Mann zu hause (und das schon viel zu lange)

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Mitglied seit 26.05.2004
59 Beiträge (ø0,01/Tag)

Mein Mann ist seit 7 Monaten zu Hause. Leider ist er letztes Jahr an Krebs erkrankt und macht zur Zeit noch eine Chemotherapie. Bis er aber wieder arbeiten geht wird es Mitte Mai, da er auch noch viel Resturlaub aus 2006 hat.

Jetzt hängt bei uns der Haussegen ziemlich schief. Ich muss mir von anderen zwar immer anhören, wie sehr krank mein Mann doch ist und ich darauf Rücksicht nehmen muss. Aber um ganz ehrlich zu sein: Er nervt nur noch!! Er nörgelt zwar nicht rum, aber er bringt unseren Haushalt komplett durcheinander. Wir haben zwei Kinder ( 13 und 11), die mittlerweile auch froh sein werden, wenn der Papa wieder arbeiten geht. Das dauert aber noch sehr lange.

Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht wie ich und wer hat ein paar Tipps, wie man über diese anstrengende Zeit hinweg kommt.

Gruß
Alex
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Mitglied seit 11.11.2006
1.012 Beiträge (ø0,18/Tag)

Hi Alex,

ich fürchte da kann dir niemand wirklich helfen... weil es einfach eine schwere Zeit ist, die ihr durchgemacht habt. Dein Mann ganz sicher und Du und die Kinder auch. Dann passiert es auch, daß man sich auf die Nerven geht.

Mein Mann ist auch ständig Zuhause, weil er selbständig ist. Das ist er noch nicht sehr lang, aber wir haben da sowas wie Rituale entwickelt.... Er sitzt halt an seinem Schreibtisch in seinem Zimmer und ich mache das, was ich auch gemacht habe, als er noch arbeiten ging. Er akzeptiert das und es gibt keine Probleme. Ich finde es sehr schön, wenn wir zusammen einen Kaffee trinken können, wo es früher halt nicht ging. Oder wenn er mit mir geht, wenn ich in die Stadt gehe, weil ich ein paar Dinge besorgen will. Aber wenn ich sage, ich möchte alleine gehen, wäre das auch überhaupt kein Problem. Jeder von uns hat halt seine Sachen zu erledigen.

Dein Mann ist vielleicht auch \"nervig\" weil er keine Beschäftigung hat? Vielleicht fühlt er sich nicht auf befriedigende Art und Weise ausgelastet? Oder ihm geht es einfach schlecht wegen der Chemo? Du schreibst nicht, WIE er denn euren Haushalt durcheinanderbringt.....

Ich denke aber auch, daß jeder Mensch auch mal alleine sein muß(will?). Ein wenig Zeit für einen alleine ist wichtig. Zum Kraft auftanken, zum Abschalten....

Hast du denn keine Möglichkeit, dich mal für ein paar Stunden \"raus zu tun\"? Mit einer Freundin Kaffee trinken gehen, einen Spaziergang machen, ein bißchen Bummeln gehen? Ich glaube, das könnte dir mal gut tun.

Ich wünsche dir viel Kraft, Stärke und Geduld für die schwierige Zeit....

LG
Sunny
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Mitglied seit 18.12.2004
248 Beiträge (ø0,04/Tag)

HALLO ALEX ,

ich kann dich da voll verstehen .

Mein Mann war vor einem Jahr 1 Jahr arbeitslos , er hat zwar auch viele zuhause rumgewuselt , aber trotzdem , der ganze Tagesablauf ist einfach gestört und alles nervt einen an .


EINEN TIP kann ich dir dafür gar nicht geben : AUGEN ZU und DURCH !!!!

Bei dir ist halt auch noch das Problem Krankheit in \"\"\"

Also uns hat im nach hinein :Jede KRISE die wir zusammen gemeistert haben , mehr und mehr zusammen geschweißt .


DU SCHAFFST DAS AUCH ... und wenn du dann mal andere von IHREN PROBLEMEN in eventuell gleichen Situationen , klagen oder jammern hörst , dann kannst Du sagen :
\" GOTT sei DANK , das haben wir schon gemeistert und lehnst Dich zurück Lächeln

LG SANNE
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Mitglied seit 10.04.2006
54.864 Beiträge (ø9,61/Tag)

Hallo Alex.

kann dein Mann keine Kur beantragen? Dann wäre er für einige Zeit außer Hause.
Und ihr freut euch wenn er wieder da ist, und vielleicht geht es ihm dann auch besser.

katir
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Mitglied seit 26.05.2004
59 Beiträge (ø0,01/Tag)

Vielen Dank für Euren Zuspruch. Und auch denen schon einen Dank, die vielleicht noch antworten. Ich werde alles lesen und daraus neuen Mut schöpfen.

Ich bin auch schon nicht mehr auf 180.

