Warum gelingt mein Hefeteig nicht?

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Mitglied seit 21.11.2003
196 Beiträge (ø0,04/Tag)

Hallo zusammen,
habe gestern Abend ein neues Kuchenrezept ausprobieren wollen und mir schwante bereits eine Katastrophe, da es sich um einen Hefeteig handelt. Ich habe extra alle Zutaten rechtzeitig rausgestellt, damit sie die gleiche Temperatur haben, habe mich genau ans Rezept gehalten (Trockenhefe), aber schon nach dem Teigkneten (Knethaken) war mir klar, dass es wohl mal wieder nichts geworden ist. Der Teig war klebrig-zähflüssig und hat mich eher an einen Rührteig erinnert. Natürlich ist er dann auch nicht aufgegangen obwohl ich ihn in den leicht geöffneten Backofen (50 Grad) gestellt habe, wie es im Rezept stand. Ich meide Hefeteig wo ich nur kann. Was mache ich nur falsch? Habe mir heute Hefeteig Garant gekauft und will es damit nochmal versuchen, frage mich allerdings wie ich das dosieren muß, wenn die Mehlmengenangabe nicht mit der Angabe auf dem Garant (für 375 g) übereinstimmt.
LG
Bobbesine
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Mitglied seit 18.04.2006
2.620 Beiträge (ø0,56/Tag)


Hallo Bobbesine,

das kann schon mehrere Gründe haben: zum einen ist wahrscheinlich der Backofen zu warm gewesen - Hefe ist empfindlicher gegen Hitze als gegen Kälte. Besser wäre es, den Ofen für 1-2min. einzuschalten und dann nur die Lampe brennen zu lassen.
Hefe geht bei über 40° kaputt!
Zum Zweiten könnte es sein, dass du vielleicht zu wenig Trockenhefe genommen hast. Die Angaben auf der Packung halte ich nicht für ausreichend - ich nehme immer 1 1/2 - 2 Tütchen auf 500g Mehl.

Ich habe vor fast 20 Jahren das Tupper-Hefeteig-Rezept entdeckt und seitdem keine Probleme mehr mit Hefeteig.
Dazu wird die Milch gut erwärmt, in eine große Schüssel gegeben, die Butter und der Zucker darin aufgelöst, Eier und Vanille oder andere Gewürze dazu, gut verrühren. Mehl gemischt mit Trockenhefe und 1Prise Salz unterkneten bis der Teig sich von der Schüssel löst - evtl. noch etwas Mehl zugeben, wenn zu flüssig. Gehen lassen.......

Das geht auch mit Würfelhefe, sie wird vor dem Mehl in der Flüssigkeit verrührt. Dieses Rezept halte ich wirklich für idiotensicher - ich mache seitdem Hefeteig nur noch so.


Es grüßt herzlich die Christel

Nr 57 CTS+50

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Mitglied seit 25.01.2007
412 Beiträge (ø0,09/Tag)

Hey

also mir gelingt Hefeteig immer (Gott sei Dank)

Hast du denn die Flüssigkeit womit du die Hefe anrührst zu warm gemacht?Hefe stirbt nähmlich bei über 40Grad ab!Also die Flüssigkeit wirklich nur Lauwarm.Dann find ich das 50Grad auch bei geöffneter Tür ganz schön viel sind,ich mache das meist unter der Bettdecke oder heize den Backofen nur kurz auf 50Grad mache den dann aber aus und stelle den Teig dann rein!Zu lange darf der Teig auch nicht gehen,dann erstickt nämlich die Hefe BOOOIINNNGG.... !

Hoffe hat dir ein bißchen geholfen.

Mit Garant kenn ich mich gar nicht aus....

Lg Yvonne
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Mitglied seit 16.12.2003
47.999 Beiträge (ø8,62/Tag)

...wenn der Teig schon zu dünnflüssig aussieht, muss mehr Mehl dran...die Mengenangaben in den Rezepten sind Anhaltspunkte, je nach Mehl muss ab- und zugegeben werden...das Ergebnis sollte eine weiche, aber keinesfalls flüssige Konsistenz haben...

und wenn irgendwas die Hefe umbringt...dann ist es zuviel Wärme...daher bin ich gegen Gehenlassen im Backofen bei 50° - das ist zuviel, ganz abgesehen davon, dass viele Öfen in dem Bereich sehr ungenau anzeigen - es kann also noch mehr sein..

im Backofen gehen lassen - ja, da ist es schön zugfrei - aber ohne Anheizen...

ansonsten - ob die Zutaten gleiche Temperatur haben oder nicht, kalt sind oder nicht - verhindert nicht das Aufgehen - es dauert nur länger bei kalten Zutaten...

lieber kalt als zuviel Hitze...die killt nämlich jeden Hefeteig...

slts
Grisou
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Mitglied seit 13.05.2007
54 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo, Ihr Lieben !

