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Hefe aus Hopfen - wer weiß wie es geht


Mitglied seit 18.12.2007
237 Beiträge (ø0,06/Tag)

Hallo,

wer weiß wie man aus Hopfenzapfen Hefe machen kann.
In Griechenland hat mir eine alte Frau das mal gesagt das sie das macht.Hat mich damals nicht so wirklich interessiert.Aber jetzt würde ich doch gerne wissen wie es geht und ob diese Hefe dann wie normale Hefe "funktioniert".

Lieben Gruß
Monika -
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Mitglied seit 17.05.2007
318 Beiträge (ø0,08/Tag)

hi Kerasmata,

ich bezweifle dass man aus Hopfen Hefe gewinnen kann. Ich vermute das auch auf Hopfen wilde Hefen leben, wie auch auf Obst usw.

Wenn Du wirklich versuchen willst daraus Hefe herzustellen, denke ich, kann man grundsätzlich wie vorgehen wie bei der Apfelweinherstellung (wenn man keine Zuchthefen zusetzt). Man stellt den rohgekelterten Saft hin wartet was passiert.
Ich würde Wasser kochen, dann auf ca. 20°C abkühlen lassen - abgedeckt damit nix anderes reinfällt und wächst. Dann den Hopfen zu geben und warten. Vielleicht kannst Du noch etwas Zucker dazu tun damit die Hefen was zur Ernährung haben. Die Mischung in einen Gärballon und abwarten ob es anfängt zu gären. Wenn es gärt und hefig riecht dann setzen sich die Hefen mit Ende der Gärung auf den Boden ab. Diesen Bodensatz kannst du dann weiter züchten. Hefe züchtet man am besten auf Gluccoselösung und in dem man Sauerstoff einbringt - bei Hefeherstellern wird reiner Sauerstoff aus Tanks verwendet.

Ich glaube aber die Wahrscheinlich keit hier backfähige Hefen zu züchten ist gering, dazu gibts auf Hopfen zuviele andere Keime, die schneller sind.

Ich habe aber ne Vermutung worauf die alte Frau hinaus wollte. Die ersten Hefen, die zum Brotbacken verwendet wurden, sind bei der Bierherstellung angefallen. Der Schaum der sich dort bei der Gärung bildet wurde abgeschöpft und zum dem Teig zu gesetzt. Der Schaum enthält Hefen der Gattung Sacharomyces Cereviseae und das sind Backhefen. Funktioniert aber nur wenn man obergäriges Bier herstellt.

Ich glaub es ist einfacher Hefe im Laden zu kaufen - das waren alles mal Hefen die ursprünglich aus Bierschaum gewonnen wurden. Nur durch Zucht und Reinigung etwas veredelt.

Ich hoffe das hilft Dir weiter

Grüße
Krümelita
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Mitglied seit 18.12.2007
237 Beiträge (ø0,06/Tag)

Hallo Krümelita,

vielen Dank für Deine Erklärungen.Das war echt interessant.
Aber ich denke auch das ich bei der "normalen" Hefe bleiben sollte.Deine Variante ist eher was für Chemiker. YES MAN

Lieben Gruß
Monika
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Mitglied seit 12.03.2011
3 Beiträge (ø0/Tag)

hallo kerasmata,
meine mutter machte auch diese hefe aus hopfen. jetzt backe ich brot damit, kaufe dir 30g hopfen von der apotheke und koche ihn in 400ml wasser ca 5 min. wenn es kalt wird, stelle ein festen teig aus 3/4 (typ: 405) mehl und 1/4 maismehl. zupfe ihn außernander in der größe von einer walnuss. lasse es in der luft 2 bis 3 tage trocknen. danach kannst du es wie trockenhefe benutzen. 1 essl. für 500g mehl.
gutes gelingen! Lachen

grüße takidou Lachen
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Mitglied seit 20.02.2011
165 Beiträge (ø0,06/Tag)

Hallo takidou,

kannst du bitte mitteilen, wie viel Gramm Mehl von den beiden Sorten (405 und Maismehl) man braucht Wichtige Frage
3/4 und 1/4 ist schwierig, wenn man nicht die Gesamtmehlmenge kennt. Lächeln

Das Rezept würde ich nämlich sehr gerne ausprobieren.

Sonnige Grüße
DIVA
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Mitglied seit 17.01.2002
682 Beiträge (ø0,11/Tag)

Hallo Diva , ich schließ mich Dir an dass ich das gern mal ausprobieren würde. Ich fürchte aber dass das unserer phantasie bleibt das zu probieren , ich hab auch schon gefragt und keine Antwort bekommen Welt zusammengebrochen . Elke
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Mitglied seit 20.02.2011
165 Beiträge (ø0,06/Tag)

Hallo Mama Kleinmanni,

hm, vielleicht ist takidou krank, oder hat aus anderen Gründen gerade keine Zeit. Üben wir uns noch etwas in Geduld. Lächeln Ansonsten testen wir es einfach mal. Na!

