Soleier - eine Berliner Spezialität

Würzige Soleier

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Von: Carsten Dorhs, Länge: 6:38 Minuten, Aufrufe: 22.541

Das Rezept zum Video:

Soleier – lecker würzig

Soleier sind hartgekochte Eier, die in einer Kochsalzlösung eingelegt werden um sie haltbar zu machen. Als Nebeneffekt werden die Soleier durch die Kochsalzlösung lecker würzig. Dadurch sind im Laufe der Jahre mehrere Rezepte für würzige Soleier entstanden.

Durch die Salzlösung werden Eier konserviert und bleiben ohne Kühlung lange haltbar. Wie lange die Soleier haltbar sind, hängt auch von der Lagerung ab. Soleier sind traditionell in der Berliner Küche beheimatet. In Berliner Kneipen bekommt man Soleier noch heute oft an der Theke direkt aus dem Glas.

Um ein Solei herzustellen, braucht man zu allererst hart gekochte Eier. Jedes Ei wird dann zunächst so anschlagen, dass die Schale zerbricht – ohne allerdings einzureißen. Die so präparierten Eier gibt man dann in ein verschließbares Glas.

Danach wird ein Sud aus Wasser, viel Salz und – je nach Rezept – Gewürzen aufgekocht und noch heiß über die Eier gegossen. Der Sud kann je nach Rezept mit Zwiebeln, Piment-Pfeffer, mit ganzen Pfefferkörnern oder Kümmel gewürzt werden. Außerdem sollte der Sud so viel Salz enthalten, dass die Eier schwimmen. Empfohlen werden mindestens 60 Gramm Salz auf einen Liter Wasser. Danach wird das Glas fest luftdicht verschlossen.

Würzige Soleier mit typischer Färbung

Durch die Zwiebelschalen bilden sich auf manchen Eierschalen entlang der Bruchstellen bräunliche Muster. Dadurch bekommen die Soleier ihre typische Färbung.

Gegessen werden Soleier meistens als Zwischenmahlzeit, zum Beispiel in einer Berliner Kneipe zwischen zwei Gläsern Bier. Dafür einfach das Ei aus dem Sud raus nehmen, das Ei schälen und längst halbieren. Den Dotter können Sie herausnehmen. Die dadurch entstandene Mulde im Ei wird dann noch mit Öl, Essig und Pfeffer gefüllt. Dann den Dotter wieder daraufgesetzt. Etwas Senf dazu und das halbe Solei mit einem Bissen ganz verzehren.

Bevor Sie die Soleier essen, sollten diese mindestens ein paar Tage in dem Glas geschwommen sein. Empfohlen werden mindestens drei Tage; besser sind sieben. Den optimalen Geschmack bekommen die Soleier wenn sie sieben bis vierzehn Tage in dem Sud geschwommen sind.

Wie lange sind Soleier haltbar?

Um die Soleier möglich lange haltbar zu machen, sollen sie dunkel und kühl gelagert werden. Länger als vier Wochen sollten Sie die Soleier allerdings nicht lagern, da man nicht weiß, ob nicht vielleicht doch irgendwo Sauerstoff in das Glas gekommen ist oder die Eier aus einem anderen Grund nicht mehr genießbar sind.

Theoretisch sind Soleier allerdings eine ganze Weile haltbar. Durchaus auch ein paar Monate.

Nach etwa vier Wochen nimmt der Eidotter in der Regel eine grünliche bis bläuliche Farbe an. Außerdem entwickelt sich ein leicht schwefeliger Geruch. Für besondere Soleier-Liebhaber gilt das allerdings als Qualitätsmerkmal.

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