Gruß
Alex

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Mitglied seit 17.01.2002
719 Beiträge (ø0,1/Tag)

Hallo Alex,

bin momentan in der gleichen Situation. Ist schon das zweite mal. Nur Rücksicht nehmen hilft nichts. Spann ihn ein.
Mein Männe hilft halt mit. Ich gehe auch halbe Tage arbeiten. Wenn er es schafft muß er halt nach dem Essen sehen. Oder mal was putzen, einkaufen Wäsche aufhänge. Geht auch während der Chemo. Dann fühlt er sich auch gebraucht.
Oder kann er vielleicht ein paar Stunden am Tag arbeiten gehen? Macht mein Göga momentan auch um sich die Zeit bis zum nächsten Staging zu verkürzen.

Denk auch mal an dich!! Auch wir Frauen haben Rücksichtnahme verdient!!!!!!!!

Wünsche euch viel Glück
Angelika
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Mitglied seit 05.11.2006
210 Beiträge (ø0,04/Tag)

Hallo Alex !

Ich finde in so einem Fall,muß man das Familienleben etwas umstruktuieren.

Die Kinder sind froh wenn der Vater aus dem Haus ist, dir geht es dann auch wieder besser wenn dein Mann auf der Arbeit ist.

Ich kann das nicht nachvollziehen.

Ich habe es so erlebt,daß der Mann schwer erkrankt und nicht mehr nachhause kommt.
NIE WIEDER !

Für euch alles gute,Gruß freundin
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Mitglied seit 22.03.2004
1.017 Beiträge (ø0,16/Tag)

Hallo, Alex!

Mein Mann ist seit 8 Jahren zu Hause. Er ist schwer krank, kann nicht mehr arbeiten gehen.

Wir haben unser Leben danach ausgerichtet. Er hilft,wenn er mal einen gesundheitlich besseren Tag hat, sehr viel im Haushalt. Dann brauche ich oft gar nichts tun, ausser kochen. das gibt ihm das Gefühl, gebraucht zu werden.
Es gibt auch Tage, da geht es ihm so schlecht, dass er nicht aus dem Bett kann. Dann mache ich alles selber.

Unsere Freizeit verbringen wir teilweise getrennt. Jeder hat ein eigenes Zimmer, in das er sich bei Bedarf zurückziehen kann. Er hat einen PC, ich auch. Er bastelt gern, ich lese gern. So hat jeder seine Hobbies und seinen Freiraum. Oft sitzen wir auch zusammen im Wohnzimmer und trinken Kaffee, quatschen ein bisschen, oder wir spielen etwas. Gegessen wird grundsätzlich zusammen.
Wenn er mich braucht, bin ich da, und umgekehrt auch.
Manchmal fährt er auch zu einem Freund, und verbringt ein paar Stunden mit ihm. Das lenkt ihn ab und tut ihm gut.

Am Anfang war es sehr schwer für ihn, weil er sich nutzlos vorgekommen ist. Aber wir haben das hingekriegt.
Du brauchst auch Deinen Freiraum. Vielleicht hilft Dir unser Beispiel ein bisschen.

Liebe Grüße, Patricia



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Mitglied seit 12.09.2006
2.063 Beiträge (ø0,37/Tag)

Hallo Lächeln
Also mich hat an meiner Krankheit am meisten belastet, daß ich einfach nicht mehr krabbeln konnte.
Außen rum hab ich immer ganz gut ausgeschaut (ich meine verhältnismäßig gesund) aber es war manche Tage jeder Schritt eine Qual, das kann sich niemand vorstellen. Wenn man dann sieht, was alles so rumliegt, und man kann es einfach nicht tun, es läßt einen verzweifeln.
Wenn dann ein \"guter\"Tag kommt, macht man so viel, daß man danach wieder tagelang nur rumsitzen kann.
Ich kann mir vorstellen, daß Dein Mann einfach seine Hilflosigkeit falsch ausspielt. Er sieht doch auch, daß er nicht viel einbringen kann, zur Zeit. Es kann gut sein, daß ihn das belastet.
Versuch doch mal, langsam an ihn heranzugehen und behutsam mit ihm zu klären, was ihn bedrückt.
Normalerweise werden Leute mit seiner Krankheit in der Klinik schon darauf hingewiesen, daß ein Sozialpädagoge zur Verfügung steht, mit dem man seine Probleme in den Griff kriegen kann. Das ist sehr hilfreich.
Denk auch an Dich, aber werde nicht vor Frust ungerecht ihm gegenüber. Das wäre schade.
Gruß chrispe Lächeln

Ein Hoch auf die Familie, die immer dafür sorgt, daß man nicht arbeitslos wird.


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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 04.05.2006
7.959 Beiträge (ø1,4/Tag)

hallo
wenn es dir zuviel wird,schaff dir freiräume,geh schwimmen,treff dich mit freundinnen,oder sonst was.
wenn er kann,kann er gut im haushalt mithelfen,ihr werdet es schon packen.

vielleicht kann er auch was mit den kindern machen,basteln,spielen oder dergleichen.



gruss suse
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Mitglied seit 01.10.2003
4.176 Beiträge (ø0,63/Tag)

Hallo Alex,

ich finde das total schlimm, was Du schreibst. Er ist Dein Mann, und da sollte es doch möglich sein, den Alltag so zu gestalten, daß Ihr das gemeinsam hinbekommt. Was genau stört Dich?

