Atelektase- Bronchoskopie: wer hat Erfahrungen?


Mitglied seit 25.02.2011
49 Beiträge (ø0,02/Tag)

Hallo,

ich hatte vor fast drei Wochen eine schwere, einseitige Lungenentzündung und war 12 Tage im Krankenhaus. Während der Zeit dort hat man sowohl im Röntgenbild als auch per Ultraschall einen Schatten, ca. 6x8cm groß, am rechten, unteren Lungenlappen gesehen. Dieser hat sich während der Behandlung in 12 Tagen nicht verändert.
Ich bekam Antibiotika und Kalium intravenös, zeitweise Sauerstoff, Krankengymnastik, 3x tgl. Inhalationen mit NaCl und Bepanthen und Flutter-Anwendungen.
Seit Do. letzter Woche bin ich wieder zuhause, obwohl sich nicht alle Ärzte einig waren, ob man nicht lieber eine Bronchoskopie hätte machen sollen, um die Ursache für die Nichtversorgung des Lungenteils mit Sauerstoff herauszufinden.
Nachdem auch als Ursache ein Tumor im Raum steht, bin ich doch eher geneigt, eine Bronchoskopie zu verlangen, um Gewissheit - so oder so- zu erhalten.
Allerdings scheint eine Bronchoskopie etwas zu sein, was nicht unbedingt gemacht wird, wenn nicht zwingend erforderlich. Einerseits sagen die Ärzte, dass sie selten Nebenwirkungen hat und ich habe auch auf Youtube schon Bronchoskopien gesehen, wo die Probanden die ganze Zeit wach waren und hinterher aufgestanden sind und zugelaufen.
Aber meine Schwägerin, welche seit 40 Jahren als Krankenschwester arbeitet, sagte mir gestern, dass eine Lungenspiegelung nicht ohne sei. Auch der Spezialist windet sich noch davor.

Was könnt Ihr mir raten? Wer hatte oder hat schon eine Atelektase gehabt und ist diese durch welche Therapie auch immer wieder losgeworden?

Auf Eure Meldungen bin ich gespannt und freue mich,

Gruß

degra08
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Mitglied seit 08.05.2005
9.966 Beiträge (ø1,89/Tag)

Hallo,

ich leide unter einer chronischen Bronchitis. Deshalb hat mir mein Arzt auch schon mal vorgeschlagen.
Aber ich habe mir das im Internet mal durchgelesen. So ganz ungefährlich ist das scheinbar nicht.

LG
Pralinchen
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 02.03.2002
30.076 Beiträge (ø4,67/Tag)

Vertraut ihr eher wildfremden Leuten im www als euren Ärzten?
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Mitglied seit 08.05.2005
9.966 Beiträge (ø1,89/Tag)

Hallo,

Vetrauen ist gut, Kontrolle ist besser!
Ich mache nicht einfach alles, was mein Arzt sagt! Ärzte sind nicht unfehlbar!

Es gibt da einen Witz, der ein Körnchen Wahrheit enthält:
Man geht zum Arzt, wenn man krank ist, denn der Arzt will auch leben. Von dem bekommt man ein Rezept. Damit geht man in die Apotheke, denn die will auch leben. Dann geht man nach Hause und wirft das Medikament weg, denn man selber will ja auch leben.

LG
Pralinchen
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Mitglied seit 24.02.2007
6.307 Beiträge (ø1,37/Tag)

Hallo,

ich habe auf Grund meiner Erkrankung mindestens schon 10 Bronchoskopien hinter mir und siehe da, ich lebe noch. Na!

Natürlich hatte ich vor der ersten auch ein komisches Gefühl, aber das hat sich gegeben, da ich während der eigentlichen Lungenspiegelung eine kleine Sedierung hatte.

Du solltest Deinem Arzt von Deiner Angst berichten, dann wird man im Krankenhaus auf Dich eingehen!

LG Martina
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Mitglied seit 08.05.2005
9.966 Beiträge (ø1,89/Tag)

Hallo,

ich würde das nur machen lassen, wenn es nicht anders geht. Bei mir ist das nicht lebensnotwendig.

LG
Pralinchen
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 29.11.2006
11.285 Beiträge (ø2,4/Tag)

Pfeil nach rechts Vetrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Pfeil nach links

Kontrolle der Ärzte durch das CK-Forum Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen


Gruß Hubert
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Mitglied seit 08.05.2005
9.966 Beiträge (ø1,89/Tag)

Hallo,

nein! Aber indem man sich auch im Internet informiert!

