Sojageschnetzeltes mit Reis zubereiten

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Mitglied seit 30.09.2015
8 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo,

ich war ein wneig im Netz unterwegs in der Hoffnung etwas brauchbares zum Thema Sojageschnetzeltes zu finden - leider Fehlanzeige. Man findet viel, aber wenig für mich brauchbares. Ich hatte vor ein paar Wochen mal Sojageschn versucht anzubraten nach der Anleitung auf der Tüte, war leider wie Gummi. Ich will es erstmal einfach mit Reis versuchen. In nerster Linie geht es mir ums Soja. Manche weichen in heißen Wasser ein, manche in kochenden, manche würzen erst in der Pfanne. Ich brauch erstmal eien Art "Grundrezept" im das ganze möglich nicht gummiartig werden zu lassen was sich einfach umsetzen lässt. Hat sowas einer?

Der Hinweis "zubereiten wie Fleisch" hilft mir nicht - ich hab noch nie Fleisch zubereitet. Die Rezepte bei Chefkoch sind leider alle sehr speziell oder arg kompliziert (und widersprechen sich massiv).

Sowas in der Art scheint meist gemacht zu werden: 1.) Einweichen in heißen (nicht kochenden) Wasser oder Gemüsebrühe 2.) ohne alles in die Pfanne, dann Wasser und vegane Bratensoße drüber, dann erst Öl 3.) dann erst Pfeffer (und andere) und ggf. mehr Salz zugeben. Passt das so?

(Hab jetzt schon welche eingeweicht udn ausgedrückt, die halten doch im Kühlschrank 1 bis 2 Tage, oder)?

LBJ
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Mitglied seit 16.12.2009
648 Beiträge (ø0,18/Tag)

Hallo Tscharls,

ich bin jetzt nicht der große Soja - Fan, aber Sojageschnetzeltes habe ich auch schon mal ausprobiert. Es waren Sojastreifen, die vorgekocht wurden. Dann hab ich sie in etwas Sojasauce und Honig mariniert, anschließend zubereitet wie ein Tofurezept hier aus der Datenbank "Tofu Stroganof". Das ist leicht zu machen und geht, wie gesagt, auch mit Soja. Vielleicht ist das ja was für Dich

Gruß Susi
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Mitglied seit 18.08.2008
3.313 Beiträge (ø0,81/Tag)

Moin,

mmh, von welchen Sojaprodukten sprichst du den? Einige müssen eingeweicht werden(Granulat) andere
sind verzehrfertig, sprich, kann man anbraten, muss man aber nicht?

LG Fontane
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Mitglied seit 30.09.2015
8 Beiträge (ø0,01/Tag)

@ indrudistin

Ich wollte erstmal was einfaches versuchen.

@ Fontane

Ich hab hier erstmal Sojagranulat da. Eingeweicht ist das ganze schon. Wie nun weiter?
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Mitglied seit 25.08.2014
1.698 Beiträge (ø0,9/Tag)

Moin,

100 Gramm Soja-Granulat
1 Dose Tomaten stückige
1 Zwiebel gehackt
2 Knoblauchzehen gehackt
1 Bund Basilikum gehackt
Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt, eine Prise Zucker
1 Dose Tomatenmark ca.30 Gramm
100 Gramm Parmesan frisch gerieben
1 Würfel Fleischbrühe (Würfel)

Brühwürfel in ca.1/2 Liter heißem Wasser auflösen, die Brühe über das Sojagranulat gießen und ca.15 - 20 Minuten quellen lassen.
Zwiebeln in wenig Olivenöl glasig dünsten, stückige Tomaten und Tomatenmark zu den Zwiebeln geben, das Sojagranulat dazugeben, das Lorbeerblatt, salzen, pfeffern, die Prise Zucker und die gehackten Knoblauchzehen. Wenn es zu dick ist etwas Wasser nachgießen.
Zum Schluss das gehackte Basilikum, nochmals abschmecken.

