Suche Infos zur Trauben- u. Speierling-Marmelade

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Mitglied seit 06.07.2010
155 Beiträge (ø0,05/Tag)

Hallo Community,

wer hat Erfahrung mit der Verarbeitung von Weintrauben (Garten) und Speierling (wild)?
Die Trauben habe ich, wie letztes Jahr auch, dampf-entsaftet, aber dieses Mal schmeckt man extrem die Kerne (marzipan-/bittemandelähnlich), hat jemand eine Idee, wodurch das kommt und wie man es vermeiden kann?
Und was kann man aus Speierling machen? Die haben eine sehr feste Schale und ja auch Kernchen...

Bin gespannt auf Antworten, Grüße von Nika-Ria
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Mitglied seit 06.07.2010
155 Beiträge (ø0,05/Tag)

Frage an Admin: Wieso erscheint das Wort "Erfahrung" jetzt so hervorgehoben und wenn man draufklickt, erscheint Werbung?
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Mitglied seit 03.04.2007
42.196 Beiträge (ø9,2/Tag)

Moin,

zu deinem Thema kann ich leider nichts beisteuern.

Wegen deiner letzten Frage schaust du hier. Na!

VG Čiperine
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Mitglied seit 10.04.2006
51.121 Beiträge (ø10,34/Tag)

Hallo Nika-Ria,
welche Trauben Sorte hast du denn verarbeitet?

Normalerweise schmeckt man die Kerne nur, wenn sie kaputt gegangen sind. Auch dann schmecken sie weniger nach Marzipan .


Vom Speierling gibt es Apfel und Birnenförmige Sorten mit unterschiedlichsten Geschmacksnuancen , Früchte sind erst reif sind, wenn sie braun ( morsch ) aussehen.
Speierling Früchte, sofern sie nicht selbst vom Baum gefallen sind,sollte man einfrieren , ähnlich wie Mispeln.
Sonst hinterlassen sie einen komischen , ganz pelzigen Geschmack auf der Zunge .


Man kann ein Mehlbeeren Rezept ( die gehören auch zur Familie des Sorbus wie der Speierling ) benutzen um Speierling zu verarbeiten.


1000 Gramm Mehlbeeren

500 Gramm Äpfel

500 Gramm Birnen

1000 Gramm Gelierzucker 2:1

Mehlbeeren verlesen, waschen, gut abtropfen lassen. Äpfel und Birnen in kleine Würfel schneiden. Die Hälfte des Gelierzuckers mit den Früchten mischen und 3 bis 4 Stunden stehen lassen.


Alles zusammen mit dem restlichen Gelierzucker bei kleiner Hitze und Rühren aufkochen. Nach der Gelierprobe heiß in Gläser füllen, fest verschließen und abkühlen lassen.


katir
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Mitglied seit 06.07.2010
155 Beiträge (ø0,05/Tag)

ciperine, vielen Dank für den Link, jetzt weiß ich Bescheid - finde es unmöglich, Werbung so hinterhältig einzuarbeiten, und ich bin auch enttäuscht, dass chefkoch_judith bereits am 30.8. schrieb, das sei "versehentlich" und würde "wieder eingestellt", aber es ist ja offensichtlich immer noch da.
Viele Grüße von
Nika-Ria
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Mitglied seit 06.07.2010
155 Beiträge (ø0,05/Tag)

katir, dankeschön, ich kann dir die Traubensorte leider nicht sagen, sie wurden halt mit dem Garten übernommen... zum Speierling:
Wie geht es denn nach dem Einfrieren weiter? Und bei deinem Rezept, was ist da mit den Kernchen, isst man die einfach mit, oder muss ich jeden einzelnen Speierling vorher entkernen?
Viele Grüße von
Nika-Ria
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Mitglied seit 16.10.2011
54 Beiträge (ø0,02/Tag)

Hallo Nika-Ria,
auch ich bekomme jährlich Trauben aus einem Garten geschenkt. Zum Roh essen sind sie nicht besonders geeigent wegen großer Kerne und dicker Schale.
Habe keinen Entsafter und gehe folgendermaßen vor:
Gewaschene Trauben werden in einem Topf erhitzt, bis sie platzen. Danach kommen sie in die Flotte Lotte. Das Mus koche ich dann mit Zucker auf, gebe auch Apfelpektin dazu.
Das ist wohl etwas umständlich, aber ergibt eine delikate Marmelade, die bei den Beschenkten immer gut ankommt.
LG, Lakrimosa
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Mitglied seit 06.07.2010
155 Beiträge (ø0,05/Tag)

