Was hilft gegen Wundrose (Erysipel)?


Mitglied seit 26.11.2008
97 Beiträge (ø0,03/Tag)

Hallo,

hier im Forum findet man oft so gute Antworten.

Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen.
Mein Mann hat eine Wundrose im Fuß. Es fing auf der Fußoberseite an, dass der
Fuß dick und rot wurde. Dann wurde auch der Knöchel dick und rot und er bekam
Schüttelfrost und Fieber. Wir sind zum Arzt und der hat Ibuprofen und ein starkes
Antibiotika verschrieben. Der Fuß wurde hochgelagert und gekühlt.
Jetzt sind 2 Wochen vergangen und der Fuß ist zwar nicht mehr rot und heiß,
aber der Knöchel ist sehr dick und schmerzt.
Mein Mann muss natürlich wieder auf Arbeit.
Das Internet hab ich schon durchforstet, aber nicht viel gefunden.
Hat jemand das schonmal gehabt? Wielange dauert das, bis es heilt?
Gibt es irgendein Mittelchen (Hausmittel wäre gut), wie man das schnell wieder
wegbekommt?
Vielen Dank für Eure Antworten.

Viele Grüße
Geniesserköchin
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 04.04.2005
13.834 Beiträge (ø2,71/Tag)

Hallo,
Ibuprofen hilft eher gegen die Schmerzen.
Hat der Arzt nicht gesagt, dass ihr nochmal kommen sollt? Das ist bei meinem Hausarzt üblich, wenn der ein Antibiokum verschreibt - und zwar spätestens am letzten Tag, wo man noch Tabletten hat, damit man ggf. gleich weiter machen kann.
Ich würde nochmal zum Doc gehen.
lg
morgaine
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 05.11.2011
107 Beiträge (ø0,04/Tag)

Hallo,

das gemeine beim Erysipel sind eigentlich nicht nur die lebenden Erreger: Streptokokkus pyogenes ,Streptokokken der serologischen Gruppe A. Bei deren Nachweis im Labor wird auch sofort der behandelnde Arzt benachrichtigt. Diese Streptokokken bilden böse Toxine,die dann die Haut typisch "erythem"anfärben.Sobald Antibiotika verabreicht wird,zerfallen die Bakterien und setzen anfangs dadurch noch mehr Pyodermine,Streptokinasen und Hyaluronidasen frei. Es dauert eben seine Zeit,der Körper benötigt Zeit und Ruhe. Hochlagern,vorsichtig kühlen, da habt ihr schon die perfekte Behandlung gewählt!
Sehr gut finde ich auch die Antibiotika, aber unbedingt nach 6-8 Wochen die Haut vom Dermatologen untersuchen lassen und unbedingt eine Urinuntersuchung machen lassen! Die Pyodermine können nachhaltige,aber vermeidbare Schäden,wie Dermatomyositis (chronische Hauterkrankung), eine Glomerulonephritis (Nierenentzündung ) oder rheumatisches Fieber auslösen.

Also würde ich an Eurer Stelle den behandelten Arzt immer wieder nerven und um Rat fragen und weiter nerven ... Vielleicht hat er ja auch eine lokal anzuwendende Creme,ich denke da so an die unterstützende Pyelosincreme aus dem Serumwerk Bernburg.Soweit die jetzige Beschaffenheit der Haut es zuläßt... Wie gesagt, der Arzt sieht die Haut und er allein entscheidet!
Ich denke nicht, das sich ein menschlicher Körper nach nur zwei Wochen von einer solchen Erkrankung,auch wenn der Erreger an sich nicht mehr nachweisbar ist, wieder normal und gesundheitlich vertretbar erholt und auch noch arbeitsfähig ist.

Mich würde sehr interessieren,wie er sich angesteckt haben könnte,weil der Erreger an sich eigentlich eine Angina hervorruft und eher bei abwehrgeschwächten Patienten in die tieferen Hautschichten gelangt.

