Lollo verlinkt wurde kann man auch er die deutsche Botschaft im Kosovo kontaktieren und versuchen dort Auskunft zu bekommen ..
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Mitglied seit 18.12.2007
11.670 Beiträge (ø2,14/Tag)

Hallo,

also ich hab davon keine Ahnung aber ich weiß genau, dass ich alles versuchen würde um das hier irgendwie durchziehn zu können und NICHT in den Kosovo zu müssen, wenn das IRGENDWIE möglich wäre.

So oder so, echten Fachmann fragen und ich wünsche viel Glück

LG - Blue
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Mitglied seit 21.03.2017
3.017 Beiträge (ø1,45/Tag)

Hallo,
ich bin da ganz bei Blue.
Würde auch alles versuchen, um nicht hin zu müssen und einen Fachanwalt aufsuchen.
Viel Glück, Bine
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Mitglied seit 27.01.2005
4.738 Beiträge (ø0,73/Tag)

Zitat von Neu_Lollo am 21.04.2018 um 16:58 Uhr

„ich würde mich mit einer Beratungsstelle für binationale Partner in Verbindung setzen.“




Und wo liest Du was über eine binationale Partnerschaft?
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Mitglied seit 22.09.2014
5.628 Beiträge (ø1,88/Tag)

Hallo,

ok, hier ist keine Rechtsberatung... Die Nachfrage von Zauberküche war aber nicht schlecht... Geht schon auch ein wenig um die Staatsangehörigkeit, welche Gerichtsbarkeit für Scheidungen zugrunde liegt.

Nichtsdestotrotz, hier mein Rat:

Such Dir einen guten Anwalt (jeder ist wahrscheinlich besser als der, den Du jetzt hast), reiche Deine Scheidung in Deutschland bei Gericht über ihn ein und... warte ab. Dafür musst Du weder in den Kosovo fahren, noch brauchst Du irgendwelche Unterschriften von Deinem baldigen Ex-Mann noch musst Du Geld für irgenwelche Flugreisen ausgeben.

Lass das mal die Gerichte über Deinen Anwalt machen, Du wirst dann schon von denen hören, keine Sorge... Und dann kannst Du immer noch reagieren, aber es gibt ein Aktenzeichen mit einem Datum...

Und - auch wenn das jetzt polemisch rüberkommt, ist aber nicht böse gemeint - Es ist "nur" eine Scheidung, keine Operation am offenen Herzen bei Stromausfall... Also cool bleiben. Du willst die Scheidung, Du wirst sie auch kriegen.

Lieben Gruß, viel Glück

TanteAnnette
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Mitglied seit 05.04.2013
2.606 Beiträge (ø0,74/Tag)

Guten Abend,

genau das meinte ich auch: hier einen Anwalt aufsuchen, der sich mit internat. Scheidungen auskennt - und vorher ein wenig im Internet kundig machen;
im Kosovo müsste erst einmal ein Anwalt gefunden werden, und da Deutsche dort per se als reich gelten, würde der erstmal einen saftigen Vorschuss nehmen, ehe er auch nur den Telefonhörer abhebt.
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Mitglied seit 21.10.2012
9.042 Beiträge (ø2,45/Tag)

Ich kann Dir aus eigener Erfahrung aufgrund einer Ausbürgerung aus einem anderen Balkanstaat auch nur zu einem Anwalt vor Ort raten.
Was er kosten wird weiß ich nicht, aber er wird erheblich günstiger sein als ein deutscher Anwalt.
Das war zumindest bei mir so.
Mich hat die Ausbürgerung vor Ort, die komplett von der Anwältin geregelt wurde, ich musste nicht runter fahren, inklusive ihrer Gebühren weniger gekostet als wenn ich mich über das Bosnische Konsulat in Stuttgart hätte ausbürgern lassen.
Das Konsulat rechnet nämlich deutsch ab 😉.
Wenn Du Dir im Kosovo einen Anwalt nimmst, gebe ich Dir dazu ein paar Hinweise.
Du erteilst dem Anwalt die Vollmacht indem Du diese hier in D beim Notar unterschreiben lässt.
Diese muss mit einer Apostille versehen werden.
Wo Du diese bekommst ist von Deinem Bundesland abhängig.
Teilweise am Landgericht, teils vom Regierungspräsidium.
Generell musst Du Dir merken dass ohne Apostille nix geht.
Wirklich gar nix.
Die muss auf Papieren sein die Du dort einreichst, ebenso auf den kosovarischen Papieren die hier eingereicht werden,
Und das muss alles immer jeweils übersetzt werden.
Sprich, Du brauchst hier einen vereidigten Übersetzer.
Denn die deutschen Ämter und Behörden werden Dir keine Papiere anerkennen die nicht hier übersetzt wurden.
Dir muss klar sein dass das ständig 10 Euro hierfür, 20 dafür und 30 hier sind.
Zudem werden nur Originalpapiere anerkannt, also nix per Mail, sondern per Post.
Und der Postweg ist lang und das Versichern kostet ....
Ein Brief kann durchaus 14 Tage unterwegs sein.
Meine Geschichte ist 2 Jahre her und das Ausbürgern dauerte 3 Monate, trotz Anwältin.
Die lassen sich gerne Zeit denn den Reichen in D wird’s gerne schwer gemacht.
Ist leider so.
Korruption ist auch ein ganz großes Thema, da hast Du als Privatperson wenig Chancen.