Also ich ( als Mann !! ) habe mit Germ - oder Hefeteig überhaupt kein
Problem! Ich wärme in der Microwelle 1/8 l Milch, (manchmal verwende
ich nur Wasser, da wird der Teig \" seidiger \") gebe die in eine Schüssel,
ein 1/2 Würfel frische Germ hineinbröseln, 1 Kaffeelöffel Zucker dazu,
und ab ins 50 Grad erwärmte Backrohr. Dort vergesse ich ihm so cà
30 Minuten dann ist er immer schön aufgegangen. 3 Eier, 80 g Zucker
2 Eßlöffel Vanille- oder Orangenzucker dazu, verrühren und 500 g Mehl
und 100 g Butter dazu und dann vergesse ich ihn wieder in der Knet-
maschine, nach cà 20 min im Kreis fahren, kommt er wieder in`s 50 Grad
warme Backrohr dort bleibt er dann immer bis die Abendnachrichten
vorbei sind. (die dauern 1/2 Stunde) Der Teig ist mittlerweile um das
doppelte aufgegangen. Jetzt wieder in die Knetmaschine, viele Rosinen,
Arancini und ganze, kandierte Kirschen hinein und ab in die Gugelhupf-
Form. Dann kommt er wieder in das 50 Grad Backrohr und bleibt dort
drinnen, bis er cà 3 x so hoch aufgegangen ist, dann mit 150 Grad E-Herd
etwa Stunde backen lassen. Fertig.

Aber, ich sag` Euch etwas, vergesst diese Trockenhefe!!!!!!!

Liebe Grüße an Euch alle vom Franz
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Mitglied seit 14.01.2006
1.477 Beiträge (ø0,31/Tag)

Hallo Bobbesine,

vielleicht könntest du uns mal dein Rezept verraten.
Wenn wir wissen, nach welchem Rezept du den Teig gemacht hast, ist es einfacher, dir Tipps zu geben bzw. eine evtl. Fehlerquelle zu finden.

LG
CAtalana
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 10.08.2006
5.114 Beiträge (ø1,11/Tag)

Hallöchen,

wie schon oben gesagt:
Das einzige was Hefe nicht mag ist zu heisses Wasser/Milch und Zugluft beim gehen.
Lauwarmes Wasser,abgedeckt an warmen zugfreien Plätzchen ruhen lassen und dann funktioniert das garantiert!
Und wenn der Teig noch zu fest ist einfach etwas Mehl dazugeben !Oder mit weniger Wasser anfangen und nur bei Bedarf dazuschütten!

Grüßle Walle
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 10.08.2006
5.114 Beiträge (ø1,11/Tag)

Ich meeinte natürlich wenn der Teig zu feucht ist...zu fest,so ein Unsinn!! na dann...
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Mitglied seit 27.03.2005
24.571 Beiträge (ø4,81/Tag)

Hallo bobbesine

schreib mal das Rezept rein, mit dem du gearbeitet hast, sonst kann man eigentlich schlecht etwas sagen.

@ roggenfreundin

1 1/2 - 2 Tütchen Trockenhefe auf 500 g Mehl ? du meine Güte. durch so viel Hefe wird der Teig auch nicht \"besser\" nur ungesünder

1 tütchen reicht völlig, ist eigentlich schon zu viel.

lg
eifelkrimi
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Mitglied seit 21.11.2003
196 Beiträge (ø0,04/Tag)

Hallo alle zusammen,

kopiere euch mal das Rezept. Ist aus einer uralten Ausgabe von Living at home.
Johannisbeer-Butterkuchen

Zutaten für 20 Stücke:

