Harmonie von Küchenkräutern innerhalb einer indivuellen Gewürzmischung mit "Kräuter der Provence" als Vorlage.


Mitglied seit 11.06.2018
14 Beiträge (ø0,03/Tag)

Moin gute Experten der Kräuter und Gewürze,

Da ich aktuell immer mehr versuche mit frischen Kräutern zu würzen und auch eine Kräuter der Provence Mischung häufig dafür selbst mische, frage ich mich, was sich gut darin verträgt und ergänzt und was eher den Geschmack und die Funktion der Mischung zerstört und daher für diese nicht geeignet ist.

Bei der Standard Mischung, welche ich nun selbst individuell mischen möchte, ist es mir ein Anliegen besonders viele unterschiedliche und dennoch zueinander passende Aromen in die Mischung zu bekommen, um dadurch einen variantenreichen und vollmundigen Geschmack (ähnlich des Currys, bezüglich Anzahl der Gewürze) zu erreichen.

Demnach wäre es außerordentlich hilfreich, wenn ihr mir sagen könntet, welche der auf der unten stehenden Liste sich sinnvoll ergänzen und welche sich miteinander beißen.

Bisher bestand meine Mischung aus

Rosmarin
Thymian
Oregano
Majoran
Salbei
Bergbohnenkraut
Basilikum

Als Zusätze werden von unteranderem Wikipedia noch erwähnt:

Lavendel
Estragon
Lorbeer
Liebstöckel

Kräuter, die regional passend sind

Currykraut
Olivenkraut
Weinraute
Zatar sahrawi
Zatar parsi
Zatar corido
Myrte
Beifuß (ligurisch)
Arabisches Bergkraut
Ysop
Bergtee (congesta)
marok. Minze

Ich hoffe, ihr könnt mir dabei ein wenig helfen. Mir reichen auch schon aus, wenn einzelne Unvereinbarkeiten benannt werden. Über weitere bereichernde Vorschläge bin natürlich ebenso offen.

LG Venuflibis
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Mitglied seit 30.08.2015
8.258 Beiträge (ø5,82/Tag)

hallo
fertige Mischungen kommen für mich nicht infrage.
demnach die der Kräuter-der -Provence schon garnicht.
Ich brauche keinen Einheitsgeschmack.
Ausnahme- einige Produkte von Ingo Holland, wie z.B. Garam, Berbere...Curry Goa
lg
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Mitglied seit 16.12.2003
49.034 Beiträge (ø8,61/Tag)

wenn der vorgemischte Einheitsgeschmack von Holland kommt ist es natürlich was ganz anderes...😎


Venuflibis - ich finde dass vieleviele Kräuter nicht unbedingt immer ein besser Ergebnis bringen.Liebstöckel würde ich nie in ne Grundmischung für provençalische Gerichte geben. . Estragon auch nicht. .

Ich finde so grundsätzlich ein Basismischung mit weniger Kräutern die je nach Anwendung ergänzt wird besser - mich stört in den fertigen Kräutermischungen zB wenn Lavendel drin ist - muss ich wirklich nicht überall drin haben.

Minze wird auch nicht zu allen Gerichten passen.
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Mitglied seit 21.10.2012
6.559 Beiträge (ø2,66/Tag)

Ach grisou komm, jetzt sei net so.
Der Ingo hat doch so schöne Dosen 😎.

Ich finde nicht dass man das pauschal sagen kann, passend oder nicht passend ist etwas sehr Individuelles.
Ich z.B. Habe eine Aversion gegen Kreuzkümmel. Der kann nur in homöopathischer Dosis vorhanden sein und ich hab schon gegessen. Er passt aber zu/in Vielem.

Gruß,
Mojse
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Mitglied seit 23.05.2007
28.436 Beiträge (ø6,4/Tag)

➡Da ich aktuell immer mehr versuche mit frischen Kräutern zu würzen⬅

Da fällt dann ja Holland eh weg, das sind ja nicht frische Kräuter sondern getrocknete. Meiner Meinung nach ist das eben auch Geschmacksache, was man mag und was nicht. Zu viele verschiedene Kräuter würde ich nicht nehmen. Einige eigenen sich zum Mitkochen andere überhaupt nicht. Das Ganze ist also nicht so einfach zu beantworten.
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Mitglied seit 16.12.2003
49.034 Beiträge (ø8,61/Tag)

die Dosen sind wirklich wunderhübsch - ich hab da eine mit Bratapfelgewürz geschenkt bekommen, sieht schmuck aus. Dass das längst aufgegessen ist und durch ne eigene Mischung ersetzt wurde - geht keinen was an...😉

ich finde das "passend" nicht nur individuell unterschiedlich - sondern auch vom Gericht abhängig.

