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Erstes Mal geblitzt bei roter Ampel - gleich Fahrtenbuch - Verhältnismäßigkeit????

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Mitglied seit 01.08.2005
23 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo allerseits,

mein Auto ist vor einiger Zeit bei roter Ampel geblitzt worden. Auf dem Foto war niemand zu erkennen und ich habe die Aussage verweigert um weder mich, noch Familienmitglieder zu belasten. Ich habe keinen einzigen Punkt in Flensburg und in der Mitteilung über das Fahrtenbuch steht drin, dass ich 80 Euro und 3 Punkte in Flensburg bekommen hätte, wenn ich den Verstoß zugegeben hätte. Nun soll ich ein Jahr einFahrtenbuch führen und ca. 95 € an Gebühren bezahlen. Nun die Frage an euch: findet ihr, dass die Verhältnismäßigkeit da gewahrt wird?

Wenn ich nun ein ganz schlimmer Finger wäre und ich weiß nicht wieviel Punkte in Flensburg hätte, dann könnte ich es ja verstehen.

So sehe ich die Sache so, dass die Komune versucht Geld zu machen - hätten sie das Verfahren eingestellt hätten sie keine 95 € bekommen!

Wie seht ihr das? Freue mich auf eure Antworten.

Liebe Grüße
Nostra
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Mitglied seit 17.12.2008
1.863 Beiträge (ø0,51/Tag)

Hallo Nostra,

ich gehe mal davon aus, das du weißt, wer den Wagen gefahren hat, als es geblitzt hat?

Wenn ja, hat der Fahrer die Strafe verdient.

Wenn du, nur wegen dem glücklichen Zufalls der nicht-Erkennbarkeit versuchst, um die reguläre Strafe und um die Punkte drumrum zu kommen, dann finde ich die Auflage des Fahrtenbuch-führens sowie die Gebühren rechtens.

Klar kann es passieren, dass man eine rote Ampel überfährt, aber es ist nunmal eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer/Fußgänger, und ich finde die Maßregelung in Ordnung.

Gruß vom Chris
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Mitglied seit 03.04.2007
39.585 Beiträge (ø9,26/Tag)

Hallo,
Bist Du denn selber gefahren?
Wenn nicht, hätte der Fahrer so ehrlich sein sollen und sich angeben.
Wenn Du die Aussage nicht verweigert hättest, wäre auch der Ärger nicht so groß.
Wenn man etwas anstellt und nicht dafür gerade stehen will, muss man auch die Folgen in Kauf nehmen.

Es ist rechtens, dass Du nun ein Fahrtenbuch führen musst. Kannst Du alles nachlesen.
Und bedenke bitte, was Schlimmes passieren kann, wenn man bei Rot über eine Ampel fährt, sei froh, dass es keinen materiellen und , noch schlimmer Personenschaden gegeben hat.
da kommst Du noch gut weg dabei.
Von Abzocke kann überhaupt keine Rede sein. Würdet Du lieber ein leben lang für Folgekosten von Schwerverletzten aufkommen?
LG Ciperine
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 19.06.2009
4.615 Beiträge (ø1,33/Tag)

Hallo,

Du bist der Halter, Du verweigerst die Aussage.
Da ist das Fahrtenbuch angemessen, schließlich bist Du als Halter dafür verantwortlich, dass der Wagen verkehrssicher - im doppelten Sinne - bewegt wird. Da Du das nicht getan hast/tun wolltest, zwingt man Dich jetzt dazu.
ESCH
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Mitglied seit 07.09.2007
613 Beiträge (ø0,15/Tag)

Ich finde es richtig, dass Du nun ein Fahrtenbuch führen mußt. Das Überfahren einer roten Ampel ist nunmal ein Verstoß gegen die Verkehrsregeln. Wenn Du die Aussage verweigerst und somit verhinderst, dass derjenige gefunden wird, der zu der Zeit Dein Auto gefahren hat, ist es in meinen Augen TOTAL RICHTIG, dass es Dir nun vorgeschrieben wird. Die wollen sicher verhindern, dass Dir erneut entfällt, wem Du zu gewissen Zeiten Dein Auto gibst.

...sorry für meine so ehrliche Meinung. Küsschen
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Mitglied seit 21.07.2003
30.922 Beiträge (ø5,5/Tag)

hallo

es ist rechtens, sorry.

stell dir vor du, oder derjenige der gefahren ist, hätte einen Menschen angefahren.... was dann???
oder anders herum ein anderen hätte deine Tochter zum Krüppel gefahren, "nur" weil er bei Rot über die Ampel fuhr, dann würdest du wehement für eine harte Strafe eintreten.

LG

Angelika
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Mitglied seit 01.08.2005
23 Beiträge (ø0/Tag)

Danke für eure ehrlichen Antworten. Das mit dem"Wer gefahren ist" ist ein bischen komplizierter. Wenn ich gewusst hätte, dass es 80 Euro sind und 3 Punkte, dann hätte ich den Verstoß ja auch einfach zugeben können, aber es hätte ja auch der Führerschein weg sein können!

Grüße Nostra
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 15.08.2007
15.163 Beiträge (ø3,66/Tag)

Hallo,

dumm gelaufen, aber leider selber schuld! Mit deinem Fahrzeug wurde ein erheblicher Verkehrsverstoß begangen. Obendrein hast du nicht genügend an der Aufklärung mitgewirkt. Das ist alles rechtens. Vielleicht hättest du besser mal vorher gegoogelt.

lg
Salvy

Liebe Grüße
Salvy

"Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen." (J.W.v.Goethe)
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 08.06.2004
1.997 Beiträge (ø0,38/Tag)

Nostra,

warum hätte die Kommune das Verfahren einstellen sollen? Weil Du die Aufklärung behinderst?

