psychische Probleme - was kann ich tun?!?

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Mitglied seit 15.05.2006
3.670 Beiträge (ø0,76/Tag)

Hallo ihr Lieben,

ihr werdet mir wahrscheinlich nicht wirklich helfen können, aber ich versuche es trotzdem mal, da ich momentan sehr verzweifelt bin und einfach nicht weiter weiß!!!

Mein Freund hat sich letzte Woche von mir getrennt, aber nicht weil er mich nicht mehr liebt (das tut er weiterhin sehr!), sondern aus Angst heraus wieder zu versagen... Seit er sich von seiner Frau getrennt hat vor 5 Jahren, hat er keine "normale" Beziehung mehr zustande bekommen und hat mir auch schon mehrfach weh getan, aus seiner Angst heraus, dass er es wieder nicht auf die Reihe bekommt, sondern eh nur wieder versagt, meint er...

Er hat ein wirkliches psychisches Problem und sollte sich dringend Rat bei einem Fachmann holen, der ihm mit seinen Bindungs- bzw. Versagensängste hilft. Aber davor hat er auch Angst und will lieber den Kopf in den Sand stecken. Er geht den Weg des Verdrängens, aber das ist doch auch keine Lösung, sondern nur ein Verschieben. Aber das scheint ihm momentan das richtige zu sein.... Im Grunde weiss er das ich Recht habe, aber er ist davon (noch?) nicht überzeugt, obwohl er weiterhin gerne eine Zukunft mit mir hätte...

Wie kann ich ihm helfen? Oder "überzeugen", dass er es einsieht und Hilfe benötigt?

Ich würd ihm/uns soooo gerne helfen und für ihn da sein, aber er stösst mich weg und will sich nicht helfen lassen.

Könnt ihr mir einen Rat geben oder habt ihr vielleicht Erfahrungen mit sowas?!?

LG und danke

c-aeffchen
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Mitglied seit 19.08.2008
977 Beiträge (ø0,24/Tag)

Hallo c- äffchen,
was jetzt kommt, ist nicht böse gemeint, aber mir drängt sich eher die Frage auf: Was kannst Du für Dich tun?
LG
MaRaSu
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Mitglied seit 15.05.2006
3.670 Beiträge (ø0,76/Tag)

Hallo,

die Frage hab ich mir auch schon gestellt und hab für mich einen Beratungstermin schon organisiert, da ich alleine nicht damit klar komme.

LG

c-aeffchen
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Mitglied seit 24.02.2009
7.859 Beiträge (ø2,05/Tag)

Hallo c-aeffchen,

so hart das vielleicht klingt, aber Du kannst nicht viel machen - "Zwangshelfen" funktioniert einfach nicht, der Betroffene will es schon selbst wollen. Du kannst nur Deine Hilfe und Unterstützung anbieten, der Rest muß von ihm kommen.

Ich finde es gut, dass Du Dir auch Hilfe holst - das ist wichtig.

Ich drück' Däumchen, dass es Dir bald besser geht.

LG
Sanja
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Mitglied seit 19.08.2008
977 Beiträge (ø0,24/Tag)

Hallo c-äffchen,
ich denke, da hast Du eine gute Entscheidung getroffen, Dir Hilfe zu organisieren. Bleibt dran und beende die Gespräche nicht, wenn Themen angesprochen werden, die auch für Dich schwierig und schmerzhaft sind.
Bzgl Deines Ex-Freundes schließe ich mich Sanja an, Zwangshelfen bringt keinen weiter.
Viel Energie für die nächsten Wochen, akzeptiere die Trennung und geh Deinen eigenen Weg.
LG
MaRaSu
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Mitglied seit 15.05.2006
3.670 Beiträge (ø0,76/Tag)

Hallo Sanja,

genau das ist ja das was mich verrückt und kaputt macht. Ich kann ihm nicht helfen, solange er nicht selbst will... Das macht mich wahnsinnig!!! Ich will ihm ja nichts böses!

Klar ist es nicht einfach so eine Entscheidung zu treffen und sich selbst einzugestehen, dass es so keinen Sinn mehr macht, aber so ist es auch kein Zustand.

