Nierendiät für den Hund


Mitglied seit 05.09.2017
1 Beiträge (ø0/Tag)

Moin,
alle zusammen bin neu hier. Ich habe seid einem halben Jahr einen nierenkranken, 9M, Australian Shepherd. Ich habe ihn bis zu seiner Diagnose "normal" bekocht. Da er jetzt aber eine deutlich Proteinärmere Ernährung benötigt. Wollte ich mal so rumfragen. Was ihr an Obst, Gemüse, Kohlenhydraten und Fleisch füttert und wie ihr das ganze zubereitet.
Ich gebe ihm zum Beispiel Rote Beete und Kartoffeln püriert mit Hähnchenfleisch was leicht angegarrt ist.Schwein füttere ich prinzipiell nicht. Innereien bekommt er jeden zweiten Tag allerdings nur 50-100g mit 100g weiterem "Filet". Knochen bekommt er auch alle drei vier Tage Pferd- oder Rinderoberschenkel halbiert. Muss ich mit den Knochenanteil sinken oder geht das klar. Er liebt Sachen zum Kauen und kriegt auch alles kaputt. Trotz Gehirnjogging im Garten und immer wieder eigene abwechseldene Knobelaufgaben, was ihm auch viel Spaß macht. Ich habe ihn aus einem "Vermehrer-Haushalt", die ihn bis zu seinem 5. Monat zusammen mit seinem Bruder in eine Pferdebox gesperrt haben und er viel zu früh von Mama weg war und in der Prägephase nichts kennengelernt hat und die Reizen nicht aktiviert worden sind. Seitdem habe ich mit ihm sehr viel geübt und er vertraut uns Menschen immer mehr. Aber genug geredet. Schon wieder viel zu viel ^^. Was haltet ihr von der derzeitigen Ernährung? Zum Trinken hat er immer einen 1,5 Liter Napf der jeden Tag ausgekocht und frisch befüllt wird. Ein-zweimal bekommt er auch um die Blase zu unterstützen einen Tee zur Unterstützung der Blase

Ich bedanke mich schon einmal für eure Antworten.
Liebe Grüße
Nane & Pumbaa
"Das Wenige, was du tun kannst, ist viel."
Albert Schweizer
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Mitglied seit 26.05.2010
692 Beiträge (ø0,2/Tag)

Hallo Nane,
ich habe hier auch einen nierenkranken Rüden, 9 Jahre (engl Setter). Bekommen habe ich ihn mit einem UPC-wert von stolzen 9,58, mittlerweile sind wir bei 2,1 angekommen, nach einem Jahr. Wir sind auf dem Weg...
Unser Futter sieht wie folgt aus: Milchreis gekocht, Möhren gekocht, püriert, Luzerne-Pellets als Ballaststoffe und dazu gebe ich Rinti NIerendiätfutter aus der Dose (verträgt er gut, er hat leider zusätzlich auch noch Leber- und Bauchspeicheldrüsenprobleme).
Drei Portionen am Tag.
Einmal die Woche ein gut gekochtes Ei mit Schale, jeden zweiten Abend ein bisschen Joghurtwasser mit Algenkalk.
Als Zusatz jeden Abend Rena-Komplex, sowie ab und zu stattdessen grüner Hafertee von Salus mit ins Futter. Bei uns noch Almazyme wegen der Bauchspeicheldrüse, aber das ist bei Dir ja nicht der Fall.
Wichtig ist, auf wenig Phosphat zu achten, da würde ich kein/kaum Rind geben, auch die Knochen wären mir zu viel. Ich gebe zum Kauen Abends einen Streifen getrockneten Pansen. Ab und zu etwas getrocknete Leber, ist gut wegen den B-Vitaminen und Kupfer.
Ach ja, ein Mal die Woche bekommt er noch B-Vitamine als Tablette.
An tierischen Fetten möglichst wenig, dafür hochwertige, gute Pflanzenöle mal mit ins Futter. Auch Fischöl geht, mach ich aber nicht wegen Schwermetallen (weil meiner doch auch ne kaputte Leber hat). Leinöl ist super, auch Distelöl. Kaltgepresstes Rapsöl auch.
Ich hab meine Aufzeichnungen daheim, ich schau heut Abend mal ob mir noch zusätzlich was einfällt.
Alles Gute für Euch,
LG
Sandra
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Mitglied seit 26.05.2010
692 Beiträge (ø0,2/Tag)

