Sie suchen nach:

Avalons Apfelmet

Honig - Apfelwein nach Art des germanischen Met

Zutaten

1 1/2 kg Honig nach Wahl
3 1/2 Liter Apfelsaft, naturtrüber (Apfelsaftkonzentrat nur zur Not nehmen)
8 g Hefe (Reinzuchthefe)
Apfel, möglichst ungespritzt oder sehr gut gewaschen, geraspelt oder gerieben
100 ml Wasser, lauwarmes
Portionen

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 40 Min. / Schwierigkeitsgrad: normal / Brennwert p. P.: keine Angabe

Was sie für Avalons Apfelmet noch brauchen: Einen Gärbehälter mit 5 Liter Inhalt sowie Verschluss und Gärpfeife und eine saubere Flasche.

Setzen Sie zuerst die Hefelösung an: Geben Sie etwa 100 ml lauwarmes (handwarmes) Wasser und den geraspelten Apfel in die Flasche und vermischen Sie beides. Geben Sie nun die Hefe hinzu - nicht einrühren oder schütteln - einfach aufstreuen. Verschließen Sie die Flasche mit etwas Watte, einem Papierkaffeefilter oder einer Gärpfeife und stellen Sie die Flasche für ein bis zwei Tage an einen warmen Platz (maximale Temperatur: 40°C). Bitte schütteln sie die Flasche nicht! Die Hefe sinkt nun hinab und beginnt zu brodeln und zu blubbern. Wenn es richtig "gewerkelt" hat und schwächer wird, ist der Ansatz fertig.

Nun geht es weiter mit dem handwarmen Apfelsaft und dem auf maximal 40°C erwärmten Honig: Geben Sie zuerst den Saft in den Gärbehälter, dann den Honig einrühren. Wenn beides gut durchmischt ist geben sie den Hefeansatz hinzu, verschließen den Gärbehälter mit der Gärpfeife und lassen das Ganze an einem ruhigen und warmen Ort zwischen 3 und 5 Wochen vor sich hin gären. Wenn sich etwa eine Woche lang in der Gärpfeife nichts mehr tut, ist der Gärprozess abgeschlossen.

Ziehen Sie nun den Met mit einem Schlauch von oben ab. Achten Sie darauf keinen (!) Bodensatz mit abzusaugen, verzichten Sie dabei lieber auf einige Tropfen vom Met!

Erhitzen Sie Ihr Met auf etwa 40°C, um den Gärprozess zu stoppen. Reinigen Sie Ihr Gärgefäß sehr gründlich (!) und füllen Sie den Met wieder ein. Die Gärpfeife wieder aufsetzen und drei Wochen warten, ob eine Nachgärung einsetzt. Dies wäre kein Problem und kein Schaden, wiederholen Sie in diesem Falle nochmals das Erhitzen und warten Sie nochmals drei Wochen. Sie können zu dieser Zeit auch die Trinksüße bestimmen. Sollte Ihnen Ihr Met zu herb sein dürfen sie in den etwa 40°C warmen Sud nochmals etwas Honig hinzugeben. Setzt keine Nachgärung mehr ein, ziehen Sie nochmals den Met von oben her ab - wie zuvor beschrieben.

Stellen Sie den nun fertigen Met am einen kühlen bis kalten, dunklen Ort zum Reifen. Je länger sie den Met reifen lassen, desto besser wird er - aber wer will schon Monate warten, wo er doch jung schon so lecker ist!

Tipps: Arbeiten Sie stets supersauber. Kochen Sie Flaschen, Trichter usw. ab, um keine Fehlgärung oder Fäulnis zu riskieren.

Kommentare anderer Nutzer


seidr

04.10.2007 20:04 Uhr

Hallo,

ich möchte Ihendie möglichen Gewürze für den Met nicht Vorenthalten. Folgende Varianten habe ich selbst schon hergestellt:

A) Bromberblätter, Kamillenblüten, Mädesüß & Holunderblüten (jeweils ca 3 gr)
B) viel Hollunderblüten (5 oder 6 ganze Blütendolden)
C) Kastanie, Haselnuß, Mädesüß

Bei diesen Rezepten verwende ich "nur" 10 bis 29% Apfelsaft, der Rest ist normales Wasser

Lucky2004

20.02.2008 13:18 Uhr

Hallo

habe super sauber gearbeitet und immer alles vorher abgekocht bevor ich es verwendet habe, leider habe ich nach dem ersten abziehen und nochmal stehen lassen einen ESSIG bekommen!!!
Ich habe es ca. 2 Wochen stehen lassen.

was habe ich falsch gemacht ????????

seidr

17.03.2008 11:57 Uhr

Hallo,

das tut mir leid, dass Dein Met zu Essig wurde.

