Mürber, süßer Apfel gesucht

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Mitglied seit 22.12.2012
7 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo an alle Backprofis!

Ich brauche einen Rat zum Thema Apfelkunde. 😉
Ich möchte einen Apfelstreusel machen und bin dazu auf der Suche nach einem Apfel,
der einerseits möglichst mürbe ist, also beim Backen schön durchgart. Die Äpfel sollten
nach dem Backen nicht mehr bissfest sein, was ja viele gerne mögen, nur eben ich nicht. Na!
Andererseits sollte er möglichst süß sein und nicht zu viel Säure enthalten.
Habt ihr einen Rat für mich, welche Sorte da am ehesten in Frage kommt?
Lieben Dank
und lieben Gruß
Quie Queck
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Mitglied seit 03.04.2007
42.343 Beiträge (ø9,19/Tag)

Moin,

ich nehme zum Backen gerne Cox Orange, Holsteiner Cox, Elstar oder Braeburn.

Die haben alle nur eine ganz feine Säure, schmecken leicht süß, garen aber auch gut durch beim backen.

Den klassischen mürben Backtapfel Boscop mag ich auch nicht so gerne, ist mir zu sauer. Na!

VG Čiperine
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Mitglied seit 18.01.2009
4.658 Beiträge (ø1,18/Tag)

Hallooo,

auch ich nehme den Cox Orange oder den Holssteiner Cox, den häufig empfohlenen Boskop habe ich einemal probiert - als Apfelkuchen... ich war enttäuscht, war auch mir zu sauer.

Liebe Grüße und viel Erfolg,

Chris, die fee
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Mitglied seit 10.04.2006
51.264 Beiträge (ø10,33/Tag)

Süß sind Äpfel wie Golden Delicious, Braeburn, Fuji oder Gala.
Je länger Äpfel lagern, umso mürber wird ihr Fruchtfleisch.

Sehr aromatisch sind Sorten wie Cox Orange, Alkmene, Berlepsch oder Rubinette. Kommt aber immer darauf an, ob du die Sorten bei dir kaufen kannst.

Während Boskoop eine säuerliche Apfelsorte ist, die in Kombination mit süßem Teig sehr gut schmeckt.

katir
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tig

Mitglied seit 08.03.2008
695 Beiträge (ø0,16/Tag)

Hallo,

ich würde Elstar empfehlen. Den bekommt man praktisch überall zu kaufen. Cox Orange und Holsteiner Cox würde ich dem Elstar vorziehen, da sie noch aromatischer sind, leider findet man sie seltener im Verkauf

LG
tig
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Mitglied seit 16.12.2003
50.166 Beiträge (ø8,63/Tag)

Meistens hat man ja nicht Auswahl unter 20 Sorten und muss unter dem wählen was es gibt -

Braeburn, Goldparmäne (Reine de Renettes) oder Cox finde ich eigentlich überall, sind süss mit ner säuerlichen Spitze und verbacken sich gut auf Tartes mit wenig süssem Boden wo die Äpfel in Schnitzen aufgelegt wird, ohne grossartige weitere Zuckerzugabe.

Boskop nehme ich dann für Apfelfüllungen die gut gesüsst werden, oder zu gut süssen Teigen.

Golden Delicios hat ganz gute Backeigenschaften, ist auch süss - mir aber zu aromaschwach, und mit zu wenig Säure. Fuji ist mir zu wässrig zum Backen.
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Mitglied seit 22.12.2012
7 Beiträge (ø0/Tag)

Ihr Lieben, vielen, vielen Dank für eure sehr hilfreichen Tipps. 😍
Ich werde dann am Montag mal mit einer Liste aus euren Vorschlägen losziehen und sehen,
was ich so bekommen kann und am Dienstag gibt es dann endlich mal wieder Apfelstreusel-Kuchen,
wie Omi ihn früher gebacken hat. 😋
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Mitglied seit 10.04.2006
51.264 Beiträge (ø10,33/Tag)

Quie-Queck,
wenn du einen Apfelkuchen backen willst der so schmeckt wie früher bei deiner Omi, dann müsstest du wissen welche Apfelsorte sie genommen hat.

Die alten Apfelsorten sind heute im Handel (Supermarkt ) eher nicht zu bekommen.