Ich wünsche Dir gute Nerven, die wirst Du brauchen.
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Mitglied seit 16.12.2003
56.295 Beiträge (ø8,13/Tag)

diesen Anwalt "vor Ort" hast du dann aber von Deutschland aus gesucht, Mojse - und bist nicht hingefahren - und genau das hat der Anwalt ja nun empfohlen.

Scheidung ist noch mal ein etwas anderes Register als Ausbürgerung - Scheidungsrecht ist je nach Land immer noch sehr unterschiedlich, mit teilweise unerwarteten und nicht immer erfreulichen Konsequenzen (das merken Expats die trotz anderer Staatsangehörigkeit an ihrem neuen Wohnort geschieden werden weil entgegen ihrer Auffassung nicht nur die Staatsangehgkeit entscheidet) - und ohne genau zu wissen wie das dortige Scheidungsrecht aussieht - würde ich weder in Italien, Spanioen, Schweden - oder eben im Kosovo die Scheidung einreichen .

Für mich läufts auf jeden Fall auf nen neuen Anwalt und wirklich gute Beratung raus, auch wenn das in Deutschland mehr Geld kostet als im Kosovo - dass es weniger einfach werden wird als eine Scheidung bei der beide Beteiligten in Deutschland leben - ist allerdings klar.
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Mitglied seit 21.10.2012
9.042 Beiträge (ø2,45/Tag)

Richtig, ja, den habe ich mir gesucht.
Für mich wäre es ein Unding gewesen runter zu fahren und mich mit meinen verbliebenen jugoslawischen Brocken verständigen zu können.
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Mitglied seit 16.12.2003
56.295 Beiträge (ø8,13/Tag)

das denke ich auch. Dass es dann uU mehr Sinn machen kann die Scheidung dort einzureichen (von Deutschland aus) falls die Option besteht - kann ich mir vorstellen - aber ich würde schon vorher wissern wollen womit ich rechnen muss.
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Mitglied seit 05.04.2013
2.606 Beiträge (ø0,74/Tag)

Halloh,

es geht doch hier nicht um Ausbürgerung oder Einbürgerung, sondern um Scheidung, das sind ganz verschiedene Dinge, in ehördeinem Fall eine behördliche Maßnahme, im anderen Fall ein Rechtsstreit zwischen zwei Zivilparteien, das geht nach unterschiedlichen Regeln,
und die Prognose, dass ein Anwalt im Balkanstaat weniger kostet, als ein deutscher Anwalt, würde ich mir nicht zutrauen - ich kenne das kosovarische Rechtsanwaltsvergütungsgesetz - sollte es so etwas geben - nicht. Eine Scheidungsverfahren "vor Ort" - also von hier aus, aber eben im Kosovo zu betreiben, dürfte nicht unkompliziert sein, und wie es um die Rechtspflege in dem noch sehr jungen Staat bestellt ist, vermag ich auch nicht einzuschätzen. Eben deshalb würde ich Rechtsrat nicht in einem Kochforum suchen, sondern mich erst im Internet schlauch machen über internationale Scheidungen - hier gibt es websites von spezialisierten Kanzleien, die das sehr gut verständlich darstellen, und dann einen Fachanwalt aufsuchen. Viel Glück !
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