Schwäbisches Schnitzbrot oder Hutzelbrot

Rezept ist seit Generationen vererbt, ergibt 10 Brote
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Zutaten

500 g Birne(n), gedörrte ganze(Hutzeln, z. B. Schweizer Wasserbirnen od. Bratbirnen)
500 g Zwetschgen, getrocknete oder Pflaumen, gibt es ohne Steine halbtrocken in Dosen
40 g Hefe, frische
1000 g Mehl, dunkles (Typ 1060)
250 g Zucker
500 g Feige(n), getrocknete
125 g Orangeat
125 g Zitronat
250 g Haselnüsse
250 g Walnüsse
250 g Mandel(n), ungeschälte, gemahlene
250 g Sultaninen
250 g Rosinen
30 g Zimt, gemahlen
1 EL Anis, gemahlen
1 Prise(n) Salz
2 Liter Apfelsaft, vergorener (Schwäbischer Most)
20  Mandel(n), ganze
Portionen Auf meine Einkaufsliste

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 2 Std. Ruhezeit: ca. 12 Std. / Schwierigkeitsgrad: pfiffig / Kalorien p. P.: keine Angabe

Die Hutzeln (getrocknete Birnen) in einem großen Topf mit 1- 2 Liter Most über Nacht einweichen. Am nächsten Tag aufkochen lassen und mit Deckel leicht köcheln lassen bis die Birnen weich sind. Immer wieder Most und Wasser (zu gleichen Teilen) nachfüllen, so dass die Hutzeln bedeckt sind. Da sie nach oben treiben, lege ich einen passenden Teller auf die Hutzeln, der sie in die Flüssigkeit zurückdrückt. Die Zwetschgen und Feigen in Würfel schneiden, Orangeat und Zitronat klein hacken ebenso die Haselnüsse und Walnüsse. Alles in eine große Schüssel geben (wir nehmen eine Plastikwanne), die gemahlenen Mandeln, die Sultaninen und Rosinen zugeben. Zimt, Anis und Salz darüberstreuen. Die eingeweichten Hutzeln kleinschneiden dabei den kleinen harten Teil am Ende der Birne, etwa linsengroß, wegschneiden und wegwerfen. In die Wanne geben und alles mit den Händen kurz durchmischen.

Mit etwas warmer Hutzelbrühe, der Hefe, etwas Zucker und Mehl einen kleinen Vorteig bereiten bis dieser geht.

Den restlichen Zucker mit dem Vorteig in die Wanne geben. Alles unterarbeiten und dabei das Mehl nach und nach zugeben. Eventuell etwas Hutzelbrühe nachgießen, sodass ein leicht klebriger, formbarer Teig entsteht. Am Besten zu zweit arbeiten - einer hält die Wanne. Dann das Ganze leicht mit Mehl bestäuben, abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen. Dauert einige Zeit.

Sobald das Mehl Risse bekommt, den Teig nochmals durchwirken und in 10 gleiche Teile teilen.
Laibe daraus formen, diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die ganzen Mandeln mit heißem Wasser überbrühen, dann lässt sich die braune Haut gut abziehen. Die Mandeln teilen und je vier halbe Mandeln auf die geformten Laibe drücken, in der Art, dass ein symbolisches Kreuz entsteht. Mit einem Tuch abdecken und über Nacht stehen lassen.

Am anderen Morgen den Backofen auf 220° (Umluft 190°) vorheizen. Die Hutzelbrote 40 - 50 Minuten backen. Immer beobachten, damit sie oben nicht schwarz werden. Sonst rechtzeitig Temperatur herunterschalten. Die Brote sind fertig, wenn sie beim Klopfen auf den Boden hohl klingen. Noch warm mit der restlichen Brühe einstreichen, dann glänzen sie schön und abkühlen lassen. Noch ein bis zwei Tage stehen lassen, dann schmecken sie erst richtig gut.

Wir wickeln dann jeden Laib in Frischhaltefolie. Das Hutzelbrot (auch Schnitzbrot genannt) kann sehr lange ca. 2 - 4 Monate aufbewahrt werden. Immer wieder kontrollieren, dass sich unter der Folie kein Schimmel bildet, was bei etwas zu feuchtem Brot passieren kann. Dann gleich auspacken. Wir verschenken sehr viel als Weihnachtspräsent.

