Gemüse "neutral" einkochen

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Mitglied seit 12.08.2019
5 Beiträge (ø0,83/Tag)

Hallo Community,

ich bin neu hier im Forum.
Ich habe einen gepachteten Gemüsegarten und unendlich viel Gemüse Lächeln.
Da meine Gefriertruhe fast voll ist, bin ich dabei mich mit "Einkochen" zu beschäftigen und lese viel im Netz.
Viele Rezepte sind mit Essig. Gerne würde ich mein Gemüse "neutral" einkochen, damit ich es dann, je nach Lust und Laune, weiterverwerten kann.
Das müsste doch mit Wasser und oder Salz? gehen? Habt ihr Erfahrung ? Auch über die Einkochzeiten? Das Gemüse kann gerne bissfest bleiben, da es ja in irgendeiner Form noch weiterverarbeitet wird. Würdet ihr das Gemüse vorher blanchieren?
Das sind für den Moment erstmal meine wichtigsten Fragen Lächeln.
Danke und LG
rimase
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Mitglied seit 10.04.2006
50.646 Beiträge (ø10,38/Tag)

Hallo,

du kannst vorgekochtes Gemüse gut einwecken.

Beispiel : Karotten, Kartoffeln , Kohlrabi bei 100 Grad dann 90 Minuten einwecken

katir
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Mitglied seit 12.08.2019
5 Beiträge (ø0,83/Tag)

Hi Katir,
wird das Gemüse dann nicht arg "matschig", wenn ich das so lange einkoche?
Kann ich das auch roh einkochen?
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Mitglied seit 10.04.2006
50.646 Beiträge (ø10,38/Tag)

Das kocht im Glas ja nicht weiter, daher wird es nicht matschig. Genau so wenig wie Obst oder Fleisch das man einweckt.
Kannst du auch an industriell hergestellter Ware feststellen, beispielsweise.

Roh sollte man kein Gemüse einwecken. Das vorkochen, blanchieren hat sich in Jahrzehnten bewährt.
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Mitglied seit 12.03.2019
60 Beiträge (ø0,38/Tag)

Hallo rimase,

meine Erfahrungen beim Gemüse einkochen sind:

Blumenkohl, Kohlrabi, Weißkohl und Wirsing werden matschig und unansehnlich. Sie sind zwar genießbar, aber ich habe andere Ansprüche an mein Essen. Sie brauchen aber die lange Einkochzeit von 90 Min., damit die Keime abgetötet werden. Daher bevorzuge ich hierfür den Gefrierschrank.

Grüne Bohnen und alle Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnenkerne, Linsen) so wie Spargel sollten sogar 120 Min. eingekocht werden.

Möhren und Kartoffeln (90 Min.) gehen gut. Ebenso Paprika.

Tomaten und Zucchini (30 Min.) werden sehr weich, eignen sich nach dem Einkochen für Suppen und Soßen.

Die Zeitangaben gelten für einen "normalen" bzw. einen WECK-Topf.
Leicht gesalzenes Wasser kannst du auf alles Gemüse geben.

Mein Tipp: koche vielleicht erst mal Obst ein (i.d. R. 30 Min. bei 90/100 Grad in Zuckerwasser). Früchte kommen roh ins Glas.

Ansonsten empfehle ich dir das WECK-Einkochbuch ( kostet ca. 12 Euro). Da findest du alle Grundlagen und entsprechende Rezepte mit der genauen Vorgehensweise.

Ich wünsche dir viel Spaß und gutes Gelingen.

Lb. Gruß

Mummel
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Mitglied seit 17.01.2002
5.661 Beiträge (ø0,88/Tag)

Hallo
Mit Tomaten habe ich gute Erfahrungen gemacht
Ich koche zuerst die in Stücken geschnittenen Tomaten gut durch, dann werden sie püriert.
Den Brei fülle ich dann ohne Gewürze in Einkochgläser und koche es für 30 Minuten bei 90 Grad ein.

Später entscheide ich dann was ich mit dem Tomatenbrei mache, Suppe, Soße oder was immer man damit machen will.

LG Barbie
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Mitglied seit 22.09.2017
2.502 Beiträge (ø3,6/Tag)

Kartoffeln koche ich pur nicht ein aber gerne in Gemüsegerichten, als Eintopf oder ''untereinander''zb mit Karotten, Lauch, Kohlrabi, Brokkoli, Blumenkohl oder Rübchen.. was gerade anfällt.
Diese Speisen fülle ich heiß ab und koche dann 60minuten bei 100° ein.

Nehme ich Bohnen, Linsen, Mais, Zucchini, Kürbis oder viel Lauch dazu wird heiß abgefülle und für 90min bei 100° eingekocht.

