Friedas genialer Hefezopf, 4. überarbeitete Auflage

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Mitglied seit 09.10.2002
7.939 Beiträge (ø1,14/Tag)

Der 3. Teil ließ sich nur noch schlecht öffnen, deshalb kommt hier die 4. überarbeitete Auflage von

Friedas Hefezopf

Friedas genialer Hefezopf 4 überarbeitete Auflage 4173477549


500 g gutes 405-er Weizenmehl (hängt mit vom Gelingen ab)
50 - 80 g Zucker
1 TL Salz
1/2 Würfel frische Hefe (Zimmertemperatur)
225 - 250 ml lauwarme Milch
80 g weiche Butter
1 Ei (Zimmertemperatur)

nach Geschmack hinzugeben:
abgeriebene Schale 1 Zitrone oder
1/2 TL Citroback (lieber zu wenig als zu viel)
alternativ 3 Tr. Bittermandelöl

Zum Bestreichen 1 Eigelb und nach Wunsch Hagelzucker oder Mandeln

Mehl in eine große Schüssel sieben. Milch leicht (!) erwärmen und in einen Rührbecher gießen. Zucker, Salz und zerbröckelte Hefe dazu und alles zusammen so gut verrühren bis sich die Hefe weitgehend aufgelöst hat. Das Ei dazugeben und alles zusammen gut verquirlen. Geht gut mit einem Zauberstab, ansonsten mit dem Handmixer.
Diese Flüssigkeit in einem Schwung zum Mehl gießen, weiche Butter dazu und alles zusammen kräftig verkneten.

Man kann auch die Butter in einem Pfännchen zerlassen, Zucker dazu geben und mit der Butter verrühren, bis er sich aufgelöst hat. Das Pfännchen von der Herdplatte ziehen und die kalte Milch dazu gießen.

Es ist wichtig, dass die Milch nicht überhitzt und dann wieder abgekühlt wurde, sonst erhält der Zopf keinen so guten Geschmack, deshalb ist diese Methode eine gute Alternative Achtung / Wichtig

Wenn die Butter-Zucker-Milch handwarm ist, Salz und die zerbröckelte Hefe dazu geben und das Ganze mit Schwung zum Mehl in die Schüssel gießen. Zum Schluß das Ei dazu geben und wie folgt fortfahren:

Da ein Vorteig nicht notwendig und auch nicht wünschenswert ist, wird der Teig nun sofort weiter verarbeitet.
Von Hand etwa 10 Min. kneten, mit der Küchenmaschine entsprechend weniger und zwar so lange, bis er sich elastisch und glatt anfühlt. Mit einem feuchten Küchentuch (damit der Teig oben nicht antrocknet) abdecken und um das Doppelte aufgehen lassen. (Kann 2 Stunden dauern)

Man kann den Teig auch sehr gut im BBA (Brotbackautomat) mit dem "Teigknetprogramm" herstellen.
Das dauert etwa 1 Stunde und 30 Minuten und verringert die übliche Zubereitungszeit.


Eine Backunterlage mit Mehl bestreuen und den gegangenen Hefeteig darauf geben und von Hand flach drücken und mit einem Wellholz auf eine Größe von ca. 30 x 35 cm auswellen.
Je nachdem aus wieviel Strängen man den Zopf formen möchte, schneidet man die Teigplatte in entsprechend viele Längsstreifen und rollt diese locker auf.
Auf diese Weise erhält man wunderbar gleichmäßige Stränge, die sich mühelos zur gewünschten Länge rollen lassen.

Backblech einfetten oder mit Backpapier belegen.

Nun wird der Zopf geformt. Entweder auf klassiches Weise mit drei Strängen, wie es meine Großmutter gemacht hat, oder individuell mit 2 oder mehreren Strängen.
Es geht aber auch anders:
Man benötigt dazu zwei Teigstücke, die möglichst zu langen Strängen gerollt werden. Diese beiden Rollen werden nun spiralenförmig umeinander geschlungen. Am besten in der Mitte beginnen und zu den Enden hinarbeiten. Ziemlich straff drehen. Nun hat man einen spiralenförmigen Strang. Diesen an beiden Enden halten und so gedreht wie er ist, nochmals spiralenförmig fest umeinander schlingen. Der Zopf hat sich dadurch ziemlich verkleinert und sieht an einem Ende erheblich schmaler aus. Das ist gewünscht und richtig. Durch diese einfache Form des Wickelns bekommt er optisch den Eindruck eines geflochtenen Zopfes. Allerdings erfordert diese Methode etwas Übbung.

