Braucht noch jemand einen tollen Stollen?

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Mitglied seit 17.01.2002
22.558 Beiträge (ø3,43/Tag)

Moinmoin!

Gerade haben wir ihn angeschnitten! 12 Tage durfte er im Kühlen durchziehen und nun ist er dran. 6 weitere stehen noch kalt und einige davon verschenken wir noch vor dem Fest. Herr UTee meint, es sei der beste Stollen, den er je gegessen hat und auch mir schmeckt er sehr gut. Ist allerdings auch etwas mächtig, aber bei Stollen muss das einfach so sein. Hier ist das Rezept:

Dieses Rezept ergibt 7 Stollen, die vor dem Backen je 1 kg schwer sind.

Zwei Tage vor der Zubereitung die Früchte für die Füllung vorbereiten:

500 g Mandeln in kochendes Wasser geben, kurz aufkochen, abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Dann die Schalen entfernen und die Mandeln auf Küchentuch trocknen. Dann im Mixbecher grob mahlen.

(Wem das Orangeat und Zitronat zu grob ist, kann es im Mixer noch etwas zerkleinern. Ich habe es so verwendet, wie es in den Schachteln ist.)

Zusammen mit 800 g Rosinen, 250 g Korinthen, 300 g Orangeat und 300 g Zitronat in eine Schüssel geben, die Aromen (je 2 Fläschchen Butter-Vanille, Bittermandel, Zitronenschale) dazugeben und mit 400 ml Rum zwei Tage marinieren. Die Schüssel mit einem Deckel abdecken und ab und zu umrühren.

Am Abend vor der Zubereitung (Variante A) oder am Morgen des Zubereitungstages (Variante B) den Teig vorbereiten:

In 2 kg Mehl eine Kuhle machen und mit 84 g Hefe (2 Pakete), etwas Zucker und etwas Milch einen Vorteig bereiten. Wenn dieser blubbert, die übrigen Zutaten 400 g Zucker, 3 Eier, 3 Eigelb, 600 ml Milch, 1000 g Butter) dazugeben (die Butter sollte weich sein) und gut mit den Händen durchmischen und kneten. Würzen mit 1 TL Kardamom, 1/2 TL Muskat, 1/2 TL Macis, 1/2 TL Nelken, 1 Msp. Ingwer, 1/2 TL Salz und 1 Zitronenschale; alles fein gemörst). Wenn der Teig gut durchmischt ist und sich von der Schüsselwand löst, kann man ihn entweder auf der Arbeitsfläche weiter gut durchkneten oder man halbiert den Teig und lässt jede Hälfte von der Küchenmaschine kneten.

Der Teig ist nun angenehm weich, elastisch und überhaupt nicht mehr klebrig.

Variante A: Den gesamten Teig gibt man nun in eine große Schüssel und deckt diese mit Folie ab oder stellt die Schüssel in eine verschlossene Mülltüte. Nun geht der Teig über Nacht etwas im Kühlschrank.
Am nächsten Morgen herausholen und Zimmertemperatur annehmen lassen. Dazu am besten abgedeckt in den Herd stellen und die Lampe anschalten. Es dauert einige Stunden und der Teig darf auch mal gewendet werden.

Variante B: Alternativ kann man auch den Teig gleich warm gehen lassen. Wenn er sein Volumen verdoppelt hat, ist er genug gegangen.

Den gegangenen Teig nochmal gut durchkneten und breit ausschlagen. Die Rumfrüchte in Mehl wälzen und auf den Teig geben. Gut einarbeiten. Es lässt sich bei der Menge der Früchte nicht vermeiden, dass viele davon aus dem Teig heraus gucken.

Dann den Teig je nach gewünschter Stollengröße in vier bis sieben Teile teilen (bei sieben Teilen wiegt jedes Teigstück genau 1 kg) und Stollen formen. Dazu den Teigklops in etwa der gewünschten Länge oval ausrollen, mit dem Rollholz längs eindrücken (im Verhältnis 2:3) und das breite Teil über das schmale schlagen. Evtl. die Kuhlen von beiden Seiten etwas nachformen zur klassischen Stollenform.

Die fertigen Stollen noch ein bis zwei Stunden gehen lassen. Drei der Stollen zunächst etwas kühler stellen.

Inzwischen den Ofen auf 160° vorheizen. Zwei bis drei Stollen auf dem Blech einschieben und auf 220° hochheizen. Nach 20 bis 25 Minuten wieder auf 160° reduzieren. Nach einer Stunde sind die Stollen fertig. Dann kommen die nächsten Stollen in den Ofen und die kühl gestellten Stollen werden in die Küche geholt.

Die fertig gebackenen Stollen werden mit flüssiger Butter bestrichen, erst gleich nach dem Herausnehmen, dann 20 Minuten später und noch einmal, wenn sie stärker abgekühlt sind. Dann dick mit Puderzucker bestäuben.

Ich lege die fertigen Stollen längs auf ein mehr als doppelt so langes Stück Pergamentpapier (Butterbrotpapierrolle) und schlage die Seiten rundum ein. Danach kommt er in einen Gefrierbeutel und wird eingeschweißt (nicht alle Luft rausziehen!).