Deshalb würde ich, wenn ich mir denn ne Grundmischung "Kräuter provençalisch" basteln wollte, nicht zuviel reinpacken - die Kräuter aus dem ersten Part reichen völlig aus, meiner Meinung nach (ich würde ja sogar den Salbei weglassen).

Je nachdem was man kocht kann man ergänzen - zu Eintöpfen kann dann zB auch Liebstöckel passen. Von der letzten Liste wird so einiges geschmacklich völlig unergehn in der Liste (Olivenkraut zB) - bzw ist bereits durch Majoran/Oregano abgedeckt - (Za'atar, Arabisches Bergkraut , Bergtee) - die bringen sicher andere Nuancen, aber die würde ich dann lieber einzeln zugeben.
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Mitglied seit 16.12.2003
49.034 Beiträge (ø8,61/Tag)

vergessen: den Basilikum würd ich aus der Trockenmischung auch rauslassen - bringt kaum Geschmack. Wenn dann frisch.
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Mitglied seit 11.06.2018
14 Beiträge (ø0,03/Tag)

Moin und Danke für die Antworten,

Leider bin ich noch nicht so kochaffin und weiß auf Anhieb, was wo rein kommt und sich verträgt, deshalb stellte ich ja diese Frage.
Und ich finde so eine Mischung wie Kräuter der Provence ganz gut, um ein wenig mit den Aromen zu experimentieren.
Was mir auch enorm auffiel, war eine Intensivierung des Geschmackes bei gleicher Konzentration selbst geernteter frischer Kräuter in Relation zu den getrockneten gekauften Mischungen. Wahrscheinlich ist auch die Anzahl gesunder Stoffe erhöhter, da ja einige während des Trocknungsprozesses verloren gehen sollen.

Das neue Ergebnis:

Kräuter, welche weggelassen werden könnten, da sie nicht zu jedem Gericht passen würden:
Lavendel
Estragon
Liebstöckel
(Salbei)
Minze

Kräuter, welcher einander ersetzen:

Zatar = Oregano/Majoran
Arabisches Bergkraut = Oregano/Majoran
Goldener Bergtee = (Salbei/Thymian)

Kräuter, die innerhalb der Menschung stark rezessiv sind:
Olivenkraut

Ich finde, dass ist schon mal etwas, was mir eine Orientierung verleiht.

Angenommen, ich würde zu Hackfleisch die volle Palette aller gelisteten Kräuter in gleicher Menge zueinander in einer Mischung verwenden, was meint ihr welcher Geschmack entstünde? Was wird dominieren, was wird nicht oder kaum zu erkennen sein?

LG Venuflibis
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Mitglied seit 11.06.2018
14 Beiträge (ø0,03/Tag)

Niemand eine Idee/Vorstellung?
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Mitglied seit 26.05.2019
61 Beiträge (ø1,13/Tag)

Na das kannste ja ganz einach selber rausfinden. Kauf Dir 'nen Pfund Hack, mach 'nen Basis-Frikadellenteig nur mit Salz & Pfeffer, und dann machste lauter verschieden gewürzte kleine Hackbällchen oder Minifrikadellen und kostest Dich einfach mal durch. Damit Du die Hackbällchen nicht miteinander verwechselst, könntest Du die Pfanne mit Schaschlikspießen unterteilen, oder Dir 'ne Schablone aus Alufolie oder Backpapier basteln oder, mal ganz crazy, Ausstanzformen für Weihnachtsplätzchen verwenden. Würde mir zumindest spontan einfallen. 😉
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Mitglied seit 11.06.2018
14 Beiträge (ø0,03/Tag)

Moin SvenSemillia,

Stimmt, dass ist gar nicht mal eine so schlechte Idee. Danke für den Tipp.

LG Venuflibis
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Mitglied seit 11.03.2016
1.156 Beiträge (ø0,94/Tag)

Hallo,
bin bei dem Gedanken dabei, zuviel ist nicht unbedingt zielführend.
Der Gedanke sich Stück für Stück anzunähern ist schon der richtige Ansatz. Finde raus was Dir schmeckt und dann ist es gut.
Lieben Gruß
Sabine
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