Kuchenstand betreiben oder Cafe eröffnen - eine Chance oder nicht?

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Mitglied seit 16.12.2004
195 Beiträge (ø0,03/Tag)

Hallo ihr Lieben,

ich brauche mal euren Rat: ich möchte endlich meinen Traum realisieren und meine großes Hobby Backen zum Beruf machen. Seit Wochen geistert mir der Gedanke im Kopf rum, aber sich heutzutage selbstständig zu machen ist nun mal ein großes Wagnis!

Was ich mir vorstelle:
entweder einen kleinen fahrenenden Stand (so wie die Drei Damen vom Grill),mit dem ich zu diversen Märkten und Wochenmärkten reise und dort Kuchen verkaufe oder ein kleines Cafe mit Selbstgebackenem (nix Großes). In diesem Cafe würde ich zusätzlich gerne selbstgebackene Hundeplätzchen und -leckerchen verkaufen.

Was haltet ihr davon, kann sowas funktionieren oder eher nicht?

Noch wohne ich im Westerwald, dort sehe ich keine Chancen, so etwas zu realisieren, hier geht ein Laden nach dem anderen pleite. Demnächst ziehen wir aber in Richtung Mainz und dort besteht vielleicht schon eher ein Chance, dass das laufen könnte oder was meint ihr??

Ich dachte auch schon an eine Art Cateringservice nur für Kuchen, so wie es den Frühstücksbringdienst und ähnliches gibt.

Bitte gebt mir einen Rat. Alleine möchte ich das auch nicht durchziehen. Wenn würde ich mir gerne noch jemanden mit ins Boot holen, der das gleiche Interesse hat.

Auf eure Antworten freue ich mich und bin sehr gespannt

glg
urmeli75
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Mitglied seit 27.03.2005
24.577 Beiträge (ø3,92/Tag)

Hallo

wahrscheinlich brauchst du erst mal einen Gewerbeschein und eine Betriebserlaubnis vom Ordnungsamt.
Wenn die in Sachen Kuchen ähnliches Trara machen, wie bei anderen Dingen, heisst das: eine Küche, die nur zu diesem gewerblichen Zweck genutzt wird, gefliest bis unter die Decke mit rutschsicherem Bodenbelag.
Wenn du auf Märkten verkaufst - Hygienebedingungen über die du dich gründlich informieren musst.

Catering nur für Kuchen

da ist auch das Problem des Selberbackens mit der ordnungsgemäßen Einrichtung
Kuchen verkaufen darfst du - ohne Ende
aber selberbacken...... ?????

wenn du raus hast,wohin Du ziehen wirst oder wenn du dann umgezogen bist, solltest du vosichtig deine Fühler in Richtung Ordnungsamt ausstrecken und erst mal inoffiziell solche Dinge abklären.
Vielleicht hast du ja die Möglichkeit, in dem neuen Haus einen separaten Raum für dein "Catering" einzurichten

lg
eifelkrimi
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Mitglied seit 22.10.2004
174 Beiträge (ø0,03/Tag)

Hallo urmeli75,

Hobby zum Beruf machen - das ist immer eine gute Idee, aber in der momentanen wirtschaftlichen Situation würde ich keine großen Investitionen tätigen, denn es scheint, als wäre die derzeitige Lage nur die Spitze des Eisberges, sozusagen erst der Anfang vom Ende ...

Wir leben am Rande zweier Großstädte (Essen und Mülheim) im Ruhrgebiet und auch hier macht ein Laden nach dem anderen dicht BOOOIINNNGG....

Aber evtl. kannst du eine schon bestehende Struktur mitnutzen.

Vielleicht könntest du einem bereits existierenden Café, Lokal oder Hofladen etc. deine Produkte anbieten.
Beim Hofladen um die Ecke backt die Bauersfrau auch täglich selbst Kuchen und verkauft die dort mit (neben Obst, Gemüse, Kartoffeln, Honig, Eiern etc. Schmeckt wie bei Muttern Na!

Hier in der Nachbarschaft kauft kaum noch jemand seinen Kuchen beim Bäcker Lachen

Auch könntest du am Schwarzen Brett im Supermarkt oder sonstwo dein Können anbieten.

Ich wünsche dir so oder so alles erdenklich Gute und viel Erfolg!
LG
sine
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Mitglied seit 24.03.2008
14.562 Beiträge (ø2,82/Tag)

Hallo,
drei Beispiele aus Berlin:

Eine Frau verkauft Selbstgebackenes jeden Sonnabend auf dem Markt. Bis vor Kurzem hatte sie definitif keine separate Küche dafür (muß also möglich sein. Der Marktmeister schaut doch sicher auf die Papiere, bevor der dir einen Stellplatz zuweist). Sie liefert auch Kuchen/Torten für Familienfeiern zu Hause oder im Bürgerhaus.