Den geflochtenen Zopf diagonal auf das Backblech legen, da er bombastisch aufgehen wird.

Nun ein Eigelb sehr gut verquirlen und evtl. eine Prise Zucker und Salz zugeben. Es heißt, dass die Eiglasur dann nicht so dunkel wird beim Backen. Schön dick mit Hagelzucker bestreuen, wer's mag, und den Zopf noch ca. 15 - 30 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen.
Backofen auf 180° C OberUnterhitze, oder 165° C Umluft vorheizen.

Das Blech in die mittlere Einschubleiste des Backofens schieben und etwa 45 - 50 Minuten (Umluft 30 - 35 Minuten) backen.
Je nach Backofen können Hitze und Zeit etwas variieren. Wenn die Unterseite des Hefezops gut gebräunt ist und es beim dagegen Klopfen hohl klingt, dann ist er fertig gebacken. Eine "Stäbchenprobe" nach dem Backen ist dennoch anzuraten.

Nach dem Abkühlen auf einem Kuchengitter kann er angeschnitten werden. Der Zopf schmeckt auch tagsdrauf noch aromatisch und kann durchaus schon am Vorabend gebacken werden, wenn er zum Frühstück serviert werden soll.
In einer Papiertüte lässt er sich gut aufbewahren. Man kann ihn auch mit einem Küchentuch abdecken oder man umwickelt die Schnittkante mit Haushaltsfolie. Eine Cellophantüte ist eher ungeeignet, darin wird das Hefegebäck rasch zu weich.

Tipp: Selbstverständlich können auch Rosinen in den Zopf gegeben werden. Wer will kann sie zuvor in Rum einweichen. Es lassen sich alle möglichen Arten herstellen, da muss man einfach experimentieren. Mit gehackten Mandeln und kandierten Früchten wird das Rezept maritim, mit Nussfülle oder Mohnfüllung kann man ihm wieder ne andere Richtung verpassen. Allerdings die Backzeit beachten. Lieber länger, in diesem Fall. Und immer wieder Stäbchenprobe!

Zu Ostern lässt sich aus obigem Rezept auch ein schöner Osterkranz formen, den man nach dem Backen innen mit buntgefärbten Eiern füllt. Ebenso Osterhäschen, aber auch Schneckennudeln, Buchteln oder Rosinenbrötchen. Diese brauchen dann natürlich weniger Backzeit!


LG Ilo Friedas genialer Hefezopf 4 überarbeitete Auflage 2151178313 Gründerin der "Original Frieda" Gruppe
Ein echter Feinschmecker der ein Rebhuhn verspeist hat, kann sagen, auf welchem Bein es zu schlafen pflegte. Anthelme Brillat-Savarin
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Mitglied seit 05.02.2010
182 Beiträge (ø0,04/Tag)

Hallo,

finde ich dieses Rezept auch unter der Kategorie "Rezepte" oder nur hier? Würde es mir gerne abspeichern... mache ich an Ostern! Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Freue mich jetzt schon darauf, der Kuchen sieht echt lecker aus!!!

LG InschenBienschen
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Mitglied seit 30.09.2006
278 Beiträge (ø0,05/Tag)

Hallo InschenBienschen,

hier das Rezept zum abspeichern


Grüße
Friedas genialer Hefezopf 4 überarbeitete Auflage 1894519501
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Geburtstage sind die Art der Natur zu sagen: Esst mehr Kuchen!!!
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Mitglied seit 09.10.2002
7.939 Beiträge (ø1,14/Tag)

Hallo InschenBienschen, das Rezept ist in der 4. Auflage allerdings verbessert, am besten Du liest Dir dieses dann nochmals durch, bevor Du loslegst Na!


