Worauf achten beim Brot-Backen?

zurück weiter

Mitglied seit 30.04.2014
6 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo !!!

Ich bin neu hier, denn normalerweise ist Kochen nicht so mein Hobby, wenn ihr versteht, was ich meine ... *ups ... *rotwerd*
Aber jetzt habe ich einen Brotbackautomaten gekauft und bin ganz voller Tatendrang. Ich habe hier auch einige Rezepte gefunden, die ich nachbacken werde, aber da ich in den Niederlanden wohne, ist die Situation von wegen Mehl hier etwas anders.
Und da wollte ich fragen, worauf man eigentlich achten muss, wenn man ein Brot backen will. Kann man alles Mehlsorten je nach Belieben zusammenschmeißen??? Oder gibt es da irgenwie Mindestangaben oder Dinge, die man nicht kombinieren kann?

Freue mich über jede Antwort!!!

Wonnie
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 14.02.2013
104 Beiträge (ø0,04/Tag)

Hallo Wonnie,

nach meiner Erfahrung kannst du Weizenmehl und Dinkelmehl problemlos miteinander mischen. Roggenmehl braucht Sauerteig, damit der Teig gut aufgeht.

Am besten du beginnst erstmal mit Weizen- oder Dinkelmehl (je nachdem, was du bekommst). Leider kenne ich die Bezeichnungen in den Niederlanden nicht. Bei uns gibt es verschiedene Type-Bezeichnungen. Z.B. beim Weizenmehl findet man hier folgende:

Type 550 ist ein helles Mehl, dass man für Weißbrot verwendet,
Type 405 ist Kuchenmehl,
Type 1050 nimmt man für Mischbrote oder Landbrote,
ja und Vollkormmehl- klar für Vollkornbrot/gebäck.

Mit Brotbackautomaten kenne ich mich leider nicht aus, da ich den Teig mit der Hand knete und im Backofen backe.
Aber ich bin sicher, dass sich hier noch einige melden werden, die dir da weiterhelfen können.
Außerdem gibt es auch mehrere Threads, in denen es um Backen mit Backautomaten geht. Schau dich einfach mal um,

auf jeden Fall viel erfolg beim Backen,

LG Annette
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 30.04.2014
6 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo Annette!!

Vielen Dank für deine schnelle nette Antwort.
Ja, dass mit den Nummern SOLL es hier angeblich auch geben. Aber im Supermarkt leider nicht. Ich war schon im Bioladen und hab mir da ein Mehrkornmehl, ein Vollkornweizenmehl und Haferflocken gekauft.
Grade hab ich ein Haferbrot im Automaten, mal schauen wie es wird.
Gestern hatte ich in einem Beitrag gelesen, dass man besser nicht ausschließlich ein Vollkornmehl nimmt (das hier "Meel" heißt, hehe), sondern besser noch ein weißes Mehl (das hier "Bloem" heißt) dazu nimmt. Stimmt das?

Also kann ich einfach die Mehle nehmen, die ich grad habe, und sozusagen rumexperimentieren? Aber woher weiß ich dann immer, wieviel Wasser, und evetuell Milch oder was weiß ich? BOOOIINNNGG....

Puuh, ganz schön kompliziert. Oder kommt mir das nur so vor?

Aber Übung macht den Meister, oder? Lachen

Ach ja und noch was: Wenn ein Bor nicht richtig aufgegangen ist, ist es dann schwere für die Verdauung? Oder kann man es ganz normal essen?

Alles Liebe,

Wonnie
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 14.01.2006
1.477 Beiträge (ø0,29/Tag)

Hallo Wonnie,

als Brotbackanfängerin würde ich mich für den Anfang an ein bewährtes Rezept halten, z.B. das Einsteigerbrot.
Oder du schaust, was du an Mehl bekommst und suchst dir dementsprechend ein Rezept aus dem CK.
Dann hast du am Anfang schon ein Erfolgserlebnis und du kriegst ein Gefühl dafür, wie der Teig sein muss, wie viel Wasser ca. etc.

Wenn du schon etwas Erfahrung hast, kannst du dann mit verschiedenen Mehlen bzw. Saaten, Haferflocken etc. experimentieren.

LG
Catalana
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 21.08.2007
12.879 Beiträge (ø2,88/Tag)

Ich halte mich selten sklavisch an Rezepte. Nach vielen Versuchen ist mein ganz persönliches Fazit:

Wirklich wichtig sind die Wassermenge, die man tunlichst abwiegen sollte (am besten mit einer elektronischen Waage), weil handelsübliche Messbecher meist eher Schätzbecher sind. Und ein Schnapsglas voll zu viel oder zu wenig machen eine Menge aus.

