Der Einkoch-Workshop - Ergebnisse, Links und Tipps und Austausch

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Mitglied seit 02.07.2015
1.041 Beiträge (ø0,65/Tag)

Hallo alle,

wir haben in der Chefkoch-Eventküche in Bonn einen spannenden, arbeitsintensiven, lehrreichen, lustigen Samstag verbracht!

Ganz begeistert war ich von den sehr motivierten und netten Teilnehmern. Eine Gruppe, die aus Stuttgart angereist ist, hatte ihrer Freundin diesen Workshop zum Geburtstag geschenkt. Erst in Bonn in der Küche erfuhr sie von mir, dass sie an einem Einkoch-Workshop teilnimmt. Das fand ich total süß.

Mit Renate Hess von der Firma Weck hatten wir die Expertin dabei, mal ganz abgesehen von der kompletten Ausstattung mit Weckgläsern und Weck-Einkochkesseln und der gut gefüllten Tasche, die alle mit nach Hause nehmen durften.

Katharina und katir (Rita) haben mich bei der Workshopleitung mit all ihrem exzellenten Wissen unterstützt, und Lars und Bettina vom Chefkoch-Event-Management waren abgesehen von ihrer ausgezeichneten organisatorischen Vorbereitung im Hintergrund ständig für uns da - und vor allem Lars hat mich immer rechtzeitig daran erinnert, dass wir neben einem Arbeitsplan auch einen Zeitplan haben. Denn wie sagte Renate: "Das ist schon ein ambitioniertes Programm, dass Du vorgeschlagen hast."

Ein wichtiger Hinweis für alle zu den Chutneys:
Da die Zeit nicht ausgereicht hat, die Chutneys noch einzukochen, sollte man diese zügig verbrauchen. Dadurch, dass wir so viele Gläser auf einmal abgefüllt haben, war das Chutney beim Abfüllen ganz sicher nicht mehr kochend heiß, randvoll waren die Gläser auch nicht - daher sind sie so nicht lange haltbar. (Ich habe übrigens gestern Abend mit dem Zwetschgenchutney ein Schweine-Geschnetzeltes aufgepeppt - sehr lecker!)


Links und Hinweise zu den Rezepten

Einkochen im Einkochkessel

Pfeil nach rechts Kürbissuppe mit Kokosmilch Diese leckere Suppe haben wir auch mittags gegessen. Gewürzt haben wir zusätzlich noch mit Zimt und Kardamom, dafür haben wir die Sojasauce weggelassen. Ganz wichtiger Hinweis von Renate: Wenn man Kokosmilch einkocht, darf diese keine Stabilisatoren und Bindemittel enthalten. Also auf die Zutatenliste achten! Die von uns verwendete enthielt 60 % Kokos und 40 % Wasser.

Pfeil nach rechts "Hackfleisch"-Sauce aus Tofu Wir haben auch die Variante mit Hackfleisch eingekocht. Mittags haben wir beide Saucen mit Spaghetti gegessen. Diese Sauce ist, ob mit Tofu oder mit Hackfleisch eine sehr praktische Basissauce, die man vielfältig ergänzen kann.


Marmelade - süßer Vorrat und schönes Geschenk

Pfeil nach rechts Quittengelee - eigentlich ganz simpel, daher auch keine Rezeptverlinkung. Der Quittensaft wird nach Packungsvorschrift mit dem Gelierzucker der Wahl (wir hatten 2:1) oder Pektin und Zucker zu Gelee gekocht.
Das arbeitsintensive an diesem Gelee ist die Herstellung des Safts aus diesen wunderbar riechenden Quitten, die übrigens aus katirs Garten kamen. Sie wird noch genau erklären, wie sie es macht und wie man das übrige Quittenmus verwerten kann. Das hat beim Workshop auch Abnehmer gefunden - berichtet doch mal, was ihr daraus gemacht habet!

Pfeil nach rechts Bratapfelmarmelade
Wir haben das Aroma durch alkoholfreien Amaretto ersetzt. So appetitlich dunkel wie auf dem Foto im verlinkten Rezept sieht unsere Marmelade nicht aus, sie ist eher weiß - wahrscheinlich durch das Marzipan. Aber sie schmeckt sehr lecker.


Essig

Katharina hat uns nicht nur Input zur Herstellung von Ansatz-Essigen gegeben, sondern auch die Wirkung der Essigmutter erklärt. Spannend und auch lustig war ihr Vortrag zum selbstgemachten Sauerkraut und der Milchsäuregärung. Renate hat uns gute Tipps zur Herstellung von Sauerkraut im Glas gegeben.
Hergestellt haben wir diesen
Pfeil nach rechts Holunder-Balsamico-Essig
Da uns die Zeit fehlte, Holunderbeeren selber zu entsaften, haben wir Holunder-Direktsaft verwendet im Verhältnis: 1 Teil Balsamico, 1 Teil Holundersaft. Zucker haben wir weniger als im Rezept angegeben verwendet.


