Brauche Hilfe für ein Ritteressen

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Mitglied seit 12.11.2008
104 Beiträge (ø0,03/Tag)

Hallo, unser Freundeskreis wollen ein Perfektes-Freunde-Dinner mit Motto veranstalten, jetzt ist mein Motto Ritteressen. Menü steht schon, allerdings bräuchte ich jemanden, der sich im Mittelalter auskennt und mir z. B. einiges vom modernen Deutschen ins Mittelalter übersetzen könnte. Ich selber war noch nie bei so einem Essen, aber ich weiß, dass immer die Gäste verschiedene Personen zugeteilt werden, z. B. der Vorkoster etc...kennt sich da jemand aus und würde mir dabei helfen??

Vielen Dank schon mal im Voraus!!!!
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Mitglied seit 29.09.2006
897 Beiträge (ø0,19/Tag)

Das klingt ja lustig! Übersetzen kann ich dir aber leider nicht Lächeln höchstens das Motto:
Rittermahl klingt glaub ich besser als Ritteressen.

Grüße
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Mitglied seit 21.07.2003
30.203 Beiträge (ø5,11/Tag)

Hallo

schreib doch mal auf was du übersetzt haben willst

Viele Grüße von der Waterkant

Angelika

Katzenerziehung ist gar nicht so schwer, nach ein paar Tagen haben sie uns beigebracht was wir machen müssen.

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Mitglied seit 02.02.2016
611 Beiträge (ø0,46/Tag)

Hallo,

war mal bei einer Hochzeitsfeier in einem alten Schloss.
Es war wuuuuunderschön!!!!!!!!!!!!!!!
Das Brautpaar und fast alle Gäste in passender Kleidung, tolle Spiele, uriges Essen, ein Feuerspucker,...
Da ich die Rede für unsere Meute schreiben sollte, habe ich mir Bücher dazu für kleines Geld bei ebay ersteigert, etwas eingelesen, dann ging das schreiben recht gut.
Die Sache mit dem Vorkoster: vom Veranstalter wurde dazu die dickste anwesende Frau erwählt: sie hatte Tränen in den augen, ich fands daneben!
Die Tischkarten waren toll: Vorname, das Wort von, Wohnort Beispiel: Lisa von Frankfurt
Jedem Gast wurde ein riesiger " Schlabberlatz" umgebunden und wer seinen Becher leer hatte, legte ihn flach hin, er wurde sofort wieder gefüllt.
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Mitglied seit 05.01.2007
23.125 Beiträge (ø4,98/Tag)

Huhuu!

Ich kenne mich zwar nicht aus im Mittelalter, aber einige Dinge sollte man nicht ausser Acht lassen.

- Es wurde viel mit Breien gearbeitet ( Hirse, Gerste z.B. )
- Salz und Pfeffer waren sehr teuer, konnte sich selbst mancher Ritter kaum leisten; ich würde da mehr mit Kräutern arbeiten. Zucker war m.W. auch noch nicht populär - gesüßt wurde eher mit Honig.
- Als Getränke gab es meist Bier und Wein ( oft wurde auch verdünnt ). Reines Wasser war zum Waschen da, nicht zum Trinken.
- Man aß mit den Händen, Löffel und Messer. An Gabeln war nur die große Bratengabel bekannt, Gabeln als Besteckteil haben sich erst später durchgesetzt.
- Oft und gern wird mit "Ritteressen" auch die Unsitte des Knochen-hinter-sich-Werfens assoziiert. Soweit ich weiß, galt das aber schon damals nicht als fein.
- Und Kartoffeln waren natürlich auch noch unbekannt!

Das wäre so das Wichtigste, was mir spontan einfällt.

Zur "Übersetzung": Bestimmt wird man da im Internet fündig. Man kann aber z.B. auch versuchen, Bezeichnungen zu (er)finden, die halt mittelalterlich "klingen" oder sich so lesen.
z.B. "Gesottenes", "Trunck", "allerley", "Backwerk", "Kräutlein", "Bissen", "Mundschenk" usw.

