Viele verschiedene Nudeln aus einem Teig!

Nudeln ganz einfach selbst gemacht

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Von: Carsten Dorhs, Länge: 17:32 Minuten

Nudeln selber machen, denn: Pasta macht glücklich

Mit Pasta-Gerichten macht man nicht nur Kinder glücklich, auch bei Erwachsenen sind Gerichte mit Nudeln überaus beliebt. Warum Rezepte für Nudeln gerade aus Italien so lecker und vielfältig sind, wird schnell klar: Wenn es Pasta gibt, kommt die ganze Familie zusammen an einen Tisch. Es wird zusammen gegessen, getrunken, geredet und gelacht. Und la mama freut sich, denn die gesamte Großfamilie mit allen Kindern und Enkelkindern ist vereint um den Tisch versammelt. Dabei ist es für italienische Köchinnen selbstverständlich, dass sie ihre Nudeln selber machen.

Nudeln selber machen ist gesellig

Nicht nur das Essen von Pasta ist gesellig. Auch die Zubereitung von Nudelteig und Nudeln zuhause kann zu einer überaus geselligen Angelegenheit werden. Gemeinsames Kochen macht gleich viel mehr Spaß – insbesondere wenn es sich dabei um selbst gemachte Pasta handelt!

In Italien treffen sich die Frauen oft an einem Ort im Dorf, um gemeinsam Nudelteig zu kneten, auszurollen und Nudeln zu formen. Während dieser Arbeit können sie sich über den neusten Klatsch und Tratsch unterhalten, Rezepte austauschen und zeigen, wer die besten Pasta macht: Wer kann den Teig am schnellsten ausrollen? Wer formt die schönsten Tortellini? Wer hat die leckersten Rezepte für Ravioli? Diese italienischen mamas arbeiten selbstverständlich alle ganz ohne Nudelmaschine!

Selbst gemachte Nudeln einfach zubereiten

Selbst gemachte Nudeln schmecken viel besser als die aus dem Supermarkt. Es gibt unglaublich viele verschiedene Rezepte, Formen und Farben für Nudeln: Sie können die Nudeln mit Ei oder ohne zubereiten oder den Teig mit Gries verfeinern. Außerdem gibt es viele Rezepte, mit denen Sie selbst gemachte Pasta in vielen verschiedenen Farben herstellen können: mit Sepiatinte, Spinat, Rote Bete & Co. Am Ende schmeckt man die Liebe, die Sie in die selbst gemachte Pasta gesteckt haben und dadurch sind sie so lecker.

Außerdem können Sie Ihre Nudeln in der Form zubereiten, die Sie am liebsten mögen. Das einzige was man für die perfekte selbst gemachte Pasta benötigt, sind die richtigen Rezepte und etwas Übung. Chefkoch Carsten Dorhs zeigt Ihnen in diesem Video, wie Sie ganz einfach zuhause selbst gemachte Nudeln zubereiten können. Hierfür geht er in die Kochschule bei einem echten Italiener: Alberto aus Bologna.

Ravioli, Tortellini & Co: ein Teig, viele Nudeln

Die verschiedenen Rezepte für Pastateig, ob mit Grieß, Eiern oder ohne, ermöglichen Ihnen viele verschiedene Nudeln selbst herzustellen. Der Clou ist: Sie brauchen nur einen Teig zu machen und können mit diesem verschiedene selbst gemachte Nudeln herstellen und abwechslungsreiche Rezepte kochen. Ob Cannelloni, Ravioli, Farfalle, Tortellini oder Lasagne – kochen Sie mit dem Teig Ihre liebsten Rezepte nach! So steht Ihnen der Weg offen für alle möglichen Rezepte.

Ob Sie dann lieber italienische Rezepte wie selbst gemachte Ravioli zubereiten oder aus dem Teig doch eher bodenständige schwäbische Maultaschen zubereiten, bleibt Ihnen überlassen. Dazu einfach noch passende Rezepte für leckere Saucen aussuchen und fertig ist der perfekte Nudel-Genuss!

