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Oberlausitzer Deichelmauke

Zutaten

500 g Rindfleisch
1 Bund Wurzelwerk
Lorbeerblätter
  Salz und Pfeffer
Zwiebel(n)
1 kg Kartoffel(n)
1/4 Liter Milch
150 g Speck
  Butter, zum Braten
500 g Sauerkraut, (gekocht)
  Pfeffer, ganz
  Majoran
Portionen

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 30 Min. / Schwierigkeitsgrad: simpel / Brennwert p. P.: keine Angabe

Das Fleisch mit dem klein geschnittenen Wurzelwerk, 1 geschnittene Zwiebel, 1 Lorbeerblatt, Majoran, Pfeffer und Salz kochen. Danach das Fleisch aus der Brühe nehmen, abkühlen lassen, in Würfel schneiden, diese wieder in die Brühe geben und noch einmal kurz aufkochen lassen.

Die geschälten Kartoffeln in Salzwasser kochen, abgießen, anschließend zerstampfen und mit der Milch zu einem Brei schlagen. Eine Zwiebel und etwa 100 g Speck in kleine Würfel schneiden, mit Majoran würzen und in etwas Butter braten. Danach beides unter den Kartoffelbrei rühren und mit Salz abschmecken.

Das Sauerkraut mit 1 Lorbeerblatt und Pfefferkörnern 20 Minuten kochen. Eine Zwiebel und 50 g Speck in kleine Würfel schneiden, in Butter anbraten und unter das Sauerkraut geben, zuletzt noch mit Majoran abschmecken.

Den Kartoffelbrei auf Teller geben. Mit einem Esslöffel in die Mitte jeweils eine Mulde drücken, das Rindfleisch mit der Brühe Hineingeben und mit Sauerkraut servieren.

Mauke & Abern
Auch in der Oberlausitz kommen die Kartoffeln, die man hier Abern nennt, in vielerlei Gestalt zu Tisch. Eines der Gerichte die aus Abern zubereitet werden ist die Mauke – der Kartoffelbrei. Die Oberlausitzer verrühren die Mauke aber nicht mit Milch, sondern mit Fleischbrühe. Wird in den Brei eine Vertiefung hinein gedrückt und die Brühe hinein gegossen, entsteht eine Deichelmauke.

Kommentare anderer Nutzer


Antjeannik

08.04.2008 09:59 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

JA! Endlich kennt das mal jemand ... Bei uns zu hause gabs das oft. Auch bei uns wurde die Mauke mit Brühe zubereitet. Ausser dem Fleisch haben wir auch immer noch die Möhren in Scheiben geschnitten noch zur Brühe gegeben und Petersilie darüber gestreut. Klasse!

blacky278

04.01.2010 21:33 Uhr

Sehr lecker, gab es heut zum Mittag. Habe den KaPü auch nicht mit Milch gemacht, sondern mit Brühe. Beim Sauerkraut hab ich gemogelt, habe fertiges Schlachtekraut genommen. Erinnert an die Kindheit. Ich hab 2 Fotos auf die Reise geschickt.
LG blacky278

Ostara-1

06.12.2010 10:49 Uhr

Ha, das ist doch mal was richtig Feines. Endlich habe ich die Deichelmauke entdeckt.

Gab es bei mir letztes Wochenende, mal aus Schweinerippchen und die "Mauke" sprich Kart.-pü. wird natürlich mit Brühe gerührt, darf auch nicht zu flüssig werden, dass man dann beim Essen noch die Brühe mit reinrühren kann.

Ganz fein wird es, wenn man als Fleisch eine ordentliche Rinderbeinscheibe nimmt. Und für die Brühe bitte nicht vergessen "Liebstöckelkraut - auch Maggiekraut genannt".

LG Ostara

Lilium_candidum

13.10.2011 13:33 Uhr

Herzlichen Dank für das Rezept. Das hat 5 Sterne verdient, aber nur wenn die Mauke ohne Milch gemacht wird. Ich kenne das immer nur mit Brühe, und wie Ostara schon sagt: Liebstöckel muss rein.
LG Jule

hipetuk

18.01.2012 09:37 Uhr

Moin, klingt aecht gut,
kann ich ähnliches auch ohne Fleisch zubereiten ?
Peter

Eselein

19.01.2012 16:54 Uhr

Das ist auch mein Problem bei diesem interessanten Rezept.
Vielleicht kann man den Teich ersetzen durch einen Sauerkrautsumpf; oder statt Fleisch dicke Möhrenscheiben in Brühe kochen. Wenn ich es probiert habe, melde ich mich wieder. Bestimmt Liebstöckel dazu.