Chutneys

Chutneys haben eine ziemlich lange Arbeitszeit. Man muss sehr viel schnippeln (zum Glück hatten wir zwei Nicer Dicer dabei) und dann müssen sie vor allem lange gekocht werden. Und dabei darf man sie nicht alleine lassen, sondern muss rühren, rühren, rühren ... Und ganz wichtig: Die Säure erst spät hinzugeben, sonst kocht man ewig und es wird nicht weich. Das Salz nicht vergessen, sonst schmeckt das Chutney später fade - und während des Kochens abschmecken!
Katharina hat einen Chutney-Baukasten für uns entwickelt, den Lars wunderschön gestaltet hat.

Pfeil nach rechts Cranberry-Birnen-Chutney

Pfeil nach rechts Zwetschgen-Chutney

Pfeil nach rechts Aprikosen-Paprika-Chutney
Hier steht in der Zutatenliste 50 g Gelierzucker. Den lasse ich inzwischen weg und erhöhe entsprechend die Menge des braunen Rohrzuckers


Sauer und süß-sauer Einlegen
Fast ein Thema für einen eigenen Workshop. Konserviert wird hier vor allem durch den Essig (auch Zitronensaft oder Limettensaft kann verwendet werden) und auch (falls verwendet) durch den beigefügten Zucker.

Pfeil nach rechts Eingelegte Kirschtoamten
Ein ganz simples, schnelles Rezept. In den kleinen Weck-Tulpengläsern sehen die roten und gelben Tomätchen aber wunderschön aus und eignen sich so auch gut als Geschenk.


Kuchen im Glas
Ich selber habe noch nie Kuchen im Glas gebacken und haltbar gemacht - aber mit Renate und katir waren zwei ausgewiesene Expertinnen dabei. Das wird bei mir jetzt jedenfalls fest ins Programm aufgenommen. Gerade in meinem Zwei-Personen-Haushalt und einem ausgewiesenen Süßschnabel wie meinem Mann, habe ich in Zukunft immer ein Stück Kuchen zur Hand.

Pfeil nach rechts Amakischo-Kuchen im Glas
"Oh wie lecker" - fand mein Süßschnabel nachdem ich heimgekehrt war. Ich selber würde die Zuckermenge im Rezept reduzieren - aber das ist natürlich Geschmackssache.
Wir haben den Kuchen im offenen Glas gebacken und danach mit Gummiring und Deckel verschlossen. Wichtiger Hinweis von Renate: Die Gläser immer auf das kalte Backblech stellen und dann in den Ofen schieben. Wenn man möchte, dass der Kuchen länger haltbar ist, muss man ihn nach dem Verschließen noch 30 Minuten bei 100°C im Wasserbad einkochen.


Ganz zum Schluss und schnell hergestellt mit der Hilfe der alten Schlag-Kaffeemühle meiner Mutter:

Pfeil nach rechts Weihnachtszucker
Ein paar kleine Änderungen habe ich vorgenommen, da ich die Befürchtung hatte, dass bei Verwendung von frischem Vanillemark und frischer Zitronenschale (getrocknet hatte ich nicht bekommen) der Zucker verklebt. Die Vanilleschoten habe ich durch Tonkabohne ersetzt und die Zitronenschale durch gemahlene Limo amani . Mit dem Link findet ihr auch den Versand, bei dem ich die kaufe. Den Zucker habe ich nur mit den gemahlenen Gewürzen gemischt und nicht nochmals gemahlen.

Viel Spaß weiter beim Einkochen wünsche ich Euch - ich freue mich schon auf weitere Chefkoch.de-Workshops!

Lieben Gruß und eine schöne Woche

Ellen
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Mitglied seit 27.08.2009
558 Beiträge (ø0,15/Tag)

Hallo Ellen,

vielen Dank für Deinen Bericht und die Ergänzungen. Die Chutneys werden bei uns nicht so oft gebraucht, kann ich die nicht nachträglich
noch im Kochtopf/Backofen einkochen?

Ich würde mich auch über weitere Kochevents freuen, es hat am Samstag richtig Spaß gemacht, dank der tollen Vorbereitung und Eurer
Tipps.

Viele Grüße
Ursula
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Mitglied seit 02.07.2015
1.041 Beiträge (ø0,65/Tag)

Hallo Ursula,

im Backofen würde ich sie nicht einkochen, das bekommt den Gummiringen nicht so gut. Im Kochtopf ist besser. 30 Minuten bei 90°C reichen. D.h., das Wasser muss nach der Anheizphase gerade eben simmern. Ich würde die Klammern vorher mal lösen und schauen, ob der Gummi auch richtig sitzt.

Lieben Gruß

Ellen
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Mitglied seit 18.01.2011
6.484 Beiträge (ø2,01/Tag)


Hallo Ellen,

vielen Dank für den Bericht, den ich mit großer Freude gelesen habe.

Sollte es das noch einmal geben, wäre ich sehr gerne dabei.