Wie Angelika anmerkte: Schreib doch ruhig, was Du an Speysen und Trüncken zum Mahle so vorhast! Da finden sich bestimmt einige originelle Bezeichnungen...



lg Küchenkay
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Mitglied seit 21.05.2015
353 Beiträge (ø0,22/Tag)

Hallo momo_yannik,
vielleicht interessiert Dich das:

Tischsitten

Wasch dir die Hände vor dem Essen.
Fange nicht an zu essen, bevor die anderen anfangen, und iß nicht das Brot, bevor der erste Gang auf den Tisch kommt, sonst wird man dich für unbeherrscht halten.
Fasse nicht mit beiden Händen in die Schüssel und vermeide es - wenn sie zu heiß ist - darauf blasen, um das Essen nicht mit Speichel zu beflecken; lange nicht mit Andern zugleich in die Schüssel.
Die Hand, mit der du das Fleisch aus der gemeinsamen Schüssel nimmst, sei nicht fettig oder schmutzig; es ist wenig schicklich, sich die Finger abzulecken.
Tu Salz auf deine eigene Brotscheibe und tunke nicht das Fleisch ins Salzfaß.
Stopfe nicht ein zu großes Stück in den Mund, daß die Krumen links und rechts herausfallen, sonst wirst du als Fresser angesehen; stopfe nicht mit beiden Händen; iß nicht mit beiden Händen.
Schlucke das, was du im Mund hast, nicht eher hinunter, bis es gut gekaut ist, damit du dich nicht verschluckst, und iß nicht zu schnell.
Trinke erst, wenn dein Mund leer ist, sonst hält man dich für einen Säufer, und sieh beim Trinken in den Becher.
Trink oder sprich nicht mit vollen Mund; schmatze nicht.
Kratze dich nicht am Leib oder Kopf oder mit bloßer Hand an der Kehle; sieh zu, daß deine Fingernägel nicht zu lang sind, sonst bekommst du die Krätze; und spucke nicht über den Tisch.
Pass auf, dass keine sechsfüßigen Tierchen an dir herumkrabbeln.
Säubere deine Zähne nicht mit der Messerspitze und mach dir nicht in der Nase, an den Augen oder in den Ohren zu schaffen.
Nage nicht die Knochen mit den Zähnen ab oder mit den Fingernägeln; aber du darfst sie mit dem Messer abkratzen.
Halte den Platz vor dir sauber und wirf keinen Unrat under den Tisch; alles was sich an Unrat ansammelt, leg in den hierfür bestimmten Korb oder eine Schale, oder wirf die Knochen unter den Tisch, aber nahe an deine Füße und ohne jemanden zu verletzen.
Wenn du Brot in den Wein tauchst, trinke den Wein ganz aus oder gieß den Rest auf die Erde.
Wisch dir den Mund ab, wenn du den Becher nimmst; wende dich nicht zu deinem Nachbar, um ihm den Becher zu bieten, während du ihn selbst noch am Mund hast.
Auch sollst du, wenn du einen Nachbarn zur Rechten hast, mit der linken Hand essen.
Wenn du plötzlich niesen oder husten muss, lass allem freien Lauf, aber wende dich ab; aber schneuz dich nicht in die Hand oder ins Tischtuch; schneuze dich nicht zu laut.
Auch wenn dir ein Stück Deines Tischnachbarn besonders gefällt, nimm es nicht weg, sondern iß für dich.
Stütze die Ellbogen nicht auf und schlage die Beine nicht übereinander, wenn Höhergestellte anwesend sind.
Lasse etwas für die Armen übrig.

Quelle: Von guter Speis und Trank
Mittelalterliche Rezepte und Menuevorschläge

Gib einfach Mittelalterrezepte bei Google ein und Du wirst es schnell finden.

Gruß Edwin
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Mitglied seit 12.11.2008
104 Beiträge (ø0,03/Tag)

Vielen Dank Euch schon mal für Eure Ideen, meine Speisen wären (ich schreib jetzt mal auf was ich mir gedacht habe, allerdings weiche ich ein bisschen ab zur Neuzeit, sonst isst mir keiner das Essen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen außerdem wissen meine Gäste nicht, was früher gegessen wurde, das sind alles Neuzeitler Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Vorspeise:

Roggenbrot mit Schmalz
Rahmfladen
Brottasse mit Suppe

Hauptgericht:

Schweinehaxen gegrillt
Entweder Kartoffeln oder Klössen und Soße (nur weiß ich noch nicht welche Soße Jajaja, was auch immer! )
Lakefleisch ( http://www.chefkoch.de/rezepte/1886031306690538/Lakefleisch.html )
Brot dazu

Nachtisch:

Hab ich noch keinen evtl. Apfelpfannküchle

Wäre schön wenn mir jemand helfen könnte Danke Euch schon mal!
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Mitglied seit 25.01.2006
8.986 Beiträge (ø1,8/Tag)

Also Kartoffeln würde ich wirklich weglassen. Semmelknödel kann man nehmen.

