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Tagine (Tajine) mit Lamm und Quitten

herbstliches Gericht aus Nordafrika

Zutaten

1 1/2 kg Lammfleisch, Keule, in grossen Würfeln
2 große Zwiebel(n), grob gehackt
3 große Quitte(n), geschält, und geviertelt, Kerngehäuse entfernt
125 g Aprikose(n), getrocknet (möglichst Bio-Qualität)
3 EL Olivenöl
3 EL Butter
1 TL Koriander, gemahlen
1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
1/2 TL Cayennepfeffer
1/4 TL, gestr. Safran (ersatzweise 1/2 TL Kurkuma)
1 TL, gestr. Ingwer, frisch, geraspelt (bitte keinen getrockneten Ingwer verwenden)
2 Stange/n Zimt (vorzugsweise Ceylon-Zimt)
1 EL Tomatenmark
1 Tasse Koriandergrün, frisch, gehackt (optional, kann auch weggelassen werden.)
2 EL Koriandergrün, frisch, gehackt, zum Garnieren (siehe obiger Kommentar)
  Salz und Pfeffer
2 EL Honig
Portionen

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 1 Std. / Schwierigkeitsgrad: normal / Brennwert p. P.: keine Angabe

Lammwürfel in Olivenöl anbraten.

Eine der gehackten Zwiebeln, alle Gewürze, Korianderblätter (optional), Salz nach Geschmack und Tomatenmark hinzufügen. Mit Wasser bedecken, zum Kochen bringen und auf kleinem Feuer etwa 60-90 Minuten garen, bis das Lammfleisch weich ist.

Währenddessen die zweite gehackte Zwiebel mit den Quittenstücken in der Butter langsam goldbraun braten. Zwiebel, Quitten, Honig und die getrockneten Aprikosen etwa knapp 1/2 Stunde bevor das Lammfleisch gar ist hinzufügen und alles zusammen weiter auf kleinem Feuer zu Ende garen.

Mit Couscous servieren, mit den gehackten Korianderblättern garnieren. Wer keinen Koriander mag, kann auch frische, glattblättrige Petersilie zur Garnitur verwenden.

Kommentare anderer Nutzer


cuxi1

29.09.2008 17:38 Uhr

Hallo,
bereitest du das Ganze in der Tajine zu oder in einem Schmortopf?
Gruß
Elke

sheherzade

29.09.2008 23:16 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Ich benutze einen normalen Schmortopf aus Gusseisen; schliesslich koch' ich ja nicht auf 'nem Holzkohlefeuer, sondern auf 'nem Glaskeramikherd. ;)
(Klar, ich weiss, es gibt auch Tagine die für moderne Herde geeignet sind.)

Da ich jedoch Gerichte aus sehr verschiedenen Ländern und Kulturen zubereite, kann ich mir schon aus Platzgründen nicht all die jeweils dazugehörigen Original-Küchenutensilien anschaffen.

Silke0150

04.10.2008 10:41 Uhr

Aber wieso nennst Du das Rezept dann "Tajine mit Lamm..."?? Hört sich auf jeden Fall sehr lecker an, und ich werde es in meiner Tajine nachkochen.

sheherzade

05.10.2008 19:51 Uhr

"Aber wieso nennst Du das Rezept dann "Tajine mit Lamm..."??"

Weil man ja, so viel ich weiss, in Marokko so 'nen Eintopf, also das Gericht, eben auch Tagine nennt. ;)
Ausserdem macht diese Bezeichnung gleich ersichtlich, dass es sich um ein nordafrikanisches Gericht handelt. Kochtopf oder Tontopf hin oder her, viel wichtiger für das Endresultat ist das Talent der Köchin (bzw. des Kochs). Diese Tagine aus dem Eisentopf ist eines meiner Lieblingsgerichte und hat bisher noch jedem meiner Gäste ausgezeichnet geschmeckt. Und das allein zählt, nicht?

PS, ich lasse übrigens beim Kochen den grünen Koriander (nicht die gemahlenen Korianderkörner!) weg; ich liebe frischen Koriander zwar über alles, aber ich finde nicht, dass er mit den Quitten so richtig harmoniert. Ist natürlich Geschmackssache.

INTG

04.10.2008 13:01 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Hallo, ich kenne das Rezept aus Urlauben in Marokko und habe mir eine tajine mitgebracht. Eigentlich wird das Fleisch nicht vorher angebraten, sondern die Zutaten kommen alle in die tajine, Deckel drauf und bei uns ab in den Backofen. Auf dem Herd nach deutscher Art im Topf zubereiten ist ganz und gar nicht ähnlich.Da würde ich evtl. den Römertopf bevorzugen, habe es aber nicht ausprobiert. lG, INTG

muda4

04.10.2008 13:35 Uhr

Hallo, ich werde das Rezept auch probieren, hört sich gut an, ansonsten kenne ich es auch von Marokko, alles in die Tajine, auch die Kartoffeln, das Gewürz immer dazwischen - schmeckt auch superlecker - vor allem die Soße, die sich absetzt.
Allerdings habe ich in Marokko auch schon eine Broiler-Tajine gegessen, da war das Fleisch ganz knusprig - da habe ich mich auch gefragt, wie sie das wohl gemacht haben.

weiter auf viele Rezepte neugierig - bin ich auf alle Fälle.

Mauti

04.10.2008 20:47 Uhr

Wir haben einen Tajine. Wichtig ist, nicht andauernd umzurühren, fast gar nicht!

