Roh versus gekocht.


Mitglied seit 28.04.2007
2 Beiträge (ø0/Tag)

Liebe ChefköchInnen!

Ich hätte so gerne mal eine Basis-Einsicht in den gesundheitlichen Unterschied zwischen roher und gekochter Nahrung. Was man im web so findet, hat leider einen hohen ideologischen (klugsch***) Gehalt. Was verpasse ich wenn ich meinen Brokkoli koche statt ihn zum smoothie zu mixen? Kann eine Suppe die 3 Stunden zieht überhaupt noch was gesundheitlich Wertvolles enthalten? Bleiben Eiweiße wie Fleisch und Fisch gleich nahrhaft egal wie lange sie erhitzt werden? Elementarisches also.... Gibt es zu diesem Thema eine gute Einführung? Schönen dank im Voraus!

Schönen Gruß vom Nordseestrand,

Arend.
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Mitglied seit 03.06.2007
19.117 Beiträge (ø4,23/Tag)

Hallo,

es gibt bestimmte Bestandteile der Nahrung, die besser aus gekochten Nahrungsmitteln aufgenommen werden. Dazu gehört z.B. das ß-Carotin (eine Vitamin A Vorstufe) die z.B. besser aus gekochten als aus rohen Möhren aufgenommen werden kann.
Das gleiche gilt für Licopin aus Tomaten.

Auch viele Eiweiße/Proteine sind für unseren Körper besser verwertbar, wenn sie deanturiert werden. Dies geschieht in der Regel durch ERwärmen/ERhitzen. Hierbei ist wieder zu beachten, wie der Körper dann die Proteine aufnehmen kann:
ein wachsweiches Ei ist sehr leicht verdaulich, ein 10 min gekochtes Ei leigt manchem eventuell wie ein Stein im Magen, da nur schwer verdaulich.
Ein Suppe bzw Fleisch in einer Suppe 3 Stunden gesimmert ist sicher eher gut verdaulich und vom Eiweißgehalt und für den Eiweißbedarf gerade bei empfinglichen Mägen besser als ein 3 Minuten scharf gebratenes Steak.

Man muss immer noch berücksichtigen, was wer wie verträgt und verdauen kann. Da gibt es sicher individuell sehr groeß Unterschiede.
Auch wenn der Vitamin C-Gehalt einer rohen Paprika um ein vielfaches höher ist als der einer gekochten, wenn ich rohe nicht vertrage und davon Bauchschmerzen bekomme, dann ist sie für mich im gekochten Zustand allemal wertvoller.

Erhitzen dient zum weiteren zum Abtöten bestimmter Krankheitserreger oder auch Zerstörung toxischer Stoffe in den Nahrungsmitteln.

Als Faustformel kann man sagen: halb roh, halb gegart, dann bekommt man alles, was man braucht! Die Mischung machts!

LG Anne

Es wird ein guter Braten gerechnet zu den guten Taten - Wilhelm Busch
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Mitglied seit 24.07.2012
2.452 Beiträge (ø0,93/Tag)

und einiges ist auch erst verträglich, wenn mans kocht: kartoffeln, auberginen, reis... bei den meisten gemüsesachen ist es allerdings am besten, wenn man sie möglichst wenig verarbeitet, weil durch verarbeitung, v.a. durchs kochen, die nährstoffe zerstört werden.
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Mitglied seit 08.10.2012
1.016 Beiträge (ø0,4/Tag)

Hallo zusammen,

das ist ein interessantes Thema! Viele rohe Nahrungsmittel verursachen bei mir leider Sodbrennen.
Wie ist das mit Hülsenfrüchten, z.B. Linsen, Erbsen, die man ja einige Zeit kochen muss, wie nährstoffreich sind die dann noch? Weiterhin Obst: Wie lang müssen die Pausen bis zur nächsten Mahlzeit sein, damit alle Vitamine und Nährstoffe aufgenommen werden können? Kaffee und Co. sind ja Mineralstoffräuber, und es gibt ja auch so fiese Fallen wie die Eisenaufnahme in Verbindung mit eiweißhaltigen Lebensmitteln.
Vielleicht weiß darüber ja noch jemand mehr zu berichten.

@Anne-Isabell, an der Stelle mal ein dickes Danke für deine fundierten Ratschläge!

Liebe Grüße
Gabi
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