Grüße

felidae
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Mitglied seit 22.08.2006
2.846 Beiträge (ø0,51/Tag)

Euer gesamter Ablauf ist durcheinander gekommen. Ich finde es mutig auszusprechen, was ist. Dass man da manche Menschen auf den Schlipps tritt, ist klar. Oder so wie bei dir, Freundin, wo du wer weiß was geben würdest, wenn er nur wieder da wäre...

Liebe Ally, es macht dir Schuldgefühle, das verstehe ich. Ich gebe dir nur den Rat, dass du dir deinen Tagesablauf bewahrst, den du brauchst, und ihn auch durchsetzt. (Sofern es deinem mann gut geht, vorausgesetzt). Vielleicht habt ihr eure Chance noch nicht erkannt? Ihr solltet etwas für euch tun, daran scheint es mir am Meisten zu hapern. Gemeinsames verbindet.

Gemeinsam leben, und doch eigenständig zu bleiben ist eine hohe Kunst. Das lernt man nicht so mir nichts, dir nichts. Das ist ein Weg, und eure Voraussetzungen sind nicht die Besten, weil es ja nicht freiwillig passiert.

Dennoch hört sich dein Posting einwenig lieblos aan. Hast du ihn denn lieb?

LG

Dorys.

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Mitglied seit 18.06.2003
34.942 Beiträge (ø5,19/Tag)

Hallo,

mein Mann ist durch einen Unfall behindert und als Frührentner zu Hause.

Und ich finde es wunderbar Lachen

Für mich hört es sich auch sehr lieblos an, wenn sich jemand so ärgert, weil der kranke Mann zu Hause ist. Sei doch froh, dass er seine Krankheit offensichtlich so gut überstanden hat, dass er überhaupt wieder arbeiten darf na dann...

Liebe Grüsse
Petra
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Mitglied seit 24.07.2002
1.069 Beiträge (ø0,15/Tag)

Hallo Alex,


auch mich \"befremdet\" dein Post doch sehr........

dein Mann ist krebskrank....durchsteht zur Zeit eine Chemo.....sicher nicht seine erste.....
wird seelisch vollkommen down sein , vielleicht sogar hoffnungslos - zumindest aber mit Sicherheit sehr depressiv.

da braucht er doch speziell in dieser so schweren Zeit eure Zuwendung , euer Verständniss für seine (nachvollziebaren!) Launen , eure Zuwendung.
Und nicht das Gefühl , dass er \"nur noch nervt\"....... *Kopfschüttelsmiley*
er hat ja nun keinen Schnupfen und jammert rum.......

der arme Kerl....sorry , aber das kann ich so gar nicht nachvollziehen........

was meinst du eigendlich wie DU drauf wärst , würde dir eine solche Krankheit den Boden unter den Füssen wegziehen ?

mein Schwipa hat auch vergangenen November die Diagnose Darmkrebs erhalten-
und aus diesem immer gutgelaunten junggebliebenen Frohmenschen wurde ein ganz trauriger , stiller und alter Mann...
durch die Chemos , die ihn sehr mitgenommen hatten/haben , ist er auch oft agressiv und ungerecht ..
die Ärzte erzählten uns , dass das aber bei vielen Patienten so sei....

meine Schwimu erträgt das alles mit unermüdlichem Optimismus , mit all ihrer Liebe und Stärke ; so wir wir alle - die ganze Familie !
sicher fällt ihr , der Schwimu , das nicht immer leicht , hat sie doch Angst ihn zu verlieren....muss sie oft an ihre nervlichen Grenzen gehen...
aber niemals würde sie jammern , weil er \"immer noch zuhause ist...und das schon viel zu lange\"....

nach einer guten Ehe und Liebe zu deinem krebskranken Mann hört sich dein Beitrag nun gar nicht an-

obwohl ich mir hiermit nicht anmaßen möchte deine Beziehung zu analysieren !

ich hab ja nur dein Post - und das liest sich kalt.....sorry..


findet
Gaby
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Mitglied seit 25.02.2006
2.901 Beiträge (ø0,5/Tag)

hallo

wenn männer krank sind egal wie schwer
sind sie furchtbar .
sie können sich nicht in die familie einfügen,
meinen sie müßten die kindererziehung
in die hand nehmen.
den haushalt umkrempeln, alles besser wissen.
so siehts doch aus.
wieso lassen wir frauen uns das gefallen?
wir sind auch krank auch schwerkrank.
krempeln wir deshalb alles um---nein
hilft uns unser mann---
muß jede sich selbst beantworten
hat jeder von euch krebskranke menschen
in der verwandschaft
mein mann ist krankheitsbedingt zuhause
ich schaffe ihm arbeit an
lade leute ein
gehe auf vorträge
schenke ihm kurse werken
sachen wo er beteiligt ist
damit der laden läuft
seine krankheit ist da kann jederzeit schlimmer werden
nur ich lebe damit
und sage was sache ist
ihr könnt mich jetzt zerreißen
nur hier funktionierts und das ist das wichtigste.
somit können wir eine familie sein.
ach swichtigste habe ich vergessen
wir machen
famillienkonferenzen
es klappt super

gruß lene
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