LG lone_bohne Friedas genialer Hefezopf 4 überarbeitete Auflage 2151178313 Gründerin der "Original Frieda" Gruppe
Ein echter Feinschmecker der ein Rebhuhn verspeist hat, kann sagen, auf welchem Bein es zu schlafen pflegte. Anthelme Brillat-Savarin
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Mitglied seit 13.11.2006
99 Beiträge (ø0,02/Tag)

Hallihallo,

habe den Hefezopf nun schon zum 2. Mal gebacken, und das ist echt ein super Rezept! Das 2. Mal war am Mittwoch, zum Frühstück für meine Kollegen als Ausstand in der Firma (gehe grade in Mutterschutz). Der wurde fast ratzeputz weggefuttert, war auch wirklich super gelungen, obwohl ich den Teig sogar schon am Abend vorher angesetzt und über Nacht im Kühlschrank hatte.

Jetzt will ich heute nachmittag gleich noch einen Versuch machen mit diesem tollen Hefeteig, da mein kleiner Sohn sehr gern Rosinenstuten oder -brötchen isst und ich das mal mit Rosinen ausprobieren wollte. Ich glaube Rosinenbrötchen wären am besten. Backe ich die auch bei 175°C? Und weiß jemand wie lange?

Viele Grüße

Steffi
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Mitglied seit 09.10.2002
7.939 Beiträge (ø1,14/Tag)

Hallo Steffi,

das hört sich gut an. Die Rosinenbrötchen kannst Du bei gleicher Temperatur backen, aber nicht so lange wie den Zopf.
Bei mir brauchen sie etwa 20 Minuten, wobei ich sie mit Umluft bei 160° C backe.

Ein spezielles Rosinenstutenrezept habe ich auch noch, da kommt statt Ei Quark mit in den Teig.

Du findest das Rezept bei uns in der Frieda-Gruppe, ich habe es Anfang der Woche gepostet Na!


LG lone_bohne Friedas genialer Hefezopf 4 überarbeitete Auflage 2151178313 Gründerin der "Original Frieda" Gruppe
Die gute Unterhaltung besteht nicht darin, dass man selbst etwas Gescheites sagt, sondern dass man etwas Dummes anhören kann. Wilhelm Busch
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 06.02.2006
138 Beiträge (ø0,02/Tag)

Und wo finde ich die Frieda-Gruppe? Als Frieda-Fan muss ich das doch wissen.
Gleich wird übrigens mein x-ter Frieda-Zopf angesetzt. Das ist ein Muss-Mitbringsel für jedes Frühstück! :)
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Mitglied seit 09.10.2002
7.939 Beiträge (ø1,14/Tag)

Ich schicke Dir eine Einladung Na!

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Mitglied seit 13.11.2006
99 Beiträge (ø0,02/Tag)

Also, ich berichte: die Rosinenbrötchen waren super lecker! Sie waren mir etwas groß geraten, daher haben sie auch bisschen länger als 20 Min. gebraucht (ich glaub es waren jetzt so 27 Min. bei 160°C Heißluft).

Ich habe mal noch eine Frage zu dem Hefeteig-Rezept, und zwar egal ob ich jetzt Brötchen oder Hefezopf draus mache: wenn man das Gebäck fertig geformt hat lässt man den Teig ja nochmal gehen. Wie macht man das dann mit dem Abdecken? Legt ihr ein feuchtes Küchenhandtuch direkt auf den fertig geformten Teig? Oder gar nicht mehr abdecken? Ich habe jetzt immer das Handtuch auf den Teig gelegt, bin mir aber nicht sicher ob das so richtig ist, weil ja dann auch immer bisschen was daran kleben bleibt...
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Mitglied seit 31.08.2008
8.489 Beiträge (ø1,75/Tag)

Hallo, lone-bohne,

vielen Dank für dieses überarbeitete rezept, habe mir dein EP gleich mal ausgedruckt, da ich den Zopf eh immer nur in der Menge mache und nicht wie in der DB mit 1 kg Mehl.....nach einem Tip von Kuli-Mike habe ich in die flüssige Butter eine halbe tonkabohne reingerieben....das ist sowas von lecker wo bleibt das ... vielleicht mag das ja noch die eine oder andere ausprobieren.....

@rainbird77: also, ich decke den Zopf nicht mehr ab, er ist ja- bei mir zumindest - dann schon mit Ei eingepinselt und mit MAndeln bedeckt, so das nicht mehr viel austrocknen kann.....aber ich bin mal gespannt wie das andere lösen......