Die Wassermenge sollte zwischen ca. 60% (bei 405er Auszugsmehlen) und 80 % (Roggenmehle, Vollkornmehle) des Mehlgewichts liegen liegen. Körner und Flocken musst Du mit reinrechnen. Beim Brotbackautomaten macht es ja wie beim Backen in einer Kastenform nicht so viel aus, wenn der Teig etwas zu feucht ist. Im Zweifel würde ich im Automaten also eher etwas mehr Wasser nehmen.

Auch das Salz wiege ich ab, es sollten so zwischen 2 und 2,4% des Mehlgewichts sein, ich nehme meist 2,2%.

Wie vor mir schon gesagt braucht Roggenmehl immer etwas Säure, aus geschmacklichen Gründen am besten Sauerteig (selbst gezogenen - das, was Du im Supermarkt in Tüten als Sauerteig kaufen kannst, ist meist tot, Du musst dann entsprechend Hefe zugeben, bei selbst gezogenem, "richtigem" Sauerteig muss man nur Anfangs noch mit etwas Hefe nachhelfen). Essig oder Buttermilch funktionieren auch, da muss ich aber mit Mengenangaben passen, weil ich eben immer nur Sauerteig nutze.

Wie Du Deinen Automaten programmieren musst, weiß ich aber nicht, da ich konventionell im Ofen backe (da kommst Du irgendwann auch noch hinNa!)

Wieviel Hefe Du brauchst, steht auf der Packung - üblicherweise 7g Trockenhefe oder 21g Frischhefe auf 500g Mehl. Später wirst Du vielleicht mit geringerer Hefezugabe und dafür mehr Zeit experimentieren, um den Geschmack zu verbessern. Ob Dein Automat aber darauf einstellbar ist, weiß ich nicht.
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 21.08.2007
12.879 Beiträge (ø2,88/Tag)

P.S. Fang mit einfachen Sachen an. Eigentlich braucht ein Brot nur Wasser, Mehl, Salz und Hefe oder (lebenden) Sauerteig. Alles andere ist optional.
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 17.01.2010
3.344 Beiträge (ø0,93/Tag)

hi backfans ,

wonnie , erst einmal ein herzliches willkommen hier .

zu deiner frage , geht hier alles bei den mehlsorten und was muss man beachten .
die antwort würde wahrscheinlich den rahmen sprengen , aber ein paar wichtige dienge kann man hier zum anfang beherzigen )

zum ersten :

alle mehlsorten zusammenkippen geht wahrscheinlich nicht unbedingt , aber es gibt zahlreiche kombinationsmöglichkeiten .
die einfachste hier ist meiner ansicht nach weizen und roggenmehl .
was hier zu beachten ist , ( je nach herzustellendem gebäck ) sollte das verhältnis der mehle stimmen .

zum zweiten

ich halte es für unabdingbar alle zutaten zu "" wiegen ! "" schon kleine abweichungen bei den zutatenmengen ( salz z.b. ) können das ganze backergebnis verändern .

zum dritten :

verschiedene gebäcke verschiedene teige ,

erfordern verschiedene handhabungen .

hier sollten " teigruhen " ( die zeit in der sich der teig entwickelt und auch aromen entfaltet ) " garzeiten " ( die letztendlich reifung des teiges )
aber auch " teigtemperatur und hefemengen sollten stimmig sein "

zu anfang solltest du dir an leichteren dingen wie weissbrote oder einfachen brötchen einige grunferfahrungen einsammeln . ( wie verhält sich mein teig überhaupt , was mache ich wenn ..... ) das dauert etwas kann man aber sehr schnell lernen .

versuch dich also , und wenn´s nicht klappt , nicht kapitulieren , wir sind ja da .

ach ja ,

schreib doch mal was du so gerne backe möchtest , dann kann man ja evtl hier noch genauer angreifen und weitere tipps speziell auf den punkt geben .

grüssle

neh-zha Let´s cook baby!

Zitieren & Antworten

Mitglied seit 11.12.2005
30.242 Beiträge (ø5,94/Tag)

Hallo zusammen!


Pfeil nach rechts Kann man alles Mehlsorten je nach Belieben zusammenschmeißen??? Pfeil nach links

Das würde ich nicht tun, Du wirst kein schönes Brot bekommen.

Fang mit einfachen Broten (erprobte Rezepte) an, und taste Dich ran. Dann wirst Du auch Freude haben.