Da wurden gerne weiße Klaräpfel, Gravensteiner, Ontarioapfel, Rote Sternrenette, Jonathan verarbeitet und eben der leicht säuerliche Boskoop.
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Mitglied seit 03.04.2007
42.343 Beiträge (ø9,19/Tag)

Goldparmäne gibt es hier überhaupt nicht, Cox leider nur selten.
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Mitglied seit 22.12.2012
7 Beiträge (ø0/Tag)

Zitat von katir am 09.11.2019 um 18:00 Uhr

„wenn du einen Apfelkuchen backen willst der so schmeckt wie früher bei deiner Omi, dann müsstest du wissen welche Apfelsorte sie genommen hat.
Die alten Apfelsorten sind heute im Handel (Supermarkt ) eher nicht zu bekommen. “



Lieben Dank für den Hinweis, Katir. Das ist mir schmerzlich bewusst. Sie hat den weltbesten Apfelstreusel-Kuchen gebacken.
Ich habe zig Jahre immer wieder versucht, ihn so hin zu bekommen wie sie, das hat aber nie geklappt. 😉
Irgendwann habe ich es aufgegeben. Irgendetwas fehlte immer, ich war mir sicher, es war ein Gewürz, q
aber ich kam nicht dahinter. Inzwischen habe ich zufälligerweise im Netz das Rezept für
Apfelstrudel-Plätzchen gefunden und diese gebacken. Und da war er, der Geschmack, den ich
jahrelang gesucht hatte.Das Gewürz, das mir immer gefehlt hatte, war offensichtlich Koriander. Wäre ich so nie
drauf gekommen. Ich habe dann einen Apfelstreusel-Kuchen mit Koriander gebacken und war dem
Geschmack schon seeehr nahe. Nur die Äpfel waren eindeutig zu sauer. Da versuche ich mich jetzt
noch langsam heranzutasten, bin aber zuversichtlich, dass ich bald Omis Streuselkuchen vor mir stehen haben werde. 😍
Natürlich werde ich wahrscheinlich die gleiche Apfelsorte nicht mehr finden, aber ich weiß zumindest, dass sie
immer gesagt hat, dass in einen Apfelstreusel-Kuchen süße Äpfel gehören. 😀
Trotzdem danke für deine Mühe und deine fachmännischen Ratschläge! ☺
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Mitglied seit 10.04.2006
51.264 Beiträge (ø10,33/Tag)

Ciperine,
👉Goldparmäne gibt es hier überhaupt nicht, Cox leider nur selten.👈

In den Supermärkten findet man hier immer weniger Cox Orange, aber auch Boskoop Äpfel. Die gab es vor einigen Jahren noch ständig und wirklich überall.
Goldparmäne( und einige andere alte Sorten ) gibt es noch bei einem der Apfel Anbauer, da muss ich leider ebenfalls weiter fahren.
Ab und zu mache ich das, es lohnt sich.

Quie-Queck,

das liest sich doch schon mal sehr gut. Drücke feste die Daumen, dass dir dein Wunsch Apfelkuchen gelingt.

Wegen denn süßen Äpfel. Früher war in ganz vielen Gärten ein weißer Klarapfel Baum zu finden. Es gab keine leckeres und süßeres Apfelmus als von diesen Äpfeln.
Mein Tochter hat letztes Jahr einen weißen Klarapfel Baum gesetzt, er trug 7 ganze Äpfel die Ende Juli reif waren, daraus wurde Apfelmus gemacht.
Sie war begeistert, weil auch sie sich an das Apfelmus und die Kuchen erinnerte, die ihre Großmutter damit gemacht hat.

katir
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Mitglied seit 22.12.2012
7 Beiträge (ø0/Tag)

Katir, lieben Dank! Ich hoffe es so sehr. 😊 Auf jeden Fall werde ich mich hier in unserer Gegend einmal umhören, ob ich vielleicht den Klarapfel bekomme.
Meine Nachbarn haben mehrere riesige, alte Apfelbäume in ihrem Garten. Leider verbringen sie immer nur sehr wenige Wochen im Jahr in ihrem wunderschönen Haus und sind vor allem in der Erntezeit nie da. Da liegen dann jedes Jahr unzählige Äpfel auf der Wiese herum und vergammeln. Mir blutet jedes Mal das Herz. 😔
Das mit dem Apfelmus kann ich so gut verstehen. Meine andere Großmutter hat immer Kirschen aus ihrem Garten eingemacht. Auch diese Kirschen waren so unvergleichlich lecker, dass ich heute noch davon träume. Ich habe bis heute nie wieder Kirschen gegessen, die nur ansatzweise so geschmeckt haben, wie ihre. Auch die habe ich später dann versucht nachzumachen. Keine Chance. Ich habe zig Jahre geglaubt, es müsste ein bestimmtes Gewürz gewesen sein, das die Kirschen so besonders gemacht hat, aber heute denke ich, dass auch das eine besondere Kirschsorte war, die es wahrscheinlich heute gar nicht mehr gibt. Sooo schade.