LG, Mauti

JuanGa

17.10.2008 10:30 Uhr

Was machst Du denn damit nichts anbrennt ?

schrotti1

06.10.2008 11:23 Uhr

woher bekommt ihr die quitten?

Wusilon

06.10.2008 23:14 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Quitten gibt es bei uns derzeit auf dem Wochenmarkt, goldgelb, duftend und leuchtend.
Man findet auch welche in alten Gärten, und meist wissen die Leute nichts damit anzufangen, denn roh sind sie ja nicht genißbar...

Das Rezept klingt herrlich würzig und wird ausprobiert - Tajine hin oder her, der Tip mit dem Römertopf ist sehr wegweisend!

Wünsche viel Erfolg beim Quittensuchen!
LG Wusilon

schrotti1

07.10.2008 10:12 Uhr

danke schön, dann werd i mal am freitag aufn wochenmarkt gehn.
ich liebe die marokkanische küche seit einem urlaub dort und ich habe das selbe rezept in einem meiner kochbücher
freu mich schon drauf
lg aus österreich

Jochelbeere

17.10.2008 20:56 Uhr

Hallo,

Ohne Quitten werde ich wohl nicht das Rezept ausprobieren.
Es ist doch kaum zu glauben,dass man der Quitten gar nicht so schnell habhaft werden kann.*lach*

LG Jochen

knobi-fan

19.10.2008 09:27 Uhr

Hallo,

hatte dieses Gericht gestern zubereitet: sehr lecker! Ich hatte es soweit vorbereitet, bis die gedünsteten Quitten und die Aprikosen dazukommen, und dann noch eine halbe Stunde fertig gegart, während der Reis köchelte. Da wir nur zu dritt waren, reichte die halbe Menge. Ich habe Tiefkühlfleisch genommen, und zwar ein Lamm-Vorderviertel. Ein Stück von 1730 g ergab ca. 800 g Fleisch, also völlig ausreichend. Die Quitten, die ich von Freunden bekommen hatte, hatte ich vor einer Woche schon fertig vorbereitet eingefroren, da sie sich ja nicht lange halten.
Das wird ein Standardrezept in der Quittenzeit werden!

Gruß
knobi-fan

sheherzade

05.05.2009 09:04 Uhr

Anmerkung: Ist ja ein schönes Bild, das da von Tobsen_Tobsen hochgeladen wurde. Allerdings zeigt es ein völlig anderes Gericht, dem Anschein nach was mit Lamm, Zwetschgen, Zwiebelringen und Pinienkernen, (letztere werden ja auch eher in der türkischen oder libanesischen und weniger in der original marokkanischen Küche verwendet).
Da werd' ich wohl selbst mal ein Bild knipsen müssen; geht aber erst, wenn's beim Türken um die Ecke wieder Quitten gibt. ;)

dj_mouse

31.10.2010 15:48 Uhr

Vielen Dank für dieses außergewöhliche Rezept, habe es am Freitag mit einer Freundin gekocht und wir waren begeistert! Diese Kombination von Fleisch, exotischen Gewürzen und Früchten ist spitze!;-)

ars_vivendi

02.11.2010 17:34 Uhr

Hallo,

ein fruchtig-würziges Gericht, das uns begeisterte! Anstelle des Wassers haben wir einen Lammfond verwendet, den wir selbst aus den Parüren und dem Knochen der Lammkeule gezogen haben. Koriandergrün mögen wir nicht, haben wir deshalb auch weggelassen und den Honig ebenfalls, da die Aprikosen schon ziemlich viel Süße abgaben. Dazu gab es Couscous und scharfes Möhrengemüse.

Danke fürs Einstellen des Rezeptes!

Gruß Alex

kamso21

18.11.2010 14:33 Uhr

Habe dieses Rezept bereits 2 mal für Gäste gekocht, die total begeistert waren (auch ohne Aprikosen).
Danke!
kamso21

ula50

09.09.2011 12:11 Uhr

Hilfreicher Kommentar:

Hallo,
ein sehr leckeres Rezept!

Die Quitten habe ich nicht im Butter geschmort sondern zum Ende der Garzeit einfach zu dem Fleisch zugefügt.

Auch den Honig habe ich weggelassen, ich fand die Süße von den getrockneten Aprikosen ausreichend.

Vielen Dank für das schöne Rezept.

LG
Ula50

WStM

07.10.2011 17:58 Uhr

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Ein wirklich tolles Rezept, schon mehrfach nachgekocht, ernsthaft saulecker!

Folgende kleine Änderungen nehme ich vor:
Auf Korianderblättchen zu Anfang des Schmorens verzichte ich, bin kein Freund davon, frisches Grün so erbarmungslos kaputtzukochen, nachher gern natürlich drüber. Ich gebe noch etwas Zitronenabrieb hinein und verwende als Salz ein Orangensalz, das wir gerade da haben. Die Quitten achtele ich, Viertel sind mir zu klobig. Und Safranfäden gebe ich eher etwas mehr hinzu, plus eine Prise eines sehr gutes Ras el-Hanut (ich schreibe das in direkter Umschrift ohne französischen Kolonial-Firlefanz;))

Vielen Dank für dieses Rezept, mit dem unser Weg ins 'herzhaft' kochen mit Quitten buchstäblich begann!

PS: Als Kochgeschirr verwende ich tatsächlich eine Tagine, allerdings keine traditionelle, sondern eine von einem bekannten französischen Hersteller von Gusseisenware. Nein, der isses gerade nicht;)

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