Reis kochen (auch für dummies)


Mitglied seit 20.11.2007
956 Beiträge (ø0,22/Tag)

tach leser,

Nachdem ich sämtliche threads durchgelesen habe über dieses thema, möchte ich folgendes bemerken.
(das belastet mich jetzt)


reis ist in vielen regionen ein hauptnahrungsmittel und wird entsprechend der jeweilige esskultur zubereitet.

aus tradition wird der reis grundsätzlich gewaschen, weil am kai die hunde dagegen gepisst habe (sagt meine oma, selbstverständlich sind die heutigen produktionsverfahren besser geworden)
so lange waschen bis das wasser klar ist, damit das reismehl und die stärke weg ist.
wer viel geld hat, wäscht mit lauwarm oder warmwasser, damit verkürzt sich die kochzeit etwas.

über den modernen schweinskram "parboilt" und kochbeutelreis möchte ich mich nicht äussern, wer's nötig hat, nimmt's.



die menge an wasser hängt von der region ab.

in Suriname, Thailand und sonstwo, wird ein großer topf mit wasser zum kochen gebracht und dann den reis reingekippt, ähnlich wie bei spaghetti..
das wasser wird allerdings nicht weggeschüttet sondern aufgefangen und gekühlt getrunken. ein besseren durstlöscher habe ich noch nie getrunken.
am anfang etwas gewöhnungsbedürftig: gekühltes, leicht salziges reiswasser.

omas methode:
immer mehr gewaschener reis nehmen als man braucht, (es könnten ja noch gästen kommen) und das wasser muss ein (unteres) fingerglied überm reis stehen. reis, der übrig ist, kann man den nächsten tag für nassi goreng nehmen, oder halt im reiskocher oder dünster wieder warm machen.
kurz wasser kochen lassen, dann runterschalten, etwas köcheln lassen und dann nochmal runterschalten, sodass der reis gar quellen kann. vor dem quellen den reis nochmal umrühren und deckel nicht mehr abnehmen.
wer auf elektroherdplatten kocht, hat's etwas einfacher: kochen lassen und platte ausmachen, restwärme erledigt den rest.
die menge wasser über den reis ist am anfang experimentierbedürftig, denn nicht jeder hat die gleichen finger(knöchel) länge.
wer ein reiskocher hat, macht es natürlich anders.
da wird der gewaschener brass (Ind. für rohe reis) entweder kurtz vorgekocht (das kann auch ein tag vorher sein) oder ein nacht im wasser stehen gelassen.


al dente und gabeltest, ist humbug
die bissfestigkeit hängt von der reissorte ab. manche sorten müssen weich sein und kleben wie zum beispiel der indonesische ketan, long tong oder japanische sushireis. ausserdem wird oft mit der hände gegessen und dann sind fröhlich-vom-gabel-fallende-reiskörner mühselig zu essen !
es soll sogar leute geben die es denn mit den gabel essen .

für festiliche und oder speziale anlässe gibts:
nassi guhri- dann kocht man den reis mit reisstängel und oder blatt mit.
das gibt den reis dann einen herlichen duft (guhri= duft), reisiger halt.
nassi kunjir- gelben reis, auch (fälschiger weise) safran reis genannt. beim kochen werden 1-4 teelöfffel kunjir/kunjit oder curcuma (was auch richtig ist ) ins kochwasser beigemischt.
funktioniert natürlich auch mit türkische, marokanse oder indische gelbwurtz.
spanische puristen nehmen natürlich safran fädchen ! (und nicht nur die )


so, was gibt es noch zum thema reis?

in großküchen wird der reis nochmal anders gekocht, aber das ein anderes thema
in west europa ist die reistradition nicht ganz so alt wie die der kartoffel

ach ja, schmecken soll es ja auch noch.

und ich lass mich von uncle ben und onkel orza nicht veräppeln.
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Mitglied seit 25.02.2002
1.588 Beiträge (ø0,25/Tag)

Toll dass unserer community noch echte Profis beitreten, von denen wir alle mächtig was lernen können.

