Rotwein temperieren im Sommer ....

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Mitglied seit 23.04.2004
1.575 Beiträge (ø0,26/Tag)

Liebe Weinfreunde,

wir trinken hauptsächlich Weißwein - Göga ausschließlich, ich trinke jedoch auch gerne mal einen Roten. Im Sommer tut sich jetzt folgendes Problem auf: Unsere Weine lagern in der (autofreien) Tiefgarage. Da ist der Rotwein auch im Sommer mit ca. 18° richtig temperiert. Da ich nur eine halbe Flasche am Abend \"schaffe\", vertage ich die andere Hälfte auf den nächsten oder übernächsten Tag. Jetzt könnte ich die angebrochene Flasche natürlich wieder in den Keller tragen, aaaber wir wohnen unter Dach, im 4. OG ohne Aufzug, und zu später Stunde habe ich keine Lust mich durch ein heißes Treppenhaus zu schleppen. Die Flaschen stelle ich deshalb in den Kühlschrank. Diese Lösung gefällt mir aber nicht wirklich; denn unser Kühli ist sehr kalt eingestellt. Das heißt ich müsste den Wein rechtzeitig vorher herausnehmen. Oft entscheide ich auch sehr spontan ob rot oder weiß. In unserer Wohnung ist es an heißen Tagen mindestens 25° warm. Ich kann den Wein auch im Raum stehen lassen und dann im Sektkühler runterkühlen. Macht das mehr Sinn? Ich trinke hauptsächlich Passetoutgrain und Pinot Noir aus der Bourgogne oder eine einfachen aber schönen Bio-Chianti. Hat jemand noch eine Idee - außer Temperierschrank natürlich?

LG
Christina
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Mitglied seit 26.09.2002
1.732 Beiträge (ø0,27/Tag)

Hallo Christina

wenn ich im Sommer Rotwein trinke,dann eh immer leichteren und den kann man ruhig bei ca. 14° trinken, ich stelle die angebrochene Flasche auch in den Kühlschrank, wenn Du den dann in ein Glas gießt und etwas abwartest, wird er bei den Temperaturen relativ schnell wärmer

oder Du musst wirklich die Flasche vorher rausnehmen und wieder was Temperatur annehmen lassen

wobei Pinot Noir, da finde ich 14° schon zu kalt

lg
Monika

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Mitglied seit 17.01.2002
43.740 Beiträge (ø6,45/Tag)

Das Problem habe ich teilweise auch, weil in unserem Weintemperierschrank können Flaschen nur liegend gelagert werden und das ist bei angebrochenen Flaschen auch nicht wirklich machbar.

Wir haben überall im Haus Steinfußboden, der einigermaßen kühl ist. In einer \"besonders\" Na! kühlen Ecke steht eine sog. Brique, ein Tongefäß, dass man gut einfeuchtet und das hält dann die Temperatur recht zuverlässig, die feuchte ich abends mit sehr kühlem Wasser ein, stelle die angebrochene Flasche rein und am anderen Tag habe ich leidlich temperierten Wein. Das ist zwar nur eine \"Krücke\", aber es hält den Wein bei 18 - 20°.

Eher einfache Weine stelle ich dann trotzdem einfach in den Kühlschrank, denn warm werden sie recht schnell, ggf. einfach 10 oder 20 min. warten. Die Kühlmanschette ist auch keine schlechte Idee.

Das Beste ist natürlich, Du suchst Dir noch einen Mittrinker für die zweite Hälfte der Flasche und genießt am nächsten Tag wieder eine \"frische\" Flasche Wein Na!.


best
susa


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Rotwein temperieren Sommer 2123722506

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Mitglied seit 23.04.2004
1.575 Beiträge (ø0,26/Tag)

Hallo Monika,

danke für deine Antwort. Na ja, ich werde demnächst mal die Eiskübelmethode testen. Ich hoffe, es hat noch jemand Erfahrungen mit diesem Problem.

Hoffnungsvoll
Christina
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Mitglied seit 23.04.2004
1.575 Beiträge (ø0,26/Tag)

Hallo susa,

das mit dem Mittrinker muss ich Göga, der standhaft Rotwein verweigert, schmackhaft machen; ich denke da an was Jüngeres, sehr Knackiges ... .... Die Tonkühlermethode werde ich ausprobieren. Wir haben Fliesenboden und der ist eigentlich auch recht kühl. Ich hoffe nur, dass ich nicht alle (drei geschenkte) Tonkühler in Ferienhäuser verschleppt habe. Vielen Dank für den Tipp.

LG
Christina
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Mitglied seit 16.09.2004
2.777 Beiträge (ø0,48/Tag)



Hallo Christina,

bei vielen Burgundern, egal ob klein oder groß, ob Spät- oder Früh-, ob deutsch oder französisch oder italienisch, gerade bei Burgundern hab ich mit der Über-Nacht in den Kühlschrank-Methode schon schlechte Erfahrungen gemacht.

