restaurationsbrot

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Mitglied seit 16.11.2003
840 Beiträge (ø0,15/Tag)

hallo ihr lieben,
kennt das noch jemand? wie wird es belegt?
liebe grüsse
vom cookit
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Mitglied seit 22.10.2003
3.594 Beiträge (ø0,65/Tag)

Meine Mutter hat das immer gemacht, wenn Reste da waren.
Ich kann mich erinnern, dass sie eine Scheibe Schwarzbrot mit Schinken belegt hat, dann kam der Rest
Kartoffelsalat darauf, evtl. noch ein Spiegelei oder geachtelte Eier....war immer lecker, aber so ganz genau weiss ich es leider auch nicht....
LG, Fizz

Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt...aber vielen bleibt es erspart!

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Mitglied seit 22.10.2003
3.594 Beiträge (ø0,65/Tag)

Das hab ich noch für dich gefunden:

Rest-Brot

Ich habe das Wort schon lange nicht mehr gelesen: Restaurationsbrot. Früher war’s fester Bestandteil der Speisekarte für die gutbürgerliche Küche, angesiedelt bei Schinkenbrot und Russische Eier. Es war ein bisschen irreführend, denn das Brot unterm Berg war unwichtig. Entscheidend war das vielfältige Darüber und deswegen hab’ ich’s bestellt, wenn ich nicht so recht wusste, was ich essen wollte oder sollte.
Da war zunächst mal der Kartoffelsalat hausgemacht natürlich. Drumherum türmten sich Wurst und Käse und Schinken in diversen Sorten, dies wiederum garniert mit Salaten der Saison. Unser Stammwirt an der Ecke war ein Meister der feinen Ausgestaltung, bis hinauf zum Gipfel mit dem gekochten Ei, das ein Lachsstreifen und ein Löffelchen Kaviar krönten.
Und weil’s noch keine Computerkasse gab sondern Durchschreibeblock mit Abrisszettelchen, hat die Bedienung zeitsparend \"Rest-Brot\" drauf geschrieben.
Auf die Köstlichkeit musste man freilich eine Weile warten, denn selbstredend brauchte es Zeit, sie liebevoll herzurichten. Und damit sind wir beim Grund, dass es kaum noch ein Restaurationsbrot gibt, aus der unterbesetzten Küche oder gar am Imbisstand. Heute ist Fastfood angesagt, schnell und bestecklos zu mampfen.
Manchmal habe ich’s noch vor Augen, das gute alte Restaurationsbrot – um nicht zu sagen: auf der Zunge.


Lg, Fizz
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Mitglied seit 02.03.2004
1.326 Beiträge (ø0,25/Tag)


Ich kenne es auch aus meiner Kindheit, als meine Mutter, wenn nach Feiertagen Braten übrig war, Restaurationsbrote machte.
Das Brot, wenn ich mich recht erinnere bestrichen mit Butter, darauf Schinken oder Wurst, Salatblat, Bratenschnitte, Tomate, Ei, Mayonaise.

Gruss
snoopy II
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Mitglied seit 06.09.2003
8.314 Beiträge (ø1,49/Tag)

...der vorgänger des hamburgers sozusagen?

schmunzelnde grüße
Salomee Let´s cook baby!
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Mitglied seit 20.12.2002
19.885 Beiträge (ø3,4/Tag)

Nein, Salomee,


besser und gesünder als ein Hämbörger................



gruß schorsch Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen
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Mitglied seit 17.01.2002
19.896 Beiträge (ø3,22/Tag)


@ schorschi Achtung / Wichtig Achtung / Wichtig
vielleicht nicht gesünder.
aber auf alle fälle besser Achtung / Wichtig Achtung / Wichtig
hechel... Achtung / Wichtig na dann... Achtung / Wichtig
gruss



SABO!!
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Mitglied seit 10.02.2004
650 Beiträge (ø0,12/Tag)

Hallöchen,
ich kenne es auch noch von früher. Eine Scheibe Schwarzbrot belegt mit verschiedenen Wurstsorten, obendrauf rohe Zwiebelringe, Gurken, Tomaten, verschiedene Salatreste, gek.Ei, klecks Mayonaise, Käseecken, etwas Fleischsalat...
und so weiter. Eigentlich ein Brot mit allem drum und dran.
Die Gäste haben es immer gerne bestellt.(habe mal in einer Gastwirtschaft - Küche - geholfen). Wenn das ein Gast bestellt hat, waren wir in der Küche immer am fluchen, weil du dann sämtliche Sachen aus dem Kühlschrank holen mußtest. Lächeln
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Mitglied seit 21.02.2004
1.189 Beiträge (ø0,22/Tag)

Hallo cookit,

Restaurationsbrot

In der Mitte des Serviertellers wird Kartoffelsalat angerichtet.
Darum herum werden folgende Schnittchen drapiert:

1) frischer Bauernstuten, Butter, roher geräucherter Schinken, Pumpernickel beidseitig
gebuttert, Radieschenscheiben, Cornichonfächer
(Der Schinken muß so dünn geschnitten sein, dass man dadurch die Zeitung lesen
kann, und so üppig belegt, dass man die Butter nicht mehr sieht)

2) frischer Malzstuten, Butter, frisch durchgedrehtes mageres Schweinebauchfleisch
gemischt mit frisch durchgedrehtem Rinderrauchfleisch, Salz, Pfeffer und Majoran.
Hauchdünne Zwiebelringe und Kapern.