Nudelteig wie beim Italiener

Viele Rezepte für Paste arbeiten mit Mehl, Eiern, Olivenöl und Salz. Wählen Sie für selbst gemachte Pasta ein fein gemahlenes Mehl, am besten Typ 405 oder das italienische Mehl vom Typ 00. Ein fein gemahlenes Mehl verbindet sich besser mit den Eiern und macht die Nudeln geschmeidiger. Die meisten Rezepte rechnen für Pasta pro Person 100 g Mehl und ein Eigelb. Da sich jedoch jedes Mehl in seiner Beschaffenheit unterscheidet und Eier in verschiedenen Größen daher kommen, dienen diese Angaben eher als Orientierungshilfen. Später beim Kneten des Teiges werden Sie bemerken, ob er die richtige Konsistenz hat oder ob gegebenenfalls noch mit der Zugabe von Mehl respektive Wasser nachgebessert werden muss. Je häufiger Sie Nudeln selber machen, desto besser wird Ihr Gespür dafür, wie sich der Teig anfühlen muss.

Pastateig selbst gemacht: so geht’s

Zur Zubereitung des Nudelteigs geben Sie das Mehl auf die Arbeitsfläche. Drücken Sie in die Mitte des Mehls eine Mulde und geben dort die Eigelbe sowie ein zusätzliches Ei hinein. Außerdem benötigen Sie zwei Esslöffel Öl und etwas mehr als eine Prise Salz. Durch das Salz wird der Teig rauer und hebt den Geschmack hervor. Ein Tipp vom Italiener: Wenn sie Ihrer Pasta eine noch intensivere, gelbe Farbe verleihen möchten, können Sie zusätzlich Kurkuma hinzufügen.

Jetzt müssen alle Zutaten zunächst verquirlt und dann gut durchgeknetet werden. Dies kann bis zu zehn Minuten dauern. Je intensiver und länger Sie den Teig durchkneten, desto besser wird er. Fertig ist er, wenn er eine schöne gelbe Farbe bekommen hat und nicht mehr klebrig ist. Lassen Sie ihn danach in Klarsichtfolie gewickelt eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur ruhen.

Teig ausrollen mit dem Mattarello

Hatte der Nudelteig ausreichend Zeit zum Ruhen, kann er ausgerollt werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um den Nudelteig auszurollen: Mit der Nudelmaschine, mit einem klassischen Nudelholz – je nachdem was Sie bevorzugen. Alberto rollt seinen Nudelteig mit einem Nudelholz aus seiner Heimat Bologna aus: dem Mattarello di Bologna. Ein Mattarello ist ein italienisches Nudelholz, das meist über 60 cm lang ist und deshalb deutlich länger ist als das in Deutschland übliche Nudelholz. Achten Sie beim Ausrollen des Teiges darauf, dass die Arbeitsfläche und der Teig ausreichend bemehlt sind und nichts klebt. Rollen Sie so lange, bis Sie die gewünschte Dicke für die Nudeln, die sie herstellen wollen, erreicht haben. Für Farfalle sollten dass ungefähr zwei Millimeter sein, bei Tagliatelle oder Lasagne wiederum ein Millimeter oder weniger.

Nudeln machen mit der Nudelmaschine

Wenn Sie lieber mit einer Nudelmaschine arbeiten möchten, ist das selbstverständlich auch möglich. Bereiten Sie den Nudelteig wie im Rezept zu und drehen ihn dann so oft durch die Nudelmaschine, bis sie die gewünschte Teigdicke erreicht haben. Mit etwas Übung haben Sie den Dreh schnell raus und können einen gleichmäßigen Nudelteig ausrollen.

Nudeln in Form bringen

Wenn Sie Ihren Nudelteig ausgerollt haben, müssen Sie Ihn nur noch in die Form bringen, in der Sie Ihre Nudeln gerne genießen möchten. Verarbeiten Sie den Teig am besten sofort weiter, da er sonst austrocknet. Dies ist besonders wichtig wenn Sie Rezepte mit Nudeln wie Tortellini oder Ravioli zubereiten, bei welchen man den Teig biegen muss.

Jetzt können Sie den Teig zuschneiden: rechteckige Lasagneplatten, längliche Tagliolini, Taglierini, Tagliatelle, Pappardelle oder die schmetterlingsförmigen Farfalle. Falls Sie sich mal verschneiden ist das kein Problem. Auch solche Pasta gibt es in Italien, die heißen dann Maltagliati„schlecht geschnitten“. Also stürzen Sie sich auf die Rezepte, schwingen Sie Ihr Mattarello und bereiten Sie Tortellini, Ravioli oder andere leckere Pasta selbst zu – und machen Sie Ihre ganze Familie glücklich.

Rezept: Grundrezept Nudelteig >>

 

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