LG
Schmollinchen
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Mitglied seit 12.02.2007
1.478 Beiträge (ø0,32/Tag)

Hallo,

also ich gebe das Sojagranulat einfach mit einer kräftigen Suppenbrühe in den Topf, koche es auf, schalte den Herd aus und lass das ganze abgedeckt etwa 30 Minuten stehen.
Danach drücke ich das Granulat aus. Anschließend brate ich es scharf an (dauert schon ein paar Minuten), bis es schön gebräunt ist, lege dann das ganze zur Seite. Ich bereite dann mein Gericht zu und gebe anschließend die angebratenen Würfel/Streifen/was-auch-immer-Granulat dazu.
So gelingt es mir immer und es ist keinesfalls gummiartig.

LG Christine
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Mitglied seit 25.08.2014
1.698 Beiträge (ø0,9/Tag)

Ich finde Sojagranulat gar nicht schlecht. Mein Kind hat keinen Unterschied beim Essen bemerkt. Dachte, es wäre normale Bolognese. Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen
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Mitglied seit 17.01.2002
18.597 Beiträge (ø2,87/Tag)

Hallo !

Ich mache es so das Granulat einweichen in kochender Gemüsebrühe mit etwas Sojasosse dann ausdrücken und in der Pfanne anbraten .

liebe Grüße
Greta
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Mitglied seit 09.03.2006
1.200 Beiträge (ø0,24/Tag)

Huhu Lächeln

Ich finde es kommt darauf an, wofür man die Sojaschnetzel verwendet und welche.
Wenn ich Vyros mache nehme ich die großen Schnetzel. Die werden ein paar Minuten in heißem Wasser eingeweicht, abgespült, ausgedrückt und dann für mehrere Stunden mariniert, anschließend angebraten.
Für Chili oder Volognese gebe ich feine Schnetzel direkt zu Anfang mit in die Sauce und lasse sie mitköcheln.


Pfeil nach rechts Pfeil nach rechts Ich finde Sojagranulat gar nicht schlecht. Mein Kind hat keinen Unterschied beim Essen bemerkt. Dachte, es wäre normale Bolognese. Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Pfeil nach links
Könnte auch an der Fleischbrühe liegen? ^^

LG Kiwi
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Mitglied seit 30.09.2015
8 Beiträge (ø0,01/Tag)

Ich berichte jetzt mal von meinem ersten (mäßig erfolgreichen) Versuch:

Ich habe das Sojageschnetzeltes (nicht Granulat wie ich fälschlicherweise oben geschrieben habe) am Mittwoch oder Donnerstag eingeweicht, einfach in gesalzenem Wasser. Heute wurde es erst verarbeitet, stand die Zwischenzeit im Kühlschrank.

Zwiebel anbraten war eher ein Fiasko (hab ich vorher noch nie gemacht). Hab 2 TL Olivenöl bei höchster Stufe erhitzt, als es zu zischen begann hab ich die Zwiebel (vermutl. zu klein geschnitten) reingegeben und erst dann auf die 1 1/2 und dann die 1 (von 3 Stufen) gedreht. Vermutl. hätte ich vorher runterdrehen müssen. Speziell die kleinen Zwiebeln waren extrem schnell schwarz, am Ende fast alle. Was war der Fehler? Von glasig keine Spur.

Dann hab ich 2 geschnittene Dosentomaten (hab nichts anderes da gehabt) und das Sojageschnetzelte dazu gegeben, dazu Salz, Pfeffer, Chilipulver und Fleisch- und Cyroswürzer. Als da Sojageschnetzelte dunkel wurde runter genommen. Ergebnis: Schmeckte nach fast nichts, dabei hätte ich erwartet eher zuviel gewürzt zu haben. Die Konsistenz war leider wieder wie vorher sehr weich (so wie sehr fettiges Fleisch), aber beim essen nicht zäh (der einzig positive Punkt des ganzen Versuches.