Deiner Tochter wünsche ich, dass im nächsten Jahr viele, viele Äpfel an ihrem Baum wachsen und ihr euch so richtig an Omas Apfelmus satt essen könnt. 😌

Liebe Grüße
Ruth
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Mitglied seit 27.01.2014
1.115 Beiträge (ø0,53/Tag)

Quie-Queck, ich bin auch immer mal wieder auf der Suche nach einem bestimmten Apfel. Diese Apfelsorte/Baum wuchs bei meiner Schwiegermutter im Karten, leider gefällt. Dies muss ein Klarapfel oder Augustapfel gewesen sein...machte weißes Apfelmus, wie „Apfel-Schnee“.
Doch dieser Apfel ist nicht lagerfähig. Den wirst du jetzt nicht mehr bekommen.

Solltest du einen Wochenmarkt in deiner Nähe haben, dann schau mal dort, oftmals findet man da auch Stände, die ihr eigens Obst verkaufen, also nicht zukaufen...(bei uns, ganz nett, ein Omi Stand) und die haben oftmals dann auch alte Sorten.

Und unbedingt die Nachbarn fragen!!! Ob du dort sammeln darfst. Mache ich auch, wenn unsere alten Apfelbäume, alle zwei Jahre machen sie das, nicht, bzw. kaum tragen.

VG
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Mitglied seit 09.04.2015
7.608 Beiträge (ø4,53/Tag)

Hallo Ruth,

bezüglich der unvergleichlich leckeren Kirschen deiner Oma: Waren das zufällig tiefschwarze Kirschen, deren Saft gefärbt hat wie Tinte und wo man nach dem Naschen dunkle Zähne und eine dunkle Zunge hatte? Wenn ja, waren es Schwarzkirschen. Die gibts heute leider kaum noch, aber früher stand so ein Baum (wurde sehr hoch) in fast jedem großen Garten. Diese Kirschen schmecken wirklich unvergleichlich, keine andere Kirschsorte hat solch einen Geschmack und Aroma. Wie gesagt, die gibts heute kaum noch, im Handel erst recht nicht. Schwarzkirschkonfitüre gibts aber in Supermärkten zu kaufen und sie schmeckt auch wie früher.

Was Äpfel betrifft, nehme ich für Apfelkuchen meistens Elstar oder Jonagold. Boskoop mag ich für Kuchen auch sehr gern, gibts in meiner Region aber leider selten zu kaufen. Zu sauer? Dem kann man ja ganz einfach abhelfen durch einzuckern.

LG
Hobbybäckerin
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Mitglied seit 10.04.2006
51.264 Beiträge (ø10,33/Tag)

Schichttorte,
👉Klarapfel oder Augustapfel gewesen sein...machte weißes Apfelmus, wie „Apfel-Schnee“.👈

Genau so sieht das Apfelmus aus, wie Apfel Schnee. Und es stimmt, ein Klarapfel ist überhaupt nicht lagerfähig.
Deshalb wurde bei uns die gesamte Ernte vom Baum immer sehr schnell zu Apfelmus verarbeitet und in Weck Gläser eingemacht. Fand ich als Kind gar nicht so toll, später habe ich es aber geschätzt und auch so gemacht.

Ruth,

so wie Hobbybäckerin vermute ich ebenfalls, es waren schwarze Knorpel Kirschen . Früher weit verbreitet, ich habe sie ebenfalls geliebt, heute kann man die leider nirgendwo kaufen .
Falls du aber Platz hast, setze dir einen Baum.

Prunus/Süsskirsche 'Große Schwarze Knorpelkirsche , den Baum gibt es bei Baumschule Horstmann. Er steht auch auf meiner Liste.

Wie schön das auch andere solche Erinnerungen an spezielle Früchte haben.

katir


Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
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