Waschbeutel gegen Mikroplastik

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Mitglied seit 23.06.2010
991 Beiträge (ø0,27/Tag)

Hallo zusammen

gerade sehe ich so ein Teil in einem Werbeprospekt

Soll a) die Wäsche schonen und b) sich herauslösende Kunststoffteilchen aus der Kleidung auffangen.
Anschließend soll man diese im Restmüll entsorgen können, damit sie nicht in die Meere gelangen

Aber es gibt ja kaum Kleidung, in denen keine synthetischen Bestandteile sind.
Mal abgesehen von Handtüchern, Baumwollsocken oder ähnliches
Schon mal in allen Funktionssportsachen ist was drin, bzw. besteht rein aus Kunstfasern
Im Prinzip müsste man mindestens 3/4 der Sachen, die in die Maschine gehen, in das Säckchen geben
Braucht also mehrere, da sie nur ca 30 x 50 cm groß sind

Nun meine Fragen:
Hat jemand da schon Erfahrung damit?
Macht der Aufwand Sinn oder ist das nur wieder eine Masche, dem Verbraucher das Geld aus der Tasche zu ziehen und das Gewissen zu beruhigen?

Bin gespannt auf eure Meinungen

LG
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Mitglied seit 28.09.2011
3.824 Beiträge (ø1,19/Tag)

Hallo,

also wenn ich nach jeder Wäsche jedesmal die Waschbeutel in den RESTMÜLL wegschmeissen soll, wo ist da der Umweltgedanke?
Mal abgesehen, dass das ganze wohl auch ganz schön ins Geld geht wenn ich jedesmal 2-3 Beutel pro Wäsche benutzen soll....

LG Leila
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Mitglied seit 23.06.2010
991 Beiträge (ø0,27/Tag)

Leila

nicht den BEUTEL sollst du wegwerfen, sondern den INHALT des Beutels

Ich habe "diese" bezogen auf die Teilchen geschrieben

Der Beutel ist laut Beschreibung für "unzählige" Waschgänge nutzbar und kostet per Stück 20€
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Mitglied seit 26.07.2004
2.322 Beiträge (ø0,4/Tag)

Hallo,

die Anzeige hab ich auch gesehen und nachgedacht, wie groß die wohl sind...
Passt da eine "Fleecejacke" mit dem bösen Kunstfasern rein oder sind die Beutel kleiner?
Dann kam mir der nächste Gedanke, wohin mit den Fasern? Kriegt man diese feinen Fasern überhaupt raus aus dem Beutel?
In den Restmüll, ok, aber wirklich Sinn macht es in meinen Augen nicht. Diese Fasern landen sicher nicht alle brav im Mülleimer, oder?
Besser fände ich, dass man sein Kaufverhalten bezüglich der Kleidung überdenkt, braucht man jetzt möglichst viele Stücke mit Kunstfasern oder kann man auch andere alternative Naturfasern dafür nehmen?

Ich bin eigentlich froh, dass es wieder vermehrt reine Baumwollpulli,... gibt, denn meistens war der BW-Anteil immer mit Kunstfasern vermischt, da hab ich geschwitzt wie blöde, daher Naturfasern.

LG Rosenblatt🌹
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Mitglied seit 03.11.2019
687 Beiträge (ø2,69/Tag)

Hallo,
ich hab die Werbung heute auch gesehen und bin nicht sehr davon überzeugt. Was aber nicht angegeben ist, woraus dieser Beutel besteht. Ich denke, das ist wieder mal eine Methode, uns ein schlechtes Gewissen einzureden und uns das Geld aus der Tasche zu ziehen. Außerdem stellt sich mir die Frage, wieso sollen MIKRO-Teile in dem Beutel hängen bleiben, Waschmittelreste und andere Verunreinugungen aber nicht. Und wie soll man solche kleinen Teil aus dem Beutel entfernen?
Einen Vorteil hat aber diese Werbung. Sie führt uns vor Augen, dass wir viel zu viel Plastikkleidung haben. Wir persönlich tragen, bis auf wenige Ausnahmen, seit Jahren nur Baumwoll- oder Leinenkleidung.