Ein Mann hat das "Clohäuschen" im Park von der Stadt gepachtet. Er hat es innen völlig umgebaut und renoviert. Jetzt ist es ein winziges Café, was gerade im Sommer sehr gut läuft. Draußen hat er Tische und Stühle. Daneben ist ein Spielplatz. Er backt seine Kuchen und Quiches selbt. Manchmal ist auch "geschlossen" - wenn er keine "Lust" hat. Lachen

Der gleiche Mann hat es im Nachbarviertel mit einem weiteren "Clohäuschen" versucht. Das lief überhapt nicht, weil das Publikum dort wohl ein völlig anderes war.

Ich denke, wie beim Immobilenkauf zählen drei Gründe: Die Gegend, die Gegend und die Gegend.
Ob de Leute von Ihren Einnahmen leben können oder es als erweitertes Hobby betreiben, weiss ich allerdings nicht.

Gruß Lollo
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 23.10.2008
3.691 Beiträge (ø0,74/Tag)

Hallo Urmeli

den Wochenmarkt finde ich auch einen guten Ort für sowas. Schön wäre es, wenn Du einen alten, charmanten fahrbaren Untersatz dafür umrüsten könntest. Müsste natürlich auch - wie eifelkrimi schrieb - gewerberechtsmäßig abgesichert sein, damit die Investitionen nicht vergeblich sind.

Die Idee finde ich schön, aber die Frage ist, wie es zu bewerkstelligen ist, dass Aufwand (finanziell und zeitlich) und Ertrag in einem für Dich tragfähigen Verhältnis stehen.

kannst Du vielleicht noch etwas zu Deiner persönlichen Situation sagen? Willst Du dafür ein festes Einkommen aufgeben, oder bist Du anderweitig abgesichert? Kannst und willst Du Geld investieren, oder soll sich das von Anfang an einigermaßen selbst tragen?

Grüße
Limonata
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Mitglied seit 27.03.2005
24.577 Beiträge (ø3,92/Tag)

@ Lolo

der Marktmeister schaut definitiv nicht auf die Papiere, ehe er dir einen Stand zuweist. Den interessiert es noch nicht einmal, ob du einen Gewerbeschein hast.
Für alles, was marktmäßig evtl. an Kontrollen kommt, ist der Händler selbst verantwortlich: Gewerbeamt, Ordnungsamt, Eichamt, Gesundheitsamt....

also, die Tatsache, dass da bei Euch eine Frau auf eiem Markt Selbstgebackenes verkauft heisst nicht zwangsläufig: es muss also möglich sein.
Wo kein Kläger, da kein Richter

lg
eifelkrimi
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Mitglied seit 24.03.2008
14.562 Beiträge (ø2,82/Tag)

Nochmals Hallo,
mir fällt gerade noch ein Beispiel aus unserer Gegend ein: Ein Mann betreibt im Nachbarschaftsheim/Bürgerhaus ein kleines Café. An 4-5 Tagen die Woche hat er ein paar Stunden geöffnet und serviert, Salat, Suppe, Kaffee und Kuchen zu annehmbaren Preisen. Ich denke das Bürgerhaus selbst hat ein Interesse, dass es dort ein Café gibt, s.d. sich die Kosten wohl in Grenzen halten. Über Küchen verfügen diese Häuser meißtens auch.
Gruß Lollo
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Mitglied seit 24.03.2008
14.562 Beiträge (ø2,82/Tag)

hallo Eifelkimi,
ich meinte, dass es auch ohne separte Küche möglich sein muss (denn sie hatte wirklich keine). Das alle erforderlichen Papiere vorhanden sind, davon gehe ich selbstverständlich aus!
Gruß Lollo
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Mitglied seit 16.12.2004
195 Beiträge (ø0,03/Tag)

Hallo Ihr Lieben,

seid alle fest gedrückt von mir!!!

ich freue mich, dass ihr euch für meine frage interessiert und mirtipps gebt, beispiele nennt und diverse anregungen liefert.

Ihr seid klasse, habt vielen dank dafür, da waren echt gute sachen dabei, über die ich heute nacht einmal nachdenken werde

ganz liebe grüße vom
urmeli75 Küsschen
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Mitglied seit 27.03.2005
24.577 Beiträge (ø3,92/Tag)

Also Urmeli

ich finde es auf jeden Fall eine tolle Idee

und wenn es dir Spaß macht...... dann mach es doch

wenn du es ohne große Investitionen hinkriegen kannst

@ Lollo

ich habe erst nach bestimmt 15 Jahren Markttätigkeit erfahren, dass ich eigentlich alles, was ich da anbiete, was gewogen wird, (sehr teure Edelstein aber auch Räucherkräuter) auf einer "geeichten" Waage wiegen muss - die durfte ich mir dann mal eben kaufen (600,- €), die kann ich aber auf dem Weihnachtsmarkt nicht benutzen, weil die die Temperaturschwankungen nicht aushält... lalalala
also, was mache ich: ich wiege weiter auf einer Waage aus dem Juwelierbereich (wiegt im o,o... Gramm-Bereich) ist absolut zuvverlässig, aber nicht zugelassen, weil nicht eichbar... trörö...und hoffe darauf, dass der Typ vom Eichamt nicht jedes Jahr kommt

lg
eifelkrimi
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 31.12.2004
4.058 Beiträge (ø0,64/Tag)