Wie bekomm ich da Geschmack rein und wie bekomm iches etwas "härter" oder "knuspriger" oder wie man es auch nennen soll?
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Mitglied seit 26.02.2004
866 Beiträge (ø0,15/Tag)

Huhu,

also der Kochprofi bin ich nun sicher auch nicht....und schwarze Zwiebeln gehören am Anfang glaube ich dazu Na! (bei mir hat mal ein Topf gebrannt - ich weiß wovon ich rede - aber das ist viele Jahre her).

Ich kann dir mal erklären wie ich Zwiebeln anbrate:
Zwiebel entsprechend schnippeln (Würfel, halbe Scheiben oder was auch immer), Öl in Topf oder Pfanne und Platte anstellen (ich nehme 2 oder maximal 2,5 von 3 Stufen), dann gebe ich ein Stück Zwiebel meist ins kalte/lauwarme Öl, wenns anfängt zu bruzzeln kommt der Rest dazu und ich bleibe am Herd (weils sonst Kohle wird Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen ). Wenn man dann die Zwiebeln immer mal wieder wendet und im Auge behält dann bekommen sie nach und nach etwas Farbe (glasig). Eine Prise Zucker ist auch ganz nett für Zwiebeln.
Seit ich das so mache gab es keine "Brandenburger" mehr.

Zum Soja-Geschnetzelten kann ich wenig sagen, da ich noch keins zubereitet habe (trotz Teilzweit-Veggie). Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass es den Soja-Schnetzeln gut tut wenn man sie in einer Pfanne genau wie Fleisch anbrät, bevor man die Soße macht. Du gibst ja rohes Fleisch auch nicht in die Soße und kochst es gar.

Vielleicht versuchst du es mal so?

Eventuell hat ja jemand der von Sojaschnetzeln mehr Ahnung hat als ich noch einen Tipp Lächeln

LG
Michaela
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Mitglied seit 25.01.2006
9.103 Beiträge (ø1,82/Tag)

Pfeil nach rechts Zwiebel anbraten war eher ein Fiasko (hab ich vorher noch nie gemacht). Pfeil nach links

Auweia! Du hast noch nie Zwiebeln angebraten? Dann weißt du jetzt schon mal, wie man es absolut nicht machen sollte …

Also: Du erhitzt eine Pfanne mäßig und gibst Pflanzenöl, Margarine oder Butter hinein. Nach einem kurzen Moment auch die Zwiebeln. Die dünstest du dann bei mittlerer Temperatur unter ständigem Umrühren (hölzerner Pfannenwender ist gut) gemütlich für dich hin. Erst sprudelt es im Fett ein Weilchen, die Zwiebelwürfel werden glasig und fallen zusammen. Je nach Geschmacksvorstellung und Rezept machst du das nur, bis sie glasig, aber noch hell sind, oder etwas länger, wobei sie anfangen zu karamellisieren, also erst goldgelb bis goldbraun werden. Das dauert alles eher zehn als fünf Minuten, wenn du es richtig machst.

Wenn du richtig braune Zwiebeln haben willst, solltest du während des Schmurgelns, zwei, drei mal in Abständen einen Schluck Wasser dazu geben und etwas mehr Hitze geben. Schluck Wasser, unter Rühren verkochen lassen, weiterschmurgeln, Schluck Wasser usw.

Wenn die Hitze am Anfang zu hoch ist, bekommen die noch rohen Zwiebeln dunkle Kanten, die beim weiteren Garen unweigerlich verbrennen und allem einen bitteren Geschmack verleihen, der nicht mehr weggeht. Dann hilft nur: Gleich wegschmeißen und neu anfangen, aber geduldig.

Die unterschiedlichen Farben gehen einher mit einem unterschiedlichen Zwiebelgeschmack und -geruch. Je dunkler, desto kräftiger und dominanter, auch herber (bis es dann schließlich bitter wird).