LG
Barbabietola
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Mitglied seit 10.04.2006
53.433 Beiträge (ø10,26/Tag)

Hallo,
wie engmaschig sind diese Beuel denn überhaupt?

Wenn ich Wasch Säckchen für feine, zarte Wäsche ( BH , Spitzenteile ) benutze, ist da nach dem öffnen kein Mikroplastik enthalten.


Es gibt schon Ansatzpunkte wegen Mikroplastik. Hoffe die werden auch Standard.

Es wird gefordert das die Firmen bei ihren industrielle Vorwäschen mit Filtersystemen für die neu hergestellte Kleidung arbeiten sollen.
Waschmaschinen Hersteller sollen Filter System in ihren Maschinen einbauen. Was technisch möglich ist.

Kläranlagen umgerüstet können werden um die Partikel heraus zu filtern. Wäre auch machbar.


Zudem, muss denn jeder Modetrend mitgemacht werden ein immer stärkerer Konsum sein? Wie oft wird Kleidung nach kurzem tragen bereits wieder entsorgt?



Nur was machen gegen Reifenabrieb, mit fast 30% , oder den Feinstaub mit fast 25% die ebenfalls hohe Mengen an Mikroplastik frei setzen?
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Mitglied seit 28.09.2011
3.824 Beiträge (ø1,19/Tag)

@Karrierefrau, ach so den Inhalt soll man wegschmeissen.😬 Dann habe ich falsch verstanden. Ich frage mich dann, ob das Mikroplastik, dass ja recht fein rauskommt, aus dem Beutel leicht zu entfernen ist und Rückstände eh auch noch an der gewaschenen Kleidung haften.

Ich habe diese Beutel noch nie gesehen. Muss ich mal darauf achten.
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Mitglied seit 10.04.2006
53.433 Beiträge (ø10,26/Tag)

Leider ist das ersetzen der synthetische Fasern durch Naturfasern keine Lösung. Da zum einen der Bedarf damit nicht gedeckt werden kann, zum anderen weil es die Umwelt nicht zu knapp belastet.

Baumwolle die konventionell angebaut wird, hat einen extrem hohen Wasserverbrauch und es werden Unmengen an Pestizide eingesetzt, um den Ertrag zu erhöhen.
Diese Pestizide schädigen unsere Umwelt, vor allem aber unsere Gesundheit.
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Mitglied seit 03.04.2007
43.981 Beiträge (ø9,07/Tag)

Moin,

ich halte überhaupt nichts davon und halte das nur für eine neue Marketingmasche.

Man sollte lieber darauf hinwirken, das Verhalten zu ändern, sich für jede Saison mehrfach neu einzukleiden.🤓

VG Čiperine
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Mitglied seit 03.11.2019
687 Beiträge (ø2,69/Tag)

Zitat von katir am 22.02.2020 um 11:25 Uhr

„Leider ist das ersetzen der synthetische Fasern durch Naturfasern keine Lösung. Da zum einen der Bedarf damit nicht gedeckt werden kann, zum anderen weil es die Umwelt nicht zu knapp belastet.

Baumwolle die konventionell angebaut wird, hat einen extrem hohen Wasserverbrauch und es werden Unmengen an Pestizide eingesetzt, um den Ertrag zu erhöhen.
Diese Pestizide schädigen unsere Umwelt, vor allem aber unsere Gesundheit.“




Stimmt leider nur zu genau. Also sollte man sich überlegen, ob eine Bluse/Hemd oder T-Shirt wirklich schon nach einer Saison entsorgt werden oder jeder Modentrend wirklich mitgemacht werden muss.
Das mag jetzt vielleicht geizig klingen, aber ich habe in meinem Schrank Blusen und T-Shirts, die bestimmt schon mehr als zehn Jahre alt und zeitlos sind. Auch die Hemden von meinem Mann haben ettliche Jahre auf dem Buckel. Aber solange sie nicht zerschlissen sind oder so dünn, dass sie in Fetzen aus der Waschmaschine kommen, werden sie auch getragen.