Tomatige Sauen, Gemüsemischungen oder Suppen koche ich heiß abgefüllt 30min bei 100° ein außer es sind die ''90-Minuten-Gemüse'' dabei, dann verlängert sich die Zeit natürlich.


Roh eingeschichtetes Gemüse habe ich auch schon mit einem schlückchen Wasser eingemacht - geht zb mit Paprika oder auch Spargel sehr gut - da nehme ich ebenfalls 100° bei 60min.

Viele Grüße 🍂
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Mitglied seit 12.08.2019
5 Beiträge (ø0,83/Tag)

Jetzt bin ich verwirrt 😋.......

Wie muss ich das verstehen, dass anscheinend bei manchen das Gemüse matschig wird, bei anderen eher nicht? Ich hätte meinen Kohl gerne nicht matschig eingekocht 😅

Aktuell habe ich Lauch und Möhren hier zum Verarbeiten, wollte das eigentlich als Suppengemüse einfrieren. Wenn ich Fräulein Herbstlaub aber richtig verstanden habe, kann ich auch beide Gemüse zusammen einkochen.

Wenn ich Beides nur vorher blanchiere, dass müsste ich das noch 90 Min bei 100 grad einkochen....so werde ich das wohl mal ausprobieren.

Im WeckEinkochbuch finde ich übrigens gar nichts zu Lauch.

Und ich hätte noch Platz in der Gefriertruhe für z.B. Kohl....da habe ich echt Einiges im Garten, Weißkohl, Rotkohl, Brokkoli, Blumenkohl, Spitzkohl, Wirsing.......🤓.

Danke auf jeden Fall schon mal für eure Tipps und Erfahrungen
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Mitglied seit 22.09.2017
2.502 Beiträge (ø3,6/Tag)

Kohl (als Rotkraut, Sauerkraut etc) wird bei mir bissfest gegart in die Gläser gestopft (Ränder danach gut reinigen!) und dann für 30min bei 100° eingekocht.

Man kann zb Rotkohl auch sehr gut roh ins Glas geben und mit den Gewürzen zusammen dann direkt einkochen, so bleibt er ordentlich bissfest. Ich mag daran nur nicht dass die Gewürze solange am Kohl bleiben.. So ein Lorbeerblatt oder ne Nelke wird nach langer lagerzeit nämlich immer intensiver und mein Rotkohl soll auch schon noch nach Kohl schmecken.


Suppengemüse kannst du natürlich auch zusammen einkochen. Würde ich mit einem guten Schluck Wasser als ''sehr dicke Gemüsesuppe'' einkochen und dann beim zubereiten der eigentlichen Suppe gründlich verlängern.


Manches Gemüse wird eher matschig als anderes aufgrund seiner Struktur.. Kohl zb ist recht unempfindlich, Karotten, Pastinaken und ähnliches ebenfalls.

Tomaten, Aubergine, Zucchini oder auch sehr feines wie Spinat, Maggold etc neigen eher dazu schnell zu weich zu werden. Da muss man immer im einzelfall gucken..
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Mitglied seit 21.04.2006
2.180 Beiträge (ø0,45/Tag)

Zitat von rimase am 12.08.2019 um 15:50 Uhr

„Jetzt bin ich verwirrt 😋.......

Wie muss ich das verstehen, dass anscheinend bei manchen das Gemüse matschig wird, bei anderen eher nicht? Ich hätte meinen Kohl gerne nicht matschig eingekocht 😅



Verschiedene Gemüse sind halt unterschiedlich. Wenn Du sie einfrierst ist das Ergebnis auch nicht bei allen Gemüsen gleich.
Ob das Ergebnis als gut, für bestimmte Dinge brauchbar oder ungeeignet empfunden wird, ist auch Geschmackssache bzw. den persönlichen Vorlieben oder Gewohnheiten geschuldet.
Wie man das Gemüse gerne hätte, dazu gibt es auch ohne Einkochen sehr unterschiedliche Meinungen und Vorlieben.

Liebe Grüße Claudia
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Mitglied seit 12.03.2019
60 Beiträge (ø0,38/Tag)

@ Fräulein Herbstlaub,

ich muss sagen, deine Aussagen verwirren mich auch!

Einmal schreibst du, dass du Lauch 60 Min. einkochen, zwei Zeilen weiter dann 90 Min.
Dann schreibst du von Eintöpfen, die bei dir 60 Min. eingekocht werden und dann von Gemüsemischungen und Suppen, die nur 30 Min. brauchen - ausser den 90 Min.- Gemüsen. Ein Eintopf ist sowohl eine Gemüsemischung wie eine Suppe!!!
Rot- und Sauerkraut sollen lt. WECK 120 Min. eingekocht werden, du schreibst was von 30 Min.??????

Kannst du das bitte noch etwas näher erläutern.

