No Knead Brot nicht ganz durch - wie kann ich es retten?


Mitglied seit 07.01.2006
9 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo!

Ich hab gestern zum ersten Mal ein knetfreies Brot gebacken, mit einer Mischung aus Dinkelvollkornmehl und Weizenmehl. Das Rezept war nicht von CK, weiß daher nicht, ob ich es posten darf, ist aber auch egal, denn an sich hat es funktioniert. Ich hab aber einen normalen Ikea Kochtopf genommen, da ich keinen Römertopf o.Ä. habe und da ich einen Gasofen statt Ofen mit Umluft habe, waren die angegeben Zeiten für mich vielleicht nicht ganz ausreichend (30 min auf höchster Stufe mit Deckel, dann noch mal 15 etwas runtergedreht ohne).
Das fertige Brot sieht an sich gut aus, nette Kruste, schöne Form, aber es ist nicht ganz durch. Wir haben es auskühlen lassen und sogar zwei Scheiben gegessen, aber es ist einen Tick zu glitschig und riecht auch ein klein wenig zu sehr nach „Teig“ (oder vielleicht ist das der Hefegeruch).
Nun die Frage, kann ich ein fertig ausgekühltes und bereits angeschnittenes Brot noch mal in den Ofen schieben und weiterbacken, und wenn ja, würdet ihr es wieder in den Topf tun oder einfach aufs Backblech? Ansonsten werden wir es wohl einfach essen, in dünne Scheiben geschnitten, die dann getoastet werden, ist es gut genießbar und muss zumindest nicht weggeschmissen werden.
Und für die Zukunft: Wie kann ich sichergehen, dass mein Brot ganz gar ist? Und glaubt ihr, der richtige Topf macht einen Unterschied?
Freue mich über Tipps!
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Mitglied seit 09.04.2015
9.091 Beiträge (ø4,08/Tag)

Hallo,

ein Edelstahlkochtopf leitet die Hitze schlechter als ein Römertopf oder eine Backform aus Blech. Wenn du nix anderes hast, kannst du auch eine Springform oder Kastenform nehmen. Die Kastenform muss dann aber natürlich groß genug sein.

Zum Feststellen, ob ein Brot durchgebacken ist, hatten schon unsere Omas und Uromas einen ganz simplen Trick: wenn man an der Unterseite klopft und es klingt hohl, ist das Brot fertig.

LG
Hobbybäckerin
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Mitglied seit 07.01.2006
9 Beiträge (ø0/Tag)

Danke für die Antwort. Das Problem mit der Springform ist ja, dass ich dann keinen Deckel habe. Ich habe sonst noch einen Bräter mit Deckel im Angebot, aber der ist leider viel zu riesig für Brot.

Und was das Klopfen angeht: Geht auch auf der Oberseite oder muss es die Unterseite sein? Denn dafür muss ich ja erst das Brot aus dem Topf holen.

Liebe Grüße!

Zitat von Hobbybäckerin2711 am 07.05.2020 um 09:34 Uhr

„Hallo,

ein Edelstahlkochtopf leitet die Hitze schlechter als ein Römertopf oder eine Backform aus Blech. Wenn du nix anderes hast, kannst du auch eine Springform oder Kastenform nehmen. Die Kastenform muss dann aber natürlich groß genug sein.

Zum Feststellen, ob ein Brot durchgebacken ist, hatten schon unsere Omas und Uromas einen ganz simplen Trick: wenn man an der Unterseite klopft und es klingt hohl, ist das Brot fertig.

LG
Hobbybäckerin“

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Mitglied seit 09.04.2015
9.091 Beiträge (ø4,08/Tag)

Wird das Brot in einer geschlossenen Form, also mit Deckel gebacken? Ich bin von einer offenen Form ausgegangen.

Zum Klopfen muss man natürlich das Brot aus der Form holen - in der Form kann ein hohlen Klang gar nicht erreicht werden, auch nicht von oben.
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Mitglied seit 07.07.2008
16.419 Beiträge (ø3,5/Tag)

Man kann auch die Kerntemperatur vom Brot messen...
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Mitglied seit 07.01.2006
9 Beiträge (ø0/Tag)

Es wie beschrieben ein „No Knead Bread“ also ein knetfreies Brot, die werden meines Wissens immer im geschlossenen Topf gebacken? Das ist jedenfalls in allen Rezepten zu diesem Brot-Typ so. Insofern ist das mit dem zwischendurch rausholen und klopfen ja etwas schwierig, leider.


Die Frage bleibt, wie ich dieses fertige, an sich sehr schöne Brot jetzt noch ganz gar kriege...


Zitat von Hobbybäckerin2711 am 07.05.2020 um 10:04 Uhr

„Wird das Brot in einer geschlossenen Form, also mit Deckel gebacken? Ich bin von einer offenen Form ausgegangen.

Zum Klopfen muss man natürlich das Brot aus der Form holen - in der Form kann ein hohlen Klang gar nicht erreicht werden, auch nicht von oben.“

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Mitglied seit 11.03.2006
5.234 Beiträge (ø0,94/Tag)

Moin Yasemin,

ich fürchte, Du wirst dieses Brot unter Lehrgeld verbuchen müssen, ich glaube nicht, daß man es nochtmal nachbacken kann. Vielleicht kannst Du mal versuchen, eine Scheibe leicht zu toasten, um den Geschmack zu verbessern.

Ich mache auch häufiger mal ein No-Knead-Bread ...... allerdings fängt es damit an, daß ich es tatsächlich kurz knete, dadurch wird es eindeutig bessern. Dann backe ich es (1/2 Rezept, Menge ca 750 g) im 20 cm Eisentopf, der wird beim Aufheizen des Ofens mit vorgeheizt, dann kommt der Teig in den warmen/heißen Topf. Bei mir wird es perfekt, wenn ich es 40 Minuten bei geschlossenem Deckel und weitere 20 Minuten offen lasse. Wenn Du in einem Edelstahltopf bäckst, würde ich die Zeit um mindestens 10 Minuten verlängern.

Ansonsten versuch mal das Sommerlieblingsbrot - Rezept in der Datenbank - das ist vielseitig wandelbar, gelingsicher und läßt sich in der Form wie freigeschoben backen .

LG und viel Spaß beim Backen

Anne
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Mitglied seit 07.01.2006
9 Beiträge (ø0/Tag)

Zitat von Ornellaia am 07.05.2020 um 10:07 Uhr

„Man kann auch die Kerntemperatur vom Brot messen...“



Ach? Also einfach ein Bratenthermometer reinspießen? Wie heiß muss es denn sein?
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Mitglied seit 04.08.2012
100 Beiträge (ø0,03/Tag)

Zitat von yasemin am 07.05.2020 um 10:33 Uhr

„Ach? Also einfach ein Bratenthermometer reinspießen? Wie heiß muss es denn sein?“



96-98 Grad Celsius
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Mitglied seit 05.06.2005
751 Beiträge (ø0,13/Tag)

Übrigens, das Brot kann man durchaus zu Ende der Backzeit aus dem Topf nehmen und auf den Boden klopfen. Da stürzt keine Welt ein. Na!

Viele Grüße
VONHIER
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