Liebe Grüße Emmy - Ly


Eine gute Köchin hat mehr Fett an den Händen als auf den Hüften!
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 13.03.2011
13.701 Beiträge (ø4,32/Tag)


Hallo

lies mal das hier im Forum. Da ist auch Einsteigerbrot usw drin

Liebe Grüße
Patty
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 13.03.2011
13.701 Beiträge (ø4,32/Tag)


Hallo

Magazinartikel über Brot und Brot und Brötchen schleifen mit Viedeo

Das hier finde ich auch sehr interessant für Backanfänger

Liebe Grüße
Patty
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 30.04.2014
6 Beiträge (ø0/Tag)

Vielen lieben Dank für die vielen Antworten, Tipps und das herzliche Willkommen!!! <3
Freu mich sehr!
Mit "alle Mehlsorten je nach Belieben zusammenschmeißen" meinte ich auch nicht gleich ALLE zusammen, hehe. Da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Ich meinte, ob ich nur bestimmte Mehle zusammen nehmen kann, oder auch beispielsweise Dinkelmehl mit Mehrkornmehl. Oder sollte man immer weißes Mehl dazunehmen?
Bisher halte ich mich eh immer nur an Rezepte, denn so ganz ohne Wissen irgendwas rein - das wäre ja dumm.
Gestern das Haferbrot (http://www.chefkoch.de/rezepte/604251160204211/Haferbrot-fuer-den-Brotbackautomaten.html) ist irgendwie nicht gelungen. Es ist aufgegangen usw., aber die obere Kruste ist hell geblieben, und geschmacklich ist es auch eher neutral ...
Und die erste Brotbackmischung war nicht richtig aufgegangen und das Brot somit zu schwer und fest.
Hat jemand eine Idee, was ich genau falsch gemacht habe? Ich habe gelesen, dass man für eine bessere Kruste etwas Milch statt Wasser nehmen kann?
Aufgeben werd ich nicht. Denn hier in NL gibt es kaum gutes Brot. Und jetzt geht auch noch die Nachricht um, dass der "broodverbeteraar" (L-Cysteine), also der Brotverbesserer, teils aus Menschenhaar hergestellt wird. Die haben das im TV nachgeforscht und es scheint zu stimmen. Lecker war das Brot eh nie ... darum bin ich sehr froh über den Automaten!!! hechel...

LG nochmal und einen schönen ersten Mai.
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 21.08.2007
12.879 Beiträge (ø2,88/Tag)

Wenn was nicht aufgeht, kann das auch am Automaten liegen. Der kann ja nur sein Programm abspulen und nicht flexibel reagieren. Und wenn Dein Automat anders arbeitet als der des Rezepterstellers, kann das schonmal passieren. Dann ist bei dem Rezept das Problem, dass nicht alle Zutaten in Gramm angegeben sind - es gibt ja kleine und große Teelöffel. Dementsprechend schmeckt das Brot mal schlaff, mal gut. Dazu kommt, dass die Wassermenge eher an der unteren Grenze ist (nur 57% der Mehl+Hafer-Menge).

Viele nutzen den Automaten auch nur zur Teigherstellung und backen normal im Backofen. Vielleicht ist das auch eine Option für Dich? Hat Dein Automat vielleicht sogar eine Nur-Teig-Funktion?


Fang am besten mit ganz einfachen Sachen an. Weißbrot z.B.: 500g Weizenmehl (405er oder 550er), 300g Wasser, 10-12 g Salz, 1Päckchen Trockenhefe, 30g Butter. Das alles lässt Du von Deinem Automaten verkneten, wenn der Teig aufgegangen ist, holst Du ihn aus dem Automaten, faltest ihn ein paar Male zusammen, formst dann ein schönes Brot, lässt das mit einem Tuch abgedeckt gehen, bis es sich etwa verdoppelt hat, dann schneidest Du es mit einem Sägemesser etwas ein und bäckst es im vorgeheizten Backofen (220°, O+U-Hitze) bis es die gewünschte Bräune hat. Wenn Du eine saubere Blumenspritze hast, kannst Da das Brot beim Einschieben in den Ofen noch kurz besprühen und auch in den Ofen etwas hineinsprühen, dann geht es noch besser auf.
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 30.04.2014
6 Beiträge (ø0/Tag)

Naja, Weißbrot will ich grad nicht, sondern eher Vollkornbrote Na!
Danke aber für die Tipps.

Noch eine Frage: Wenn bei den Rezepten nicht steht, welche Brotgröße man beim Automaten einstellen muss, wie rechnet man das dann aus?
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 30.04.2014
6 Beiträge (ø0/Tag)

Kann ich hier (http://www.chefkoch.de/rezepte/1745481283754212/Weizenvollkornbrot-aus-dem-Brotbackautomaten.html) vielleicht statt dem Weizenvollkornmehl mein Mehrkornmehl nehmen?
Und das Brotbackgewürz kann ich doch weglassen, oder?
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 17.01.2010
3.344 Beiträge (ø0,93/Tag)

hallo ,

wonnie ,

zu beachten ist , dass das mehrkornmehl wahrscheinlich andere backeigenschaften hat wie nur das wzvk mehl .

evtl eine schwächere klebereigenschaft da hier vieleicht noch roggenateile mit vorhanden sind .

allerdings backst du ja im bba ,oder ? dann müsste doch die mehrkornmischung auch dafür ausgelegt sein , oder ????

grüssle

neh-zha
Zitieren & Antworten
zurück weiter

Partnermagazine