Ach ich bin einfach nur traurig und verzweifelt!!!

LG und danke

c-aeffchen
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Mitglied seit 15.05.2006
3.670 Beiträge (ø0,76/Tag)

@ MaRaSu:

Ich kann die Trennung nicht akzeptieren, da es "nur" an diesen Scheiss Ängsten scheitert. Ansonsten hatten wir keine Probleme, die gleichen Wünsche, Ziele, Träume und wir haben perfekt harmoniert. Das schmeisst man doch nicht so einfach hin?!?

Ich würd ihn so gerne wach rütteln... Er kann uns doch diese Chance nicht einfach so verweigern...

LG

c-aeffchen
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 15.08.2007
15.117 Beiträge (ø3,44/Tag)

Hallo,

vielleicht lässt er sich eher von einer gemeinsamen Beratung/Therapie überzeugen?

lg
Salvy
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Mitglied seit 19.08.2008
977 Beiträge (ø0,24/Tag)

Hallo c- äffchen,
Ich kenne Dich nicht, ich kenne Deinen Ex-Partner nicht, das mal vorausgeschickt-ABER: Die Aussage, das Dein Ex-Partner die Beziehung beendet, allein auf der Angst, er könnte in der Beziehung versagen und ansonsten sei alles perfekt und harmonisch.... da würde ich mir doch erlauben dies ein wenig zu hinterfragen:Kann es nicht sein, dass Du die Beziehung so empfindest, er aber ganz anders? Du schreibst: Er hat mir schon mehrfach weh getan, aus dem und dem Grund. Du musst Dich davon verabschieden sein Verhalten immer wieder zu entschuldigen. Eine therapeutische Behandlung Deines Ex-Partners wird in nicht automatisch so verändern wie Du es möchtest.
Frag Dich: Warum lasse ich mich von ihm verletzen und finde dafür noch Entschuldigungen?
LG
MaRaSu
Frage am Rande: Wie lange ward Ihr ein Paar?
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Mitglied seit 15.05.2006
3.670 Beiträge (ø0,76/Tag)

Hallo,

@ Salvy: nein auch dazu ist er momentan nicht bereit.

@ MaRaSu: doch genauso ist es und es macht mich kirre. Er hat mir selbst gesagt, das er mich liebt, alles perfekt war und er sich eigentlich nichts schöneres vorstellen kann, als mit mir zusammen zusein, wohnen, heiraten, Kinder... etc. aber er weiss einfach, dass er dann wieder diese Ängste bekommt (wenn ne Veränderung ansteht), so wie jetzt und er mich nicht immer und immer enttäuschen will, weil er es nicht hinbekommt. Dann lässt er mich lieber jetzt einmal richtig leiden, aber nicht immer und immer wieder, denn dafür bedeute ich ihm einfach zuviel...

Ich weiss es ist alles sehr kompliziert und durcheinander und noch viel schwieriger da durchzusteigen, wenn man uns nicht kennt. Ich möchte ihn nicht verändern, er ist so wie er ist genau richtig.

Ich liebe ihn und deswegen kämpf ich um ihn bzw. uns, den ich bin mir sicher, wenn er sich helfen lassen würde, dann hätten wir eine reale Chance...

LG

c-aeffchen
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 15.08.2007
15.117 Beiträge (ø3,44/Tag)

Man kann aber einen Menschen nicht zu seinem Glück zwingen. Und wenn er zu nichts bereit ist, dann will er einfach nicht. Tut mir wirklich leid für dich.

lg
Salvy
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Mitglied seit 19.08.2008
977 Beiträge (ø0,24/Tag)

Hallo c- äffchen,
unterschätze nicht die Diskrepanz zwischen dem was Dir Dein Ex-Partner sagt und dem was er empfindet- damit meine ich keine Lügen, die er bewußt benutzt ( kann zwar auch sein, meine ich aber nicht).
Unterschätze auch nicht die verzerrte Wahrnehmung die Betroffene in solchen Situationen manchmal haben können, vielleicht hörst Du, was Du hören willst.

Wenn Du nicht willst, dass er sich verändert, warum soll er sich dann beraten bzw. behandeln lassen? Sind es wirklich "Bindungsängste" kann man die nicht einfach wegberaten, da geschehen Veränderungen, das ist zwangsläufig.