Viele Grüße und gute Besserung!


"Der Weg in den Garten ist der kürzeste Weg zur Gesundheit" (Zitat:G.Pötschke)
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 04.05.2006
7.959 Beiträge (ø1,69/Tag)

also meine mutter hatte das schon zweimal
und nach dem ersten schub antibiotikum gabs nochmal was,weil es noch nicht besser war

er soll unbedingt nochmal hingehn,evt sich auch nochmal krankschreiben lassen wenns noch nicht besser geht

ruhe ist schon auch wichtig


gruss suse
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 20.11.2004
10.251 Beiträge (ø1,96/Tag)

Hallo,

ich hatte vor ein paar Jahren ebenfalls ein Erysipel am Fuß...hatte mich bei der Gartenarbeit verletzt.

Bei mir gab es die gleiche Behandlung wie bei deinem Mann, starkes Antibiotikum über 10 Tage, Schmerzmittel, Fuß hochlagern, kühlen.

Es hat nach meiner Erinnerung so einige Wochen gedauert, bis die Schwellung wirklich vollständig wieder zurückgegangen war, die Rötung, das Hitzegefühl war wesentlich schneller wieder weg.

Ihr müsst also etwas Geduld haben.

LG
...die ohne Zopf
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 07.09.2004
159 Beiträge (ø0,03/Tag)

Hallo,

ich hab das vor zweieinhalb Jahren auch gehabt und kann sagen: Das ist ein echtes Langzeitprojekt, bis die Schwellung wirklich wieder ganz weg ist. Was bei mir gut geholfen hat, nachdem die akute Phase vorbei war, sind Lymphdrainagen. Die hatte mir mein Arzt damals verschrieben, nachdem die Antibiotika ihre Wirkung getan hatten, der Fuß aber eben immer noch dick war. Zwölf Mal war ich insgesamt da - gute Sache!

Der Therapeut hat mir damals auch noch so spezielle Fußgymnastik-Übungen gezeigt, die den Prozess auch unterstützen sollten. Und Schwimmen soll ebenfalls helfen - durch die Massagewirkung des Wasserdrucks.


Viele Grüße & gute Besserung an deinen Mann!
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 26.11.2008
97 Beiträge (ø0,03/Tag)

Hallo,

ganz lieben Dank an alle für die netten Antworten.

Jetzt weiß ich doch mehr darüber und mein Mann wird wohl noch Geduld
haben müssen.
Wobei das ja heutzutage nicht so einfach ist mit der Krankschreibung,
die Chefs haben da ja nicht so das gute Verständnis.
Aber in Arbeitsschuhen kann er unmöglich laufen.
Wegen den Lymphdrainagen werden wir mal fragen.

Vielen Dank nochmal auch für die Genesungswünsche! na dann...
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 07.07.2007
39 Beiträge (ø0,01/Tag)

hallo, geniesserkoch!
mein mann bekam vom arzt chinosoltabletten.die muss man im wasser auflösen,
und damit umschläge machen.ist fieses gelbes zeug,aber es hilft.
lg lucy54
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 20.03.2004
2.046 Beiträge (ø0,37/Tag)

Hallo,

optimale Therapie eines Erysipels:
- Antibiotika: Penicillin (ggf. Erytrhromycin) über 14 Tage; (bei Verdacht auf schwerwiegende Erreger ein anderes AB)
- Ruhigstellung, lokale Kühlung
- Schmerz- & Fieberkämpfung, z.B. mittels Ibuprofen
- Sanierung der Eintrittsforte

Bis auf letzteres hat dein Mann schon die optimale Therapie :). Super.
Warum hat er also ein Erysipel entwickelt? Liegt z.B ein Riss in den Zehenzwischenräumen, eine Wunde am Fuß oder ein Nagelpilz vor? --> Wenn ja, bitte behandeln lassen.