So reift er einige Wochen und zieht gut durch.

Noch wäre genügend Zeit dafür!

LG UTee
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Mitglied seit 17.06.2009
1.518 Beiträge (ø0,39/Tag)

Danke für deine Mühe, hab mir deinen Thread gespeichert!

glg
Shanai
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Mitglied seit 13.06.2008
3.357 Beiträge (ø0,79/Tag)

Hallo

das hört sich sooo gut an ,aber nachdem ich 2 Jahre hintereinander meine selbstgebackenen Stollen in die Hühner gefüttert habe und mich darüber geärgert habe so viele leckere Zutaten vertan zu haben ,werde ich nie wieder selber einen Stollen backen .

Mein Weihnachtsstollen kommt dieses Jahr original aus Annaberg .

LG Ulrike
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Mitglied seit 07.08.2010
4.106 Beiträge (ø1,19/Tag)

Pfeil nach rechts 2 Jahre hintereinander meine selbstgebackenen Stollen in die Hühner gefüttert habe und mich darüber geärgert habe so viele leckere Zutaten vertan zu haben ,werde ich nie wieder selber einen Stollen backen . Pfeil nach links
Ich habe drei verschiedene Rezepte gebacken und so das Risiko minimiert.

@Utee
Der hört sich von den Zutaten auch nicht mächtiger an als andere, finde ich.schön, das du sogar die Mandeln selber mahlst, da weiß man wenigstens was drinnen ist.Leider haben wir nicht so große Tüten für den Vakuumierer, sonst hätte ich meine auch eingeschweißt, die Idee ist gut.

Gruß der SchmackoFatz3
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Mitglied seit 17.01.2002
22.558 Beiträge (ø3,43/Tag)

Was hast du denn falsch gemacht, Ulrike? Ist ja wirklich schade!
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Mitglied seit 13.06.2008
3.357 Beiträge (ø0,79/Tag)

Hallo Utee

ich weiß es leider nicht ,auf dem Stollen vom letzten Jahr hätte ich einen Wolkenkratzer bauen können so fest und hart war der ,und ich hatte mich so gefreut .

LG Ulrike
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Mitglied seit 17.01.2002
22.558 Beiträge (ø3,43/Tag)

@Schmackofatz: Es sind handelsübliche 6- oder 8 l -Tüten. Und nicht alle Luft raussaugen.

@Ulrike: Hefe vergessen? Zu kalt oder zu kurz gehen lassen? Schade jedenfalls.
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Mitglied seit 13.06.2008
3.357 Beiträge (ø0,79/Tag)

Hallo Utee

nee Hefe war schon drin und auch lange genug gehen lassen ,habe mir extra Hilfestellung von einem Hefekenner geholt ,ich glaube eher das das Rezept nicht getaugt hat ,es sollte aber gelingsicher sein Jajaja, was auch immer!

LG Ulrike
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Mitglied seit 17.01.2002
22.558 Beiträge (ø3,43/Tag)

Welches war's denn? Von hier?
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Mitglied seit 28.04.2009
32 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo,
also nichts gegen Dein Rezept, aber ich backe lieber den Stollen nach dem Frieda-Rezept, dann muß ich ihn nicht an die Hühner verfüttern.

Gruß
Carolotta
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Mitglied seit 07.08.2010
4.106 Beiträge (ø1,19/Tag)

Pfeil nach rechts aber ich backe lieber den Stollen nach dem Frieda-Rezept Pfeil nach links
Hast du einen Link?

Gruß der SchmackoFatz3
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Mitglied seit 17.01.2002
22.558 Beiträge (ø3,43/Tag)

Ulrike hat nicht nach meinem Rezept gebacken, also ist deine falsche textliche Verknüpfung etwas unsinnig, Carlotta. Es gibt noch mehr "gelingsichere" Rezepte als die der heiligen Frieda. Aber jedem seine eigene Backreligion ... Lachen
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Mitglied seit 02.01.2009
332 Beiträge (ø0,08/Tag)

Ist in dem Rezept ein Tippfehler, oder sollen ernsthaft auf 2 kg Mehl nur 100 g Butter in den STOLLEN-Teig? Denn dann kann die Konsistenz eigentlich nicht stollenartig sein, nach der Ruhezeit, eher ähnlich einem gehaltvollen Osterbrot oder dergleichen mit typischer, gelockerter Hefeteigkrume!
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Mitglied seit 02.01.2009
332 Beiträge (ø0,08/Tag)

Außerdem komem ich nach Addition der Zutaten auf ca 6 kg, also eher 6, als 7 Stollen a 1 kg, oder!?
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Mitglied seit 17.01.2002
22.558 Beiträge (ø3,43/Tag)

OJEEEEE! Da ist mir eine 0 entkommen! Es muss 1000 g Butter heißen! *ups ... *rotwerd*

Vielen vielen Dank, dass dir das aufgefallen ist! Hoffentlich gucken diejenigen, die das nachbacken wollen, zuerst mal den gesamten Thread an ....

LG UTee
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