Kommentare anderer Nutzer


Naffi-Naff

01.12.2007 18:16 Uhr

Hallo,

ich bin großer Hutzelbrot-Fan....aber ich mag keine Rosinen, Korinthen, Sultaninen oder wie immer sie auch heißen. Deshalb bin ich gezwungen mein Hutzelbrot immer selber zu backen. Nun meine Fragen:

1. Was mach ich, wenn ich kein Most habe?? Wein vielleicht?

2. Diese Hutzeln, sind das diese schwarzen getrockneten Birnen, an denen noch Stil und Bart dran sind? Ich habe die mal gekauft und hab sie halbiert um das Kerngehäuse auch raus zu bekommen. Denn nur diese Hutzeln geben die dunkle Farbe an das Brot ab. Die normalen getrockneten Birnen sind ja eher hell braun.

Gruß
Naffi
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BeateK

06.12.2007 10:51 Uhr

Hallo Ringelmomo,

ich hab das Schnitzbrot vor einigen Tagen gebacken und eben angeschnitten.
Bin total begeistert, es schmeckt klasse, die Konsistenz ist prima und es sieht super aus :o)))
von mir bekommst dafür 5 Sterne...

Orangeat und Zitronat hab ich offen im Reformhaus gekauft und dort auch gleich die Birnen bekommen (von denen ich vorher noch nie gehört habe) allerdings haben die da zweierlei - die Hutzeln, die sind noch härter und eben Wasserbirnen, die sind weicher, welche sind denn die Richtigen?

Beim Mehl hat sich im Rezept glaub ein Fehler eingeschlichen, es gibt wohl kein Typ 1060 und so hab ich eben 1050 genommen, ist sehr gut geworden.

Der Teig ist beim Zubereiten echt eine wahnsinns-zähe klebrige Masse und mir ist schier derArm abgefallen, aber es hat sich wirklich gelohnt, kann Euch dieses Rezept nur empfehlen...
vielen Dank dafür, das gibts bei uns jetzt jedes Jahr.

@Naffi-Naff
die Birnen die ich gekauft habe sind schwarz mit Stiel und Bart und da die später ja kleingeschnitten werden müssen, kriegst da das Kerngehäuse gut raus.
Den Most mit was anderem zu ersetzen kann ich mir allerdings nur sehr schwer vorstellen....frag doch mal in einem Reformhaus nach...

LG
Beate
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jd140224

12.12.2007 09:36 Uhr

hallo, konnte erst heute antworten.
Also die Hutzeln sind die richtigen und man braucht das Kerngehäuse nicht rausschneiden. Nur den Bart am Ende der Frucht. Aber auch Wasserbirnen sind ganz ideal, nur nicht ganz so aromatisch.
Mehl ist natürlich dunkeles Weizenmehl Type 1050.
Most bzw. Apfel- und Birnenwein gibt es in jedem größeren Getränkemarkt. Traubenwein ist nicht zu empfehlen, dann lieber nur Wasser.

LG helmut
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grinse-katze

10.12.2008 16:50 Uhr

Hallo helmut,
eben habe ich mein erstes selbstgemachtes Hutzelbrot probiert und bin ganz begeistert von dem Geschack.
Anstelle des Most habe ich Cidre genommen und anstatt Zitronat/Orangeat,Datteln und Aprikosen.Ansonsten habe ich mich genau an dein Rezept gehalten und bin gut damit zurecht gekommen.
Vielen Dank für das Rezept und das schnelle Beantworten meiner Anfrage

Gruß claudia
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jd140224

11.12.2008 06:54 Uhr

Du, das freut mich ganz doll, dass Dir das gelungen ist. Deine Variationen mit den Datteln und Aprikosen kann ich mir lecker vorstellen.
Wir haben dieses Jahr die Menge des Rezepts gleich dreimal genommen. Bei der Verwandtschaft und den Freunden wird das als Weihnachtspräsent überreicht.