LG
Pralinchen
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Mitglied seit 25.02.2011
49 Beiträge (ø0,02/Tag)

Danke für Eure schnellen Antworten!

Grundsätzlich sehe ich es genau so wie Pralinchen. Wenn ich höre, wie bei mir der Oberarzt im KH sagt, er würde gerne eine Bronchoskopie machen lassen und der andere, als Zweitmeinung hinzugerufene Lungenarzt sagt, wir warten lieber noch ab, was soll ich denn bitte schön davon halten??? na dann...

Ich denke aber auch, dass die Internet-Meinungen nicht der Weisheit letzter Schluss sind, so schlau bin ich schon auch ! Aber was spricht dagegen, sich verschiedene Meinungen und Erfahrungsberichte anzuhören?

Bevor ich mir eine endgültige Meinung bilde, höre ich mir erst mal so viele Meinungen anderer an, bis ich das Gefühl habe, genügend Informationen zu haben, dass es für ein eigenes, zugegeben laienhaftes Meinungsbild ausreicht. Dann gehe ich mit den Fragen zum Fachmann. - So what? Bisher bin ich immer ganz gut damit gefahren...

Danke, Martina, das macht mir wieder Mut, ich bin da ähnlich gestrickt. Meine damals dreijährige Tochter musste wegen einer lebensbedrohlichen chronischen Erkrankung zuerst alle 4 Wochen, dann alle drei Monate und danach alle halbe Jahre ins MRT ("Röhre"). Das Kind hatte nicht wirklich Probleme damit. Als ich nun im KH eine Bettnachbarin erleben durfte, die mit über siebzig Jahren das erste Mal in die Röhre musste (allerdings nur ins CT, also die halbe Röhre), habe ich mitbekommen, wie sehr Nichtwissen die Leute ins Bockshorn jagen und völlig verrückt vor Angst machen kann. Sicher nicht! Dann doch lieber mal jemanden gefragt, der das Ganze schon mindestens einmal erlebt hat!

@Brigitte: Was heißt "Vertrauen"! Vertrauen kann ich nur auf meine eigenen Erfahrungen, egal, wer mir was erzählt; ob Arzt oder Laie, also soviel Lebenserfahrung habe ich schon!

Liebe Grüße,

degra08
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Mitglied seit 03.06.2007
19.096 Beiträge (ø4,23/Tag)

Pfeil nach rechts Vertrauen kann ich nur auf meine eigenen Erfahrungen, egal, wer mir was erzählt; ob Arzt oder Laie, also soviel Lebenserfahrung habe ich schon! Pfeil nach links

Und warum dann eine Anfrage in einem I-net-Forum?
Sorry, aber sowas kann ich nicht verstehen!


LG Anne

Courage ist gut, aber Ausdauer ist besser. Theodor Fontane
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Mitglied seit 25.02.2011
49 Beiträge (ø0,02/Tag)

@Anne: das habe ich doch, denke ich, ausführlich geschildert... Sicher nicht!
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Mitglied seit 19.10.2002
10.534 Beiträge (ø1,7/Tag)

degra, wurde denn wirklich "nur" eine Röntgenaufnahme gemacht? Ich kenne es aus dem niedergelassenen Bereich so, dass man eine Bronchoskopie z. B. dann macht, wenn weder Röntgen noch CT oder MRT ein aufschlußreiches Ergebnis gebracht haben.

Das bisher einzige Mal, wo eine Bronchoskopie vorher, ohne "Röhre" gemacht wurde, war eine Patientin, wo eine Pilzinfektion der Lunge (und danach auch bestätigt) im Raum stand.