Lakrimosa, vielen Dank, denTipp hatte ich letztes Jahr schon zum reinen Entsaften bekommen (vllt von dir?), hab ich mit einer geringen Menge dieses Jahr auch so gemacht - und das war dann der Saft, der am intensivsten nach "Bittermandel"? geschmeckt hat, dachte dann, ich hätte zu lang gekocht und dabei die Kerne "mitausgekocht", aber beim Dampfentsaften war dieser Geschmack auch da, nur nicht so intensiv.Letztes Jahr hatte ich, wenn ich mich recht erinnere, diesen Beigeschmack nicht.
Frage zur Flotten Lotte, ich kenne die nicht, was geschieht dort mit den Kernen und der Schale?

Viele Grüße von NIka-Ria.
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Mitglied seit 10.04.2006
51.121 Beiträge (ø10,34/Tag)

Nika-Ria,

Traubenkerne enthalten keine Blausäure, daher dürfte es davon denn typischen Marzipan Geruch nicht geben. Generell sind Weintraubenkerne zur Gänze unbedenklich und sehr gesund. Sie sind randvoll mit Antioxidantien, die uns vor Krebs und anderen Krankheiten schützen. Vor allem die Kerne der blauen Trauben liefern viele dieser sekundären Pflanzenstoffe.

Darüber musst du dir keine Sorgen machen.

Je länger man Trauben kocht um so intensiver wird der Geschmack und auch der Geruch und das ganz besonderes bei roten Trauben.




Bei mir kommt die Masse durch die flotte Lotte. Ein Haarsieb klappt ebenfalls gut.
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Mitglied seit 16.10.2011
54 Beiträge (ø0,02/Tag)

Nika-Ria,
mit Entsaften habe ich überhaupt keine Erfahrung. Der Marzipangeruch ist rätselhaft, denn wie Katir schon erkärt hat, enthalten Traubenkerne keine Blausäure.

Bei der Flotten Lotte bleiben die Kerne und Schalen im Sieb und werden entsorgt, ebenso wie beim Haarsieb.

LG, Lakrimosa
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Mitglied seit 06.07.2010
155 Beiträge (ø0,05/Tag)

katir, es schmeckt für mich halt so in Richtung Bittermandelaroma, das man in manche Kuchen macht und bisher dachte ich tatsächlich, dass Traubenkerne Blausäure enthalten - da war ich dann wohl falsch informiert und bedanke mich bei dir für die Richtigstellung.
Viele Grüße von
Nika-Ria
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Mitglied seit 06.07.2010
155 Beiträge (ø0,05/Tag)

Lakrimosa, auch noch mal dankeschön. Morgen versuche ich noch mal mein Glück...
Viele Grüße von
Nika-Ria
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Mitglied seit 06.07.2010
155 Beiträge (ø0,05/Tag)

Ha, stellt euch vor, ich hab sogar eine "Flotte Lotte" Lächeln Hab ich mal geerbt und lag bis gerade eben vergessen in einer Flohmarktkiste. Sie dürfte schon so ihre 50-70 Jahre auf dem Buckel haben. Weiß nicht, was für ein Material das ist - irgendwelches teils schwarz gewordenes Metall mit Holz - meint ihr die kann ich noch verwenden? Oder sind so alte Sachen nach heutigem Stand nicht lebensmittelecht?

Viele Grüße von
Nika-Ria
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Mitglied seit 06.07.2010
155 Beiträge (ø0,05/Tag)

Da noch keiner geantwortet hat, hab ich das Ding einfach mal sauber gemacht und verwendet - leider ohne Erfolg, die Trauben ließen sich damit nicht ausquetschen bzw. passieren. Mal sehn, vielleicht kauf ich mir eine neue.
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Mitglied seit 16.10.2011
54 Beiträge (ø0,02/Tag)

Hallo!
Also ich muß gestehen, da wäre ich vorsichtig. Das erinnert mich an eine Art Passiersieb aus Holz mit einem Drahtgitter, das meine Oma verwendet hat vor mehr als 60 Jahren. Es gab auch keine Kurbel dazu, sondern sie hatte ein extra Teil aus Holz, mit dem die Tomaten oder Früchte durchgedrückt wurden. Sah so ähnlich aus wie ein größeres Stopfholz für Strümpfe.
Meine "Lotte" ist aus Edelstahl, ich habe sie erst ein paar Jahre.
Deine geerbte "Flotte Lotte" würde ich, ehrlich gesagt, nicht mehr verwenden mögen.
LG, Lakrimosa
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