LG
Barbabietola
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Mitglied seit 26.07.2004
2.322 Beiträge (ø0,4/Tag)

Auch ich kaufe so ein, dass mir meine Kleidung vom Stil, Farben und Material um viel mehr als eine Saison halten, nämlich einige Jahre bzw. so lange, bis die Kleidung wirklich nicht mehr ansehlich, tragbar,... ist.
Erst dann wird sie entsorgt.
Ich bin auch Second Hand Kleidung nicht abgeneigt, wenn es schlichte Stücke sind, die ich jahrelang tragen kann.
Trotz allem achte ich auf Naturfasern, die mag ich eben am liebsten und lieber einen BW Pulli als mehrere Kunstfaser Teile im Schrank, egal was die Ökobilanz dazu sagt!
Irgendwas anziehen muss ich ja...🤔😈

LG Rosenblatt
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Mitglied seit 23.06.2010
991 Beiträge (ø0,27/Tag)

Danke für eure Meinungen
Das meiste deckt sich mit meiner, dass es Geldmacherei ist.

Aber eins kann ich so nicht stehen lassen.
Sportklamotten ( und ich mache jede Woche mindestens 5x Sport) habe ich noch nie aus Naturfaser gesehen, die auch die Funktion so erfüllen, wie es beim Sport sein soll

Und die Argumentation, dass man Kleidung jahrelang tragen soll, um so das Mikroplastik in den Meeren zu vermeiden, zieht zumindest in diesem Kontext nicht
Auch ältere Kleidung muss man waschen und ich kenne noch keine Studie, dass sich beim xx-ten Waschgang nichts mehr rauslöst

Die "böse" Fleecejacke passt zumindest in einer Größe für Erwachsene nicht in ein 30x50 cm großes Säckchen

Das mit den Kläranlagen gefällt mir als Lösung hingegen gut
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Mitglied seit 25.01.2006
10.909 Beiträge (ø2,06/Tag)

Die Pestizide des Baumwollanbaus belasten nicht unsere Gesundheit. Sie belasten die Gesundheit der Menschen in den Anbauländern, was wir praktischerweise nicht merken, ist ja weit weg.

Das Beste, was man tun kann, ist, nicht so viele Kleidung zu kaufen und die dann nicht so häufig zu waschen, wie derzeit üblich.
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Mitglied seit 23.06.2010
991 Beiträge (ø0,27/Tag)

Erzett, wenn ich von meiner Joggingrunde oder von meinem Laufband komme, möchte ich meine Sportsachen schon bitte waschen dürfen

Und ich denke auch, die Kollegen im Büro freuen sich, wenn das Hemd/die Bluse nicht müffeln und einem die Luft im Besprechungszimmer weg bleibt

Allerdings muss ich sagen, dass ich meinen Kaschmirpullover, den ich mir im Herbst gekauft hab, bislang nur einmal gewaschen habe.
Da reicht tatsächlich nach jedem Tragen gründliches Lüften
Hoffentlich kommt jetzt nicht gleich der kollektive Aufschrei, wie kann man den nur Kaschmir kaufen....

Aber wir schweifen vom Thema ab.....es ging darum, ob ( wenn überhaupt) Mikroplastik aus der Kleidung rausgewaschen wird ( und nach wie vielen Wäschen das der Fall ist) und ob das das angepriesene Säckchen Abhilfe schafft
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Mitglied seit 15.03.2002
43.855 Beiträge (ø6,55/Tag)

Einfach nackig rumlaufen !
Das härtet ab und es muss auch nix mehr gewaschen werden.11.11.11:11
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