Hallo Nane,
so, nun hab ich mal auf meinen bisherigen Ernährungsplan geschaut.
Was ich mir für mich noch notiert hatte ist:
statt Reis sind auch Kartoffeln oder Nudeln okay. Kein Thymian (belastet die Niere), kein Rind, keine Knochen (beides zu viel P), kein fettes Fleisch (geringwertige Proteine), keine Haferflocken (wegen P). Als Obst/Gemüse gehen Apfel, Karotte, Gurke, Orange, rote Paprika - ich weiß, da scheiden sich die Geister- , Tomate, auch hier gibt es unterschiedliche Meinungen. Ich gebe ab und zu einen kleinen Klacks Polpa mit ans Essen. Sellerie bin ich mir nicht sicher, aber ich lass sie, bis ich mehr weiß, lieber weg wegen der entwässernden Wirkung.
Zucchini ist nicht gut, zu viel P.
Rote Beete weiß ich nicht, gebe sie aber auch manchmal, da ich noch nichts negatives finden konnte. Wird in der Literatur meistens nicht aufgeführt.
Innereien weiß ich leider nicht genau. Aber am Wochenende kriegt er ab und zu (selten) vom Hirsch gekochte Lunge, Schlund, Kehlkopf, Milz, Pansen, Zwerchfell, ganz wenig Leber, etc., aber natürlich keine Niere.
Das liebt er, wenn ich da ein bisschen was mit ins Futter gebe. Wobei ich mir bei Wild noch nicht so ganz im klaren bin, deshalb nur in wirklich geringen Mengen und selten.
Und, was ich heute Mittag total vergessen habe, meiner kriegt noch Tabletten um den Nierendruck zu senken, Wirkstoff ist Benazepril bzw. Benazeprilhydrochlorid. Das bewirkt wie gesagt dass der Druck in der Niere, die ja zu viele Proteine ausscheidet, sinkt. So werden die für die Ausscheidung zuständigen Zellen (Fachname fällt mir grad nicht ein) nicht weiter geschädigt weil die zu großen "schlechten" Proteine nicht mit Gewalt rausgepresst werden und diese Zellen dadurch immer weiter kaputt gehen und die Nieren fortschreitend degenerieren. Ist jetzt sehr laienhaft ausgedrückt, aber ich bin keine Fachfrau, ich denke aber man kann es so verstehen. Ich weiß nicht, kriegt Dein Hund Medikamente?
Ich ackere mich grad durch das Buch "Ernährung des Hundes" von Jürgen Zentek, Enke-Verlag. Das finde ich sau-schwierig zu lesen und zu begreifen, aber es lohnt sich, wenn man sich wirklich fundiert befassen möchte.
Das wichtigste ist einfach, wenig Proteine, aber da es ja nicht ohne geht möglichst hochwertig (also die langkettigen Fettsäuren).
Phosphor/Phosphat so niedrig wie möglich.
Mehr fällt mir jetzt nicht ein,
viele liebe Grüße!
Sandra
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Mitglied seit 18.12.2007
11.418 Beiträge (ø2,66/Tag)

Hallo,

also wenn ich einen kranken Hund hätte, würde ich ein Spezial-Trockenfutter füttern, was mir mein Tierarzt empfohlen hätte.
Wie Sandra schon sagt, ist es hochkompliziert, sich das alles anzulesen und selbst das beste Buch kann nicht alle Fragen beantworten. (vor allem nicht jene Fragen, die total wichtig sind aber vom kaum jemandem gestellt werden, weil niemand mangels gründlicher Kenntnisse auf die Idee kommt.)

Es gibt Ernährungswissenschaftler, die sich ihr Leben lang mit nichts anderem als mit der optimalen Zusammensetzung befassen, warum sollte ich denen nicht mehr vertrauen als meinem hausbackenen und modebedingtem Gefühl von Falsch und Richtig?

Natürlich würde ich nur anerkannte und vom Tierarzt speziell für dieses Krankheitsbild entwickelte Futtersorten füttern. Da gibt es nicht viele aber da mach dich mal schlau.
Ich hoffe, dass du einen guten Tierarzt hast!

Gute Genesung für deinen Hund

Blue
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Mitglied seit 13.10.2017
2 Beiträge (ø0/Tag)

[
Hallo
Unser hat auch nierenwerte schlecht und Bauchspeicheldrüse Probleme
Schlechte Kombi wegen dem Futter
Ich war barfer aber er hat es plötzlich nicht mehr vertragen
Jetzt bekommt er Low Protein futter weil ich mir nicht zutraue es selber zu kochen um ihm alles nötige und nicht falsche zu füttern
Leider hat er vor paar Tagen ein vestibularsyndrom Erlitten und will das dosenfutter nicht mehr
Er Frisst nur noch Huhn gekocht was auf Dauer zu Einse



