Interessantes zum MHD


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Diesen Artikel habe ich gerade gefunden:

http://www.ngz-online.de/public/article/nachrichten/wissenschaft/raetsel/34251


Grüße
Rosine
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...und weil Texte aus dem Netz ab und an verschwinden, habe ich den text einfach mal kopiert. Martin, Alex: falls das falsch gewesen sein sollte, löscht mein Posting doch bitte.

LG Zottel

P.S.: für mich war MHD bisher immer Mittelhochdeutsch!


Was verrät das Haltbarkeitsdatum von Lebensmitteln?

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veröffentlicht: 20.01.04 -12:26 Uhr


Wie ganau wird das Haltbarkeitsdatum von Lebensmiteln festgelegt? Foto: AP
Düsseldorf (RP). Wie wird eigentlich das Mindesthaltbarkeitsdatum von Lebensmitteln festgelegt? Und warum dürfen abgelaufene Produkte sogar ohne besonderen Hinweis weiter verkauft werden?
Die Kennzeichnung von verpackten Lebensmitteln ist europaweit einheitlich geregelt. Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) informiert darüber, wie lange ein Lebensmittel bei angemessener Lagerung seine Eigenschaften (Geschmack, Geruch, Form, Textur, Frische, erwünschte Mikroorganismen, usw.) behält.

Lässt sich die Mindesthaltbarkeit nur bei bestimmten Temperaturen oder dergleichen gewährleisten, muss auch darauf hingewiesen werden (etwa \"trocken lagern\").


Wissen kompakt


Der Hersteller legt das MHD fest. Da die Haltbarkeit von verschiedenen Faktoren abhängt (Rohstoffe, Herstellungsverfahren, Verpackung), muss er durch Lagerversuche herausfinden, wie lange sich sein Produkt hält. Ist das MHD abgelaufen, bedeutet das aber nicht, dass die Nahrung nun verdorben ist und nicht mehr verkauft werden darf.

Nach Ablauf des MHD ist der Hersteller lediglich aus der Pflicht entlassen, für die ausgelobte Qualität seines Erzeugnisses zu bürgen. Hat er beispielsweise einen Vitamingehalt angegeben, darf dieser vor Ablauf des MHD nicht unterschritten werden, nach Ablauf schon.

Darum dürfen Produkte mit abgelaufenem MHD verkauft werden. Der Verkäufer muss nicht einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass das MHD überschritten ist. Das Lebensmittelrecht geht hier vom mündigen Verbraucher aus, der die MHD-Definition kennt - auch wenn die Praxis zeigt, dass dies beim Großteil der Verbraucher nicht der Fall ist.

Das MHD gilt nur für ungeöffnete Originalverpackungen. Einmal aufgemacht, gelangen Sauerstoff, Feuchtigkeit und Mikroorganismen hinein und verursachen bzw. beschleunigen den Verderb. Das MHD dient dann nur noch der Orientierung, gilt aber nicht mehr als eine Art Garantie.

Einige Lebensmittel bedürfen keines MHDs, etwa frisches Obst und Gemüse, Getränke mit einem Alkoholgehalt ab zehn Volumenprozent, Speiseeis in Portionspackungen und Kaugummi.

Bei sehr leicht verderblichen Lebensmitteln, die schon nach kurzer Zeit die Gesundheit gefährden, da in ihnen Mikroorganismen besonders gut wachsen, ist anstelle des Mindesthaltbarkeitsdatums das Verbrauchsdatum angegeben.

Dazu zählen Frischgeflügel und Hackfleisch. Lebensmittel mit abgelaufenem Verbrauchsdatum dürfen nicht mehr verkauft, verschenkt oder sonstwie unter die Leute gebracht werden. Wer dagegen verstößt, dem drohen empfindliche Strafen. Fällt Ihnen dennoch ein solches Nahrungsmittel in die Hände, gilt: nicht essen - wegwerfen.

Autor: Dr. Dieter Thierbach
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2.612 Beiträge (ø0,44/Tag)

Hallo,

nachdem ich meine Vermarktungsregeln für Eier heute schon nicht im Supermarkt anbringen konnte, steuere ich sie hier auch gleich nochmal bei:

Vermarktungsregeln
Die \"Hühnereier-Verordnung\" zum Schutz des Verbrauchers vor Salmonellen-Infektionen schreibt vor, dass Hühnereier innerhalb von höchstens 21 Tagen nach dem Legen an den Verbraucher abzugeben sind. Während des Transports und der Lagerung müssen Eier vor nachteiligen Beeinflussungen, zum Beispiel vor Verunreinigungen, vor Feuchtigkeit, vor direkter Sonneneinwirkung, vor starken Temperaturschwankungen geschützt werden. Ab dem 18.Tag nach dem Legen ist eine Kühltemperatur zwischen +5°C und +8°C einzuhalten.

Hühnereier müssen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) gekennzeichnet sein, wobei das äußerste MHD die Frist von 28 Tagen nach dem Legen nicht überschreiten darf. Es muß deutlich sichtbar auf der Verpackung angebracht sein. Pflicht ist auch der Verbraucherhinweis \"Bei Kühlschranktemperatur aufbewahren - nach Ablauf des MHD durcherhitzen\". Bei Hühnereiern, die lose im Einzelhandel oder vom Erzeuger ab Hof, auf dem Wochenmarkt oder an der Tür verkauft werden, müssen die entsprechenden Angaben auf einem Schild oder einem Begleitzettel angegeben sein.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum stellt übrigens kein Verfallsdatum dar. Auch nach seinem Ablauf können die Eier noch verwendet werden, wenn sie auf über +70°C im Kern (mindestens zehn Minuten lang) durcherhitzt werden.

Ab dem 22.Tag nach dem Legen dürfen Eier nicht mehr an den Verbraucher, sondern nur noch an zugelassene Betriebe, die Eierprodukte herstellen oder an die Non-food-Industrie abgegeben werden.
Eier mit dem Herkunfts- und Qualitätszeichen Baden-Württemberg dürfen nur bis zum 12. Tag nach dem Legen als solche gekennzeichnet werden.


Eialter / Tage nach dem Legen
.Tag: Legedatum
9.Tag: bis hier ist die Banderole\"EXTRA\" erlaubt
12. Tag bis hier Kennzeichnung mit dem Herkunfts- und Qualitätszeichen Baden-Württemberg möglich
18.Tag: ab hier Kühlung im Handel erforderlich
22.Tag: ab hier Abgabe an Verbraucher nicht mehr erlaubt
28.Tag: Mindesthaltbarkeitsdatum

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Liebe Grüße

Apo, die immer noch nicht einsieht, Geld für Lebensmittel zu bezahlen, die schon lange aus dem heimischen Kühlschrank entsorgt worden wären, vielleicht aber auch nur zu empfindlich ist Lachen
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