Wenn man also weiß, dass die Strafe geringer ist, dann kann man zugeben wer gefahren ist? Was würdest Du denn bei einem Unfall mit Personenschaden machen? Fahrerflucht? Weil es könnte ja der Führerschein weg sein?

Das Fahrtenbuch ist schon ok und die Gebühr auch. Das ist keine Abzocke sondern die normale Strafe plus die Verwaltungskosten für die aufwändigere Bearbeitung! Hoffentlich ist das ganze jetzt ein Ansporn auf Verkehrsregeln zu achten.
Ampeln springen nicht von grün nach rot, dazwischen erfolgt immer eine deutliche Gelbphase. Rote Ampel kostet halt nunmal drei bis vier Punkte und ab 90 Euro abhängig von der Dauer der Rotphase. So ist der Bussgeldkatalog . Also hast Du eh noch Glück gehabt, dass da nicht noch Fussgänger gefährdet wurden.

Grüße
Angelika
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Mitglied seit 14.08.2007
11.374 Beiträge (ø2,75/Tag)

Hallo Nostra,

Du bist doch schriftlich zu der Sache angehört worden. Das war der Punkt, an dem Du die Aussage verweigert hast. Zu einer Anhörung gehört ein Tatvorwurf -also stand in dem Schreiben schon drin, was Dich erwartet! Du HAST es also vorher gewusst, da brauchst Du Dich jetzt nicht rausreden.

LG, Moscha
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Mitglied seit 26.05.2004
5.180 Beiträge (ø0,97/Tag)

Hallo Nostra,

lass dich von den ganzen Moralaposteln nicht ins Bockshorn jagen. Wo steht denn, dass du zur Tataufklärung beitragen musst????????Dir muss nachgewiesen werden, dass du die dir vorgeworfene Tat begangen hast. Und wenn das auf dem Foto nicht zuerkennen ist, Pech gehabt. Die AUferlegung eines Fahrtenbuchs erscheint mir beim ersten Mal auch unverhältnismässig. Vielleicht solltest du anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen, um die Rechtmässigkeit der Massnahme prüfen zu lassen. Oder frag mal beim ADAC nach oder falls du kein Mitglied bist, kennste vielleicht jemand, der das ist. Da wirst du auf jeden Fall fundiertere Auskünfte bekommen als hier.




Alaaf 11.11.11:11

Paul


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Ubi bene, ibi Paulus
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Mitglied seit 17.12.2008
1.863 Beiträge (ø0,51/Tag)

Moralapostel oder nicht:

Natürlich muß Nostra NICHT zur Tataufklärung beitreigen - dafür zahlt er dann halt mehr, und schon passt es wieder Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Anwalt einschalten ist ein guter Tipp. Wird unter Umständen am Ende noch teurer. Passt dann noch besser.

Wenn man was verbockt hat, sollte man auch die Folgen akzeptieren ohne zu jammern.

Meine Meinung dazu, und da lasse ich mich auch gern einen Moralapostel schimpfen.

Gruß vom Chris

(Der übrigens auch schon mal eine rote Ampel überfahren hat, drei Punkte und -damals- 75 Euro incl. Bearbeitungsgebühr, dafür gezahlt hat, und das als gerecht empfunden hat, weil der Fehler bei mir lag)
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Mitglied seit 13.03.2007
2.179 Beiträge (ø0,51/Tag)

Ich stimme den anderen voll zu.....ich würde bezahlen und Fahrtenbuch führen und aus die Maus. Denn je mehr du dich nun aufregst ob es "rechtens" ist oder nicht und wenn du nun das alles noch offiziell machen möchtest mit Anwalt und so umso mehr kostet das, ist doch logisch.....


Und ich gebe chris recht....je mehr man einspannt umso teurer wird es....
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Mitglied seit 14.08.2007
11.374 Beiträge (ø2,75/Tag)

Paul, die Maßnahme wird mit Sicherheit als rechtmäßig durchgehen. Die Möglichkeit des Fahrtenbuchs ist ja schließlich schon ab dem ersten Verstoß verankert, also warum sollte da ein Gericht dagegen entscheiden? Dann könnte man den Passus ja gleich löschen. Es kommt ja auch auf die Schwere des Verstoßes an. Bei 10 km/h zu schnell wäre es sicher ohne Fahrtenbuch ausgegangen.

Das Verfahren wegen der VOWi musste ja offenbar eingestellt werden, weil kein Nachweis geführt werden konnte. Der TE hat also gewonnen. Und hinterher verloren, denn das Fahrtenbuch ist ja keine Strafe. Klassischer Fall von P.E. Gespielt und verloren. Und das Risiko für ein Fahrtenbuch war bekannt.

Aber klar, Anwalt fragen kost ja oft nix.
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Mitglied seit 25.01.2005
30.227 Beiträge (ø5,96/Tag)

Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen @ B..hund,was hat das mit fundierten Auskünften zu tun? Sicher nicht!

gefragt war nach "wie seht ihr das?"

<<Wenn ich gewusst hätte, dass es 80 Euro sind und 3 Punkte, dann hätte ich den Verstoß ja auch einfach zugeben können>> das weiß man spätestens aus dem Anhörungsbogen. Was denn nun?


so seh ich das, xantula
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