TrekkingBrot, Bannock, Tiegelkuchen - wie auch immer ;)

zurück weiter

Mitglied seit 06.09.2014
17 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo Zusammen,

in meiner vollsten Verzweifelung, ist dieses Forum meine letzte Anlaufstelle.

Wenn mir nicht geholfen werden kann, sehe ich entweder dem scheitern meiner jungen Ehe oder der Einlieferung in eine geschlossene Anstalt entgegen.

Ich möchte ein wenig Hintergrund geben: Ich bin leidenschaftlicher Backpacker. Grade auf langen Touren im hohen Norden, wenn man seine Verpflegung für zT. 14 Tage selber schleppen muss, kann man keine allzu großen Wunder an Verpflegung erwarten.
Da man mich mit Trekking-Fertig-Tüten-Essen jagen kann und ich beim Kochen sicher keinen Stern gewinnen würde (Ich kann Nudeln kochen, nicht immer, aber meistens) habe ich mir über die letzten Jahre das eine oder andere an Rezepten gebastelt, die sowohl leicht als auch mit meinem kleinen Kocher zuzubereiten sind. Bis letztes Jahr war ich damit überaus zufrieden....
Ich habe auf Tour einen Schotten getroffen. Ebendieser hat morgens (ich habe das ganze nur am Rande verfolgt) eine von ihm zuhause vorgefertigte Mehl&Zutaten Mischung mit Wasservermengt, 10min geknetet, 5min stehen lassen und dann in die Pfanne gehauen
Dabei hat er ein richtig leckeres und vor allem "luftiges/fluffiges" Brot in der PFanne gezaubert - keine Pfannekuchen oder so - Brot...frisches Brot, aus der Pfanne, mitten im nirgendwo.

Dummerweise war ich zu fasziniert von dem ganzen, das ich vergessen habe mir das Rezept zu sichern.

Seit zwei Wochen versuche ich nun jeden verdammten Abend, dieses Brot nachzubacken. Unter zuhilfenahme von dubiosen Rezepten und seltsamen Tipps aus dem Internet.

Aber - es - klappt - einfach - nicht!
Das einzige was ich produziere ist entwerder: Außen vollkommen verbrannt, Innen Roh, und absolut immer vollkommen "zäh" - also überhaupt nicht luftig :(

Ich habe in den letzten zwei Wochen 13 Pfund Mehl verbraten - wirklich verbraten in der Pfanne. Meine Sittenwächterin bekommt langsam die absolute Kriese wegen der allabendlichen Teigsauerei die ich veranstalte. Ich könnt hier so langsam ausrasten.

Das Grundrezept scheint bis auf kleinigkeiten im Netz immer gleich zu sein:

Zwei Teile Mehl
ein Teil Wasser,
ein wenig Zucker,
ein bischen Salz
Trockenhefe oder Backpulver

Daraus soll man einen NICHT mehr klebrigen Teig formen, diesen in einen ca. Daumendicken Fladen formen und von beiden Seiten zwischen 6 und 10min Backen...

Das funktioniert aber nicht! AAAAAAH. Wenn ich Zwei Teile Mehl und einen Teil Wasser nehme, bekomme ich keinen NICHT mehr klebrigen Teig - sondern den Kleber aus der Hölle - Vollkommen unmöglich das irgendwie zu verarbeiten.
Bei mir ist der Teig "unklebrig" bei einem Verhältnis von eins zu vier - also vollkommen anders als in den Rezepten.
Was auch immer ich da Mische, und Später forme, wird grundsätzlich ein Steinhartes Etwas. Da geht gar nichts auf oder wird fluffig.

Wie hat der das in 10minuten Morgens gemacht?! Bitte! Helft mir!!
Bald wachsen mir die Kosten fürs Mehl über den Kopf ;D

Gebt einem absoluten Backidioten Tipps. Ich will doch nur leckeres Brot aus der Pfanne :(

viele Grüße
ein verzweifelter Ehemann & Bäcker
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 05.01.2010
10.497 Beiträge (ø2,66/Tag)

Hallo!

Wenn Dein Teig bei 2:1 Mehl/Wasser klebrig ist, hast Du nicht genug geknetet Na! Wenn ich einen Teig mit 250g Mehl und 150g Wasser mache und gescheit Knete klebt der nicht. Das Kneten bewirkt das austreten von Gluten, das bindet Flüssigkeit und sorgt auch dafür dass Dein fertiges Brot schöner wird. Je nach Teigmenge musst du schon so 5-10 Minuten kneten. Zum backen in der Pfanne ist ein Deckel hilfreich. Pfanne nicht zu heiß machen.

LG Mina
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 12.12.2008
7.723 Beiträge (ø1,78/Tag)

Achduweh, dann wollen wir mal deine Eh(r)e retten. Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Was hast du an Mehltypen schon getestet? Welche Temperatur hatte das Wasser? Hast du nun Backpulver oder Hefe verwendet?

Ich meine irgendwo schonmal was von dem Brot gelesen zu haben, ich schaue mal was ich an Rezepten finde.

LG
Lenta
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 12.12.2008
7.723 Beiträge (ø1,78/Tag)

Diese Rezepte hast du wohl schon durch?