Hallo urmeli,

keine Krise ist schlimm genug um etwas Neues
zu versuchen.
In meiner Nachbarschaft ist ein verstecktes kleines
Cafe ohne ausreichenden Parkplätze Achtung / Wichtig
In 2 Jahren der 3. Pächter. Der Neue wird es schaffen Achtung / Wichtig

Er bietet erstklassige Ware zu vernünftigen Preisen.
Unter Anderem, Schokoladekuchen, innen flüssige Schokolade. wo bleibt das ... ein Traum.
Der Chef rückt sogar das Rezept raus Achtung / Wichtig

Abends kleine Sternenküche mit 2/3 Gerichte zum halben Preis.
Auf der Straße, wie zufällig, 2 Tischchen mit Kerzenschein.

Und das alles in einer sehr ruhigen Einbahnstrasse weit weg
vom Centrum einer kleinen Stadt mit 11 000 Einwohner.


LG
Kuchenstand betreiben Cafe eröffnen Chance 1124300674
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Mitglied seit 14.02.2005
22.950 Beiträge (ø3,64/Tag)

Hallo,

wenn der Markt dafür da ist, gibt es keine schlechte Zeit für eine neue Idee!


Aber - ohne ein Minimum an betriebswirtschaftlichen Kenntnissen solltest du davon Abstand nehmen, wenn du damit Geld verdienen willst!!
Dein Hobby einigermaßen kostendeckend zu betreiben, das sollte immer möglich sein.

Grundsätzlich geht das nur mit einer ausreichenden Eigenkapitaldecke, auch für die ersten mageren Monate/Jahre, Kredite dafür gibt es nahezu nicht mehr und die müssen ja auch bedient werden!

Also, wenn du es nicht kannst, suche dir einen Fachmann (Steuerberater, Unternehmensberater -die gibt es auch für so kleine Dinge) und kalkuliere das ganze durch.

Mir scheint allerdings, dass dein Traum größer ist, als die reellen Chancen dies umzusetzen.


gwexhauskoch
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Mitglied seit 16.12.2004
195 Beiträge (ø0,03/Tag)

hallo gwxhauskoch,

bwl technisch hab ich schon einiges an wissen. ich habe eine kaufmännische ausbildung....eigenkapital wäre auch vorhanden...nun ja, mal schauen, was ich mache und wie ich es zu realisieren weiß, denn nur weiterhin zu träumen, das reicht mir nicht mehr.

danke für deine nachricht und viele grüße
urmeli75
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Mitglied seit 10.10.2004
5.634 Beiträge (ø0,88/Tag)

liebe Urmeli

in mainz gibt es ja nun schon einige cafés von ganz einfachen bis trendig bis zu den Konditioreien am Dom und Bäckereien mit Cafe gibt es hier in der Gegend auch genügend.

ABER auf dem den diversen Märkten in Mainz sehe ich eine Möglichkeit da könntest Du bestimmt Kuchen verkaufen oder jeden Samstag auf dem Flohmarkt an der Uni - das müsste gut klappen - aber erkundige Dich vorher ob Du alle Kriterien, Qualifikationen, Mittel, Scheine etc. mitbringst damit es sich auch lohnt... rechne das mal grob durch fahrtkosten nicht vergessen etc...

Ansonsten müsstest du dich in den randgebieten oder am rhein entlang mal umschauen ob es da möglichkeiten gibt... aber ich würde mich eher auf einen mobilen stand festlegen an deiner stelle!!

mach was besonderes - was aussergewöhnliches .... backen auch für allergiker... da hast du eine niesche und da wird gekauft, dinkelprodukte, laktosefrei, eifrei oder glutenfrei... wenn du da was machst nicht alles ist klar nur eine kleine auswahl könntest du bestimmt vielen allergikern eine freude machen!!
nur so ein gedanke!!

lg twinkle
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Mitglied seit 23.11.2008
13.010 Beiträge (ø2,64/Tag)

Hallo, versuche es mit Teilzeitselbständigkeit, dann ist das Risiko geringer. Buchtipp: Besonders für Frauen - wegen Kinder, Familie und so, alles berücksichtigt - Teilzeitselbständigkeit von Birgitt? oder Birgit Torbrügge, Verlag Frauenoffensive. Ich war selbstständig und habe mich von ihr beraten lassen.
LG vanzi7mon
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