Schöne Feiertage für Dich und Deine Familie
grüße
helmut
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oma_vonne

08.11.2009 14:56 Uhr

Ich habe vor dieses Jahr statt die riesige mengen an Plätzchen,die ich sonst immer backe, auf 4 Sorten zu reduzieren und dann noch Hutzelbrot und Apfelbrot zu backen. Leider kann ich kein Most verwenden, ich glaube ich werde nur ganz einfach trübe Apfelsaft verwenden, denke das wird auch gehen, auch werde ich keine Zitronat und Orangat verwenden, weil es doch einige in unsere Familie gibt die das nicht mögen. Ein Problem habe ich bei den Birnen, den die habe ich noch nie irgendwo im Handel gefunden. nur auf der Weihnachtsmarkt bei uns habe ich die Dinger gesehen. Aber bis der kommt will ich eigentlich schon fertig mit dem backen sein. Ich habe mal Hutzelbrot mit gemischtes Dörrobst gemacht was auch sehr lecker war. Wenn ich alles Fertig habe werde ich Bilder einstellen und berichten wie es mir ergangen ist und wie das Brot schmeckt, kann es kaum erwarten. Ich liebe Hutzelbrot dunngeschnitten mit dick Butter drauf HHHHHHHHHHHMMMMMMMMMMMMM

Grüße
yvonne
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schwobamädle

12.12.2009 00:03 Uhr

Hallo!

Das Schnitzbrot schmeckt genau wie das, das ich sonst immer geschenkt bekommen habe. Dieses Jahr habe ich beschlossen, mir selbst welches zu machen, und es ist LECKER geworden.

In Ermangelung von Most habe ich naturtrüben Apfelsaft genommen, dafür etwas weniger Zucker, und Hutzeln hatt ich auch nicht, habe dafür getrocknetes Mischobst genommen. Außerdem habe ich auch noch Aprikosen verwendet.

Allerdings erschien mir die Temperatur etwas hoch und die Backzeit etwas lang; ich habe etwa 30-40 Minuten bei 200 °C gebacken und dann nochmal kurz bei 220, wobei mir die Brote doch rasch dunkel wurden :-(.

Grüßle vom Schwobamädle
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Eingeschränkte Kommentare

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Die neusten Kommentare:


Gelnika

17.12.2012 12:47 Uhr

Backe dieses Jahr schon die zweite Runde Schnitzbrot nach deinem Rezept. Es ist wahnsinnig lecker! Kommentar meiner Oma:"Das beste Schnitzbrot, dass ich je gegessen hab!" :)
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--Emma--

11.12.2013 22:39 Uhr

Was soll ich sagen...
Es schmeckt SO unglaublich lecker, dass 8 Hutzelbrote innerhalb einer Woche
von meiner Familie verschlungen wurden...
Also werde ich es jetzt nochmal in der selben Menge machen.

Es schmeckt wirklich fantastisch! Großes großes Lob an dieses wunderbare Rezept.
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ConsuelaBananahammock

03.12.2014 16:11 Uhr

Super leckeres Rezept, das war mein erstes Hutzelbrot dass ich selbst gemacht habe und es ist prima gelungen. Aus der Hälfte der Menge wurden bei mir 6 kleinere Brote. Wegen Allergie habe ich die Haselnüsse gegen Mandeln ausgetauscht und da Kinder mitgegessen haben Apfelsaft anstatt Most genommen. Alle Norddeutschen die das bei mir zum ersten Mal gegessen haben waren begeistert. Vielen Dank für das tolle Rezept.
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dariela

28.12.2014 16:54 Uhr

Sehr sehr lecker und alle Verwandten sind begeistert :)
Habe Orangeat und Zitronat weggelassen, dafür noch ganze Haselnüsse (etwa 150 g) hineingetan (siehe Foto) und ein paar getrocknete Aprikosen. Statt Most naturtrüben Apfelsaft benutzt.
Danke für's Rezept!
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mbaar

07.11.2015 09:09 Uhr

Superlecker. Ich habe die Brote auf Backpapier Ober-/Unterhitze gebacken.

Am nächsten Tag sind die Brote an der Unterseite noch ganz schön feucht. Innen und oben sind sie gut. Kann man die so einpacken, ohne das sie von unten Schimmeln?

Worauf backt ihr die Brote Blech, Rost, Backpapier?

Sollen die nach dem Backen mehrere Tage offen stehen oder werden sie dann nicht trocken?
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