VG
DIVA
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Mitglied seit 07.07.2008
12.211 Beiträge (ø3,23/Tag)

Bonjour,

seid Ihr der englischen Sprache halbeswegs maechtig? Tante Google...ich hab massenhaft Anleitungen gefunden... ueberlege schon, ob ich mal ein Rezept testen sollte... gestehe, ich kaufe die Hefe beim Baecker und die ist super Lächeln ... kein Vergleich mit den Wuerfeln aus Supermaerkten...


LG aus NL

Ornellaia
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Mitglied seit 20.02.2011
165 Beiträge (ø0,06/Tag)

Servus und Bonjour! Lächeln

@Ornellaia: Oui. Lachen Bei Rezepten gibt es jedoch oft specials, die ich nicht kenne.

LG
DIVA
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Mitglied seit 20.12.2006
8.279 Beiträge (ø1,9/Tag)

Hallo,

ich denke sie meint 750g Weizenmehl und 250g Maismehl.

Liebe Grüße.

Gründerin der Sachsen Ecke ; Hermann, Siegfried & Co. und Second Hand und Chefin des Clubs der Muffinliebhaber!!!

Nr. 19 der SHGdBS; Nr. 189 im CdbU
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Mitglied seit 17.01.2002
682 Beiträge (ø0,11/Tag)

Vielen Dank Seelenschein , mit Deiner Angabe teste ich das aus. Halt Euch auf dem laufenden , Grüßle von Elke
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Mitglied seit 12.03.2011
3 Beiträge (ø0/Tag)

hallo meine lieben Lächeln
ich bin neu im internet und kenne mich nicht so gut aus,musste warten bis meine nichte wieder vorbei kommt damit ich in diese seite reinkomme.zu ihren fragen:sie müssen einen festen teig aus 150 g maismehl 450 g typ 405 weizenmehl machen.wenn noch flüssigkeit übrig bleibt geben sie noch etwas mehl dazu,es ist nicht so schlimm wenn es nicht hundert prozent ist.jetzt mache ich auch sauerteig dazu ,der wird aus 405 typ mehl ca 200g und wasser zu einem brei,wie der pfannkuchenteig,gemacht. mann lässt es in der küche 3 tagelang stehen, danach im kühlschrank aufbewahren.zu 500g mehl 1 essl.trockenhefe 1 essl.sauerteig. das brot schmeckt auch lecker.den sauerteig kann man immer verlängern indem man immer wasser und mehl dazu gibt ,immer im kühlschrank auf bewahren.ich hoffe dass ihnen alles gelingt.viel spaß Lachen

vielle grüße takidou
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Mitglied seit 12.03.2011
3 Beiträge (ø0/Tag)

ps:es ist besser wenn die trocken hefe pulverisiert wird

takidou
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Mitglied seit 16.11.2006
202 Beiträge (ø0,05/Tag)

Hm ok, also takiodu kauft den schon getrockneten Hopfen in der Apotheke und kocht ihn dann noch mal ab. Ich will nicht unterstellen, dass bei dem ganzen Prozess nicht irgendwas passiert und raus kommt, aber mit Hefe von Hopfen kann das mal gar nichts zu tun haben. Mikroorganismen, die 80°C (Hopfendarren bzw. 100°C kochen) überleben sind maximal in aktiven Vulkankratern zu finden. Also stirbt alles was vielleicht mal auf den Hopfendolden gewesen sein mag auf jeden Fall ab.
d.h. die Hefen die takiodu benutz sind dann eher aus der Luft in ihrer Küche. Daher wenn sich jemand wundert, warum das nicht funktioniert: kann an der spezifischen Umgebungsluft in dieser Küche oder Region liegen. Vielleicht gibt es eben diese Organismen in einer anderen Küche nicht.

Was Krümelita geschrieben hat wird wohl eher stimmen.
Wenn es in der Nähe eine kleine Brauerei gibt, die obergärige Hefe verwenden kann man dort mal fragen und ein Gläschen holen. Aber: vorher mehrmals waschen d.h. Wasser drauf, Absetzen lassen, Wasser vorsichtig abießen, und das ganz oft! Ich hab schon Brot gemacht mit saccharomyce cerevisiae cerevisiae (das ist die Obergärige). jedoch hatte ich sie nicht gewaschen und das Brot war so bitter, dass man es nicht essen konnte.
Diese Bittere kommt jetzt wiederum vom Hopfen! und der aus dem Bier in der Brauerei.

Anmerkung zum Hopfen: Der wurde in der Bierherstellung eingefüht, weil er antiseptisch wirkt also gegen Microorganismen, und das Bier somit länger haltbar ist.
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