DANKE

Somos lo que comemos.......
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Mitglied seit 28.03.2005
6.172 Beiträge (ø1,16/Tag)

Ich wasche den Reis gut,bis da Wasser annähernd klar bleibt,dann kommt er in einen großen Topf,mit reichlich gesalzenem , kochendem Wasser und dann lasse ich ihn springend kochen. Wie lange?

Unterschiedlich--8 Min--10 Min--

Ich sehe hin und wenn er anfängt aufzuquellen,dann koste ich. Das Reiskorn muß weich sein, aber in der Mitte noch etwas Biß haben. Dann gebe ich in den heißen Topf, in dem der Reis eben kochte, einen Klacks Butter, oder ein Löffelchen Öl unten rein, der heiße Reis kommt sofort wieder in den Topf, fest zudeckeln und einfach so,oder ein bischen zugedeckt, noch ein Zeitchen stehen lassen.

Der Reis nimmt die restliche Flüssigkeit noch auf und ist dann--wenn man es richtig gemacht hat, wundervoll zart, körnig und duftend.

Entweder man braucht ihn gleich so, oder man schüttet ihn dann möglichst breit in eine Schüssel und läßt ihn Kalt und richtig trocken werde.

Dann ist er am nächsten Tag förmlich ideal für gebratenen Reis, Gemüsereis oder was immer man will.
Einfach nur in einer Pfanne,mit beliebigen Zutaten unter Rühren heiß machen.

Auch für Reissalat ideal.

So zubereiteter Reis ist trocken u. schön. Den kann man ohne Geschmacksverlust bis zu 4 /5 Tagen , mit einem Tuch zugedeckt im Kühlschrank aufbewahren, also sehr praktisch für schnelles Essen,oder Vorbereitung.

Klappt immer, egal welcher Reis, aber man muß den richtigen Zeitpunkt beim Kochen abpassen.

Eher noch ein bischen fester lassen, das Reiskorn.

Man kann den, so vorbereiteten, abgekühlten Reis in der Mikrowelle heiß machen,oder im Backröhr, mit Butter belegt zu einem köstlichen Butterreis werden lassen.

Ich brate am liebsten in einer großen Stielkasserolle Gemüsestreifchen an, in Butter, oder Öl und mische den Reis dazu, lasse es heiß werden, würze gut und gebe dann entweder Fleisch,oder Krabben, oder Schinken, oder Bratenreste dazu, oder nur Gemüse, oder Geflügelfleisch. (schmeckt auch gut vom Brathähnchen)

In 5 Minuten hat man ein schönes, gesundes Essen. Oder man nimmt den Reis in eine Brühe!

Diese Reiszubereitung (und Vorrat!) Habe ich von einer vietnamesischen Kollegin erlernt. Die mischte dann nur immer ganz kurz angedunsteten Chinakohl darunter und würzte das Ganze mit Chilli.

Für die Kalorienarme Ernährung sehr zu empfehlen! Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen
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Mitglied seit 28.03.2005
6.172 Beiträge (ø1,16/Tag)

entschuldige juti, ich wollte keinem auf den Sack gehen, oder belehren.

Es ist nur so eine unkomplizierte Zubereitung, ganz ohne Wissenschaft.

Nimmt vielleicht Manchem den Schrecken vor Reis.

Nochmals Entschuldigung. Ich kann mich natürlich mit der hier anwesenden Elite nicht messen.
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Mitglied seit 13.10.2007
2.533 Beiträge (ø0,58/Tag)

HAllo, ich weiß nicht... bei mir geht Reiskochen ruck-zuck..: Ich nehme 1 Tasse Reis und 2 1/2 Tassen Wasser, salzen und aufkochen lassen. Dann den Herd abstellen und den Reis im geschlossenen Topf ca. 25 Minuten quellen lassen. Fertig.
LG Burschi
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Mitglied seit 20.11.2007
956 Beiträge (ø0,22/Tag)

och Uli !!

Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, schliesslich haben du (und wenn ich es richtig verstanden habe ) und deinen kollegin das kochen gelernt.

tatsache ist, das ich das springend kochen und das vollsaugen der reis vergessen habe zu erwähnen. war wichtig.
die zeiten habe ich nicht angegeben, da die abhängen von der menge und der klaks butter habe ich weggelassen da dies mir immer an spaghetti erinnert und es auch ohne geht. wie es einem halt mag
das mit dem tuch werde ich ausprobieren, denn das ergiebt ein sinn.

bin davon ausgegangen, das (fast) jeder schon mal reis gekocht hat und meinen philosophischen senft dazu gegeben
es ist wie du sagtest, unkompliziert und ohne wissenschaft und ein möglichkeit mal von diesen "tassenmaß-kochen" wegzukommen.

wie gesagt, profis kochen wieder anders, da werden keinen tassen abgemessen sondern die ganze sack reingekippt, wasser drauf, deckel zugedreht und uhr eingestellt.
(aja und ein handvol salz)
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Mitglied seit 28.03.2005
6.172 Beiträge (ø1,16/Tag)

Beim nochmaligen Lesen hab ich gemerkt, daß ich nach dieser Stelle:


""Ich sehe hin und wenn er anfängt aufzuquellen,dann koste ich. Das Reiskorn muß weich sein, aber in der Mitte noch etwas Biß haben. ""

etwas vergessen habe. Wenn er seinen Garpunkt hat, wird der Reis auf ein Durchschlag geschüttet und tropft 4-5 min ab.

Nicht abspülen! Und so heiß als möglich, wieder in heißen Topf, in dem gekocht wurde.

So, und nun weiter im Text.
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 03.02.2006
458 Beiträge (ø0,09/Tag)

Hallo zusammen!

Interessanter Thread, nur frage ich mich, warum ihr den Kochbeutelreis so verpöhnt bzw. welchen ihr stattdessen nehmt? Ich kenne keinen anderen. *ups ... *rotwerd*
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Mitglied seit 04.09.2006
8.174 Beiträge (ø1,71/Tag)

Hi, Markus!

Sogar Aldi hat inzwischen losen Reis. Für MICH ist der Vorteil vor allem, dass ich da soviel machen kann, wie ich will. Außerdem schmeckt er einfach besser.

LG
Cleo
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Mitglied seit 20.11.2007
956 Beiträge (ø0,22/Tag)

hey markus,

es ist eher die philosophie der bequemlichkeit die hinter ein kochbeutel steht. in dieser hektische zeit sollte man sich zumindist bei der ernährung die zeit nehmen und es ist so wie die andere poster schreiben; reis kkochen ist einfach, echt.

und wie cleo es auch bemerkt hat, man kann besser dosieren. ok, manche hier im forum und ich rechnen beruflich mit 10 kg. säcke, aber das ist was anders.
ausserdem habe ich die angewohnheit mehr reis zu kochen als nötig- sehe oben.

(und reis anbrennen lassen ist auch kein schande :-p )

knabbergruss,
spass
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Mitglied seit 17.02.2007
6.649 Beiträge (ø1,44/Tag)

Ich bin seit ein paar Jahren stolze besitzerin eines Reiskochers (habe mich da durch einen chinesischen Kochjkurs belehren lassen...) und seitdem gibt es noch öfter Reis bei mir als sonst. Ist total easy wenn man seinen Topf erst kennt und außerdem kann man sich während des reiskochens dem anderen essen widmen. Da kommt es ja nicht auf Minuten (oder Stunden) an!
Hab mir den im Asialaden gekauft für nur 25 Mark (keine Euro!!!). Da ist noch ein Dünstsatz drauf, auf dem man sogar Eier kochen kann.
Also ich kann euch die Anschaffung nur empfehlen, denn das lohnt sich echt. Auch wenn man nicht jede Woche Reis macht. Ich dämpfe da auch mal Fisch oder Gemüse drin....

Schönen Tag noch, Fipsfips
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Mitglied seit 11.03.2006
4.960 Beiträge (ø1/Tag)

Moin, moin,

also bei mir geht Reis kochen noch viel einfacher. Ich lasse soviel Reis wie ich brauche in etwas Öl in einer Pfanne angehen, lösche mit Brühe oder Salzwasser ab bis es kurz über dem Reis steht und dreh die (Gas)flamme ganz runter. Wenn das Wasser weg ist, ist der Reis gut.