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Liebe Grüße von Patzi Atelektase Bronchoskopie Erfahrungen 1163292295 Atelektase Bronchoskopie Erfahrungen 3565904718
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 24.03.2007
6.054 Beiträge (ø1,32/Tag)

Atelektase Bronchoskopie Erfahrungen 2063563445
degra,
mir wurde vor 6 Jahren der gesammte rechte Oberlappen der Lunge entfernt (Krebs) und ich bin seitdem unter ständiger Ärztlicher Kontrolle.Im ersten Jahr nach der OP mußte ich alle 3 Monate zur Kontrolluntersuchung ins Krankenhaus und dort wurde unter anderem auch jedes mal eine Broncho durchgeführt.Der Schlauch ,der Dir dafür durch die Nase geschoben wird ,ist tatsächlich so dünn das es auch ohne ein leichtes Schlafmittel gehen kann.Aber ich persöhnlich habe auch immer das Angebot mich schlafen zu legen gerne angenommen.Danach kannst Du normalerweise wieder nach hause gehen.Aber alles in allem würde ich Dir zur Broncho raten,damit Du auch selbst Deine Ruhe hast was denn nun mit dem Schatten ist.
Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute und denke immer positiv.
P.S.Ich habe meine Krebs übrigens besiegt, gehe aber immer noch ein mal im Jahr zur Untersuchung.
LG
Atelektase Bronchoskopie Erfahrungen 3660880122
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Mitglied seit 25.02.2011
49 Beiträge (ø0,02/Tag)

Hallo,

@patzi: Ja, Du hast Recht, ich hatte vergessen, zu erwähnen, dass das KH bei meiner Aufnahme gleich ein CT gemacht hat. Leider hat man auf dieser Aufnahme auch bloss einen Schatten gesehen... Und das mit der Pilzinfektion ist auch gar nicht sooo abwegig; als ich gestern endlich den Termin beim Lungenfacharzt hatte, der mich auch schon im KH gesehen hat, erwähnte ich bei der Anamnese auch, dass ich gegen "Aspergillus"-Pilze allergisch bin. Und in unserem alten Bauerhaus haben wir auch an wenigen Stellen diversen Pilzbefall, den der Baufachmann damals als nicht gefährlich, sondern in diesem Rahmen als natürlichen Befall (z.B. im Natursteinkeller) eingestuft hat. Bislang hatte ich auch nicht wirklich mit Beeinträchtigungen zu tun. Der Arzt sagte daraufhin, dass wir diese Tatsache aber weiterhin im Auge behalten werden, denn dieser Pilz könnte ein Auslöser für meine Beschwerden sein. Danke also für Deine intelligente Nachfrage, hier sieht man mal wieder, dass im I-net nicht nur unqualifiziertes Getratsche kursiert! Lachen

@Dietmar: ich kann Dir nachfühlen, was Du durchgemacht hast und habe großen Respekt! Auch Dir Danke für Deinen beruhigenden Beitrag; es tut gut, von neutral gehaltenen Erfahrungen zu hören, die so qualifiziert sind, wie ich mir das auch gewünscht hatte.
Nachdem ich nun gestern zur Kontrolle beim Facharzt war (immerhin vier Stunden mit allen möglichen Untersuchungen, ich bin auch nur Kassenpatient), ergab sich erfreulicher Weise, dass die Atelektase zurück gegangen ist (um ca. die Hälfte) und im umliegenden Gewebe zwar noch ein wenig Wasser, aber sonst nichts tumorartiges zu sehen ist. Nun bin ich wirklich stolz und sehr, sehr erleichtert. Stolz deshalb, weil ich nun seit gut zwei Wochen viel Krankengymnastik gemacht habe und mich trotz schleichender Rekonvaleszenz mit diversen Beschwerden immer wieder gezwungen habe, zu inhalieren. Das Inhalieren hat mich immer total an die Grenzen meiner Kraft gebracht, was ich nicht verstanden habe. Der Arzt hat gestern festgestellt, das ich zum Hyperventilieren neige, was wohl die Ursache dafür ist. Nun kann ich dem auch bewusst entgegensteuern.

Alles in Allem kann ich nur wieder meine Erfahrung bestätigen: Informationsbeschaffung in alle Richtungen hat mir nicht geschadet, im Gegenteil: man trifft immer wieder auf qualifizierte Meinungen und intelligente Menschen, die mit ihren Ratschlägen voll im Bewusstsein sind, dass sie damit auch eine gewisse Verantwortung dem Kranken gegenüber tragen.

Ich bedanke mich hiermit nochmal bei allen, die mir auf diesem Weg der Cyber-Informationen weitergeholfen haben und möchte Euch sagen: ohne Euch wäre ich ganz schön verwirrt geblieben. Küsschen

Ich wünsche Euch, dass wenn Ihr mal eine andere Meinung braucht, Euch auch so viele nette Menschen weiterhelfen können, wie es bei mir der Fall war.

Ganz liebe Grüße,

degra08
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