Lb. Gruß
Mummel
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Mitglied seit 12.03.2019
60 Beiträge (ø0,38/Tag)

@ zizibee

Hallo Claudia,

das hast du gut auf den Punkt gebracht!
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Mitglied seit 22.09.2017
2.502 Beiträge (ø3,6/Tag)

Große Mengen Lauch (zb als Lauchgemüse oder Lauchsuppe) koche ich länger ein als wenn ich nur ein paar Ringe irgendwo in einer Suppe unterbringe, da Zwiebelgewächse schon hin und wieder mal dazu neigen sich etwas zickig beim einkochen zu verhalten, zumindest in großen Mengen.

Eintöpfe und ''Untereinander'' koche ich 60 Minuten ein, besonders wenn Reis oder Kartoffeln im Spiel sind (Stärke..).

Stark proteinhaltige Lebensmittel müssen länger eingekocht werden da sie sonst sauer werden und kippen, also wird alles mit Mais, Linsen und Bohnen für 90min eingekocht.
Da auch Kürbisgewächse gerne mal richtig zickig sind, wird bei mir auch Kürbis und Zucchini so lange eingekocht.
Ich weiß gar nicht wer, igrnedwer hier im Forum kocht Kürbis sogar immer um 120min ein!

Tomatige angelegenheiten (Nudelsauce mit Gemüse, mediterranes Gemüse nach art eines Ratatouilles oder auch Tomatensuppe und Grillgemüse in Tomatensauce) kochen bei mir 30min ein, das reicht völlig da diese dünnflüssigeren Gerichte sehr viel schneller zu kochen beginnen als zb ein dicker Gemüseeintopf mit großen Gemüse- und Kartoffelstücken oder einem sehr kompakten ''Untereinander'' - außer es ist eben etwas ''zickiges'' dabei (wie zb Zucchini) dann wird natürlich auch das länger eingekocht.

Ist das verständlicher? Wie gesagt, es kommt halt immer auf den einzelfall an.. gehört wohl auch etwas Erfahrung dazu was sich wie im Glas verhält und deswegen liest es sich so wirr weil es für mich so selbstverständlich ist dass es ist wie es ist?

Mein Weckbuch habe ich gerade nicht zur Hand, bin mir aber recht sicher dass in meiner Auflage auch steht dass ROHER Rotkohl für 90min eingekocht werden soll (das variiert über die Jahrzehnte und Auflagen immer mal etwas, daher glaube ich dir das mit den 120min auch ungesehen).

Ich koche aus oben gennanten Gründen weder Sauerkraut noch Rotkraut roh ein, sondern gare es gut bissfest und fülle es erst dann heiß ab. 30 Minuten reichen mir da zum einkochen völlig aus damit die Gläser verschlossen bleiben. Weck sagt - meine ich - nichts im Buch zu fertig gegartem Rotkraut, oder?


Ich will gar nicht sagen dass ''meine'' Einkochzeiten alle eins zu eins den Weckempfehlungen entsprechen und damit ''die einzig wahre art des Einkochens'' sind. Ganz und gar nicht.. aber es funktioniert einfach seit Jahren genau so wunderbar für mich.
Ist man als Anfänger noch unsicher lohnt es sich immer lieber etwas zu lang als zu kurz einzukochen um keine Verluste zu produzieren. Ich selber habe ganz früher auch mitunter länger- oder sogar doppelt eingekocht.

Das doppelte einkochen wird sogar auch hier hin und wieder noch für Fleisch und Hülsenfrüchte empfohlen. Habe ich auch schon im zusammenhang mit Kürbis gelesen. Das mache ich zb gar nicht mehr und habe dennoch solide erfolge.. da kocht sich jeder auch mal sein eigenes Süppchen je nachdem welches Buich er zur Hand genommen hat oder wie es vielleicht auch die Vorfahren gehandhabt haben.
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Mitglied seit 12.03.2019
60 Beiträge (ø0,38/Tag)

Danke Fräulein Herbstlaub,
mit den Erläuterungen sind deine Einkochzeiten besser nachzuvollziehen.
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Mitglied seit 08.02.2003
17.109 Beiträge (ø2,83/Tag)

Hallo,

ich koche meinen Rotkohl, Blaukraut wie es bei uns heißt, zuerst auf dem Herd fertig, schmecke ihn ab wie wir ihn mögen, mit rotwein, Johannisbeergelee, Essig, Apfelsaft, Äpfel, Gewürze und auch Zwiebel, wenn der fertig ist, kommt er in die Gläser und dann im einkochtopf 30 Minuten bei 90 Grad, da ist noch nie was kaputt gewesen, im Gegenteil, der ist so lecker, das meine Jungs einfach ein Glas im Keller holen und es kalt essen. Die 120 Minuten bei Weck gelten bei rohem oder nur leicht angekochtem Kohl.


Rosalilla

Wenn Niemand perfekt ist,
dann bin ich Niemand!
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