Schoko - Zimt - Hefekranz *Sigraen*



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Zutaten für Portionen

25 g Hefe, oder 1 Pkt. Trockenhefe
150 ml Milch, lauwarm
60 g Zucker
375 g Mehl, (Dinkel- oder Weizenmehl)
60 g Butter oder Margarine, weich
Ei(er)
¼ TL Salz
80 g Zucker, für die Füllung
80 g Butter oder Margarine
50 g Haselnüsse oder Mandeln, gemahlen
50 g Kuvertüre, dunkel
1 EL Zimt, gemahlen
50 g Kuvertüre, dunkel zum Glasieren oder
Eigelb, verrührt
2 EL Zucker, (Hagelzucker)

Zubereitung

Es war einmal eine Frau, die vor nicht allzu langer Zeit an einem warmen, sonnigen Samstag, ehe sie einen schönen Spaziergang unternahm, schnell noch Schokoladen-Hefeschnecken für den Sonntag backen wollte. Sie stellte o.g. Zutaten bereit und ging frohgemut ans Werk.
Als erstes belegte sie ein Backblech mit Backpapier. Dann bereitete sie aus Dinkelmehl, Zucker, Trockenhefe, Salz, lauwarmer Milch, Fett und Ei einen Hefeteig zu.
Während dieser im Backofen bei 50° und Umluft (den sie nach 5 Minuten wieder ausschaltete!!!) 20 Min. gehen durfte, stellte sie die Füllung für die - wie sie dachte - Hefeschnecken her:

Dazu schmolz sie in einem kleinen Topf die Butter, zusammen mit der Kuvertüre und dem Zucker auf kleiner Hitze, verrührte alles zu einer Creme und hob die gem. Nüsse und den Zimt unter. Sie nahm den Topf von der Platte, damit die Füllung etwas abkühlen konnte, während sie den Hefeteig noch einmal durchknetete und auf dem mit Backpapier belegten Blech zu einem großen Rechteck ausrollen wollte.
Aber was war denn das? Der verflixte Teig klebte bald am Wellholz, bald am Backpapier. Die Frau raufte sich die Haare und fragte sich verstört wie es sein konnte, dass dieser Teig, der schon hundert Mal wunderbar gelungen war, sich plötzlich so eigenwillig benahm. Lag es am Dinkelmehl, der Trockenhefe, war gar das Ei zu groß oder die Milchmenge, die sonst immer gepasst hatte, zuviel? Genervt blickte sie aus dem Küchenfenster und sehnte sich hinaus in die strahlende Spätsommersonne.

Währenddessen drohte auf dem Herd die Füllung fürs Gebäck zu erstarren. Was nun?

Da die Frau es nicht liebte, wenn der Teig zu ,mehlig' oder fest wurde, fügte sie kein weiteres Mehl hinzu, sondern zwang ihn unter Aufbietung aller Kräfte auf dem Backblech nieder. Bei soviel Entschlossenheit gab der Hefeteig schließlich so weit nach, ein ordentliches Rechteck zu werden und die Füllung mit einem Löffel auf sich verstreichen zu lassen.
Als er jedoch von der schmalen Seite her aufgerollt werden sollte, sträubte er sich prompt wieder und klammerte sich zunächst boshaft am Backpapier fest. Knurrend und fluchend, unter Zuhilfenahme eines Teigschabers, löste sie den Wiederspenstigen vorsichtig vom Backpapier und formte ihn zu der geplanten Rolle.
Aber es war ziemlich offensichtlich, dass sich dieser (Kl)He(b)feteig kaum ohne weitere, schwere Kampfhandlungen in 2 cm dicke Scheiben, sprich: zu Hefeschnecken, aufschneiden lassen würde. Und draußen lachte lockend der Sonnenschein...

Kurz entschlossen formte die Frau die Teigrolle daraufhin zu einem Kranz, deckte ihn mit einem sauberen Küchenhandtuch ab und ließ ihn noch einmal 20 Min. gehen.
Weil bereits völlig frustriert und ungeduldig vergaß sie am Ende auch noch, das angehende Gebäck mit verquirltem Eigelb zu bestreichen und mit Hagelzucker zu bestreuen, was ihm sicher ein ansprechenderes Äußeres verliehen hätte. "Ab mit dir in den Backofen! Bestimmt habe ich dich sowieso voll vergurkt", knirschte sie.
Zur Strafe mußte der Tunichtgut 45 Min bei 150° Umluft auf der 2. Schiene im Backofen absitzen, um über seine Verfehlungen zu meditieren.
Reuevoll begann er nach einer Viertelstunde einen unverhofft köstlichen Duft zu verströmen.

Obwohl er am Ende der Backzeit nicht gerade durch ein besonders gestyltes Design glänzte, duftete er ausgesprochen verlockend. Zwecks Verschönerung verpasste ihm seine Bäckerin aus geschmolzener, dunkler Kuvertüre ein neckisches Streifendesign, damit auch die Optik stimmte.
Die beiden schlossen Frieden miteinander, der unerwartete Schoko-Zimt-Nusskranz schmeckte zur Versöhnung unwiederstehlich gut und...
Während die Schoko-Zimt-Hefekranz-Bäckerin wieder Willen endlich ihren heißersehnten Spaziergang antrat überlegte sie, den Kranz das nächste Mal gleich in einer entsprechenden Form zu backen. Aber auch das Freestyle-Backen auf dem Blech hatte seinen Reiz.

Äh, übrigens - wieso hat der Teig an disem Tag bloss so geklebt??? Ob der Mond für Hefeteig vielleicht im falschen Sternzeichen stand?
Arbeitszeit: ca. 1 Std.
Ruhezeit: ca. 2 Std.
Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Freischaltung: 11.10.07
Rezept-Statistiken: 4.460 (88)* gelesen
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2 (0)* verschickt
* nur in diesem Monat
Verfasser:

sigraen  Smutje


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