Die mögliche Erklärung ist -leider- bei allen Arten von Wein die Selbe: Die Fäulnissbakterien haben die Überhand gewonnen.

Ich tippe darauf, dass es in Deinem Fall mit der Luft zusammen hing. (Das ist keine Anspielung auf eine "unsaubere" Küche, sondern völlig normal :-))
Wenn Du eine Nachgährung unter Luft zulässt erhälst Du immer Essig - Weinessig wird nämlich so hergestellt ...

Also, mögliche Fehler:

Zuviel / zu langer Luftkontakt beim Unfüllen und / oder kein Gährverschluß auf dem Behälter und / oder zuwenig Wasser im Gährverschluß. Dieses Wasser könnte auch das Faulen angefangen haben.

NoDimension

06.06.2011 17:02 Uhr

Essig ist kein faulen. Essig wird durch Bakterien produziert.
Und es kann immer mal passieren das ein Ansatz "kippt". Besonders bei unausgewogenen Rezepten.

Wer sich für das Thema Wein machen interessiert sollte sich mal den Fruchtweinkeller oder den Honigweinkeller (einfach googlen) ansehen.

schnuffelliene

04.10.2008 10:36 Uhr

als neuling stelle ich dir die frage? bitte kannst du mir ein rezept angeben wie ich aus meinen vielen frisch geernteten äpfenl apfelwein herstelle. danke dafür sagt schnuffelliene

seidr

04.10.2008 12:42 Uhr

Hallo,

für Apfelwein = Äppler = Cidre gillt alles gesagte über Sauberkeit, Gaärgeräre u.s.w.

Du raspelst die Äpfel klein (Fruchtmühlen gibt´s z.B. bei Hornbach) den Apfelmatsch presst Du aus (auch die Pressen gibt´s bei Hernbach und im Landhandel) dann hast Du Apfelsaft.

Je nach Sorte der Äpfel und der Kraft beim pressen (viel wirkt viel) kommst Du auf etwa 50 bis 70 % der Ausgangsmenge. Also rund 500 Liter Saft aus 800 bis 1000 kg Äpfel.

Den Saft in den Gährtank, Gährpfeife drauf - fertig.

Mix zugeben, keine Hefe, nix.

Nach einer Woche - sehr süßer Cider etwa 2 - 3 vol% Alc

Nach 4 Wochen - herber bis sehr herber Äppler, bis etwa 14 Vol% Alc.

Einfach dann und wann probieren, wenn der Geschmach passt Gährung durch Zugebe von Kaliumpyrosulfit (K2S2O5) zugeben (etwa 10gr je 100 Liter).

Fertig.

Na denn Prost!

Seidr

Herta

08.08.2009 15:55 Uhr

Hallo Seidr!

Bald ist es wieder so weit.

Möchte heuer den Cider nach deinen Angaben selbst herstellen. Obstmühle und Presse bekomme ich von unserem Gartenbauverein.

Bis jetzt habe ich das Obst, Äpfel und Quitten im Verhältnis 3:1, in der Mosterei pressen lassen. Natürlich unter meiner Aufsicht und meinem eigenem Obst.

Meinst du, daß dieses Verhältnis auch für Cidre geeignet ist?

Gruß Herta

Eigenen Kommentar abgeben

Um selbst Kommentare zu Rezepten abgeben zu können, müssen Sie sich bei Chefkoch.de registrieren. Wenn Sie schon registriert sind, müssen Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort anmelden.

x Eigene Antworten abgeben

Um selbst Kommentare zu Rezepten abgeben zu können, müssen Sie sich bei Chefkoch.de registrieren. Wenn Sie schon registriert sind, müssen Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort anmelden.

Magazine unserer Partner auf Chefkoch.de