Zu deinem Rezept. Versuche es mal so: Zwiebelwürfel nur goldgelb schmoren, einen (knappen) Teelöffel Tomatenmark dazugeben und mitbraten, bis es dunkler wird. Dann Dosentomaten dazu, würzen und mindestens eine halbe Stunde (je länger desto besser) sanft köcheln lassen. Eine Prise Zucker schadet nicht, auch ein Löffel Weinessig kann von Nutzen sein. Die Sauce soll dunkelrot, dick und sämig werden. Bei Bedarf kann man sie immer noch etwas verdünnen.

Mit Sojageschnetzeltem und-granulat habe ich keine Erfahrung, trotzdem mein Senf dazu: Zum Einweichen würde würde ich eine Brühe mit Sojasauce nehmen und weniger Zeit veranschlagen (drei, vier Tage sind offenbar viel zu viel, das ergibt sicher Wasserleichen). Christine hat weiter oben von einer halben Stunde Garen in Brühe geschrieben. Dann ausdrücken und in Fett scharf anbraten. So würde ich das auch machen. Erst dann in die schon einige Zeit gekochte Tomatensauce geben und noch eine Weile mitköcheln lassen.

Ganz allgemeiner Tipp: Wenn es fad schmeckt, hilft wildes Würzen nie weiter. Am Ende ist es dann fad und überwürzt – das ist kein Widerspruch! Wenn es fad und »leer« schmeckt, fehlt es an elementaren Geschmackskomponenten wie Salz, Süße, Säure, Umami, vielleicht auch an Schärfe oder einer Spur Bitter. Oft fehlen auch Röststoffe (bei vegetarischem Essen besonders leicht). Manches braucht einfach Zeit, um die gewünschten würzigen Aromen zu entwickeln, Zwiebeln und Tomaten zum Beispiel. Lang geschmort enfalten die ganz andere Geschmacksnoten als kurz gegart.

Ein Sojaprodukt, dass ich liebe, könnte auch für so ein Geschnetzeltes hilfreich sein: fermentierte chinesische Schwarzbohnen. Die gibts getrocknet beim Asia-Laden. Ein Löffelchen mit dem Sojageschnetzelten angebraten und abgelöscht sollte alle Fadheit vertreiben. Diese Schwarzbohnen haben allerdings einen dezidierten Geschmack. Erdig, dunkel, würzig, fleischig, rezent. Eine sehr interessante, aber machtvolle Zutat.
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Mitglied seit 13.04.2010
2.898 Beiträge (ø0,83/Tag)

@ Erzett: vielen Dank für den Tip mit den fermentierten Schwarzbohnen Lachen da werd ich beim nächsten Einkauf mal Ausschau halten.

LG

Silke
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Mitglied seit 25.01.2006
9.103 Beiträge (ø1,82/Tag)

Die Dinger gibts auch in Dosen, also dann nicht getrocknet. Mit denen habe ich aber keine Erfahrung. Es gibt auch eine Schwarzbohnensauce.

Die getrockneten riechen, wenn man sie aus der Packung holt, wie sehr stinkiger Käse. Nicht erschrecken, das vergeht, wenn man sie gart. Ein paar Minuten mit etwas Fett und Flüssigkeit genügen.

Ich glaube ja, das man mit den Dingern eine Menge feine Sachen anstellen kann. Ich habe selbst noch gar nicht so viel ausprobiert jenseits der chinesischen Küche.
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Mitglied seit 07.07.2011
11 Beiträge (ø0/Tag)

Mal eine allgemeine Frage:

Ist Sojageschnetzeltes das Gleiche wie Sojaschnetzel?

Bin nach euren Beiträgen nun etwas verwirrt und weiß nicht genau, ob es da wirklich einen Unterschied gibt. Freue mich über Aufklärung.

Danke!
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