Liebe Grüße & gute Besserung,

PiNky
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 15.10.2013
1 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo,
also Hausmittel kenne ich bisher keine.
Ich hatte in den letzten 13 Monaten 7 mal eine Wundrose bzw Erisepel. 5 mal am rechten Bein und 2 mal am linken Fuß.
Da es ja immer der gleiche Ablauf und die gleichen Begleiterscheinungen sind, hab ich immer Antibiotika im Haus, da die Wundrose ja meist
am Wochenende auftaucht.

Kleine Vorgeschichte zu meiner ersten Wundrose im Sommer 2015:
Ich bin männlich, 45 Jahre und arbeite seit 20 Jahren im LKW Fernverkehr. Bedingt durch meine Arbeit, bei der ich nie weiß wann ich nach Hause komme, hab ich eine dementsprechend große Reiseapotheke im LKW...
Ich war auf Tour im Raum Berlin und fühlte mich Dienstags Abends schon nicht gut. Mittwoch morgen dann hatte ich Schüttelfrost und Gliederschmerzen. Was einen beim Fahren eines 40 Tonners nicht gerade postiv stimmt. Ok, Sommergrippe dachte ich ? Klimaanlage ?
Nachmittags wurden die Beschwerden immer schlimmer, Fieber gemessen... 39 C ... prima... die Kurzform von dem Rest ist nun, daß mein Disponent wenig Verständnis für meine Lage hatte und mich noch von Berlin nach Polen und dann nach hause schicken wollte. Was ich ablehnte. Es wurde umdisponiert weil ich ja nicht in Berlin ins Krankenhaus wollte wenn ich in Aachen wohne. Wer will das schon ?
Donnerstag hatte ich dann die roten Pusteln am rechten Unterbein... ca 7 cm hoch. Den Donnerstag quälte ich mich 700 KM auf der Autobahn durch die Gegend, was mit nunmehr 40 Fieber eigentlich unverantwortlich ist. Freitag mittag war ich endlich zu hause... die Pusteln waren um das Bein herum bis kurz unter die Kniescheibe. Meine Frau wollte direkt nen Krankenwagen rufen was ich verhindern konnte. ich wollte bis Montag warten bis mein Arzt seine Praxis öffnete. Den Samstag machten wir Wadenwickel um das Fieber runter zu drücken... Sonntag Morgen war das Fieber weg und ich entschied mich wegen der wachsenden Schmerzen beim gehen, doch ins Krankenhaus zu gehen.

Aus den gedachten 2-3 Tagen wurden dann 12 Tage im Krankenhaus, wo ich täglich 3 Infusionen a 80 ml Antibiotika bekam und das bein immer hochlegen sollte. Was ich bisher, nachdem die Wundrose im Schnitt alle 2 Monate wiederkommt nicht verstehe, das niemand nachforscht was der Auslöser ist. Wie gesegt, seit Sommer 2015 bis Heute.. Sommer 2016, 7 mal dieses Erisepel.. aktuell auch wieder am rechten Unterbein.

Ich bin seit Oktober 2015 krankgeschrieben, meine Firma hat mich mittlerweile entlassen...

In diesem Sinne allen Betroffenen eine Gute Besserung...
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 01.10.2017
1 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo ich selbst habe öfters als mir lieb ist Wundrose kaum 1 Woche arbeiten schon wieder zuhause kann ein Lied von Singen ich mache Rivanol Umschläge kühlen und hoch legen da ich Antibiotika resistent bin hilft mir dies nur bedingt ich bin auch auf der Suche nach Alternativen
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 05.09.2006
111 Beiträge (ø0,02/Tag)

Die Alternative zu Rivanol, welches nimmer State of the Art ist heisst Octenisept. Gekühlt als Umschläge. Ansonsten gibt es nicht nur ein Antibiotika - dazu solltest aber den Spezialisten z.B. Dermatologen oder Infektiologen aufsuchen.

lg
Narde
Zitieren & Antworten
Antwort schreiben

Partnermagazine