Besten Gruss Anne
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Mitglied seit 24.09.2007
19 Beiträge (ø0/Tag)

Hallole, meinen Reis koche ich so. Das Verhältnis Reis (trocken/roh gewogen) zu Wasser, sollte 1 : 1 1/3 sein. Zum Beispiel: 150 g Reis und 200 ml Wasser oder Brühe. Reiskörner in einem Sieb mit Wasser abbraussen. Dann in Wasser einweichen. Das Wasser sollte gut darüber stehen. 2-4 Stunden Einweichzeit. Dann den Reis in einem Sieb abtropfen lassen.
In einem Topf dann Salzwasser oder Brühe zum Kochen bringen, den Reis zufügen, aufkochen lassen , dann auf die kleinste Heizstufe stellen (bei meinem Herd ist das die Stufe 1). Den Topf mit Alufolie verschließen und dann erst der Deckel auflegen. Wichtig ist ein gut schließbarer Topf. 20 Min. garen, Herdplatte ausschalten und den Reis noch 10 Minuten ziehen lassen. Nach Geschmack etwas Butter darüber, schmelzen lassen und unterrühren. Ich koche so meinen Langkornreis und Basmatireis. Er gelingt immer.Gruß Gischa Lachen
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Mitglied seit 26.03.2013
1 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo liebe Leute,
der Beitrag ist zwar schon ewig alt, aber ich muss einfach mal unbedingt was zu dem Thema sagen. Na!
Bin selber asiatischer, um genau zu sein philippinischer Abstammung. Bei uns wird eigentlich 7 Tage die Woche Reis gegessen und wir kaufen unseren Reis fast monatlich in 20Pfund Säcken (für drei Personen).
Ich muss beim Thema Reiskochen in Deutschland jedenfalls immer wieder schmunzeln. Die meisten hier essen Basmati/Langkornreis und kochen diesen meist recht trocken und körnig, sodass die einzelnen Körner nicht kleben. Ich für meinen Teil kann mich natürlich nur zum (Südost)asiatischen Reis(kochen) äußern und soweit ich weiß stammt der Basmati ja auch eher aus dem indischen und afghanischen Raum.
Jedenfalls habe ich noch nie einen Asiaten getroffen der seinen Reis so "deutsch" kocht und dazu gehören natürlich auch verschiedene asiatische Restaurants die ich kenne. Bisher war auch jeder der mal Reis bei mir gegessen hat von diesem total begeistert und viele kaufen und kochen seit dem so.

Also grundsätzlich schwöre ich auf thailändischen Duftreis, den Jasminreis.
Dieser wird vor dem Kochen kurz gewaschen und je nach Geschmack auch länger bis das Wasser fast klar bleibt, ich jedoch bevorzuge kurz.
Da ich mein Leben lang immer mit Reiskocher koche, habe ich dies selten ohne getan, wenn jedoch einfach genauso wie mit.
Man nehme also Reis und Wasser vom Volumen her ungefähr im Verhältnis 1:2. Zum messen kann man einen Finger in den Reis stecken und die Höhe des Reisspiegels am Finger mit dem Daumen markieren und dann wiederum den Finger auf den Reisspiegel setzen und genauso viel Wasser einfüllen.
Dann wird der Reis solange gekocht bis das Wasser komplett weg ist. Jetzt kann man den Reis für ein trockeneres Ergebnis natürlich noch weiterkochen aber perfekt ist er wenn er nicht matschig aber trotzdem feucht ist und zusammenhält. So muss er nämlich auch sein damit man ihn wie auf den Philippinen mit den Fingern essen könnte.
Bei weitem die einfachste Art Reis zu kochen. Kein Quellen und Weitergaren und auch kein Salz oder Butter, denn der Jasminreis hat im Gegensatz zum Basmati einen schönen Eigengeschmack.
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Mitglied seit 06.11.2006
911 Beiträge (ø0,19/Tag)

Hallo,
Also ich weiss jetzt auch nicht was an Kochbeutelreis so schlecht sein soll , wir essen allerdings hauptzaechlich Kartoffeln (aus eigenem Anbau ),aber wenn es Reis giebt dann nehe ich den aus dem Kochbeutel HAR HAR HAR ..und JAAA ich lebe noch Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Gruss,Claudia
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