400 g Mehl
25 g frische Hefe (oder 1 Pk. Trockenhefe à 7 g)
150 g Zucker
200 ml Milch
Salz
2 Eier (Kl. M)
300 g weiche Butter
500 g rote Johannisbeeren
200 g Marzipan-Rohmasse
3 Tropfen Bittermandel-Backaroma
50 g Mandelblättchen
1 El Puderzucker

Zubereitung:

1. Mehl, zerkrümelte Hefe (oder Trockenhefe), 70 g Zucker, lauwarme Milch, 1 Prise Salz, Eier und 70 g weiche Butter mit den Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort 40 Minuten gehen lassen. Das geht gut in einem auf 50 Grad vorgewärmten Ofen auf der zweiten Schiene von unten. Den Ofen dabei einen Spaltbreit offen lassen. 2. Johannisbeeren mit einer Gabel von den Rispen streifen. 230 g Butter, zerkrümeltes Marzipan, 30 g Zucker und Backaroma mit den Quirlen des Handrührers zu einer glatten, cremigen Masse rühren. 3. Teig mit bemehlten Händen auf einer ebenfalls gut bemehlten Fläche durchkneten. Dann auf einem mit Backpapier belegten Blech gleichmäßig mit den Händen auseinander drücken. Weitere 15 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Dann mit dem Daumen dicht an dicht Löcher in den Teig drücken. Marzipanmasse mit einem Spritzbeutel in die Löcher spritzen. 4. Johannisbeeren und Mandelblättchen auf den Kuchen geben, mit 50 g Zucker bestreuen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad auf der 2. Schiene von unten 25-30 Minuten backen Umluft 25 Minuten bei 180 Grad. Dann lauwarm abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestäubt servieren.


Mit dem Hefeteig Garant hat es heute geklappt, allerdings war der Teig meiner Meinung nach immer noch zu feucht, hat total an den Fingern geklebt, und ich habe sehr, sehr viel Mehl nachgegeben.
Geschmacklich fand ich den Kuchen prima, allerdings ist er kalt sehr fettig, wenn auch immer noch lecker.

Bobbesine
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Mitglied seit 18.04.2006
2.620 Beiträge (ø0,56/Tag)


Das ist natürlich auch sehr viel Feuchtigkeit für 400g Mehl: 200 ml Milch, 300g Butter, 2 Eier.........

aber wie gesagt und wie viele andere User auch vermuten: Der zu warme Backofen hat wohl der Hefe den Garaus gemacht.

@eifelkrimi: meistens verwende ich frische Hefe, aber wenn Trockenhefe, dann komme ich mit einem Tütchen nicht hin - ich ärgere mich nicht lange rum und nehme eben mehr - jeder wie er mag, oder? Lächeln


Es grüßt herzlich die Christel

Nr 57 CTS+50

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Mitglied seit 27.03.2005
24.571 Beiträge (ø4,81/Tag)

Klar doch, Christel, ist doch Dein Darm, den du dir kaput machst - nicht meiner Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

@ bobbesine

Mich stört die große Buttermenge, ist ja fast soviel Butter, wie Mehl -ob das ein Druckfehler war?


lg
eifelkrimi
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 10.08.2006
5.114 Beiträge (ø1,11/Tag)

Ich nehme immer frische Hefe und meinem Darm gehts blendend !
Im Normalfall backe ich aber auch meinen Teig und esse ihn nur in den seltesten Fällen roh !
Faustregel: 1 Hefe / 1Kg Mehl !

Grüßle Walle
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Mitglied seit 18.04.2006
2.620 Beiträge (ø0,56/Tag)


Yes, so isses - frische Hefe schmeckt sowieso besser als Trockenhefe und am allerbesten die lose Hefe vom Bäcker - aber ich glaube, ich habe schon 2 Jahre keinen Hefekuchen mehr gemacht traurig - is halt immer zu viel für 2 Personen, und einfrieren mag ich ihn nicht.

Es grüßt herzlich die Christel

Nr 57 CTS+50

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Mitglied seit 21.11.2003
196 Beiträge (ø0,04/Tag)

Mag sein, dass meine Milch zu warm war, aber das ändert ja nichts an der Tatsache, dass der Teig eher zähflüssig war, auch beim zweiten Versuch. Werde mal auf der Living at home Seite schauen, ob man da an das alte Rezept rankommt, allerdings muß man da glaube ich kostenpflichtig angemeldeter User sein. Mal sehen. Falls ich da etwas finde, setze ich es hier rein.
LG
Bobbesine
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