Carmen140668

18.01.2012 10:08 Uhr

SEHR lecker!
habe auch Rinderbeinscheibe genommen, und das KaToPüh mal so gemacht wie hier beschrieben, war mal etwas komplett anderes für Sauerkraut und KatoPü und sehr lecker :) alle waren begeistert auch die Kinder :)
einfach mal trauen etwas komplett anderes zu probieren :)

mellie72

18.01.2012 11:14 Uhr

Hört sich lecker an - das werde ich bestimmt mal ausprobieren, aber was ist Wurzelwerk? Ist das Suppengrün?

LG
mellie (die aus dem hohen Norddeuchtschland kommt)

ultron

18.01.2012 11:31 Uhr

Jepp, aber nicht aus dem Frost.

Lecker Rezept. Ich kenns aber als Teichelmauke...

353321

18.01.2012 12:45 Uhr

Hi,wollte es mal ausprobieren aber wie lange muß das Rindfleisch denn kochen. 1Stunde?Das steht nämlich nicht im Rezept.Wäre dankbar für eine Antwort.
LG Petra

sukeyhamburg17

18.01.2012 14:47 Uhr

Hallo Petra,

in den gleichlautenden Rezepten fuer dieses Gericht stehen leider keinerlei Angaben zur Koechelzeit des Fleisches - nur die Bemerkung, dass es muerbe sein soll.

Aber - deine Annahme von 1 Stunde Koechelzeit kommt schon sehr gut hin.

Probiers mal so aus, wenn das Fleisch noch nicht muerbe genug ist, einfach noch etwas laenger koecheln lassen.

Liebe Gruesse und happy cooking

Susan, Pittsburgh, PA, USA

petele

18.01.2012 14:12 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

bei uns gibt es die deichelmauke öfters, kenne sie schon aus meiner kinderzeit, wenn mal etwas brühe und mauke übrigbleibt, püriere ich es und mache kartoffelsuppe draus, mit einer bockwurst noch mal ein lecker essen für den nächsten tag,
lg petra

Ramona67

18.01.2012 14:49 Uhr

Ich liiiiebe dieses Essen schon seit meiner Kindheit.

Wir machen es allerdings meistens mit Schweinerippchen. Dazu selbtsgemachtes Sauerkraut- ein herrliches Winteressen!!!

Meine Mutter hat früher die Mauke für D(T)eichelmauke auch nur mit Brühe gemacht; ich mache es allerdings jetzt meistens mit Milch.

353321

18.01.2012 23:18 Uhr

Hi Susan!
Danke für Deine Mitteilung. Du hast mir sehr geholfen.

Liebe Grüße von Petra aus dem Lipperland

Germany

hipetuk

19.01.2012 08:08 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Zur Frage des "WURZELWERKES" :

Es ist ein Synonym für Suppengemüse.

Bei den Kartoffeln empfehle ich eine mehlig kochende Sorte zu wählen.

Statt der mühsamen Rindfleischkocherei bevorzuge ich
ein Glas á 550 gr. Sauerfleisch in Aspik aus einer nord-ost harzer Metzgerei.
Da sind die Lorberblätter auch bereits mitgekocht.

gartennini

21.01.2012 10:26 Uhr

Ein feines Essen!!!

Bin vorgestern über dieses Rezept gestolpert und habe es gestern nachgekocht.
Das man Pü mit Brühe zubereitet, kannte ich allerdings nicht, habe es ausprobiert und fand es mal einen ganz anderen Geschmack - würziger!
Werde mal das nächste Mal halbe-halbe probieren: also halb Milch, halb Brühe.
Danke und liebe Grüße

gartennini

Pfefferfrau

23.01.2012 13:49 Uhr

Schon der Name des Rezeptes hat mich sehr neugierig gemacht.
Das scheckt auch uns "Oberbayern" gut, und das gibt es auf alle Fälle wieder. Hab das Püree aus der Brühe gemacht, die mit dem Fleisch/Wurzelgemüse entsteht. Natürlich auch mit Liebstöckel.
Da wir gute Esser sind, habe ich die Rezeptmenge erhöht.

Vielen Dank und liebe Grüße aus dem Voralpenland
Eva

Geier8

28.01.2012 19:32 Uhr

Neugier war jetzt nicht das richtige Wort für das, was ich beim Lesen des Rezeptnamens gedacht habe (bei uns sind "Mauken" = Stinkefüße). Hab's trotzdem nachgekocht - natürlich Liebstöckel vergessen und trotzdem gibt's 5 Sterne!
Einer der besten Wintereintöpfe, die ich je gegessen habe!

Geier

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