Das ist jetzt alles Theorie, was nicht ausschließt: Er ist einfach ein Mann, der sich in einer Beziehung schlecht benimmt und seiner Ex-Partnerin bei der Trennung einfach Müll erzählt. Das willst Du jetzt aber nicht hören, oder? Wäre schon interessant wie lange Ihr ein Paar ward?

LG
MaRaSu
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Mitglied seit 15.05.2006
3.670 Beiträge (ø0,76/Tag)

Hallo MaRaSu,

danke das du dir soviel Zeit für mich nimmst!!!

Das hab ich mir auch schon überlegt, ob ich mir das ganze nicht einbilde. Aber das er mich liebt, dass sagt er mir und gibt es mir zu verstehen.

Es wäre einfacher für mich, wenn er sagen würde, ich lieb dich nimmer und deswegen ist Schluss. Das wäre doch auch für ihn einfacher!! Warum sollte er es dann tun?!? Mich damit so fertig zu machen, dass hab ich ihm auch gesagt. Er meinte dann, er könnte es mir ja sagen, aber so ist es nicht.

Wir waren ein Jahr zusammen. Es war eine zweite Chance, weil ich letztes Mal die Beziehung beendet habe bzw. wir gemeinsam gesagt haben es macht so keinen Sinn. Da wußte ich von diesem psychischen Problemen noch nichts.

Er hat fast 8 Monate dann um mich gekämpft um mich wieder zurück zubekommen. Das macht doch kein normaler Mensch, wenn es dann in so einem Desaster endet oder?

LG

c-aeffchen
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Mitglied seit 16.04.2006
3.356 Beiträge (ø0,69/Tag)

Hey Äffchen,

also mein Gefühl geht in eine ähnliche Richtung wie die von MaRaSu.

Wenn Du ihm so viel bedeuten würdest und er sich wirklich nichts schöneres vorstellen kann, dann müsste er doch alles dafür tun wollen, die Beziehung zu retten. Ergo müsste er auch versuchen wollen, sich helfen zu lassen.

Im Moment sind seine Ängste wichtiger als Du und deshalb wirst Du ihm nicht helfen können. Vielleicht hast Du aber auch wirklich die Dinge, die er sagt anders empfunden und er hat einfach einen Weg gesucht, sich von Dir zu trennen.
Es gibt leider Menschen, die irgendwas vorschieben, weil sie nicht den mut haben zu sagen- ich will nicht mehr!

Grüßle
Sammi
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Mitglied seit 11.06.2006
13.220 Beiträge (ø2,74/Tag)

Hallo ...

ich denke, man muss unterscheiden in ein ''ich will nicht'' und in ein ''ich kann nicht''.

Es ist schwer zu begreifen, aber es gibt Menschen (ich weiß nicht, ob dein Freund dazu gehört - aber es gibt sie) ... die ''können'' tatsächlich nicht den Schritt gehen, sich Hilfe zu holen, selbst wenn sie bereits begriffen haben, dass das das Klügste wäre.

Da nützt auch alle Logik nichts, weil es nichts mit Einsicht zu tun hat, sondern mit einer Handfesten Blockade ...

Solche Menschen ''wollen'' durchaus etwas (z.B. mit einem Partner zusammen sein, sie lieben, sie trauern, wenn es nicht klappt) ... aber sie sind so in ihrem tun festgefahren, dass sie keinen Weg finden, sich ''zu bewegen''.

... und leider ist der Partner in so einer Kostellation das schwächste Glied, denn letztendlich kann er tun, was er will:
still leiden, lautstark toben, drohen, Druck ausüben, bis hin zum ''verlassen'' ... er findet keinen Zugang, der Partner macht dicht ...

nicht, weil er nicht versteht oder nichts ändern wollte ... sondern weil er wirklich nicht anders kann.

Da hilft nur professionelle Hilfe ... aber manchmal dauert es sehr, sehr lange, bis der betroffene Mensch diese zulassen kann.

Ich drücke dir die Daumen, dass dein Freund den ''Dreh'' findet.

Lieben Gruß
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