Liebe Grüße
Paehm


"Realität ist eine Illusion, die man sich macht, wenn man noch gar nichts getrunken hat"
Cora von Ablaß-Krause
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Mitglied seit 09.10.2002
7.939 Beiträge (ø1,14/Tag)

Hallo rainbird77, nein wenn Du das geformte Gebäck nochmals gehen lässt wird es nicht mehr abgedeckt Lachen

@Paehm, freut mich, dass Dir das überarbeitete Rezept gefällt.
Ich habe schon verschiedentlich gehört, dass Einige etwas Tonkabohne in den Teig geben.
Ich persönlich bleibe lieber beim Klassiker, aber wenn es Euch schmeckt, dann soll's recht sein Na!


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Mitglied seit 04.08.2007
122 Beiträge (ø0,02/Tag)

Hallo lone_bohne!

Ich habe Friedas genialen Hefezopf am vergangenen Dienstag nachgebacken, ich bin einfach nur mehr begeistert! Habe noch nie einen Hefezopf selbst gemacht, weil ich immer einen von der Freundin meiner Mutter bekommen habe (sie ist Bäuerin und bäckt sehr leckeren Zopf) und mich eigentlich nie daran gewagt habe, selber einen zu backen. Ich dachte immer, keiner kommt an den meiner Bekannten ran. Außerdem meinte auch meine Mutter immer, das bringt man selber doch sowieso nich tzusammen, ihr wäre noch nie einer gelungen. Denkste!!!

Weil ich gerne neue Sachen ausprobieren, ließ mir das natürlich trotzdem keine Ruhe. Hefe war auch noch ein halber Würfel im Kühlschrank. Ich wollte nicht schon von vorneherein aufgeben, ohne es doch probiert zu haben. Weil die Kritiken so vielversprechend waren, habe ich mich für deinen Hefezopf entschieden. Und wurde belohnt mit einem superschönen, genial lecker schmeckenden Hefezopf, der (pst, nicht weitersagen! Na! ) sogar noch besser ist als der unserer bekannten Bäuerin! Auch meine Mutter war begeistert (sie musste natürlich kosten), sie hat mich schon um das Rezept gebeten. Na! Am besten schmeckt er mir mit dick Butter drauf - vielleicht auch noch ein bisschen selbst gemachte Marmelade oder Honig, aber Butter alleine tut´s auch!

Sobald ich dazu komme, lade ich die Fotos auf den PC und dann zeige ich euch auch eines.

Ich werde ab nun öfter selbst gebackenen Hefezopf machen - und immer nach diesem Rezept, das gelingt spitze! (Habe übrigens die Butter am Herd im Töpfchen erwärmt und dann die kalte Milch druntergemischt, das klappt prima!) Danke vielmals für dieses super Rezept, ich würde dir ja sechs oder gar sieben Sternchen dafür geben, wenn es nur ginge! LG, Sabine
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Mitglied seit 09.10.2002
7.939 Beiträge (ø1,14/Tag)

Sabine das ist ja wirklich toll, das freut mich sehr.
Ja ein Foto wäre schön, vielleicht klappt es ja bald.
Weiterhin viel Spaß mit dem Rezept und frohes Zopfbacken und vielen Dank für Dein liebes feedback Lachen


LG lone_bohne Friedas genialer Hefezopf 4 überarbeitete Auflage 2151178313 Gründerin der "Original Frieda" Gruppe
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Mitglied seit 04.01.2009
1.593 Beiträge (ø0,34/Tag)

Hallo zusammen,

ich backe auch nur noch den Friedazopf, wenn ich Zopf backe. Er ist bei uns der absolute Renner, ich habe sogar einen mit in Urlaub genommen, weil ich mir sicher war, dass ich dort nichts genauso leckeres finden würde. Bis jetzt hab ich ihn aber auch immer nach dem Rezept aus der DB gemacht mit halber Menge, wie paehm. Werde beim nächsten Mal die überarbeitete Version ausprobieren Na!

Alles Liebe

Fenji
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Mitglied seit 04.08.2007
122 Beiträge (ø0,02/Tag)

Hallo!

Habe jetzt ein Bild meines Frieda-Zopf ins Album gestellt. Könnte mir bitte ein gekröntes Haupt beim Reintragen helfen? Küsschen Danke vielmals!

LG, Sabine
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