3) Mengbrot, Butter, Tatar, frisches Eigelb, Paprikapulver, Schalottenjulienne

4) frischer, süsser Stuten, Griebenschmalz, Salz, Senfgurkenstreifen

5) Graubrot, Butter, Salatblatt, gekochter Schinken, Tomatenscheibe,

Zum Schluß kommt auf den Kartoffelsalat ein Spiegelei.
Zwischen die Schnittchen werden mit Fleischsalat gefüllte kleine Tomaten gesetzt.
Zum Servieren mit frischer Petersilie überstreuen.

Aus: Merkbüchlein für meine Lehrlinge
Von: Meinem Lehrmeister

LG
Manuela
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Mitglied seit 16.11.2003
840 Beiträge (ø0,15/Tag)

hallo ihr lieben,
vielen dank für euere ausführlichen und interessanten antworten.
schönen sonntag wünscht euch
cookit
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Mitglied seit 26.09.2002
1.745 Beiträge (ø0,29/Tag)

Hallo

ja, das kenne ich auch noch von früher, gab es bei uns in den 50er und 60er Jahren wenn beispielsweise ein Geburtstag gefeiert wurde.

Wahnsinn, für die Erwachsenen gab es einen grossen Teller, mit Brot und Kartoffelsalat, dann Scheiben Schinken, Käse rundum belegt, so das kein Kartoffelsalat mehr sichtbar war, dann noch Heringsalat, Hering in Gelee, Fleischsalat, gekochte Eier drumherum, für uns Kinder gab es einen Dessertteller.

Ein typisches Nachkriegsessen, die hatten viel Nachholbedarf.

grüsse
Monika
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Mitglied seit 28.08.2007
1 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo, lese gerade diese Beiträge: Also bei uns ist und war das so: Brotscheibe, Kartoffelsalat, verschiedne Wust- und Käsesorgen, von Bierschinken über Mortadella und normalen Kochschinken bis zu Emmentaler, Edamer oder auch Brie, dann Gewürzgurke, gekochte Eier und wer es mag Ölsardine. Rundherum noch ein bisschen Obst (Trauben usw.).
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Mitglied seit 21.04.2005
6.009 Beiträge (ø1,2/Tag)

Hallo,

das ist ja eine irre Idee! Ich hab davon noch nie im Leben gehört, warum eigentlich nicht? Jedenfalls gibt es das ganz demnächst bei uns, wenn der Kühlschrank mal wieder vor Resten überquillt! Klasse! Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Gruß, Doris, die in den Sechzigern Kind war, aber sowas nie bekommen hat! traurig
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Mitglied seit 26.06.2007
3.102 Beiträge (ø0,74/Tag)

Hallo,

ist das das gleiche wie ein "illustriertes Brot", an das ich mich noch dunkel erinnere? (hauptsächlich wegen des seltsamen Namens).

LG
Asro
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Mitglied seit 26.05.2009
1 Beiträge (ø0/Tag)

Retaurationsbrot !

Da kann man ja sehr viel von hier lesen . Aber keiner weis so richtig was das ist und wie es gemacht wurde / wird .
Jungköche lernen sowas nicht mehr ( leider ) gefragt ist es sehr .
Früher gab es dieses Restaurationsbrot in jeder Kneipe . Und es bestand aus mehreren Teilen . Zudem ( das Orginal ) war es immer so groß BOOOIINNNGG.... das man es kaum schaffte . Dann wurde der Rest generell und ohne zu fragen vom der Wirtin / Wirt eingepackt und man hatte am nächsten Tag wieder den Genuß .
Restaurationsbrot : Ich habe es in der Kindheit geliebt und gelernt wie es gemacht wird ( das Orginal ) Heute : mach ich es alle ca. 6-8 Wochen . Es sind mitlerweile soviele Liebhaber geworden für dieses Brot , das ich gleich bis zu 20 Restaurationsbrote auf einmal machen muss . Einfach gesagt ..Restbrot . Und genau daraus entstand auch der Name . Es wurden Früher alle Reste auf einem Teller dekoriert / ganiert , dazu noch etwas Kartoffelsalat -gefüllte Eier - Ölsard. - Lachsersatzstreifen über die Eier - Zwiebelringe u.s.w. 3 Salzstangen am Ende ......na ja kennt ihr ja . Wenn man Heute in Restaur. danach fragt , kommt nur Kopfschütteln . Hin und wieder versuchts dann einer wegen der großen Nachfrage ....was dann jedoch nur als Wurstbrot durchgeht , sowas lass ich stehen und teile das auch mit . Mit Restbrot rein garnichts zu tun hat .
Ich habe dieses Brot zum f ..ssen gerne Na! und habe auch jüngeren Leuten ----Liebhaber von diesem Brot schon gezeigt wie es gemacht wird , damit man sowas auch in Zukunft noch geniessen kann . Es wäre schade wenn sowas in Vergessenheit geraten würde . Auch mache ich sie weiterhin in der gleichen größe ( mit 2 Brotscheiben ) als Grundlage ...selbstgemachtes rundes Bauernbrot aus Sauerteig , sehr dunkel gebacken wegen der Röststoffe ca. 40 cm im Duchmesser .
Dann wird das Ding hochgebaut . ES GENUß !! ...
Das nächste Restaurationsessen ist schon für Pfingstsonntag angesagt . Viel Spaß noch lasst es euch schmecken .
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