Damals wurde sowieso viel Brot gegessen. Ein dicke Scheibe ersetzte auch den Teller. und saugte auch Sauce auf.
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Mitglied seit 21.07.2003
30.203 Beiträge (ø5,11/Tag)

Hallo

evtl eine braune Grundsoße

und Kartoffeln kamen erst später, die würde ich weglassen

Viele Grüße von der Waterkant

Angelika

Katzenerziehung ist gar nicht so schwer, nach ein paar Tagen haben sie uns beigebracht was wir machen müssen.

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Mitglied seit 24.03.2008
14.490 Beiträge (ø3,45/Tag)

mir enthält dein Menue zuviel Brot. Es gab doch auch Buchweizen, zum Beispiel so#:

http://www.chefkoch.de/rezepte/1720991281082146/Buchweizen-als-Beilage.html


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LG Lollo
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Mitglied seit 24.03.2008
14.490 Beiträge (ø3,45/Tag)

Bei den Vorspeisen fehlt mir ein wenig Frische. Ich würde zum Schmalz noch Kräuterquark servieren

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LG Lollo
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Mitglied seit 25.01.2006
8.986 Beiträge (ø1,8/Tag)

Viel Brot wurde, wie gesagt, gegessen. Aber Schmalzstullen sicher nicht bei einem Ritteressen, auch Brottassen sind Quatsch.

Menüfolgen waren damals unbekannt, es kam alles zusammen auf den Tisch und jeder nahm, wonach ihm war bzw. was in Reichweite war.
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Mitglied seit 07.07.2008
13.082 Beiträge (ø3,2/Tag)

Bonjour,

auch im MA waren gewisse "Gangfolgen" bekannt und wurden praktiziert... muss man heute nur nicht haben...genaus muss man sicher auch nicht den Versuch unternehmen ein historisches Essen auf den Tisch zu bringen...
Uebrigens durfte auch nicht jede Person direkt zuschlagen... war bei Ritters geregelt...
Saucen und MA ist auch so eine Sache... braune Grundsauce zum Ritteressen passt da nicht rein..

Vielleicht mal nicht so eng sehen Lächeln ...
Kay erwaenhte ja die Gabel... galt als Teufelswerkzeug Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen ...


LG
Ornellaia
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Mitglied seit 12.11.2008
104 Beiträge (ø0,03/Tag)

Vielen Dank Euch schon mal...ich kann leider kein typisches Rittermahl machen, die "Mäuler" sind verwöhnt und essen nicht alles Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Es soll ja mehr oder weniger auch darum gehen mal mit den Fingern zu essen und nicht gesittet wie im Restaurant..deswegen muss das Essen nicht ganz mittelalterlich sein, sondern gepaart mit etwas "Neuzeit" Der Spaß soll im Vordergrund stehen...aber ich konnte mir einige Sachen bei Euch abschauen und hat mir schon sehr weiter geholfen!! Danke
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Mitglied seit 16.08.2011
3.053 Beiträge (ø1,03/Tag)

Ich finde dein Motto super. Wir waren auch mal bei einem Ritteressen und es hat allen sehr viel Spaß gemacht (selbst wenn es sicherlich auch nicht absolut realitätsgetreu war, aber darum geht es ja auch gar nicht in erster Linie).

Zu deinem Menü hätte ich noch folgende Anmerkungen:

Bei der Vorspeise würde ich den Rahmfladen weglassen. Lieber neben dem Schmalz noch Kräuterquark und gesalzene Butter anbieten.
Suppe im Brotlaib gefällt mir gut. Da würde ich dann eine kräftige Rinderbrühe mit Flädle oder Kräuterklösschen machen.

Den Hauptgang könntest du noch um kleine Hähnchenflügel zum Abknabbern erweitern.
Als Beilage finde ich Semmelknödel und Brot okay. Die Idee mit dem Buchweizen gefällt mir auch gut.
Ich würde dann aber auf jeden Fall noch eine Gemüsebeilage machen, z.B. Sauerkraut und verschiedene Wurzelgemüse (geschmort oder im Ofen gebacken).


LG moura
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