Ich habe den Eindruck als ob die Burgunder Kühlschranktemperaturen nicht sonderlich mögen. Außerdem scheint es mir, dass es den Weinen besser bekommt auf Trinktemperatur heruntergekühlt zu werden, als sich auf Trinktemperatur zu erwärmen. Bei letzterer Methode bleiben sie imho auch nach Erreichen der richtigen Temperatur noch lange Zeit verschlossen und manchmal regelrecht metallisch. Das legt sich erst nach einiger Zeit bei Trinktemperatur.

Ich lasse die Burgunder eher bei Zimmertemperatur stehen (höchstens aber für eine Nacht!) und stelle sie dann vor dem Trinken am nächsten Abend kurz in den Kühlschrank oder stülpe die Kühlmanschette drüber.

Für solch elegante Weine ist es vielleicht besser sie nur von max 25 Grad auf 18 Grad zu kühlen, als brachial von 25 auf 4 Grad zu kühlen und ein paar Stundenspäter wieder auf 18 Grad zu erwärmen. Bei den burschikoseren Bordeaux Na! ist das vielleicht anders.

Viele Grüße
Matthias

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Mitglied seit 23.04.2004
1.575 Beiträge (ø0,26/Tag)

Hallo Matthias,

da hast du recht. Diese Erfahrung habe ich auch gemacht, bei meinem Chianti war das nicht der Fall. Diese Saison habe ich noch keinen Burgunder kalt gemacht. Ich werde also die Methode \"nurleichterkältet\" wählen, wenn ich keinen Tonkühler mehr finde für die susa-Methode. Vielen Dank und lg
Christina
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Mitglied seit 24.08.2004
708 Beiträge (ø0,12/Tag)

elegante Burgunder und burschikose Bordeaux....das gefällt mir Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

lg Mathias, der noch den rassigen Rheingauer hinzufügt
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Mitglied seit 17.01.2002
43.740 Beiträge (ø6,45/Tag)

-----schnipp-----
Diese Saison habe ich noch keinen Burgunder kalt gemacht.
-----schnapp-----

Da geht aber sicher ein Aufatmen durch die burgundische Bevölkerung Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

best
susa


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Rotwein temperieren Sommer 3658867527

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Mitglied seit 23.04.2004
1.575 Beiträge (ø0,26/Tag)

Lachen Lachen Lachen Lachen
Jaja, die haben richtig Glück, die Burgunder ...
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Mitglied seit 26.09.2002
1.732 Beiträge (ø0,27/Tag)

@Matthias

danke für Deinen Hinweis mit den Burgundern, jetzt, wo ich es lese, denke ich, Du hast recht, meine grauen Zellen können sich da etwas erinnern, werde also keinen Burgunder mehr im Kühlschrank übernachten lassen, dann trag ich ihn lieber wieder in den Keller Lachen

ich mache das auch nur im Sommer und meist auch nur mit den leichten Rotweinen

lg
Monika

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Mitglied seit 17.01.2002
7.488 Beiträge (ø1,1/Tag)

deshalb entscheide ich mich bei 30° im Schatten wie sie zur Zeit hier herrschen für einen Rosé, gestern zum genialen Nudelsalat gabe es einen Schilcher Klassik von Lazarus St. Stafan/Stainz.
Der 2004er ist herrlich fruchtig, frisch mit angenehmer Säure, sehr trocken gerade richtig für diese heißen Tage.

Ansonsten kommt mein Roter auch schon mal in den Kühlschrank, oder ich hole ihn erst kurz vor dem Essen aus dem Keller, denn z. Zt. trinken wir eher die leichten Rotweine die keine langen Lüftungszeitehen benötigen.
Gruß grappola
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Mitglied seit 17.01.2002
7.488 Beiträge (ø1,1/Tag)

ja die Hitze , man streiche ein e bei gabe und gebe es ananstelle des a zu St. Stefan Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen.
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Mitglied seit 14.05.2004
3.917 Beiträge (ø0,66/Tag)

Genau ... mhmmmh hmmhmhmmmmhhh so klammert man sich des abends an ein Glas gutgekühlten Rosés - nicht zu voll, bei 30° um 23.00 schenk ich nur extrem wenig ein, denn im Nu ist das auch schon wieder p...warm Was denn nun?

LG
Clarissa
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Mitglied seit 23.04.2004
1.575 Beiträge (ø0,26/Tag)

Ach ja, Rosé. Das isses Vorschlag / Idee Ich verbringe meine Mittagspause beim Weinhändler gegenüber .... Vielen Dank an alle für die Tipps und Ideen.

LG
Christina
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