QUOTE="m13737180"]Hallo Nane,
ich habe hier auch einen nierenkranken Rüden, 9 Jahre (engl Setter). Bekommen habe ich ihn mit einem UPC-wert von stolzen 9,58, mittlerweile sind wir bei 2,1 angekommen, nach einem Jahr. Wir sind auf dem Weg...
Unser Futter sieht wie folgt aus: Milchreis gekocht, Möhren gekocht, püriert, Luzerne-Pellets als Ballaststoffe und dazu gebe ich Rinti NIerendiätfutter aus der Dose (verträgt er gut, er hat leider zusätzlich auch noch Leber- und Bauchspeicheldrüsenprobleme).
Drei Portionen am Tag.
Einmal die Woche ein gut gekochtes Ei mit Schale, jeden zweiten Abend ein bisschen Joghurtwasser mit Algenkalk.
Als Zusatz jeden Abend Rena-Komplex, sowie ab und zu stattdessen grüner Hafertee von Salus mit ins Futter. Bei uns noch Almazyme wegen der Bauchspeicheldrüse, aber das ist bei Dir ja nicht der Fall.
Wichtig ist, auf wenig Phosphat zu achten, da würde ich kein/kaum Rind geben, auch die Knochen wären mir zu viel. Ich gebe zum Kauen Abends einen Streifen getrockneten Pansen. Ab und zu etwas getrocknete Leber, ist gut wegen den B-Vitaminen und Kupfer.
Ach ja, ein Mal die Woche bekommt er noch B-Vitamine als Tablette.
An tierischen Fetten möglichst wenig, dafür hochwertige, gute Pflanzenöle mal mit ins Futter. Auch Fischöl geht, mach ich aber nicht wegen Schwermetallen (weil meiner doch auch ne kaputte Leber hat). Leinöl ist super, auch Distelöl. Kaltgepresstes Rapsöl auch.
Ich hab meine Aufzeichnungen daheim, ich schau heut Abend mal ob mir noch zusätzlich was einfällt.
Alles Gute für Euch,
LG
Sandra[/QUOTE]

Zitat von Sandra_1974 am 05.09.2017 um 17:08 Uhr

„Hallo Nane,
so, nun hab ich mal auf meinen bisherigen Ernährungsplan geschaut.
Was ich mir für mich noch notiert hatte ist:
statt Reis sind auch Kartoffeln oder Nudeln okay. Kein Thymian (belastet die Niere), kein Rind, keine Knochen (beides zu viel P), kein fettes Fleisch (geringwertige Proteine), keine Haferflocken (wegen P). Als Obst/Gemüse gehen Apfel, Karotte, Gurke, Orange, rote Paprika - ich weiß, da scheiden sich die Geister- , Tomate, auch hier gibt es unterschiedliche Meinungen. Ich gebe ab und zu einen kleinen Klacks Polpa mit ans Essen. Sellerie bin ich mir nicht sicher, aber ich lass sie, bis ich mehr weiß, lieber weg wegen der entwässernden Wirkung.
Zucchini ist nicht gut, zu viel P.
Rote Beete weiß ich nicht, gebe sie aber auch manchmal, da ich noch nichts negatives finden konnte. Wird in der Literatur meistens nicht aufgeführt.
Innereien weiß ich leider nicht genau. Aber am Wochenende kriegt er ab und zu (selten) vom Hirsch gekochte Lunge, Schlund, Kehlkopf, Milz, Pansen, Zwerchfell, ganz wenig Leber, etc., aber natürlich keine Niere.
Das liebt er, wenn ich da ein bisschen was mit ins Futter gebe. Wobei ich mir bei Wild noch nicht so ganz im klaren bin, deshalb nur in wirklich geringen Mengen und selten.
Und, was ich heute Mittag total vergessen habe, meiner kriegt noch Tabletten um den Nierendruck zu senken, Wirkstoff ist Benazepril bzw. Benazeprilhydrochlorid. Das bewirkt wie gesagt dass der Druck in der Niere, die ja zu viele Proteine ausscheidet, sinkt. So werden die für die Ausscheidung zuständigen Zellen (Fachname fällt mir grad nicht ein) nicht weiter geschädigt weil die zu großen "schlechten" Proteine nicht mit Gewalt rausgepresst werden und diese Zellen dadurch immer weiter kaputt gehen und die Nieren fortschreitend degenerieren. Ist jetzt sehr laienhaft ausgedrückt, aber ich bin keine Fachfrau, ich denke aber man kann es so verstehen. Ich weiß nicht, kriegt Dein Hund Medikamente?
Ich ackere mich grad durch das Buch "Ernährung des Hundes" von Jürgen Zentek, Enke-Verlag. Das finde ich sau-schwierig zu lesen und zu begreifen, aber es lohnt sich, wenn man sich wirklich fundiert befassen möchte.
Das wichtigste ist einfach, wenig Proteine, aber da es ja nicht ohne geht möglichst hochwertig (also die langkettigen Fettsäuren).
Phosphor/Phosphat so niedrig wie möglich.
Mehr fällt mir jetzt nicht ein,
viele liebe Grüße!
Sandra“

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Mitglied seit 13.10.2017
2 Beiträge (ø0/Tag)

.. was auf Dauer zu einseitig ist und nivjz gut für die Niere.
Haben sie einen Tipp was ich kochen kann damit es für Niere und Bauch ok ist ?
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