Liebe Grüße Sonja

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Mitglied seit 13.10.2011
2 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo Ellen,

noch mal einen ganz lieben Dank für diesen abwechslungsreichen und informativen Tag.
Am Abend war auch ich ganz schön "gar" und froh, dass man mir beim Tragen geholfen hat.
Von dem Kuchen habe ich leider nur einen Bissen probieren können, den hat meine Mutter (ich hatte dort einen Zwischenstopp eingelegt) sofort eingesackt, ebenso wie das Quittengelee.
Na ja, ein bisschen Schwund ist immer, -gg-.
Gerade komme ich vom Einkaufen zurück und habe schon die Rosinen in Apfelsaft (und Rum) kurz gegart, zusammen mit Cranberries, die ich noch im Vorrat hatte. Also werde ich die neuen Gläser gleich mit Bratapfelkonfitüre einweihen, denn das Glas ist leider schon leer. Ich liebe Marzipan.
Allerdings werde ich ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe hinzufügen, damit die Konfitüre nicht so aussieht wie "schon mal gegessen". Meine Eltern haben sich nämlich beide geweigert zu probieren (selbst Schuld) weil der Anblick ihr Kopfkino hat spielen lassen.
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Mitglied seit 05.06.2014
48 Beiträge (ø0,02/Tag)

hallo an alle im forum,

gerade am wochenende hab ich kürbissuppe mit kokosmilch eingekocht. heute hab ich dann den beitrag gelesen, dass die kokosmilch keine stabilisatoren enthalten darf; meine kokosmilch hatte welche.

bedeutet das jetzt, dass ich die 5 gläser wegwerfen muss oder nur schnell verbrauchen oder?????

bin für antworten sehr dankbar!

lieben gruß

uli
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Mitglied seit 02.07.2015
1.041 Beiträge (ø0,65/Tag)

Hallo uli,

kühl stellen, z.B. im Kühlschrank und in den nächsten 2 - 3 Wochen verbrauchen, das dürfte hinhauen.
Direkt schlecht wird die Suppe nicht - nur verkürzen solche Zusätze die Dauer der Haltbarkeit.

Lieben Gruß

Ellen
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Mitglied seit 05.06.2014
48 Beiträge (ø0,02/Tag)

hallo elllen,

danke für die schnelle antwort. gibt´s in nächster zeit halt öfters kürbisssuppe... es gibt schlimmeres

viele grüße

uli
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Mitglied seit 10.04.2006
51.295 Beiträge (ø10,33/Tag)

Hallo Uli,

falls du Platz in der TK hast, dann friere die Gläser ein.

Hallo 212121,

und Na! wird auch Quitten Gelee oder Quittini..denn es im Prosecco gab....nachgemacht?
Bei Ebay findet man im Moment reichliche Quitten Angebote, falls sie vor Ort nicht zu bekommen sind .

Grüße Rita
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Mitglied seit 27.08.2009
558 Beiträge (ø0,15/Tag)

Danke , Ellen, mache ich am Wochenende

Viele Grüße
Ursula
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Mitglied seit 06.07.2001
12.800 Beiträge (ø1,91/Tag)

Hallo zusammen,

meiner Freundin hat es ebenfalls sehr gut gefallen, sie war ganz angetan von der ganzen Atmosphäre und den netten Teilnehmern und auch ich konnte den einen oder anderen Tipp sehr gut gebrauchen. Wenns passt, sind wir beide gerne mal wieder dabei.

Gruß
Sia
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Mitglied seit 07.08.2011
1.704 Beiträge (ø0,56/Tag)

Hallo und danke für den Bericht und die Infos zu den Rezepten.
Schade dass ich nicht dabei sein konnte aber von den Rezepten werde ich bestimmt was nachkochen.
Chutneys mag ich sehr gerne.
Sauerkraut in Gläsern habe ich auch schön öfter nach einem CK Rezept gemacht, auch meinen Papa habe ich da schon auf den Geschmack gebracht, der macht das jetzt auch selber.

LG
mad4cars



Lachen Das Leben ist zu kurz für ein langes Gesicht Lachen
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Mitglied seit 18.03.2010
1.076 Beiträge (ø0,3/Tag)

Haloo Ellen ,

Danke für den Informativen Bericht schade das ich nicht dabei war.

Bei dem Holunder-Balsamico- Essig aus der DB den habe ich schon öfters gemacht. Den
entsafte ich nie vorher ich mache das nach dem Kochen über ein Sieb und Mulltuch. Da hab
ich sehr gute Erfahrungen mit gemacht.

Jetzt habe ich nochmal eine Frage habe heute ein Holunder-Chutney gemacht und laut Rezept
gehören Rosinen rein die habe ich vergessen rein zu tun. Kann ich die Gläser nochmal aufmachen
wenn sie kalt sind die Rosinen zutun und alles noch einmal 45 min köcheln lassen? Vielen Dank im Voraus.

lg Rosi
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Mitglied seit 02.07.2015
1.041 Beiträge (ø0,65/Tag)

Hallo Rosi,

es gibt sicher ein nächste Mal.

Du kannst Dein Chutney problemlos, so wie von Dir beschrieben, mit Rosinen versorgen. Ich würde die Kochzeit aber nicht so lang machen. 20 Minuten dürften eigentlich reichen.

Lieben Gruß

Ellen
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Mitglied seit 18.03.2010
1.076 Beiträge (ø0,3/Tag)

Hallo Ellen,

vielen Dank für die Info da werde ich mich drüber machen.

lg Rosi
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