Mehl wird wohl von Hafer über Mais alles verwendet. Hätteste doch mal den Schotten gefragt, Mensch.
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 05.01.2010
10.497 Beiträge (ø2,66/Tag)

Ich bin einfach mal von Weizen ausgegangen *ups ... *rotwerd* Type 405...
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 06.09.2014
17 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hi,

ich habe verwendet: 1150 und 405. Jeweils mit Trockenhefe und mit Backpulver.
Vorgehen Quasi wie folgt: Trockenhefe mit ein wenig Zucker in Lauwarmem Wasser auflösen.
Nach ca. 5min das Hefewasser mit dem Mehl und einem halben Teelöffel Salz vermengen und Kneten Kneten Kneten.
Nach ca. 10min Kneten lasse ich das ganze für ca 10min Stehen.
Dann nochmal kurz durchkneten und ab in die Pfanne -> Ergebnis: Katastrophe :(

Ich wusste auch nicht das es, bis auf den Geschmack auch "physikalische" Unterschiede zwischen Mehlsorten gibt.
Ebenfalls neu ist mir das mit der Knetdauer der "klebefaktor" sinkt.

Zusätzlich wollte ich nochmal eine Fertigbrotmischung ausprobieren, auch diesen Tipp habe ich im Netz gefunden.

Das Brot vom Schotten schmeckte dem bei uns verbreiteten Mischbrot sehr sehr ähnlich. Also "exoten" wie Mais oder Kartoffelmehl würde ich ausschliessen.

Danke schonmal! vielen vielen Dank :D
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 12.12.2008
7.723 Beiträge (ø1,78/Tag)

Weizen war wohl in der Ursprungsversion nicht vorgesehen, aber man kann wohl alles verwenden was man gerade da hat.

Aaronh, mit einer TA von 150 dürfte da nix mehr kleben. Sicher das du die Mengenverhältnisse richtig anwendest?
Im Prinzip ist es ja nur ein Pfannenfladenbrot, da gebe ich dir mal mein erprobtes Rezept, vielleicht klappt es dann.
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 06.09.2014
17 Beiträge (ø0,01/Tag)

ps. die Rezepte hier bei Chefkoch hab ich als erstes Versucht :D
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 12.12.2008
7.723 Beiträge (ø1,78/Tag)

Aaron höhere Typenzahlen haben eine bessere Quellfähigkeit, sprich sie können mehr Wasser binden und werden nicht so schnell klebrig.

Backpulver kannst du ja mit dem Mehl mischen, das musst du nicht mit Wasser verrührt stehen lassen.

Bei der TH ist das gut, nur musst du da den Teig etwas länger als zehn Minuten gehen lassen.

Vielleicht erst Teig ansetzen, dann Zelt und Kochstelle aufbauen, dann backen?
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 27.04.2010
7.056 Beiträge (ø1,84/Tag)

Hallo

hast du's schon mal mit feinerem Haferschrot versucht?

Die Schotten backen traditionell sehr viel mit Hafer, weil das das einzige Getreide ist, das im schottischen Klima gut wächst.

LG
puppeb
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 06.09.2014
17 Beiträge (ø0,01/Tag)

Huhu,

Haferschrot hab ich nicht probiert - ich würde Hafer auch geschmacklich ausschließen - ich bin nicht der Haferfan, ich denke das hätte ich gemerkt - aber probieren geht über studieren :)

Kann mich kurz jemand aufklären was hier mit TA und TH gemeint ist? dann könnte ich dem ganzen besser folgen ;)
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 12.12.2008
7.723 Beiträge (ø1,78/Tag)

TA ist die Teigausbeute, also das Verhältnis Mehl zu Wasser.

TH ist dir Trockenhefe.

Mach dein Brot erstmal nicht so dick und stell die Flamme auf ganz klein. Nimmst du Öl zum rausbacken?
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 27.04.2010
7.056 Beiträge (ø1,84/Tag)

Wie gut ist denn dein Englisch, aaronh? Hast du es schon mal auf den englischen Seiten mit einer Suche nach Bannock versucht?

Die im CK angegebenen sind wahrscheinlich nicht, was du suchst. Das sind eher süsse Varianten.

Ich hab englisches Rezept gefunden, mit diesem Bild . Vielleicht sah das Brot des Schotten ja so aus?
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 06.09.2014
17 Beiträge (ø0,01/Tag)

Ich habe noch folgende Idee gefunden: Ein Topf im Topf - also in den größeren Topf ein paar Kiesel legen, darauf den kleineren Topf und beides verschliessen - soll wohl eine Art Backofen ergeben. Ist zwar nicht das was ich gesehen habe, aber was haltet ihr von der Idee?


Zur Idee den Teig während des Zeltaufbaus gehen zu lassen: Das wollte ich eigentlich am Morgen zum Frühstück machen, Abends bin ich körperlich nicht mehr in der Lage Teig zu kneten ;)
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 12.12.2008
7.723 Beiträge (ø1,78/Tag)

Achso, also dann Zelt abbauen? Irgendwas halt um die Zeit zu überbrücken. Was macht man morgens im outback? Schlangen aus dem Schlafsack schütteln, Wäsche waschen, Frau bei der Morgentoilette bewundern?
Zitieren & Antworten
zurück weiter